Forum: Politik
Kampf gegen rechts: Ach, wär' mein Nachbar doch ein Nazi

Seit Dunja Hayali für ihre AfD-Interviews die "Goldene Kamera" gewann, gilt es als wichtigste Aufgabe des guten Journalisten, Haltung zu zeigen. Leider ist das im normalen Leben gar nicht so einfach.

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HFIEI 08.03.2016, 13:47
70. Wenn man keine Ahnung hat einfach mal....

Herr Fleischhauer,
Ihr Beitrag zu diesem Thema ist gänzlich überflüssig.
Ich mache mir hier jetzt nicht die Mühe einen rhetorisch aufwändigen Kommentar zu verfassen.
Nur ein kleiner Appell, den sie einmal wirken lassen können oder es auch lassen.
Statt eine Kollumne zu schreiben in der sie der Problematik des Rechtsradikalismus und den möglichen Protest- und Wiederstandsformen auf eine kostruktive Art und Weise beleuchten, um einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten um die bürgerliche Mitte für Widerstand und Protest zu mobilisieren, schreiben Sie einen schwer zu ertragenden und unreflektierten Dünnpfiff.
Die "Hürden" die Ihnen im Weg stehen um sich zu engagieren (was auch immer das für sie bedeuten mag) sind Stadortnachteile, schlechtes DSL und Latte-Macchiato-Probleme. Klar, alles ironisch und keck. Bleibt trotzdem scheiße.
Kommen Sie doch mal raus aus Ihrer gemütlichen Komfortzone und lernen Sie den praktischen antifaschistischen Widerstand kennen und recherchieren Sie mal ordentlich. Dann erkennen Sie vielleicht wie wichtig und vielseitig diese Aktionsformen sind. Ihre Eindrücke würden weit über jene hinausgehen, die sie bekommen wenn sie eine der 100 SpiegelTV-Folgen über "linke Randalierer" schauen. Möglicherweise kommen sie dann auch weg von Ihren Staatsmacht-Phantasien.
Aber wenn Haltung zeigen "ein großes Ding" ist und es nur ums "toll schreiben" geht, damit man anschließend "berühmt und respektiert wird", dann sind wohl eher die falschen Beweggründe das Problem.
Sie können natürlich auch weiter leckeren Latte in Ihrer grünen Siedlung trinken und flotte Texte schreiben. Nur bleibt dann am Ende des Tages mal wieder das Gefühl nichts sinnvolles getan zu haben.
Und wenn das zuviel verlangt ist, dann können Sie ja immer noch die Überschrift des Kommentars vervollständigen. :-)

Vielleicht schätze ich sie ja auch ganz falsch ein. Aber Ihre Kollumne lässt leider nichts anderes vermuten.

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fletcherfahrer 08.03.2016, 13:49
71. Tut er doch gar nicht.

Zitat von ronni123456
Jan Fleischhauer, kennen Sie den Unterschied zwischen Fremdenhass und Ablehnung der massenhaften unkontrollierten Einwanderung nach Deutschland? Unterstellen Sie nicht JEDEM der die Politik Merkels ablehnt Fremdenhass?
Bitte den Artikel noch mal genau durchlesen.

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Dr.Watson 08.03.2016, 13:49
72. Och Joh!

Auch ich will nicht, dass unser Land auf den falschen Weg gerät. Nur welcher Weg von den politisch "Führenden" derzeit geplant und stringent verfolgt wird, ist im Grunde nicht klar zu erkennen. Es existiert offensichtlich keinerlei Plan, das allerdings konsequent seit Jahren.

In dieser Situation sich permanent als "Angstgegner" die Rechtskonservativen rauszudeuten, ist dabei geradezu lächerlich. Warum sollen die nicht auch im Parlament genauso ihre Meinung kundtun dürfen, wie die linke Ecke des politischen Spektrums.

Liegt dies vielleicht daran, das journalistisch und medial arbeitende Menschen es sich im genannten, deutlich überwiegend politischen Speckgürtel der SPD und Grünen kommod eingerichtet haben?

Eine besonders gefestigte Haltung sehe ich fast nirgendwo, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen. Auch all meine Schulfreunde, ehemals ultralinks und auf jeder Demo jahrelang quasi zuhause, haben mich inzwischen mühelos weit rechts überholt. Irgendwie begann dies stets mit den ersten höheren Einkommen.

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tetaro 08.03.2016, 13:50
73.

"Das beste Mittel gegen Fremdenhass ist aus meiner Sicht immer noch ein starker Staat, da bin ich ganz altmodisch."

Beim starken Staat scheinen sich ja neuerdings alle Seiten einig zu sein. Nur die Defizite werden jeweils auf der anderen Seite des eigenen Hotizonts verortet.

