Forum: Politik
Kampf gegen Taliban in Afghanistan: "Wir haben nicht geliefert"
REUTERS

Die Taliban sind auf dem Vormarsch, Polizisten müssen ihre Stützpunkte verlassen, weil ihnen die Munition fehlt und die Disziplin der Soldaten ist am Boden. Die afghanische Regierung und ihre Armeeführung sind vom eigenen Versagen bestürzt.

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hapeschmidt2 28.12.2015, 09:52
20. Afghanistan...

Die Regierungen von Afghanistan und Pakistan wollen mit den Taliban reden.......... Russland tut es bereits.

"Dass Russland und die Taliban in der Tat miteinander reden, bestätigte der Taliban-Sprecher indes: "Wir führen Gespräche, aber nicht über die Bekämpfung des IS. Wir wollen ausländische Kräfte aus unserem Land haben. Darüber verhandeln wir."

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/7824286/der-heikle-anti-is-pakt-des-kremlchefs.html

Die Regionalmacht Russland (O-Ton B. Obama) hat sich zum Globalplayer entwickelt. Und das innerhalb von 12 Monaten.

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gis 28.12.2015, 09:52
21. Überlasst die Afghanen

einfach sich selbst. Alles andere bringt ja doch nichts. Mir ist es auch ziemlich egal, wenn in fernen Ländern Stamm A sich mit Clan B bekriegt. Deutschland ist sicher nicht verantwortlich an den Bürgerkriegen in Somalia, im Jemen, neuerdings Burundi etc. Deshalb kratzt es mich auch nicht besonders, was dort passiert.

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hansulrich47 28.12.2015, 09:52
22. Einfache Antwort: Schröder

Zitat von uban1
Welcher Politiker in Deutschland trägt eigentlich die Verantwortung für mehrere dutzend tote deutsche Soldaten, wahrscheinlich 1000+ (psychisch) Versehrte und den 2-stelligen Milliarden Betrag der letztlich, sehr wahrscheinlich, zu 90% zum Wohle lokaler Mafia-Fürsten und Clanchefs geflossen ist? Wo sind denn die Brunnen und Mädchenschulen der BW denn geblieben? Aber der deutsche Steuerzahler zahlt weiter, deutsche Mütter stellen weiterhin gesunde Söhne für die verantwortungslosen deutschen Politiker die sich nach Ende der Amtszeit mit fetten Pensionen zur Ruhe setzen und die angeblich 4 Gewalt ist zum Regierunsgsprachrohr verkommen. Demokratie geht anders, deswegen kann sie unter westlicher Anleitung auch nicht weiter gegeben werden, zu wenig Substanz.
Unser Ex-Kanzler Schröder hat sich aus dem sinnlosen Golfkrieg rausgehalten und fühlte sich dann 'moralisch' verpflichtet, den Amis anderswo zu 'helfen.' Seitdem kocht diese Scheisse in Afghanistan vor sich hin und keiner unserer Politiker hat den Mut zuzugeben, dass das nie was wird.
Es gibt sogar Menschen (?) in Deutschland, die fordern, dass sich die Bundeswehr auch in Syrien einbringt. Womit die 'denken' ist mir schleierhaft.

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bild-leser 28.12.2015, 09:53
23.

Zitat von ReinhardHasch
Kämpfen für das Land ist gefährlich , da kann man sterben. Es ist besser wir gehen nach Europa, am besten Deutschland. Da gibt es Asyl mit Geld, Kindergeld, Kranlkenversorung und Wohnung mit Heizung.
Ich kann jeden verstehen, der dieses, für viele Jahrzehnte verlorene Land verlässt. Ein (Wieder-)Aufbau in dieser Generation ist nicht möglich. Jeder junge Mann muss sich entscheiden, ob er sich auf die Seite der Taliban stellt oder ob er sich der korrupten Regierung zur Verfügung stellt. Einer Regierung, die in massiver Weise ethnische Minderheiten wie die Hazara unterdrückt und diesen elementarste Rechte nimmt. Davon weiß nur niemand etwas in der Bundesregierung bzw. will davon nichts wissen. Stattdessen wird mit dem Präsidenten Ghani ein Abkommen geschlossen, das diesem viele Millionen Euro für die Rücknahme von Flüchtlingen gibt, die dort von der Paschtunen-Mehrheit drangsaliert werden. Es wird Zeit, dass sich deutsche Behörden und Regierungsstellen ein realistisches Bild von der Lage in Afghanistan machen und die gefährdeten afghanischen Flüchtlinge genauso behandeln wie die syrischen.

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surffreak2000 28.12.2015, 09:54
24. Zusammengefasst:

Ich korrigiere mal den "zusammengefasst" Absatz unten etwas:
Mit anderen Worten: lasst uns blos das weie suchen. Die ganze Situation ist nicht met der nach dem zweiten Weltkrieg zu vergleichen, da es dort nur nötig war die Regierung zu entfernen. In Afganistan gibts aber keinerlei Diszipin, und ees wird demnach niemals möglich sein es nach westliche Vorstellungen zu formen. Laßt die Leute dort unten doch einfach über sich selbst bestimmen, dann wird auch die Gewalt irgendwann aufhören. Wir können da nicht helfen, wann sieht unsere Regierung das endlich ein !

