Forum: Politik
Kampf gegen Rechtspopulisten: Last Exit
DPA

Die Lehre aus dem Brexit-Referendum? Europa braucht ein neues Versprechen. Es hieß einmal: Nie wieder Krieg. Wenn wir die Revolution der Rechten stoppen wollen, muss es lauten: Nie wieder Ungerechtigkeit!

Seite 6 von 29
fliese1 23.06.2016, 14:42
50. Ach Herr Augstein

sie werden es wohl nie begreifen. Genau was sie schreiben ist es was die meisten Bürger eben nicht wollen. Warum soll der deutsche Steuerzahler auch für die Italiener oder andere aufkommen. So lange in der EU Gesetze und Verträge nichts mehr wert sind und eine Elite sich die Welt nach ihrem Geschmack baut ist diese EU wie sie sich heute darstellt dem Untergang geweiht. Eine total aufgeblähte Bürokratie und subalterne Herren als Führungspersonal wünschen sich die wenigsten Bürger. Die Engländer haben wenigstens den Mut ihre Bürger zu befragen. Wir in Deutschland sind dazu ja zu dumm, wir verstehen eben die Wohltaten nicht.

Beitrag melden
theoneonly 23.06.2016, 14:43
51. Fast

Das ich das mal sage... ich stimme Ihnen fast vollständig zu Herr Augstein . Die Analyse ist knackig scharf. Sie lassen dann zwar den Linksextremimus weg , der genauso gefährlich ist wie von Rechts aber das kann man Ihnen nachsehen . Sie sind auf dem linken Augen ohnehin blind. Nur leider sind Ihre Schlüsse fehlerhaft.
Ja wir brauchen ein neues Europa aber gerade die EU Kommision muss weg. Wir haben aus allen Ländern demokratisch gewählte Regierungschefs . Den Wasserkopf EU Kommision entsorgen und alle wichtigen Entscheidungen sollen dann unsere Regierungsvertreter beschließen. Brüssels Bürokratie benötigt Niemand .
Und ein Bund aus Föderierten Nationalstaaten ist deutlich stärker , als das Gemisch, dass gerade versucht wird.

Beitrag melden
Hohenstaufen 23.06.2016, 14:43
52. Europa wurde auf den Trümmern des Faschismus errichtet?

Mein Gott Herr Augstein, Sie sollten in die Politik gehen und sich gegen Gebühren als Ghostwriter für Frau Merkel und andere betätigen. Frau Sahra Wagenknecht hat bis vor kurzem die Mauer rechtfertigt und galt innerhalb der Linken als "Stalinistin" bis sie Oskar kennen und lieben lernte.

Europa wurde auf den Trümmern des Nationalsozialismus errichtet. Spanien gehört auch zu Europa, hier regierte Franko noch bis 1975. Erst dann wurde das Land demokratisiert.

Bis 1990 vegetierte halb Europa unter kommunistischer Herrschaft der SU jenseits des eisernen Vorhanges mehr schlecht als recht. Erst als der tönerne Riese wirtschaftlich am Ende war und die kommunistische Lehre durch die kapitalistische Lehre als Lug und Trug demaskiert wurde, erlebte Resteuropa den ersten Frühling 22 Jahre nach dem von sowjetischen Panzern zerstörten Prager Frühling.

Millionen von Menschen vegetierten am Rand de Existenzminimums.
Hunderttausende wurden politisch von den jeweiligen verbrecherischen Diktatoren wie Josip Broz Tito, Nicolae Ceaușescu, Enver Hoxha, und wie sie alle hießen verfolgt und getötet. Lesen Sie einmal Hertha Müller!

Sind für Sie die Rechten Outlaws? Die Rechten sind Mnetischen wie Orban oder Kaczyńsky, dessen Eltern gegen die Nazis gekämpft haben.

DIE RECHTEN SIND MENSCHEN; DIE IHRE POLITISCHEN ANSICHTEN VERTRETEN.

Es waren die politischen rechten Kapitalisten die dem Kommunistischen Terror den Garaus gemacht haben.

Sie haben das "Böse" totgerüstet.

Beim Brexit geht es einzig und allein darum, ob die sowieso nur als Halbmitglied in der EU befindlichen Briten ihre Trauer über das verlorenen Weltreich durch einen Verbleib oder einen Auszug aus der EU bewältigen.

Und ob sie es zulassen, dass Deutschland oder Frankreich
hegemonial in der EU die Oberhand gewinnt. Das wäre allerdings der Bruch mit einer Tradition seit Disraeli:

Nie dürfen die Kontinentalmächte Frankreich oder Deutschland die Vorherrschaft über Europa gewinnen:

Das walte Albion!

Ich prophezeie Ihnen, die 5. Kolonne der USA stimmtm mehrheitlich für den Verbleib mit allen Sonderrechten in der EU.

