Forum: Politik
Kampf um Aleppo: Syriens Schicksal liegt in Putins Hand
Aleppo Media Center via AP

"Fluchtursachen bekämpfen" - das hört man von allen deutschen Parteien. Der Kampf um Aleppo zeigt: Es ist nur eine Phrase, keiner will sich dort einmischen. Zu groß ist die Sorge vor einem Konflikt mit Russland.

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HeisseLuft 05.08.2016, 15:33
220. Extra für Sie noch einmal

Zitat von oi_le
Aha, das sagt der amerikanische Staatssekretär des Finanzministeriums und schon ist es für Sie in Stein gemeißelt?! Wenn das stimmt, woher weiß er das denn? Die Amerikaner haben wohl gemerkt das sie sich mit solch einer Meldung selbst schaden, denn das würde ja bedeuten, dass sie direkten Kontakt mit Assad und seinen Finanziers haben, oder eben mit den Terroristen. Deshalb war das auch nur eine mediale Ente die nirgends die wohl erhoffte Aufmerksamkeit erhielt.
Hier, da haben Sie Ihre angebliche Ente noch mal frei Haus:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/USA-gr...e16441111.html

"Nun folgt die nächste Attacke auf dem diplomatischen Parkett: Das US-Finanzministerium hat am Mittwoch den syrischen Geschäftsmann George Haswani und seine Baufirma Hesco auf die Sanktionsliste gesetzt und sein Vermögen in den USA eingefroren."
...
"Haswani soll laut den USA als "Mittelsmann für die Ölkäufe des syrischen Regimes vom IS" fungieren. Die EU hatte Haswani bereits im März mit Sanktionen belegt."
...
"Der Fall Haswani illustriert, wie weit die Zusammenarbeit des Assad-Regimes mit dem IS reicht. Assad soll nicht nur Öl von den Dschihadisten kaufen, sondern sogar Raffinerien und andere wichtige Einrichtungen gemeinsam mit ihnen betreiben. So wie Haswanis Gaswerk in Tabqa, einer Stadt in Zentralsyrien, die der IS schon 2014 eingenommen hat. Die Grenzen zwischen den Islamisten und Assad verschwimmen dort.

Laut Medienberichten sollen Arbeiter des Regimes Haswanis Werk in Tabqa zusammen mit dem IS am Laufen halten. Es versorgt weiter die Gebiete, die unter Assads Kontrolle stehen. In anderen Ölfeldern auf IS-Gebiet sollen Angestellte des Regimes nicht nur weiter die Leitung innehaben. Assad soll sie sogar weiterhin bezahlen. Im Gegenzug versorgt Assad IS-Dörfer mit Strom. Für beide Seiten ist der schmutzige Handel nützlich: Assad kommt an Öl. Und der IS an Fachleute und Spezialisten, die in den Reihen der Terrorkämpfer fehlen."


Hm, achja, vor ein zwei Monaten so sollte es einen Vorstoß des Regimes auf Tabqa geben. Lauthals bejubelt von einschlägig orientierten Foristen hier im Forum. Dann wurde es still. Die Truppen haben sich längst wieder zurückgezogen. Vermutlich temporäre Spannungen in der Handelsbeziehung Regime-IS.

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oi_le 05.08.2016, 15:42
221.

Zitat von Androupolis
Wenn man keine Argumente mehr hat kommt man mit der "Lügenpresse". Ich kann nichts dafür wenn Ihnen die Fakten nicht gefallen. Sie können mich gerne widerlegen. Aber bitte Belegen Sie das dann auch.
Warum muss ich das "belegen"? Ich habe das behauptet, genauso wie Sie. Jetzt sofort die Lügenpresse-Keule auszupacken halte ich da schon weitaus schlimmer.
Was kommt als nächstes, "Troll", "Putin-Versteher"?

Aber zurück zum Inhalt Ihres und meines Kommentars, wenn Sie schon von Lügenpresse sprechen.

Wäre Ihrer Meinung nach nicht dieser von den USA behauptete Anschuldigung Tag ein Tag aus, 24/7 in unseren Medien präsent gewesen?

Man hätte das sicher auch noch ausgeschmückt, vllt. hätte Putin persönlich mit seinem Protzauto, Oberkörper frei, an Assads privaten Tankstelle Benzin gezapft.

