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Kampf gegen Piraten: Schwerbewaffnete Söldner sollen deutsche Schiffe schützen

Somalische Seeräuber gefährden den Welthandel - die Bundesregierung arbeitet deshalb an einem neuen Konzept für den Schutz deutscher Schiffe: Einsätze privater Sicherheitsfirmen sollen erleichtert werden, auch mit schweren Waffen.

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freigeist56 17.08.2011, 20:47
170. Wir brauchen....

Zitat von leser_81
ist schon längst überfällig ! Wir benötigen gut ausgebildete und gut Bewaffnete Männer an Bord dieser Schiffe ! Wenn die ersten Piratenboote incl. Besatzung auf den Meeresgrund geschickt werden, wird sich das schnell rum sprechen bei den Piraten.
weniger Schikis die Sushi fressen.... In die EU werden jährlich für 1. Milliarde Euro illegal vor Afrikas Küsten gefangener Fisch eingeführt. Ein Hauptabnehmerland ist Deutschland ! Also wollt ihr keine Piraterie so gebt den afrikanischen Fischern ihren Fisch zurück. Es ist schon pervers . wir fressen ihre Nahrung und wehe sie verhungern nicht und suchen sich andere Wege um zu überleben....Dann schicken wir Söldner... Einspruch ! ich weiß jetzt stecken irgendwelche Mafia Organisationen dahinter - aber zum Trost sei gesagt dass die Europäischen Waffenhändler da auch gute Geschäfte machen...

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einsatz24 17.08.2011, 20:49
171. ...

Zitat von pom_muc
Wer glauben Sie stellt heute den Großteil der Geldtransportfahrer? Ehemalige grüne Philosophiestudenten oder ehemalige Bundeswehrsoldaten?
Mindestlöhner mit zweiwöchiger "Ausbildung".

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MA-94 17.08.2011, 20:52
172. "ultima ratio"

Wenn man aus rechtlichen Gründen nur in Deutschland geflaggte Schiffe mit einbezieht, ist der Schutz durch mitreisende Sicherheitskräfte die einzig effiziente Möglichkeit. Denn die Statistiken bescheinigen den bisherigen Atalanta-Patrouillen eine verschwindend geringe Wirkung.
Bleibt also nur noch zu klären, ob dieser Schutz durch staatliche oder private Sicherheitskräfte wahrgenommen werden soll. Neben rechtlichen Erwägungen spielt vor allem wahrscheinlich die Frage eine Rolle, ob die Bundeswehr ausreichende Kapazitäten hat. Ich glaube, die Zahl der Einheiten, die die dafür nötige Kompetenz haben (Boardingkompanie, Spezialisierte Einsatkräfte Marine, Marineschutzkräfte), hält sich in Grenzen. Daher ist der Einsatz privater Sicherheitsfirmen nötig, wenn auch nur aus Kapazitätsgründen.
Oder aber -und das ist die durative Lösung- man geht die gesellschaftlichen und politischen Probleme in Somalia an, was -das gebe ich zu- schwerer ist, als es sich anhört.

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pom_muc 17.08.2011, 20:54
173. .

Zitat von johndo89
und dann sich noch einmal Fragen, was ist ein deutsches Schiff
Und bekommen die unter deutscher Flagge fahrenden Schiffe Schutz? Oder dürften diese bisher nur Steuern zahlen?

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Altesocke 17.08.2011, 20:55
174. Soeldner ist Soeldner und bleibt Soeldner!

Zitat von law1964
Es wird von schwerer Bewaffnung gesprochen, aber was ist denn die schwere Bewaffnung im einzelnen, welche "schweren" Waffen dürfen sie denn haben? Ist ein Gewehr schon eine schwere Bewaffnung oder erst eine Panzerfaust? Außerdem handelt es sich nicht um Söldner sondern um private Sicherheitsdienste. Hier ist ein großer Unterschied, ok Söldner klingt natürlich besser trifft aber nicht zu. Wichtig ist, dass man den Piraten die Zähne zeigt und abwehrbereit ist. Die Gefahr für die Piraten muss steigen. Nur so wird man dieser Plage Herr.
'Private Sicherheitsdienste' - schwarze Scheriffs sind private Sicherheitsdienste.
Das hier sind 'legale' Paramilitaers. Die rekrutieren aus den 'Bestaenden' von Navy und Armeen, weltweit.
Und nur, weil 'die Guten' ihnen erlauben, ihrem Business nachzugehen, sind es trotzdem Soeldner!

"Söldner-Operationen heute

Als der Vietnamkrieg endete, schlossen sich viele amerikanische Veteranen zu privaten Sicherheitsunternehmen zusammen."