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mhwse 08.03.2016, 13:51
74. ich glaube Sie sind hier falsch

(also entgegenstell harr harr):

Genau darum geht es glaube ich (also ich weiß es ..):

Die Flüchtlinge (sch - Wort) sollen gegen solche Kommentare geschützt werden.

Und den Menschen die sich nicht (mehr) vorstellen können oder einfach nicht wollen, weil der ins G bzw. A eingepustete Puderzucker bei den Ohren schon herausstaubt, dass es auf dem Planten doch wirklich unbewohnbare Plätze gibt, an denen Kinder einfach so sterben. UND wir doch aus der Vergangenheit wissend Gesetze haben, die solchen Menschen Hilfe bieten ..

(dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob bewusster Nahrungs/Wasserentzug oder tatsächliche Bomben das Leben bedrohen)

Klar?

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aha47 08.03.2016, 13:51
75. abstrus

Mal wieder ein echter Fleischhauer: "Ich wäre ja gerne aktiver gegen Rechts, aber das DSL ist mir zu schlecht". Und die Antifa ist dafür verantworlich, dass nicht gegen Rechts vorgegangen werden kann? Das ist so abstrus, da kann man kaum mit dem Kopfschütteln aufhören...

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Bernhard.R 08.03.2016, 13:51
76. So ist das also bei Spon

"In der Arbeit bin ich eigentlich nur von Leuten umgehen, die voll hinter Angela Merkel und ihrer Flüchtlingspolitik stehen."
Bei dieser einheitlichen Haltung wundert mich nicht, daß soviele meiner Beiträge gestrichen werden. Wo bleibt da die vom Bundespräsidenten geforderte offene Diskussion der Flüchtlingsfrage?

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sakshin 08.03.2016, 13:52
77.

Wer Haltung gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zeigen will, der findet auch Gelegenheit dazu. Dazu muss man nichtmal aus dem Haus gehen. Die sozialen Netzwerke sind geradezu eine Spielwiese auf der man sich mit seiner Haltung nach Herzenslust austoben kann. Ein starker Staat ist toll, wenn er nicht auf einem Auge (in unserem Land dem rechten) blind oder zumindest äußerst kurzsichtig wäre. Die angeblich so häufig vorkommende linke Gewalt quasi für die Fehler der Sicherheitsbehörden z.B. im Fall NSU verantwortlich zu machen, ist nicht nur falsch, sondern ist auch noch ein Ablenkungsmanöver. Vergleichen Sie mal die Anzahl der politisch motivierten Straftaten von rechts und links und Sie werden hier schon ein deutliches Bild sehen. Gewalt und Straftaten sind immer falsch, egal aus welchem politischen Spektrum sie begangen werden.

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blödföhn 08.03.2016, 13:53
78. Muss mal gesagt werden..

das verhältnis der Linken zur Polizei ist irgendwie gestört, ich hab ehrlich gesagt noch nie jemanden getroffen der nicht das B-Wort benutzt und nicht mit einem grundlegendem misstrauen der Polizei gegenüber ausgestattet ist. Und das obwohl in allen anderen bereichen Gender usw. ein geradezu bizarres bohei um die Political Correctness gemacht wird. Vllt liegt die Grundlage für diesen Rassismus gegegen Ordnungshüter ( Ja so muss man das nennen ) irgendwo in den Anfängen der Apo und hat sich von Generation zu Generation weiterverebt. Wird Zeit das mal zu erforschen.

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andreas.s 08.03.2016, 13:53
79. Man mag es sich kaum vorstellen, aber .....

aber auch bei uns gibt es Menschen die gegen ein Asylbewerberheim protestieren, sich aber gleichzeitig für diese und andere Menschen engagieren und das ganze ohne AFD oder offen Rechts zu wählen.
Fehler die in der Politik, bzw in der dahinter gelagerten Verwaltung, gemacht werden, müssen nicht immer mit einem reflexhaften "protestwählen" beantwortet werden, denn das ist schlicht weder zielführend, noch besonders clever. Viel schlauer ist es, sich für die seine Bedürfnisse und die Bedürfnisse der Menschen in seiner Umgebung aktiv einzusetzen und etwas zu tun, sei es aktive Teilnahme an politischen Prozessen (langweilig!) oder über aktive Teilnahme an Projekten in der Nachbarschaft (anstrengend!). Oftmals würde es schon reichen lokale Projekte mit etwas Geld zu unterstützen (die haben aber keine bunten Flyer mit traurigen Kinderaugen).
Dieses ganze "protestwählen" ist nichts anderes als pure Faulheit gepaart mit Dummheit und einem verdammt engem aber zu hohem Tellerrand.

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