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Kampf um den Brexit: May rechtfertigt überparteiliche Gespräche
DPA

Die Gespräche zwischen Premierministerin May und Labour-Chef Corbyn über den Brexit werden in beiden Lagern kritisiert. Jetzt warnte May: Es bestehe die Gefahr, dass "uns der Brexit durch die Finger flutscht".

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derhey 07.04.2019, 18:22
1. Schön und gut

und dann kommen May und Corbyn also nach Brüssel mit dem was beide wollen und nicht wollen und die EU soll oder muß dann das ausgehandelte Paket aufschnüren und sagen wir wollen das nicht und jenes aber geht. D.h. das Drama beginnt dann wieder von vorne nur dann mit zwei Akteuren auf brit. Seite oder wie? Wenn Brüssel bei seiner Linie bleibt, können May und Corbyn doch vorlegen was sie wollen. Der z.Z. ausgehandelte Vertrag findet keine Zustimmung in London mit Corbyn und ohne Corbyn oder liege ich da falsch?

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haarer.15 07.04.2019, 18:28
2. Die drehen sich auf der Insel nur im Kreis

Mrs. May täuscht sich. Je weniger Einigungswille im Unterhaus da ist, desto kritischer wird es jetzt. Der 12.4. besteht als Austrittsdatum nach wie vor. Daran hat auch bislang die EU nicht gerüttelt. Verlängern ohne Sinn und Zweck - No go. Soll der Austrittsvertrag auf einmal auch für die Premierministerin nicht mehr gut genug sein ? So jedenfalls liest es sich. Dann aber kann die Dame doch sofort einpacken und ihren Hut nehmen. Sie weiß doch: Es gibt kein Nachverhandeln mehr - allenfalls eine Zusatzerklärung.

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wühlmaus_reloaded 07.04.2019, 18:38
3. Schuss noch immer nicht gehört.

"May betonte am Samstagabend die Punkte, in denen sich beide Seiten einig seien, wie etwa 'das Ende der Freizügigkeit, den Ausstieg aus der EU mit einem guten Abkommen und der Schutz von Jobs'. "

Ich fasse es nicht. Nach zweieinhalb Jahren Kasperltheater konnten sie sich tatsächlich auf etwas einigen, nämlich darauf, welche Rosinen Klein-Brexitannien weiterhin zu picken gedenkt. So wird das wohl noch 99 Jahre weitergehen. Jetzt aber nix wie raus mit denen zum 12.04., ob mit Deal oder ohne, ist mir mittlerweile egal. Hauptsache in hohem Bogen! Wenn GB an der EU-Wahl teilnimmt, bin ich da raus.

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kp229 07.04.2019, 18:47
4. Britisches Wolkenkuckucksheim

Die EU muss jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen. Es reicht, dass das britische Parlament die Politik im Vereinigten Königreich lähmt und auf den Brexit reduziert, der Rest von Europa hat andere Prioritäten! Wenn May & Co. der Meinung sind, dass sie durch irgendwelche Abstimmungen Änderungen des Austrittsvertrages erreichen, dann muss ihnen klipp und klar gesagt werden, dass das nur ein Traum ist. Es muss offensichtlich von Seiten der EU nochmals deutlich gemacht werden, dass nur noch zwei Optionen existieren, nämlich entweder Annahme des Vertrages in den nächsten fünf Tagen und geordneter Brexit am 22. Mai oder No-Deal-Brexit am 12. April. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

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Proggy 07.04.2019, 18:49
5. nur noch zwei realistische Möglichkeiten

Wenn die beiden, den mehr oder weniger diktierten EU-Deal annehmen wollen, wird auch Corbyn massiv innerparteilich - wie May - verlieren.
Entweder einen No-Deal Brexit (mit dem Irlandproblem allein auf der EU-Seite) und den wirtschaftlichen Einbußen auf beiden Seiten oder doch nochmal verlängern, an den EU-Wahlen teilnehmen und mal wirkich vernünftig verhandeln.
Die dritte Möglichkeit, den EU-Austritt zurücknehmen (doch, das geht immer noch, bis zum letzten Tag), kann und wird sich kein britischer Politiker trauen.

