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Kampf gegen Rechtspopulisten: Last Exit
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Die Lehre aus dem Brexit-Referendum? Europa braucht ein neues Versprechen. Es hieß einmal: Nie wieder Krieg. Wenn wir die Revolution der Rechten stoppen wollen, muss es lauten: Nie wieder Ungerechtigkeit!

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P-Centurion 23.06.2016, 13:59
1.

Wir müssen niemanden "stoppen". Genau das erzeugt immer Kriege. Wir müssen uns nur mit ihnen einigen, ihnen auch mal nachgeben, damit sie sich als Teil der Demokratie fühlen. Denn auch sie haben in einigen Dingen nunmal recht, und deswegen nennt man es Demokratie. Aber es ist eben keine Demokratie mehr, wenn wir ganze Volksgruppen ausschließen, lächerlich machen und diskriminieren.
Daraus entsteht nämlich Extremismus.

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P-Centurion 23.06.2016, 14:02
2. Ergänzung

Mit der jetzigen Politik erreicht man nur das Gegenteil. Die soziale Politik wird immer mehr als Fehler gesehen (und ist sie auch, weil man es einfach massiv übertrieben hat, da man sich der Demokratie entsagt hat) und wird massiv geschwächt. Die Linksliberalen haben somit ihr eigenes Grab gegraben und wir alle müssen uns auf radikalere Zeiten einstellen. Die die das am wenigsten interessieren wird sind die Gutverdienenden.

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goodcharlotte 23.06.2016, 14:03
3. AfD ist nicht sozial

Wem es wirtschaftlich nicht gut geht, für den sind rechte Parteien doch erst recht der Niedergang. Elitäre Auslese des Stärksten, keine Widerspruchs- und Klagemöglichkeiten, Abbau der Sozialsysteme, Zwangsarbeit. Das können eigentlich nur Reiche wollen. Der tumben Masse wird nur vorgegaukelt, es sei für sie gut.

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RioTokio 23.06.2016, 14:06
4.

Deutschland ist ein wohlhabendes Land und unterhält das mit Skandinavien wohl großzügigste (und teuerste) Sozialsystem dieser Erde.
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist historisch niedrig.

Wo Augstein da ein Versagen der sozialen Marktwirtschaft (Kapitalismus) sieht ist sein Geheimnis.

Wesentlicher Grund für die Krise und das Erstarken der AFD ist Merkels Migrationspolitik und ein zunehmendes Unbehagen über die EU und Institutionen wir der EZB.
Es regieren Kommissare und ein EZB Präsident - weitgehend an demokratischer Kontrolle vorbei.
Das ist es auch, was die Engländer stört.

Die Antwort Augsteins ist offenbar noch mehr Kompetenzen an diese Institutionen zu übertragen und den innereuropäischen Sozialtransfer auszubauen. Zu unseren Lasten versteht sich.
Offenbar hat er das Problem vieler Bürger mit der EU nicht ansatzweise verstanden.

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carlplayer 23.06.2016, 14:07
5. Auf den Punkt

Sauber Herr Augstein.
Endlich mal eine Analyse auf den Punkt. Trump, LePen, UKIP, Wilders, und die IS Sympatisanten haben alle eine Ursache: Zuwenige haben Zuviel, und Zuviel haben Zuwenig,
Das Kapital hat sich das System untertan gemacht und die Politik ist gekaufte willfährige Hilfe.

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hikage 23.06.2016, 14:07
6. wow

Endlich mal wieder ein starker Beitrag von Herrn Augstein.

Völlige Zustimmung meinerseits.

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ludwigmvdr 23.06.2016, 14:08
7. Brüder, zur Sonne..

...zur Freiheit. Lächerlich, diese ewiggestrigen Parolen.

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paulvernica 23.06.2016, 14:08
8. sehr gut geschrieben

Gefällt mir Ihr Artikel. Ich kann ihm zustimmen. Aber der entfesselte Kapitalismus ist doch nur zu bändigen, wenn man den Nationalstaat wieder einführt oder ?
Denn ohne Grenzen machen die grossen Unternehmen was sie wollen. Nämlich Steuervermeidung und Ausspielen der Arbeitnehmer, die in unterschiedlichen Ländern der Welt leben gegeneinander.

Die Bürger kriegen die Kontrolle über ihr Land doch nur dann zurück wenn sie sich in einem Nationalstaat einigeln.

Also Go Brexit - Go

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Ottokar 23.06.2016, 14:09
9. Lieber Herr Augstein

wie recht sie in ihrem Artikel haben, aber es muss der Bevökerung in der EU, bzw. Europa erst richtig dreckig gehen bis sich etwas ändern wird. Die Revolution wird nicht in Deutschland, wohl aber in Frankreich beginnen.

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