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Kampf um CDU-Vorsitz: Spahn attackiert Merz und Kramp-Karrenbauer
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Friedrich Merz? Wankelmütig. Annegret Kramp-Karrenbauer? Die habe ihn verletzt: Im Kampf um den CDU-Vorsitz rechnet Jens Spahn mit seinen beiden Konkurrenten ab.

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neutralfanw 14.11.2018, 05:22
1. ....und raus bist Du.

Mit persönlichen Angriffen und Vorwürfen kommt man nicht weiter. Man stelle sich vor, es gäbe unterschiedliche Meinungen innerhalb der Partei und der Parteivorsitzende Herr Spahn müsste vermitteln. So, wie er jetzt die beiden anderen Kandidaten (aus der selben Partei !) angegriffen hat, fehlt ihm die Souveränität. Da er sein Privatleben mit einbezieht, schwächt das seine aktuelle Position. Da hätten schon andere Argumente von Herrn Spahn kommen müssen. Wie sagt man so schön: durchgefallen!

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bauigel 14.11.2018, 05:47
2. Disqualifiziert

Offensichtlich hat Herr Spahn noch nicht verstanden, dass ihn ein Angriff auf andere für das Amt des Vorsitzenden absolut disqualifiziert.
Entweder ist er selbst so naiv, dass er glaubt er könne sich damit Vorteile verschaffen, oder er hat unglaublich schlechte Berater.
Das ist ein unterirdisch schlechter Stil.

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jsavdf 14.11.2018, 05:59
3. Komisch

Endlich geht es in der EU mal wieder etwas in Richtung Zusammenarbeit (gemeinsame Armee, wenn man es schlecht umsetzt dann wahrscheinlich ein gemeinsames Geld rauswerfen, spott und Häme inklusive) und sofort wird weiteren Einigungsgedanken (transferunion = europäischer Länderfinanzausgleich, Finanzminister = europäisches Kabinett) ein Riegel vorgeschoben.
Jens Spahn kann zwar gerne das sagen, aber dann soll er auch sagen wie man sich als einzelne kleine Staaten gegen die Finanzkraft von USA und China wehren soll. Das geht nur auf europäischer Ebene, wenn man einen fairen Umgang mit den anderen Großmächten erreichen möchte. Aber wahrscheinlich denkt er, dass es für die chinesischen Touristen ein gewisses Flair hat, wenn man an innereuropäischen Grenzen wieder Stempel in die Reisepässe bekommt, und in jedem Land eine anderes Monopolygeld ausgeben kann.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Spahn wirklich so denkt. Ich glaube dass er viel liberaler ist und nur die Stimmen der Konservativen möchte und die der AfD.

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dasfred 14.11.2018, 06:17
4. Spahn gibt nicht freiwillig auf

Das war klar, auch wenn seine Beliebtheitswerte nicht sonderlich hoch sind. Gegen Merz auszuteilen gehört zum Machtkampf, aber dieses Mimimimi gegen Annegret Kramp-Karrenbauer hätte er sich sparen können. Immerhin hat er als Konservativer in erster Linie für die Ehe für alle gestimmt, weil er selbst betroffen ist. Das AKK da massiv übertrieben hat, steht außer Frage, aber sie wohl eher angreifbar als neue Merkel light. Da ich selbst nie CDU wählen werde, liegt mir natürlich daran, dass der Bewerber mit dem höchsten Abschreckungswert gewinnt. Ich fürchte, der noch bei der CDU beliebte Merz lässt sich allerdings in kürzester Zeit medial demontieren. An Spahn gleitet sowas ab. Der flutet erstmal Presse, Funk und Fernsehen in Rekordzeit mit neuen Ankündigungen aus seinem Ministerium. Auch wenn bisher noch nichts zum Nutzen der Versicherten umgesetzt wurde.

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claus7447 14.11.2018, 06:19
5. So weinerlich?

Mit der dünnhäutigkeit Führungsposition? Das wird nix mehr. Gleichzeitig Stock-konservativ rückwärtsgewandt, dann aber aus persönlichen Gründen das passende herauspicken. Und Europa? Nichts, nichts garnichts. Vermutlich würde Spähnchen das Kapitel auch noch am liebsten abschließen. Zahlmeister muss Deutschland nicht werden, aber wenn wir der Verantwortung nicht gerecht werden unseren Handelsüberschuss zumindest in Teilen zum Erhalt der EU einbringen. Dann war es das mit einem gemeinsamen starken Europa, mit Freizügigkeit mit einer Währung in weiten Teilen. Klein klein, Fürstentum und damit aber auch das Ende des Wachstums für uns. Eine DM wird uns so teuer machen, dass wir den Golf zukünftig eben in Spanien bauen.

Spahn denkt in klein klein, ungeeignet für Führung, schon als Minister.

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verbal_akrobat 14.11.2018, 06:51
6. Er wäre der Beste im Amt, weil...

...Er, allein schon, als homosexueller ein Zeichen setzen würde in Richtung der Patriacharchen wie Trump & Putin & Erdogan & Orban und Konsorten! Weil Er tendenziell eher leicht links der Mitte als rechts derer zu verorten ist, was wir alle dringend gebrauchen können in Zeiten der 15 bis 20% AFD, welche seine Vorgängerin geweckt hat.
Weil Er nicht über sechzig ist, weil Er gegen eine Transferunion ist.
Und weil Er im Moment mitten im Geschehen ist und nicht ein "weiter so" wie Frau Kramp-Karrenbauer verkörpert.
Herr Merz kann doch über alles gesehen, entweder in Rente bzw. bis dahin bei seinen amerikanischen (bedenklichen) Freunden weiter arbeiten...

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DougStamper 14.11.2018, 07:03
7. Kandidaten

Gehts nur mir so, dass ich mit keinem Kandidaten wirklich was anfangen kann? Merz steht für erbitterten Raubtierkapitalismus. Außerdem ist der Herr wesentlich zu alt. Akk‘s Position zur homo-ehe ist abstoßend. Ansonsten ist sie einfach zu ruhig. Ich traue mir ihr nicht zu das Land mitzureißen. Herr Spahn hat sich mit seiner Ablehnung der eu und der Anbiederung an die osteuropäischen Populisten absolut disqualifiziert. Europa braucht einen deutschen Kanzler der an das Projekt glaubt! Ich weiss nicht, aber von den Kandidaten ist für mich keiner wählbar.

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omanolika 14.11.2018, 07:09
8. Oberste Politiker-Pflicht?

Scheinbar hat der Jens Spahn,
einen ja ausgezeichneten Plan,
um sein Ziel auch zu erreichen,
und dafür stellt er die Weichen,
indem er die Rivalen diffamiert,
und sich selbst damit deklassiert...

Scheinbar sind, in manchem Momenten,
nur die Schwächen seiner Konkurrenten,
halt seine ganz eigenen, großen Stärken,
doch dürfte Herr Spahn gar bald merken,
dass die Fehler der anderen zwar Pluspunkte für ihn sind,
ohne eigne Stärken bekommt er aber kaum Rückenwind...

Anders geht es aber anscheinend hierzulande noch gar nicht,
denn andere schlecht zu machen, ist oberste Politiker-Pflicht.

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doktorfeinfinger 14.11.2018, 07:15
9. Vielleicht wird es noch einen lachenden Dritten geben

Wenn AKK, Spahn und Merz sich gegenseitig zerfleischt haben, hoffe ich auf einen besser geeigneten Kandidaten in der CDU: Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Der wäre sowohl im liberalen als auch dem konservativen Flügel vermittelbar, hat eine sympathische Ausstrahlung und außerdem Regierungserfahrung

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