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Kampf gegen Piraten: Schwerbewaffnete Söldner sollen deutsche Schiffe schützen

Somalische Seeräuber gefährden den Welthandel - die Bundesregierung arbeitet deshalb an einem neuen Konzept für den Schutz deutscher Schiffe: Einsätze privater Sicherheitsfirmen sollen erleichtert werden, auch mit schweren Waffen.

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Centurio X 18.08.2011, 09:08
270. Die Legion etrangere in Frankreich...

Zitat von notty
Soeldner sind eine gute Sache, fragen Sie mal Frankreich, was man doert von der Legion Etrangere haelt. G e r a d e in Afrika ist die LE als 'ordnende Kraft' bekannt. Sie sprechen hier so, als wenn Deutschland irgendwelche Sicherheitsunternehmen engagiert und bezahlt, davon ist doch garnicht die Rede...
...versteht sich nicht als Söldnerorganisation, sondern sie ist als Elitetruppe Teil der regulären franz. Armee.
Unabhängig davon, bin ich der Meinung, daß das Piratenproblem relativ leicht in den Griff zu bekommen wäre, wenn 3 - 4 Sicherheitsbeauftragte mit Scharfschützengewehren auf den betreffenden Schiffen präsent wären. Kompetent wären dafür auf jeden Fall Veteranen der Fremdenlegion.

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itchybod 18.08.2011, 09:17
271. Erkennung?

Zitat von deltacentauri
Ein besseres Einsatzgebiet für Drohnen gibt es nicht. Puff - und weg ist das Piratenboot. 5 Abschüsse - und der Spuk hat ein für allemal ein Ende.
Nur zur Information. Die Piraten vor Somalia geben sich nicht durch eine schwarze Flagge mit Totenkopf drauf zu erkennen. Die sehen fast aus, wie normale Fischer und wenn sich die Gelegenheit bietet, dann wird die AK hervorgeholt und ein Schiff geentert.

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Tall Sucker 18.08.2011, 09:22
272. Bezahlbar

Zitat von Edgar
Geleitzüge sind irre teuer! Sie sind nicht schneller als das langsamste Schiff und müssen versammelt und aufgelöst werden. Das kostet enorm viel Zeit und Zeit ist Geld. Wissen Sie, was so ein Schiff pro TAG kostet? Das können leicht 100.000 US$ sein. Ein Geleitzug ist also die mit Abstand teuerste Lösung.
Die Transportkosten sind derzeit vernachlässigbar klein: bei einem TV-Gerät zum Beispiel machen sie ungefährt 3 bis5 € aus. Bei anderen Gegenständen sind sie noch geringer (anderenfalls könnten T-Shirts für 10 € und weniger nicht angeboten werden).
Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass Großbritannien fünfeinhalb Jahre lang mit Geleitzügen gut versorgt werden konnte, lassen mich die angeblichen Mehrkosten vollkommen kalt.

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sir.viver 18.08.2011, 09:24
273. bla-bla

Selbstverstaendlich laesst der Verfasser des Berichts offen, was er fuer "schwere Waffen" haelt.
An der Art des Berichts kann man schon die Praxisferne des Verfassers erkennen.
Was ist denn nun damit gemeint?
Moerser, Granatwerfer?
Wie definiert er denn "schwere Waffen"?

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Chris_7 18.08.2011, 09:38
274. Sicherheitsdienste bei der Bundeswehr

Zitat von Infared83
Private Sicherheitsfirmen (so sollte es im Artikel besser heißen) machen doch nichts anderes schon seit Jahren in Deutschland?
Selbst die Wachen/ Torposten an zahlreichen deutschen Kasernen kommen von privaten Sicherheitsunternehmen...
Und mit dem Wegfall der Wehrpflichtigen wird dieser Trend noch zunehmen.

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leser_81 18.08.2011, 10:01
275. Seeräuberromantik

Zitat von KnoKo
So ein Quatsch! Natürlich werden die Überfälle nicht aufhören. Meinen Sie denn, dort wird man aus Lust und Laune oder vielleicht Langeweile zum Piraten? Denken Sie, denen macht das Spaß, ihr .....
Piraterie bringt Profit als jeden Tag Fische zu fangen. Das ist nun mal der Hauptgrund warum die Menschen zu Piraten werden. Jetzt kommen natürlich immer die Agument "die Menschen wollen ja nur was zu essen" Quatsch !
Nach dieser Logik dürfte es ja in Staaten in denen es ein Sozialsystem gibt überhaupt keine Kriminellen geben. Essen ist ja genug da oder?
Der Grund ist das streben nach Geld !

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farbenseher 18.08.2011, 10:14
276. Sie haben völlig Recht...

.."leser81", die verdammten Somalis wollen einfach noch einen zweiten und dritten Benz in der Garage stehen haben! Und einen Assistenten für den Gärtner ihrer luxuriösen Landsitze.
So ein Quatsch aber auch, die Annahme, dass die einfach was zu Essen wollen ist doch völlig absurd und überhaupt ist diese ganze Hungersnotpropaganda nichts als blanke Verschwörungstheorie.

