Forum: Politik
Kampf um Aleppo: Syriens Schicksal liegt in Putins Hand
Aleppo Media Center via AP

"Fluchtursachen bekämpfen" - das hört man von allen deutschen Parteien. Der Kampf um Aleppo zeigt: Es ist nur eine Phrase, keiner will sich dort einmischen. Zu groß ist die Sorge vor einem Konflikt mit Russland.

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Weltgeisterer 04.08.2016, 20:19
1. Putin ist auch der einzige der sich einmischen darf

Völkerrechtlich gesehen ist Putin auch der einzige der sich in Syrien einmischen darf.
Er ist nämlich vom anerkannten Staatsoberhaupt Assad darum gebeten worden.
Dass die NATO und die einzige Atommacht der Region gerne Assad beseitigen würden, steht auf einem anderen Blatt.
Durch die Unterstützung von Rebellen hat man die Fluchtursachen ja auch erst geschaffen.

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sir wilfried 04.08.2016, 20:25
2. Das kleinere Übel

Die Alternative zur Rückeroberung durch Assad (mit Hilfe Russlands) wäre ein Sieg der mordenden und vergewaltigenden Horden des IS. Können das die Menschen dort wollen?

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skylarkin 04.08.2016, 20:25
3.

Phrasen, hinhalten, Untätigkeit und sich am Ende in eine denkbar schlechte wenn nicht politisch ausweglose Lage manövriert. Wie in der Syrienpolitik mit Assad/Putin so in der Flüchtlingspolitik mit Erdogan. Es ist zum davonlaufen.

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Frida_Gold 04.08.2016, 20:25
4.

Die Russen haben sich jahrelang rausgehalten und sind jetzt trotzdem Schuld, dass der Westen jahrelang nichts macht? Ehrlich?

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pep010 04.08.2016, 20:32
5. Falsch eingeschätzt

Zu Anfang des Konflikts wäre der Westen in der Lage gewesen Flugverbotszonen durchzusetzen ohne sich Russland zum Gegner zu machen. Aber die Halbherzigkeit unserer Politiker hat nun zu hunderttausenden Toten geführt und Russland militärisch so stark werden lassen, dass Russland nun keine Rücksicht mehr auf das hilflose Drohen oder Betteln des Westens nehmen muss. Der Westen sollte um ein letztes bißchen Glaubwürdigkeit zu behalten endlich mal eine rote Linie gegenüber Menschenrechtsverletzungen wie Giftgaseinsätzen, Bombardements von Krankenhäusern usw. ziehen. Vielleicht ist auch das der Grund für den aufkommenden Wunsch nach starken Politikerpersönlichkeiten.

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Putin-Troll 04.08.2016, 20:34
6. Stilles Einverständnis

Der Westen ist Putin doch insgeheim dankbar, dass er tut, was nötig ist, im Westen aber politisch nicht durchsetzbar wäre. Die amerikanischen Versuche "gemäßigte" Terrorbanden zu bewaffnen haben sich jedenfalls als wirkungslos, wenn nicht gar als Bummerang erwiesen. Seit Russland mitmischt, ist der IS auf dem Rückzug, und das Ende vom Lied wird sein, dass der alte Assad im Amt bleibt und ungestört durchregiert. Damit kann der Westen ganz zu Frieden sein, den im Gegensatz zu diversen selbsternannten Staaten und Fronten hat er nie Attentäter nach Europa geschickt.

Kümmern wir uns lieber mal um Länder, bei denen noch nicht alles verloren ist, Tunesien, Algerien und Marokko beispielsweise.

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CommonSense2006 04.08.2016, 20:40
7. Syriens Schicksal

es liegt genau so in der Hand der USA, die Druck auf ihre Verbündeten in Saudi-Arabien und Qatar ausüben könnten, um die Finanzierung der islamistischen Aufständischen, sprich Terroristen, zu stoppen. Dann wäre der ganze Zauber in zwei Monaten vorbei.

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Havel Pavel 04.08.2016, 20:42
8. Wer sind

Sind die für Assad kämpfenden Soldaten etwa keine Syrer? Diese Kämpfer werden doch wohl am meisten die Einkehr von Frieden in ihrem Land wünschen, was wohl nur Realität werden kann, wenn es gelingt den IS und alle sonstigen gegen die Regierung kämpfenden Aufständischen endgültig und nachhaltig zu besiegen und zu entwaffnen. Jeder der dies nicht unterstützt verlängert nur unnötig das Leiden der Menschen die dort wieder in Frieden leben möchten. Alle Träumereien von einer Regierung wie der "Westen" sie sich wünscht sind sowieso nicht erfüllbar, zu gegensätzlich sind die Interessen und Machtansprüche der dort lebenden Bevölkerungsgruppen und wie sollte ein aktiver IS dort eingebunden werden? Ich sehe nur die Rückkehr zu Verhältnissen wie sie vor Kriegsbeginn
vorgelegen haben als geeignetes Mittel an, um die Kriegshandlungen in absehbarer Zeit zu beenden. Der Westen muss halt wohl oder übel auch zu einem Assad stehen, genauso wie die Aufständischen die sich eine eigene Regierung ihrer Wahl gewünscht hätten. Möglicherweise kann hier ja eine regionale Abspaltung eines Landesteils und die dadurch mögliche Trennung nicht vereinbarer Ethnien eine Lösung darstellen. Der "Westen" muss nun vernünftig und uneigennützig und unideologisch handeln, die absolute Priorität muss die Befriedung des Landes sein!

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egoneiermann 04.08.2016, 20:49
9.

Zitat von Weltgeisterer
Völkerrechtlich gesehen ist Putin auch der einzige der sich in Syrien einmischen darf. Er ist nämlich vom anerkannten Staatsoberhaupt Assad darum gebeten worden.
Es gibt kein Völkerreicht sondern nur internationale Vereinbarungen, die von vielen Staaten anerkannt werden. ICh kenne keine Vereinbahrung, die eine Einmischung in einen Bürgerkrieg regelt. Also einfach mal die Gedanken aus dem Kalten Krieg stecken lassen, wo man die Welt in Interessenszonen aufgeteilt hat und den Großmächten das Recht zur Einmischung innerhalb ihrer Zone gewährte.
Ein kleines Detail aus der deutschen Geschichte. Die erste von den Bürgern erkämpfte Republik in D. wurde von preußischen Soldaten niedergeschlagen weil der badische Landesherr als damals anerkanntes Staatsoberhaupt die UNterstützung geholt hat. Kann kaum glauben, dass sowas heute vom "Völkerrecht" gedeckt wäre.

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