Forum: Politik
Kampf um den Brexit: May rechtfertigt überparteiliche Gespräche
DPA

Die Gespräche zwischen Premierministerin May und Labour-Chef Corbyn über den Brexit werden in beiden Lagern kritisiert. Jetzt warnte May: Es bestehe die Gefahr, dass "uns der Brexit durch die Finger flutscht".

Seite 4 von 6
rainer60 07.04.2019, 21:24
30. seltsam

Zitat von Skakesbier
ist äußerst komplex! Zum Sortieren einfach mal ein paar Hinweise: 1) Den 6 Millionen Unterschriften der Remainer-Initiative standen nahezu zeitgleich 5 Millionen Unterschriften der Leaver gegenüber (was in der deutschen Presse weitestgehend ignoriert wurde). 2) Ob die Remainer überhaupt ein 2. Referendum gewinnen würden, ist somit durchaus offen. 3) Die Schotten sind mit erheblicher Mehrheit Remainer, ihre SNP-Abgeordneten im HoC sowieso. 4) Die Nordiren lehnen dezidiert eine 'harte' Grenze zur Irischen Republik ebenso ab wie eine 'unsichtbare' in der Irischen See zu Großbritannien. Sie sind a) gegen jede weitere Wahl, b) gegen May's 'Deal', haben aber selbst keinen auch nur halbwegs vernünftigen Vorschlag zu bieten. 5) Mittlerweile scheint selbst walisischen Abgeordneten 'der Kragen zu platzen'. 6) Die Independent Group setzt auf mehr Überläufer von den Tories bzw. Labour für ihre Forderung eines 2. Referendums (aber siehe dazu oben).
seltsam das ich , selbst in der brexit-murdoch-presse, nichts über zeitgleiche 5 mio. unterschriften der leaver gelesen habe. schicken sie mal nen link

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mghi 07.04.2019, 21:27
31. Ungeregelter Brexit ist Drohkulisse

Natürlich hätte der ungeregelte Brexit mehr Nachteile als ein geregelter Abgang in die "Freiheit", die den Briten so viel Wert ist. Diese sind aber nur kurzfristiger Natur und man wird von EU-Seite den besonders betroffenen Staaten wie Irland eben auch besondere Hilfe kurzfristig zukommen lassen. Das erfordert die Solidarität innerhalb der EU.
Der Handel mit GB wird dann eben teurer. Die Frage ist nur, wen dies mehr trifft. Und da stehen die Briten natürlich viel schlechter da, weil der rel. Anteil des Handels mit der EU eben viel größer ist, als umgekehrt. Die Bezugsgröße (Gesamthandel) ist bei der EU einfach größer. Was uns zu 5% ärgert, ärgert die Briten eben zu 50%. Soviel zollfreie Waren kann Trump denen gar nicht abnehmen. Also keine Panik bei uns, die sollten die Briten haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ingen79 07.04.2019, 21:28
32. #11 Welche Sprache denn?

viel Spass wenn sie in Helsinki oder Madrid am Airport stehen und sich in einer ästhetischen Sprache verständigen wollen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuac 07.04.2019, 21:33
33.

Haben die Britischen Politiker Demokratie verlernt? Wieso darf May mit der Opposition nicht sprechen? Insbesondere bei einer solchen entscheidenden Frage von nationaler Bedeutung. Hier muss eine überparteiliche Einigung geben.
Aber, die Populisten verstehen sowas nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KR-Spiegel 07.04.2019, 21:37
34. Die GB-Pässe sind seit 29.3. ohne EU-Label

Die Briten haben den Austritt doch längst umgesetzt, siehe die aktuell ausgegebenen Reisepässe. Die Angst vor dem Brexit ist überzogen, denn die werden eh sehr schnell zur EU-Zollunion stoßen. Erst mit diesem Schritt macht der EU-Austrittsvertrag überhaupt Sinn.
Sowohl in GB, als auch der EU würde die Teilnahme der Briten an jener Wahl Allen schaden. Daher am 12. April endgültig Schluß machen und auch den GB Antrag zur EU-Zollunion warten. Die müssen dann eben 2-3 Wochen ohne neues Kloapapier und sonstig Gewohntes auskommen - härtet ab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
llych2001 07.04.2019, 21:44
35. Die verschwenden ihre Zeit

Es gibt nicht nur Warenverkehrsfreiheit ohne die anderen Grundfreiheiten. Warum einigen die sich jetzt auf Rosinenpickerei ? Reine Zeitverschwendung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schartin Mulz 07.04.2019, 21:52
36. Der Brexit,

Zitat von ayee
Wie meint sie das, dass die Gefahr besteht, dass GB die EU nie verlässt und ihnen der Brexit durch die Hande flutscht? Der offizielle Termin für den Brexit war Ende März. Frau May war es, die um Aufschub gebeten hat und nun tut sie es erneut. Der Brexit hätte längst vollzogen sein können, wenn sie keinen Rückzieher gemacht hätte. Und das wäre auch gut so gewesen. Niemand braucht so ein handlungsunfähiges Land.
der vollzogen wäre, wäre ein Brexit ohne jedes Abkommen mit der EU.
Sie wollen nicht erntshaft Frau May vorwerfen, dass sie das (vorerst?) verhindert hat.
Und was an einem Hard Brexit "gut" wäre, erschließt sich mir auch nicht.
Wenn die Briten raus sind, werden wir Jahre brauchen, bis die Handels- und sonstigen Beziehungen zwischen GB und der EU irgendwie geregelt sind. Dass die Sache mit einem Hard Brexit zu Ende wäre, ist eine ziemlich naive Vorstellung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Liberalitärer 07.04.2019, 21:52
37. Vorbedingungen

Zitat von kuac
Haben die Britischen Politiker Demokratie verlernt? Wieso darf May mit der Opposition nicht sprechen? Insbesondere bei einer solchen entscheidenden Frage von nationaler Bedeutung. Hier muss eine überparteiliche Einigung geben. Aber, die Populisten verstehen sowas nicht.
Sie darf, aber Frau Leadsom zieht da nicht mit und dann hakt es mit der Rückendeckung schon im Kabinett.

"Speaking later on the same show, Leadsom indicated that it was up to Labour to accept the customs “arrangement” already in May’s three-times-rejected deal, and that she and other Brexiter members of May’s ministerial team could not accept a full customs union."

https://www.theguardian.com/politics/2019/apr/07/andrea-leadsom-no-deal-brexit-next-week-would-not-be-so-grim

Und dann fragt man sich schon, was die Verhandlungen zwischen Corbyn und May sollen, wenn Corbyn alles aus dem Deal schlucken soll. Das sieht alles schon sehr nach Schuldzuweisungsversuch aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Werner Koben 07.04.2019, 21:59
38. @31, "Ungeregelter Brexit als Drohkulisse"

Zitat von mghi
Also keine Panik bei uns, die sollten die Briten haben.
Daß May den No-Deal-Brexit als Drohkulisse benutzt hat, war vermutlich einer ihrer größten strategischen Fehler. Damit hat sie den Hardlinern in ihrer Partei genau mit dem gedroht, was die immer haben wollten. Wenn May noch einen Funken Verstand und etwas Chuzpe hätte, würde sie ihrer Partei mit dem Widerruf von Artikel 50 drohen, um sie auf Linie zu bringen. Wird sie sich aber wohl nicht trauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
arago 07.04.2019, 22:00
39. Wieso nicht einen harten Brexit auf Probe?

Den kann man doch jederzeit wieder rückgängig machen, aber alle wissen dann, was ein harter Brexit für alle bedeutet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 6