Gut, dass es noch aufgeklärte Springerpresseleser81 wie Sie gibt, die einem das "Welt""BILD" wieder gerade rücken. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir uns damit konfrontieren würden, dass wir den Leuten selbst ihre Lebensgrundlage entziehen. Haben die eben Pech gehabt, wenn sie mit ihren erbärmlichen, kleinen Fischerbooten nicht gegen unsere Megafischtrawler anstinken können.
Und überhaupt zum Thema "deutsche Reeder, die unbedingt von der Bundeswehr verteidigt werden müssen" ein Kurzkommentar von Jens Berger, der sich schon öfter in erhellender Weise zu diesem Thema geäußert hat:

"Mehr als 3.000 der rund 3.600 Schiffe deutscher Reeder fahren nicht unter der deutschen Flagge, da man keine Steuern an den deutschen Staat abführen will und mit Billigflaggen Arbeitnehmerschutzrechte, Tariflöhne und Sicherheitsauflagen außer Kraft gesetzt werden. Nach internationalem Recht sind die Containerschiffe und Tanker, um die es hier geht, Hoheitsgebiet dieser Billigflaggenstaaten. Für die Frage, ob Söldner ihren Dienst an Bord dieser Schiffe ausüben dürfen, sind somit so schillernde Staaten wie Liberia, Antigua und Barbuda, die Marschall-Inseln oder Belize zuständig. Der Umstand, dass sich Berlin über diese glasklaren Zuständigkeiten hinwegsetzt, ist nicht weniger als ein eklatanter Bruch des Völkerrechts – anstatt dafür Sorge zu tragen, dass deutsche Reeder ihre Schiffe wieder unter deutscher Flagge fahren lassen, unterstützt Berlin die Steuerflucht der Branche."

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danubius 18.08.2011, 10:33
277. Deutsche Schifffahrt tut wieder Not

Zitat von farbenseher
"...Mehr als 3.000 der rund 3.600 Schiffe deutscher Reeder fahren nicht unter der deutschen Flagge, da man keine Steuern an den deutschen Staat .....
Für unsere Überflieger unter den Foristen: genauso ist es!

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Ekkehart 18.08.2011, 10:35
278. From the halls of Montezuma to the shore of Tripolis

das ist der Beginn der Hymne des US Marinecorps. Das hat erfolgreich das Piratenproblem im vorletzten Jahrhundert vor der nordafrikanischen Mittelmeerküste gelöst. Weder die Bundespolizei mit Motorbooten nebst seediensttauglichen Staatsanwälten und Amtsrichtern wird das lösen noch die Bundesmarine mit Kaffeefahrten vor der libanesischen Küste.

Die meisten Schreiber haben wohl noch nie einen Fuß auf ein Handelschiff oder Kriegsschiff gesetzt geschweige denn eine schwerere Waffe als ein Luftgewehr auf dem Jahrmarkt abgefeuert. Wie will man denn die Sicherheitskräfte mit ihren "schweren" Waffen (ein .50 sMG oder eine GMK ist für mich keine schwere Waffe) in Indien, China oder Saudi Arabien (Jeddah) bei den Phobien der dortigen Behörden aus- bzw, einsteigen lassen? Oder gar stationieren. Von der Unterbringung an Bord inkl. der Munition etc. ganz zu schweigen.

Solange man sich gegen alles versichern kann, zahlen die Reeder das Lösegeld uns fertig.

Was sollen die Sicherheitskräfte übrigens mit Piraten tun? Mangels Rahen auf den meisten Schiffen kann man sie ja nicht mal aufhängen.

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vHayekFan 18.08.2011, 11:05
279. ist nunmal so

Zitat von leser_81
Piraterie bringt Profit als jeden Tag Fische zu fangen. Das ist nun mal der Hauptgrund warum die Menschen zu Piraten werden. Jetzt kommen natürlich immer die Agument "die Menschen wollen ja nur was zu essen" Quatsch ! Nach dieser Logik dürfte es ja in Staaten in denen es ein Sozialsystem gibt überhaupt keine Kriminellen geben. Essen ist ja genug da oder? Der Grund ist das streben nach Geld !
Jetzt werden Sie aber staunen.
In Staaten mit Sozialsystem gibts tatsächlich wesentlich weniger Kriminalität und bevor die EU vor Afrika die Meere leer gefischt hat, gabs da auch keine nennenswerte Piraterie.
Natürlich ist der Grund für Piraterie streben nach Wohlstand, aber es sind nicht viele, die ihr Leben riskieren, um reich zu werden (wahsinnig viel bleibt dem Piratenfussvolk wahrscheinlich inzwischen auch nicht). Noch weniger wären es, wenn sie ohne ihr Leben aufs Spiel zu setzen leidlich durchkommen (und ihre Familien durchbringen) könnten.

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