Frei prüfen lassen sich die ganzen Berichte nicht, aber Vertrauen habe ich zur Zeit kaum in unsere Medien, allein aus dem Grund das wir, "der Westen" Partei in diesem gesamten schrecklichen Krieg sind!

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Beetulli 05.08.2016, 15:52
222.

Zitat von HeisseLuft
Nein, die Bevölkerung wollte offensichtlich nicht, sonst hätte sie wohl kaum in Massen gegen diese Figur - und vor allem seine sich stetig bereichernde Clique - demonstriert. Was wollen Sie da für eine abstruse Behauptung aufstellen? Weil die Bevölkerung nicht in Massen aus der Diktatur X flieht, will sie dort leben? Weil während eines Aufstands und seiner brutalen Bekämpfung dann Menschen in großer Zahl fliehen müssen, sei die Diktatur gerechtfertigt? Weil vor dem Aufstand diese Menschen noch im Land lebten, sei bewiesen, dass sie auch wieder unter diese Diktatur zurückkehren wollen? Warum sind dann so viele all die Jahre in die Türkei, nach Jordanien, in den Libanon, nach Ägypten geflohen? Wo sie wenig bis keine Hilfe bekommen? Und selbst? Besitzen Sie Anteile an syrischen Unternehmen, vielleicht gemeinsam mit Assads Verwandtschaft?
An der Aufstandsthese aus purer Verzweiflung (?) stört mich vor allem die religiöse Komponente. Sicher hat Syrien mit Wirtschaftsproblemen, verstärkt durch die höchstwahrscheinlich von globaler Erwärmung verursachten Trockenheiten und den Zuzug von mehr als einer Million Flüchtline vor dem Irakkrieg.
Die Proteste wurden früh vereinnahmt, Imame stellten die Dreh- und Angelpunkte der Proteste dar, das Netzwerk (wie heißt das auf Arabisch?) reicht offenbar weiter. Auch die von Assad durchgeführten Reformen und Zugeständnisse an die Opposition passen nicht zur Mär vom brutalen "Krieg gegen sein Volk".
Der Wikipedia-Artikel zum Syrischen Bürgerkrieg weist anhand von Belegen auch auf die frühe Einflussnahme von außen hin.

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lutzhunger 05.08.2016, 15:59
223. Assad Mehrheit

Wieso sollte eine Mehrheit am Ende der Kämpfe gegen Assad stehen. Seine Gegner verlassen das Land, die die hinter ihm stehen leben heute durchaus nicht schlecht am Mittelmeer, ja sogar in Westaleppo. Die die gehen sind gläubige Moslima und auch deshalb wenig gebildet. Die die bleiben sind gutausgebildete. Welchen Grund hätte Assad die Unausgebildeten nicht ziehen zu lassen. Nur welchen Grund haben wir die ungebildeten auf zu nehmen?

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colja_kosel 05.08.2016, 16:04
224. @HeisseLuft

Ich akzeptiere jedenfalls einen demokratisch gewählten Präsidenten. In Syrien, in der Ukraine und anderswo.
Ich zweifle an der "Demokratisierung" dieser Länder, von AUSSEN!

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HeisseLuft 05.08.2016, 16:07
225. Man kann ja viel ignorieren, nicht wahr?

Zitat von oi_le
Wäre Ihrer Meinung nach nicht dieser von den USA behauptete Anschuldigung Tag ein Tag aus, 24/7 in unseren Medien präsent gewesen? Man hätte das sicher auch noch ausgeschmückt, vllt. hätte Putin persönlich mit seinem Protzauto, Oberkörper frei, an Assads privaten Tankstelle Benzin gezapft.
Telepolis ist eigentlich nicht dafür bekannt "Putin persönlich mit seinem Protzauto, Oberkörper frei" abzubilden. Aber hier bitte, da an Ihnen ja anscheinend die entsprechenden Berichte völlig vorbeigegangen sind:

http://www.heise.de/tp/artikel/46/46760/1.html

Oder hier etwa:
http://jungle-world.com/artikel/2015/12/51654.html

oder, verwandt mit dem Thema:

"Inzwischen wird immer klarer, dass die Jihadisten von ISIL auch über Territorien angreifen, die von der syrischen Armee kontrolliert werden."

