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Kampf um CDU-Vorsitz: Bundestagspräsident Schäuble wirbt öffentlich für Merz
DPA

"Es wäre das Beste für das Land": Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat im Kampf um den CDU-Vorsitz jetzt auch öffentlich klar Position für den Kandidaten Friedrich Merz bezogen.

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gtou 04.12.2018, 16:46
1. Bärendienst

Ob es Friedrich Merz nützt, wenn Schäuble öffentlich Werbung für ihn macht? Bei dem lange zurückreichenden Groll, den Schäuble gegen Merkel gehortet hat, ist das eher zu bezweifeln...

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schwarzeruhu 04.12.2018, 16:50
2. Beste für das Land? Kann sein.

Wenn es Merz wird, hat die SPD wieder einen Sinn, und die AfD wird kaum mehr obszön verkürzte Wahrheiten freisetzen können als Merz.
Vielleicht werden wir die so wieder los.
Auf jeden Fall wird die CDU unter 30% tauchen und dann wird es keien Regierung mehr geben ohne die Grünen.

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olmen 04.12.2018, 16:55
3. Schäube überzeugt hier nicht

Es erschließt sich nicht, warum Herr Merz besser geeignet sein soll. Gut reden genügt noch nicht. Handfeste Überzeugungen und klare Reaktionen sind gefragt. Herr Merz war lange weg und gibt keine oder nur verschwommene Antworten auf Fragen zu seiner wirtschaftlichen Stellung. Dass dazu Fragen kommen, hätte ihm doch klar sein müssen. Wenn Herr Merz gewählt werden sollte, wird es der CDU vermutlich ähnlich gehen wie der SPD mit ihrem Kandidaten: Erst zu 100 % hoch gelobt und dann gescheitert.

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tuedelich 04.12.2018, 16:56
4. Große Worte

Doch jetzt macht der Bundestagspräsident auch offiziell Werbung für seinen Freund: "Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte", sagte Schäuble der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Was hat denn ein neu zu bestimmender Parteivorsitzender der CDU mit "dem Besten fürs Land" zu tun? Dann könnte auch jeder Sportvereinsvorsitzende aus Kleinkleckersdorf gewählt werden und wäre ebenfalls "der Beste fürs Land". Nein Herr Schäuble, ihre Parteinahme ist eine direkte Beeinflussung der Delegierten des Parteitages.
(Wobei mir das Ergebnis wirklich irgendwie "wurscht" ist)

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hegoat 04.12.2018, 17:03
5.

"Die politischen Ränder würden schwächer", das hat Schäuble aber nett ausgedrückt. Gemeint ist natürlich der rechte Rand der Neoliberalen; der Rand auf der anderen Seite hat keinerlei Interesse an einem Kandidaten namens Merz, die würden wieder Grün oder SPD wählen, falls Merz die Kandidatur gewinnt.

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fuchsi 04.12.2018, 17:03
6. Schäubles Unterstützung

Das macht ganz deutlich, dass die alten Garden die Jahre unter Merkels Führung als eine Art Betriebsunfall abhaken möchten, um an die Zeit davor anzuknüpfen. Haben alle vergessen, weswegen Schäuble den Vorsitz der CDU abgeben musste? Stichwort Schwarze Kassen. Und jetzt ist es egal, wer unter ihm Vorsitzender wird?

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eckawol 04.12.2018, 17:04
7. Prima vista hat Schäuble recht,

aber die CDU will mit Merz auch die anschließenden BT-Wahlen gewinnen. Und da wird Merz bei dem Großteil der Wählerschaft ein großes Akzeptanzproblem haben, weil er in den Augen vieler Wähler der Investmentbanker-Gilde zuzuordenen ist und somit die Finanzkrise + Bankerskandalen Merz nicht wählbar gemacht hat.
Das mag man bedauern, aber Emotionen spielen beim Wahlvolk eine große Rolle.

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viwaldi 04.12.2018, 17:04
8. Merz und AKK sind beide gut

Es gehört zur Ehrlichkeit, wenn Schäuble sich erklärt. Und mal direkt: niemand ist ja jetzt überrascht. Ich finde die Wahl spannend, auch AKK hat eine gute Figur gemacht. Merz würde aber sicher die AFD mehr schwächen, weil er bürgerliche Wähler der AFD zurückholen kann. Das wäre für die CDU und für Deutschland besser. Warten wir nicht, bis die Knallchargen von AFD sich parlamentarisch etablieren. Oder in der Zukunft mal mit einem eloquenten, charismatischen Führer antreten. Beenden wir den Spuk am rechten Rand besser früher als später, dafür ist Friedrich Merz der bessere Kandidat.

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lesheinen 04.12.2018, 17:07
9.

Erst hinter den Kulissen schieben, intrigieren nennt man das, dann öffentlich protegieren. Ich denke, sein Eingreifen ist notwendig, weil sein Wunschkandidat ganz schön schwimmt und sich um Kopf und Kragen schwadroniert.
Aber warum Merz "das Beste für das Land" sein soll, darauf bleibt er die Antwort schuldig. Angesichts der in den letzten Tagen und Wochen öffentlich geäußerten Vorstellungen von Merz, der so ungefähr 70% der Bevölkerung nicht im Auge hat, eine höchst fragwürdige Behauptung.
Auch ist das Kandidatenrennen ist ein rein parteiinterner Vorgang, höchstens die Einschätzung "Das Beste für unsere Partei" kann zutreffen. Natürlich werden Weichen gestellt, aber bis zum Sturz/Rücktritt/nicht mehr Antreten der Kanzlerin und der Wahl des "Besten" wird noch viel Wasser den Rhein runterfließen.

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