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Werner Koben 07.04.2019, 19:00
6. wackeliges Konstrukt

Wofür sollen die Gespräche mit Labour gut sein? Mag sein, daß sich May und Corbyn auf einen Kompromiss einigen, auch wenn es im Moment nicht danach aussieht. Im Unterhaus wird May für diesen Deal dann möglicherweise ein paar Stimmen von Labour dazugewinnen, im Gegenzug aber reihenweise Stimmen ihrer eigenen Partei verlieren, so daß am Ende wieder keine Mehrheit zustande kommt. Schwer vorstellbar, daß die EU sowas als ernstzunehmenden Plan für eine erneute Verschiebung des Austrittstermins akzeptiert.

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Schartin Mulz 07.04.2019, 19:07
7. Was Sie völlig außer Acht lassen:

Zitat von kp229
Die EU muss jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen. Es reicht, dass das britische Parlament die Politik im Vereinigten Königreich lähmt und auf den Brexit reduziert, der Rest von Europa hat andere Prioritäten! Wenn May & Co. der Meinung sind, dass sie durch irgendwelche Abstimmungen Änderungen des Austrittsvertrages erreichen, dann muss ihnen klipp und klar gesagt werden, dass das nur ein Traum ist. Es muss offensichtlich von Seiten der EU nochmals deutlich gemacht werden, dass nur noch zwei Optionen existieren, nämlich entweder Annahme des Vertrages in den nächsten fünf Tagen und geordneter Brexit am 22. Mai oder No-Deal-Brexit am 12. April. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Wenn es einen No-Deal-Brexit gibt, gehen die Verhandlungen doch erst richtig los. Dann werden GB und EU die nächsten Jahre damit zubringen, ihre Beziehungen zu klären.
Die einzige Möglichkeit, das Thema zu beenden, ist eine Einigung auf entweder den May-Deal oder einen irgendwie veränderten Vertrag.
Alles andere wird den Brexit zum Hauptthema der nächsten Jahre machen.

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haarer.15 07.04.2019, 19:23
8.

Zitat von Proggy
Wenn die beiden, den mehr oder weniger diktierten EU-Deal annehmen wollen, wird auch Corbyn massiv innerparteilich - wie May - verlieren. Entweder einen No-Deal Brexit (mit dem Irlandproblem allein auf der EU-Seite) und den wirtschaftlichen Einbußen auf beiden Seiten oder doch nochmal verlängern, an den EU-Wahlen teilnehmen und mal wirkich vernünftig verhandeln. Die dritte Möglichkeit, den EU-Austritt zurücknehmen (doch, das geht immer noch, bis zum letzten Tag), kann und wird sich kein britischer Politiker trauen.
Wollen Sie sagen, dass zwei Jahre lang (!) beide Seiten nicht ernsthaft und vernünftig verhandelt haben ? Der 1. April ist schon vorbei. Es war klar, dass beide Seiten Kröten schlucken mussten. Rosinen gab und gibt es für Niemanden. Wenn der Vertrag nicht gut genug gewesen wäre, so hätte ihn weder die Premierministerin noch die EU unterschrieben.

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1848 07.04.2019, 19:23
9. Beneidenswert...

Zitat von Schartin Mulz
Wenn es einen No-Deal-Brexit gibt, gehen die Verhandlungen doch erst richtig los. Dann werden GB und EU die nächsten Jahre damit zubringen, ihre Beziehungen zu klären. Die einzige Möglichkeit, das Thema zu beenden, ist eine Einigung auf entweder den May-Deal oder einen irgendwie veränderten Vertrag. Alles andere wird den Brexit zum Hauptthema der nächsten Jahre machen.
Ja , die Verhandlungen von GB

mit allen Staaten dieser Welt gehen erst dann richtig los.....

haben Sie das verstanden....

diese tolle Position, in der das größte EX-EX- EX-Empire steckt .???? !!!

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