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eigen 28.12.2015, 09:55
25.

Scholl-Latour sagte 2007:
"Was sich zur Stunde im Irak, im Nahen Osten, demnächst auf dem Balkan und übermorgen in Nordafrika abspielt, ist für Europa unendlich wichtiger als die Behauptung von isolierten Stützpunkten im hintersten Winkel Zentralasiens."
Cicero

Es gibt die Doku "Tell spring not to come this year". Eine Einheit der Afghanischen National Armee (ANA) wurde von Briten ein Jahr lang embedded begleitet.

Der Ausblick ist haarsträubend. Der Kommandeur hält vor wichtigen Einsätzen wirre und demoralisierende Reden. Die Soldaten haben nach eigener Aussage 9 Monate lang keinen Sold bekommen (das wird leider nicht durch die Macher verifiziert). In den zentralen Großeinsatz in Helmand schickt der Mann das Battalion mit der Angabe sie würden nach 24 Stunden Gefecht zurückgezogen. Tatsächlich dauert es 45 Tage.

Der Führungsoffizier, der die Einheit ins Gefecht begleitet, ist nicht minder wirr, wenn auch deutlich mehr eingebunden, schon weil er selbst seinen Kopf mit hinhält.
Beispiel -Ausgangslage: von einem Polizeiposten wird wiederholt ein Armeeposten beschossen. Der Offizier sammelt seine Leute mit den Worten "wir können hier nicht immer nur rumliegen und schlafen, manchmal müssen wir auch raus und uns zeigen".
Auf dem Weg zum Polizeiposten gibt er noch zu bedenken: "Mit der Polizei muss man aufpassen, die sind schnell auf 180. Wenn von denen einer eine Waffe zieht haben wir alle ein Problem.".
Dort angekommen- "Wir werden von dem Turm hier jede Nacht beschossen. Wenn das nochmal passiert kommen wir wieder, erschießen euch alle und schmeißen eure Leichen in den Kanal.".

Die Einheit selbst ist unwillig und undizipliniert. Bestenfalls eine Miliz. 5 Jahre Training durch die Amis und die Leute können noch nicht mal ordentlich antreten. Ungefähr der Schlag, der im Nordirak dem IS sein Equipment kampflos überlassen hat. Wobei- immerhin riskieren sie wiederholt ihre Haut...

Ich will nicht behaupten hier wäre es anders, wenn man sich über Jahrzehnte im Bürgerkrieg das letzte bisschen Zivilisation aus dem Leib gebombt hätte. Natürlich bricht jede Form, wenn man maximalem Risiko ohne solide Grundlagen gegenübersteht. Aber nach dem Film muss man konstatieren- mit hoher Wahrscheinlichkeit ist jeder Einsatz in Afghanistan in Hinblick auf die zukünftige Lage zu 100% Vergeudung gewesen.

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hansulrich47 28.12.2015, 09:56
26. Das ist verwegen formuliert!

Zitat von ichsagwas
Die Kampfesmoral der afghanischen Armee muss ja niedrig sein.
Diese Armee hat keine Moral. Als in Kundus der Taliban einmarschierte, wurde er von der Bevölkerung begeistert begrüsst, denn die Regierungstruppen hatte ausser Schutzgeld-Erpressung nichts zu bieten. Sowas wird aber von Steinmeier bis von der Leyen schlicht ignoriert! Das steht immer noch: Alles wird gut!

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imernst2015 28.12.2015, 09:58
27. Die Achse der Guten

"Die Achse der Guten" hat versagt, so müsste die Schlagzeile lauten. Die Achse der Guten mit ihren edlen Führern Bush, Obama, Blair, Hollande, Merkel und co. haben erfolgreich unsere "Werte" verteidigt. So wurde und wird uns das seit Beginn des Afghanistan- und Irak-Krieges verkauft. Etwas, das auf Lügen und Schwindel aufgebauscht wurde, ist zum Scheitern verdammt!

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delta058 28.12.2015, 09:58
28.

Zitat von sossossos
Zu viele Fachleute warnten im vergangenen Jahrzehnt vor dem sinnlosen Waffengang. Wann endlich werden die Verantwortlichen für dieses Disaster zur Rechenschaft gezogen?
Wenn die Hölle zugefriert, am Tag des jüngsten Gerichts oder alternativ, wenn die Menschen in D zu Verstand und Mut kommen, da halte ich aber die ersten beiden Varianten für weitaus realistischer.

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Bernhard.R 28.12.2015, 09:59
29. Es ist immer ein Problem,

wenn die Armee für ein korruptes Vasallenregime gegen das eigene Volk kämpfen soll. Daß nicht viel mehr zu den Freiheitskämpfern überlaufen oder desertieren ist allein dem Umstand geschuldet, daß die Soldaten aus ausländischen Mitteln besoldet werden. Wenn wir diese Transfers einstellen, gibt es keine Armee mehr. Das Kabuler Regime wird sofort hinweggefegt. Die Besetzung bis zum Sankt-Nim merleins-Tag verzögert diese Entwicklung nur und kostet den deutschen Steuerzahler weitere Millionen. Also Schluß damit! Raus aus Afghanistan!

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