Forum: Politik
Kampf gegen rechts: Ach, wär' mein Nachbar doch ein Nazi

Seit Dunja Hayali für ihre AfD-Interviews die "Goldene Kamera" gewann, gilt es als wichtigste Aufgabe des guten Journalisten, Haltung zu zeigen. Leider ist das im normalen Leben gar nicht so einfach.

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willi441 09.03.2016, 13:47
280. Man wird sehr scnell zum Nazi

Zitat von wotander1calv
Haltung zeigen, aber nicht geteilt !!, wo bleiben die Proteste bei Angriffen auf AfD-Wahlkämpfer, warum ist diese Betroffenheit immer nur anlassbezogen. Warum ist ein Badeverbot für Syrienflüchtlinge Diskriminierung, eine Ausladung von AfD-Wahlpartygängern Zivilcourage ??, diese Scheinheiligkeit ist es, welche die Bürger abstösst, glauben sie mir, jedes unkontrollierte unsachliche Prügeln auf die AfD ist Wahlhilfe für diese...
Die Kehrseite wird nie beleuchtet wie schnell ausländische Mitbürger aus einem unbescholtenen Bürger
einen Nazi machen.
Ich wurde fast überfahren in einer Fußgängerzone und das noch auf einem Zebrastreifen , von einem vor einem Imbiss plötzlich losfahrenden Lenker.
Dann gings los, he Alter kannst du nicht aufpassen ,
ich : geh wieder dahin wo du herkommst.
Aber dann, Hurensohn ,alter Nazi und das vor einem
Ehepaar das mich dann aufforderte Anzeige zuerstatten.
Ich tats nicht, seither gehe ich bewußt auf Distanz.

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cabeza_cuadrada 09.03.2016, 13:49
281. hab mir das AfD Programm

Zitat von tlhuerth
Wenn Sie sich das Programm der AFD Sachsen-Anhalt durchlesen, würde Ihnen all das auffallen. Dor ist von preußischen Tugenden, deutschem Kulturgut u.v.a. die Rede. All das erinnert erschreckend an NS-Propaganda
nicht durchgelesen. Wähle sowieso nicht. Aber sie aus deutsches Kulturgut und preußische Tugenden bei ihnen gleich wieder NS-Propaganda rauslesen ist wieder typisch deutsch. Jedes andere Volk darf Nationalstolz haben, nur wir irgendwie nicht. (angewidertes wegwerfen der deutschen Flagge bei einer Pressekonverfenz)
Wenn ich da die Dänen anschaue, das ganze Land ist quasi rot weiß angemalt und quasi jeder hat einen Fahnenmast im Vorgarten.

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newline 09.03.2016, 13:50
282. Ach, Herr Fleischhauer

Erzählen Sie das mal den Kollegen der Lokalpresse, die ihre eigene Todesanzeige in der Zeitung lesen, Patronen in ihrer post finden, bedroht oder körperlich misshandelt werden.
Eingeworfene Fensterscheiben, platte Autoreifen, Farbschmierereien usw. inklusive.

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spigalli 09.03.2016, 13:57
283. Herr Fleischhauer,...

...wenn Sie gegen 'rechts' etwas tun wollen, dann müssen Sie erst mal lernen zu erkennen, was 'rechts' oder 'Hass' ist.

Am einfachsten ist das, wenn Sie öfter mal fragen: "Was glaubst Du, wenn ich den Frosch zur Trockenlegung der Sümpfe befragen wprde, was würde er sagen?" Oder fragen Sie den Frosch(gutmensch): "Was glaubst Du halten die Menschen von den Mücken, von denen Du gerne viele zum Mittagessen hast?"

Sowas trägt ungemein zur Versachlichung und Deeskalation der Konflikte sowie zur Meinungsvielfalt bei. Und plötzlich entsteht auch mit Gutmenschen, Journalisten und Erzieherinnen eine neue Situation, manchmal eine konstruktive Diskussion und selten lässt sich jemand auf die nei gewonnenen Erkenntnisse ein.

DAS war das Erfolgsrezept von Frau Hayali! Nachfragen, Zuhören und die Menschen für sich selbst sprechen und denken lassen. Nicht das blöde AfD-Bashing mit dem man versucht dem Mob zu stoppen.

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pessoa68 09.03.2016, 13:58
284. Und wieder nichts als Langeweile...

Egal, was ich hier auf SPON auch lese (z.B. ob Augstein oder Fleischhauer), egal, was ich in den Öffentlich-Rechtlichen auch anschaue... ich möchte es vorab kurz sagen: mich langweilt diese eindimensionale Betrachtungsweise politischer Geschehnisse etc. inzwischen zutiefst. Es mangelt an Tiefe, an Differenziertheit, an wirklich sachlich kontroversen Analysen/Betrachtungen, die jenseits einer "Gesinnungslupe" oder "Meinungsmache" liegen. Mich erinnert diese oberflächliche, stets einäugige Auseinandersetzung an Beiträge aus gymnasialen Schülerzeitungen der 80er Jahre: Links versus rechts. Punks versus Popper. Golf versus Ente. Entschuldigung, aber das politische Weltgeschehen ist seitdem tatsächlich etwas komplexer geworden. Und weil das so ist und es bereits viele Menschen wissen und mitbekommen haben, erfordert es auch die (journalistische) Mühe, dieses in ihrer Komplexität mehr und mehr zu erfassen und zu analysieren. Es reicht heute einfach nicht mehr, den eigenen aufgeklärten, gebildeten und mündigen Lesern eine derartige "Simplifizierung all inclusive" vorzusetzen. Warum? Weil man dadurch möglicherweise seine Leserschaft und Zuschauerschaft verliert. Weil man sich als Leser einfach intellektuell unterfordert, sich plump veräppelt fühlt, nicht ernst genommen, und man im Internet genug andere weitsichtigere Quellen von klugen, unabhängigen Freigeistern und (Nach-)Denkern finden kann, die weitaus intelligenter, interessanter, ehrlicher, politischer, differenzierter und engagierter mit der "Waffe" des Wortes um den Erhalt der Demokratie in unserem Land kämpfen - und all das ist weit über dem Niveau einer Schülerzeitung! Verzeihung, aber diese Kritik musste einfach mal raus, da sie als ein hoffnungsvoller Appell gegen die anödende Selbstrefenzialität zu verstehen ist und damit man sich als SPON-geneigter Leser letztlich nicht abwenden muss.