Aussage eines kurdischen Milizenführers:

"...The public should know that most of the ISIS fighters attacking us came from Deir ez-Zor, Shaddadeh, and Markadeh, passing through Kawkar Mountain in Hasakah. If the regime forces wanted, they could have easily shelled and exterminated them all. But, they did not."

http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/2727/

Aber in einem haben Sie natürlich vollkommen recht: die Medien hätten die Verbindung Regime - IS durchaus noch etwas ausführlicher thematisieren können.

Allerdings gab es entsprechende Hinweise durchaus auch schon 2014:
http://www.handelsblatt.com/politik/...0686800-2.html

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HeisseLuft 05.08.2016, 16:15
226. Wie schön

Zitat von colja_kosel
Ich akzeptiere jedenfalls einen demokratisch gewählten Präsidenten. In Syrien, in der Ukraine und anderswo. Ich zweifle an der "Demokratisierung" dieser Länder, von AUSSEN!
Das ist schön, dass Sie einen demokratisch gewählten Präsidenten respektieren. Vielleicht sollten Sie sich allerdings noch mal näher mit der Prozedur der Kandidatenzulassung in Syrien auseinandersetzen.

Und ich zweifle auch an der "Demokratisierung" dieser Länder von außen. Nur sind diese Zweifel meinerseits kein Freibrief an einen Diktator für seine Folterkeller, Fassbomben auf Städte, gezielte Angriffe auf Lazarette und jahrelange Hungerblockaden.

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HeisseLuft 05.08.2016, 16:22
227. Hier, noch einer

Zitat von oi_le
Wäre Ihrer Meinung nach nicht dieser von den USA behauptete Anschuldigung Tag ein Tag aus, 24/7 in unseren Medien präsent gewesen? Man hätte das sicher auch noch ausgeschmückt, vllt. hätte Putin persönlich mit seinem Protzauto, Oberkörper frei, an Assads privaten Tankstelle Benzin gezapft.
Das mit "Putin persönlich mit seinem Protzauto, Oberkörper frei" konnte ich jetzt leider in diesem Zusammenhang immer noch nicht finden. Aber da Sie nach Berichten über die Verbindung Regime-IS gefragt haben, hier noch ein weiterer zu den Anderen, in diesem Falle aus der Welt:

http://www.welt.de/politik/ausland/a...-im-Monat.html

Den Rest zu dem Thema können Sie sich mal selbst googeln, ja?

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chiefseattle 05.08.2016, 16:23
228. Der Westen

.. hat zu wenig gemacht und deshalb ist Russland Schuld? Seltsam, die Gräueltaten hört man aus dem IS-Gebiet, irakisch und syrisch Kurdistan und aus Aleppo, wo sich Rebellen nach wie vor in Krankenhäusern verbarrikadieren.

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HeisseLuft 05.08.2016, 16:30
229.

Zitat von Beetulli
An der Aufstandsthese aus purer Verzweiflung (?) stört mich vor allem die religiöse Komponente. Sicher hat Syrien mit Wirtschaftsproblemen, verstärkt durch die höchstwahrscheinlich von globaler Erwärmung verursachten Trockenheiten und den Zuzug von mehr als einer Million Flüchtline vor dem Irakkrieg. Die Proteste wurden früh vereinnahmt, Imame stellten die Dreh- und Angelpunkte der Proteste dar, das Netzwerk (wie heißt das auf Arabisch?) reicht offenbar weiter. Auch die von Assad durchgeführten Reformen und Zugeständnisse an die Opposition passen nicht zur Mär vom brutalen "Krieg gegen sein Volk". Der Wikipedia-Artikel zum Syrischen Bürgerkrieg weist anhand von Belegen auch auf die frühe Einflussnahme von außen hin.
"An der Aufstandsthese aus purer Verzweiflung (?) stört mich vor allem die religiöse Komponente."

Und warum stört Sie das? Was ist daran so neu, dass Menschen, denen es schlecht geht und die einer erheblichen Gefahr ins Auge sehen, Zuflucht bei der Religion suchen?

Nur weil Sie persönlich das nicht tun würden?`

"Auch die von Assad durchgeführten Reformen und Zugeständnisse an die Opposition passen nicht zur Mär vom brutalen "Krieg gegen sein Volk"."

Und wieso passen die nicht? Noch nie von Zuckerbrot und Peitsche gehört? Und wer jetzt noch von "Märchen" schreibt, der hat die letzten Jahre wohl wissentlich verpasst.

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