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faguo888 17.08.2011, 20:56
175. Schnapsidee

Wir sollten von den amerikanischen Erfahrungen mit der Privatisierung des Kriegsgeschäfts gelernt haben. Oder wollen wir Korruption, Überfakturierung, Folter, exzessive Gewalt? Selbst die amerikanischen (Un)-Sicherheitsunternehmen werden sich angesichts leerer Kassen und Rückzug aus Afghanistan und dem Irak auf geringeren Umsatz einstellen müssen. Es hieße den Bock zum Gärtner zu machen, wenn man die Bundespolizei mit dem "Projekt" beauftragen würde. Gerade dort gibt es bei einigen Angehörigen geheime Wünsche auf große Tagesgagen.

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pom_muc 17.08.2011, 20:56
176. .

Zitat von Bravofox
Und wenn der erste volle Tanker durch Beschuß versenkt worden ist , wird sich das schnell rum sprechen.
Ja, das könnte dann zu Strafmaßnahmen führen wo man auch Kollateralschäden in Kauf nimmt und es egal ist hinter wem sich der Pirat versteckt.

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katanga1 17.08.2011, 20:59
177. Ja und Aufnahme u. Absetzstellen i.d. Region

Zitat von Edgar
Ein Handelsschiff hat erst mal zwei wichtige Vorteile: 1. Einen hohen Bord, der erst mal erklommen werden muss 2. eine ruhige, stabile Lage im Vergleich zu einem Boot. Das Handelsschiff ist also eine natüriche Festung und vor allem eine sehr gute Waffenplattform - mann kann aus einem wackligen Boot heraus prakisch nicht zielen, vom grossen Schiff aus ist dagegen präzises Feuer möglich. Lafettierte MGs Kaliber .30 mit Nachtsichtoptik genügen daher vollkommen, um Piratenboote zu bekämpfen; für den Fall, dass es tatsächlich ein Boot bis an die Bordwand schafft, einige Sturmgewehre oder MPs. Aber nach den ersten echten Lektionen wird allein die Präsenz der MGs genügen, um Piraten abzuhalten. Denn das sind ja schliesslich keine Kämpfer, sondern Geschäftsleute.
Schiffe die aus dem Mittelmeer durch den Suez kommen können über eine dynamische Bootaufnahme Ihre Sicherheitsleute an Board nehmen.
Wenn Sie die kritische Region hinter sich gelassen haben können sie an einem dynmischen Abgabepunkt die Sicherheitsleute wieder abgeben.

Eine interne Rotation der Sicherheitsfirma sorgt für die Bereitstellung an beiden Punkten.

Damit brauchen die Sicherheitskräfte nur in der kritischen Phase an Board sein.

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twelvemonkeys 17.08.2011, 21:05
178. Erst...

Erst nimmt man den Leuten die Lebensgrundlage, indem man ihre Gewässer leerfischt, und wenn die sich wehren, nennt man sie "Terroristen" und geht gewaltsam gegen sie vor und kriminalisiert sie. Dabei wollen die nur leben im Sinne von überleben und nicht im Luxus schwelgen wie wir hier in der ersten Welt. Denn wir sind nur deswegen "die erste Welt", weil andere "die dritte Welt" sind bzw. sein müssen.

Es braucht nicht (mehr) Bewaffnung der Schiffe, sondern das Fischen in diesen Gewässern muß aufhören!

MfG, TwelveMonkeys

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MA-94 17.08.2011, 21:05
179. .

Zitat von faguo888
Wir sollten von den amerikanischen Erfahrungen mit der Privatisierung des Kriegsgeschäfts gelernt haben. Oder wollen wir Korruption, Überfakturierung, Folter, exzessive Gewalt? Selbst die amerikanischen (Un)-Sicherheitsunternehmen werden sich angesichts leerer Kassen und Rückzug aus Afghanistan und dem Irak auf geringeren Umsatz einstellen müssen. Es hieße den Bock zum Gärtner zu machen, wenn man die Bundespolizei mit dem "Projekt" beauftragen würde. Gerade dort gibt es bei einigen Angehörigen geheime Wünsche auf große Tagesgagen.
Da muss ich auch zustimmen. Es hat seinen Grund, dass das Gewaltmonopol (vor allem was das Militär angeht), beim Staat liegt. Nur hier kann die Art und Weise militärischen Handens durch Befehlsstrukturen, aber auch durch eine spezialisierte gesetzliche Kontrolle (Wehrstrafgesetz, etc.) gewährleistet werden - von parlamentarischer Kontrolle ganz zu schweigen.

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