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thomas.200459 09.03.2016, 14:04
285.

Zitat von klauspeterstuder
Ich bin ein bekennener Rassist. Dazu stehe ich. Ausländer, Migranten, Moslems oder Juden sind in meinen Augen nicht weinger Wert als wir. Nicht einmal automatisch anders. Aber meistens unterscheidet uns, abgesehen von den Juden, einfach zu viel. Nicht auf alle Migranten und Moslems trifft das zu. Auf eine breite Mehrheit der Moslems schon. Wie viele Türken würden eine Beziehung ihrer Töchter, Schwestern oder Cousinnen mit einem Christen akzeptieren? Nichtakzeptanz ohne Gewalt? Deutsche die eine Beziehung ihrer weiblichen Verwandten mit Türken ablehnen snd verachtenswerte Rassisten. Umgekehrt wird das gleiche Verhalten von der Mehrheit der Deutschen akzeptiert. Rechte Gewalt wird verurteilt. Es gibt Unterschriftenaktionen und Demos dagegen. Politiker bekunden öffentliche ihre Empörung gegen Rechts. Gewalt ist aber vor allem ein Problem junger Migranten. Gerade junge Türken und Araber sind extrem gewaltbereit. Medien verschweigen und verschleiern diese Problem. Wenn man das nicht mehr geht, dann finden unsere Beamten, Politiker oder Journalisten viele Gründe um das Verhalten dieser Türken zu rechtfertigen und zu entschuldigen. Auch brutale türkische Schläger haben im deutschen Sprachgebrauch Opfer zu sein. Nebenbei müssen sich Migranten nicht integrieren wir integrieren uns immer mehr in eine muslimische Multikultigesellschaft. Die Islamisierung ist keine bösartige Vision deutscher Rassisten sondern schon längst Tatsache. Nicht brutal von heut auf morgen, aber doch allmählich und schleichend.
Ich kann in Ihrem Text keine Unwahrheiten entdecken,er impliziert aber etwas,und dieses etwas ist in Deutschland insofern gefährlich, vorschnell als Nazi,Rassist usw. dargestellt zu werden,jenachdem welchem Journalisten dieser Text gerade in die Hände fällt.

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fuffel 09.03.2016, 14:10
286. naja

Zitat von rg66
Sehr geehrter Herr Fleischhauer, da Ihnen ihr Ressortleiter nicht weiterhelfen kann, ein kleiner Tipp. Sie müssen nicht unbedingt in ein Kaff in Brandenburg ziehen und auch nicht auf gutes DSL, Hairstylisten und guten Latte Macchiato verzichten um ihren "Standortnachteil" aufzuheben und Fremdenhass zu begegnen. Es reicht ein Umzug nach Zorneding nur ca. 20 km von ihrem Stadtviertel in München mit 70% SPD/Grünen-Wähleranteil entfernt. Hier - SPD/Grüne Wähleranteil immerhin noch 38% - reicht offensichtlich eine Predigt gegen Fremden-feindlichkeit und eine dunkle Hautfarbe um von lokalen CSU-Größen auf übelste rassistisch beleidigt zu werden und von Rassisten anonym Morddrohungen zu erhalten. So schwer Haltung gegen Fremdenhass und Rassismus zu zeigen, kann es demnach auch in einer Großstadt nicht sein. Vorausgesetzt man realisiert, dass es ein "normales Leben" auch jenseits der Spiegel online Redaktion und ausserhalb Stadtvierteln mit 70% SPD/Grünen Wähleranteil gibt.
nur weil man einen schwarzen Pfarrer töten will - bedeutet das ja nicht, das die DSL-Abdeckung keine Lücken aufweist.

Wäre schon schön, sie würden die Werte in der richtigen Reihenfolge abarbeiten.

1.) Kein Journalist sollte gezwungen sein, mehr als 2 Metern von einer echt guten Kaffeemaschine zu recherchieren

2.) Es gibt nur die eigene Umwelt, als maximales Kriegsgebiet - okay, Sachen herauswerfen und schauen wer schreit zählt auch noch

3.) Es ist nur interessant, was ich schon wusste. Weiterbildung ist was ekelig Sozialdemokratisches so ein Arbeiterding (alle drei Bücher, die ich gelesen habe, sind schon geschrieben)

was mir aber wirklich am meisten aufstösst ist...

Für wen wurde da eigentlich gerade geschrieben? Braucht da jemand Hilfe beim Kaffeetrinken und hätte das gerne als politisch bewertet?

Ja, ist gut. Ich würde mich auch lieber um dieses Umfeld kümmern, als auch nur einen Gedanken an frierende, durchnässte Familien in infrastrukturschwachen Lager in Griechenland zu verschwenden.

Wir haben ja echt Probleme, nee? Der Kaffee ist kalt, die Straßenbahn hat Verspätung, der Darm ist träge.

Danke, für dieses ekelhafte Beispiel an Empathie

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