Beitrag melden
Actionscript 23.06.2016, 14:45
53. Nicht der Kapitalismus allein

Obwohl ich Augstein zum Teil zustimme, so ist der Kapitalismus allein nicht die Ursache. Die Tatsache, daß die Welt verflochten ist insbesondere durch moderne Technologien wie Internet und Cell phone, Outsourcing etc. Es ist die alte Marxsche Theorie, daß Technologie das Denken treibt und nicht umgekehrt, daß die jetzige Situation verursacht hat. Das sieht man auch daran, daß die Jüngeren, die damit aufgewachsen sind, besser damit fertig werden als die Älteren, die Angst haben vor dem fernen Unbekannten, das doch so nah ist, und wieder in der Vergangenheit leben wollen. Der deregulierte Kapitalismus macht allerdings Gebrauch von den Technologien und beeinflußt damit auch das Denken.

Beitrag melden
muunoy 23.06.2016, 14:45
54. Falsche Grundannahme

Der gesamte Kommentar von Augstein basiert auf der Grundannahme, dass wir in Deutschland ein zutiefst kapitalistisches System hätten. Diese Annahme ist jedoch falsch. Die Staatsquote beträgt ca. 50%. Viele Bürger arbeiten über die Hälfte des Jahres für den Staat und selbst die Zinsen auf geliehes Geld sind politisch festgelegt. Das ist eine widerliche Form von Sozialismus, welcher die Bevölkerung zu Gunsten einer kleinen Elite von Politikern und Beamten aussaugt. Und dies führt zum Erstarken von Alternativen zum sozialistischen Einheitsbrei.

Beitrag melden
kazookie 23.06.2016, 14:45
55.

Er hat recht, der Herr Augstein, schade nur, dass es nicht seine Schlussfolgerung ist, sondern die von vielen, intelligenten Foristen hier bei SPON und anderswo. So oft konnte man dort lesen, dass es die Arbeitslosigkeit und Ungerechtigkeit ist, mit der wir Normalbürger über den Tisch gezogen werden, die das braune Gedankengut angeschwemmt hat. Besteuert alle gleich, sorgt auch weniger Leistungsfähige für ein würdevolles Leben und schon ist der AfD-Spuk vorbei.
Leider wird weiter die Gier der ganz Reichen und ihrer Konzerne gepaart mit der Gier der Politiker allen Glauben an Besserung vernichten.

Beitrag melden
felsen2000 23.06.2016, 14:45
56. Das übliche

Das Augstein wieder mal vom sozialistischen Paradies träumt war ja klar. Dummerweise wollen sich viele Menschen Freiheit uns Selbstbestimmung nicht nehmen lassen. Und hier kommt jetzt die EU ins Spiel: Augstein hat es so weit schon richtig erkannt, dass die EU zutiefst sozialistisch ist und ein hervorragendes Werkzeug, um WIEDER mal den "menschlichen Sozialismus" ausprobieren zu können. Wie auch bei dem letzten Dutzend Versuchen wird es natürlich WIEDER schief gehen. Mal ganz abgesehen davon, dass so ein antidemokratischer Moloch wie die EU weder Gerechtigkeit noch Wohlstand schaffen wird. Sondern im Gegenteil der Totengräber dafür sein wird.

Beitrag melden
Gyros Pita 23.06.2016, 14:46
57. Wow, er hat so Recht!

Selten einen so guten Kommentar gelesen.
Ich bin fasziniert Herr Augstein und würde gerne mit ihnen bei einem Kaffee oder ein Bierchen darüber reden.

Beitrag melden
Freedom of Seech 23.06.2016, 14:47
58. Alternative zu Augstein´s politische Agenda

Alternativvorschlag (ewas weniger romantisch als Augstein´s Vorschlag): alle europäischen Politiker mit Verstand machen ihrer Bevölkerung, den Medien und vor allem sich selbst klar, dass im 21. Jahrhundert Kleinstaaterei keine Lösung mehr ist - und Deutschland ist ein Kleinstaat! Wenn der europäische Kontinent technologisch, wirtschaftlich, politisch und militärisch in den kommenden 100 Jahren noch eine Rolle spielen will, müssen Kompetenzen und Macht in erheblichem Umfang an Brüssel abgegeben werden. Wer das nicht kapieren will wird schon sehr bald feststellen, dass zwar nicht die Brüssel die Vorgaben in Europa macht, aber mehr noch als heute Washington und Peking. Europäische Gestaltungskraft ist dann endgültig Geschichte. Le Pen, AfD und andere Kleinstaatgeister ignorieren und proaktiv die europäische Agenda vorantreiben - begleitet von einer breit angelegten Werbe und Aufklärungskampagne in den Medien.

Beitrag melden
hackevoll 23.06.2016, 14:48
59. Gut! Aber warum Merkel-Bashing?

Guter Denkanstoß Hr. Augstein. Aber wie kommen Sie zum Schluss zu den Merkelschen nationalen Irrwegen? Griechenpleite: Merkel für europäische Lösung. Flüchtlinge: M. will europäische Lösung. Das ist unser (D) Problem: Tun wir nichts, heißt es D muss sich stärker engagieren. Tun wir was, heißt es D beansprucht Führungsrolle, will alles bestimmen. Schätze, als größte und stärkste Nation innerhalb EU müssen wir wohl damit leben....

Beitrag melden
Seite 6 von 29
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!