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Kampf um die Lufthoheit: Wenn Russland und die Türkei streiten, freut sich der IS
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Terroristen des "Islamischen Staats" haben Hunderte türkische und russische Zivilisten getötet. Trotzdem können sich Ankara und Moskau nicht auf einen gemeinsamen Kurs einigen. Der IS spottet.

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kuac 26.11.2015, 09:14
110.

Zitat von maledicto
Dass Assad islamistisch ist, verschweigen Sie absichtlich oder ist Ihnen das nicht bekannt?........
Wo haben Sie das her? Waren Sie schon vor dem Krieg da? Hat es in Syrien, Steinigung, Hände Abhacken oder Enthauptungen von Menschen gegeben? Hatte Syrien Terroristen in den Westen geschickt und Attentate verübt? Hatte Syrien archeologische Kulturerben der Menschheit zerstört?
Es gab dort ein gutes westliches Ausbildungssystem. Was wird passieren nach Assad? Genau das, so wie in AFG, Irak und Libyen passiert ist. Der Westen hat kein Konzept für danach. Alle Assadgegner warten nur drauf und auch diese haben kein Konzept ausser Mord und Totschlag. Syrien ist fur die Menschheit verloren. Die Menschen tun mir Leid.

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johann.doov 26.11.2015, 09:58
111. Ein zweiter Blick auf die Landkarte

Um zu verstehen, um was es in Syrien noch geht, muss man sich auch mal größere Landkarten anschuen. Eines ist aber ganz klar: Menschen interessieren in diesem Spiel nicht. Es geht um militärische und wirtschaftliche Macht. Da interessieren moralische Werte nie wirklich. Ein US-Präsident hat die Sache mal auf den Punkt gebracht: Der kubanische Diktator Batista sein "ein Schweinehund. Aber er ist UNSER Schweinehund!". Kuba hat damals nicht interessiert, der Zucker, der dort gedeiht, aber schon. Änhliche interessen, aber etwas verzwickter, gibt es in Syrien. Es haben ja schon "Außenpolitische Berater" und ähnliche Figuren in USA angemerkt, dass die Bodenschätze Sibiriens "der ganzen Welt" gehören. Sprich: den USA. Von Westen durch Russland kommen sie genausowenig dahin, wie Napoleon und Hitler das geschafft haben. Und im Osten ist China. Also müssen sie im Süden ansetzen, um "unter den Bauch des Bären" zu kommen.

..

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osmanian 26.11.2015, 10:05
112. Is?

Die EU freut sich mehr als İS, weil Sie selber keine Eier hat den Russen eine Ohrfeige zu geben

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schumbitrus 26.11.2015, 10:09
113. Was sind denn die Motive Moskaus und Ankaras?

Anstatt nur das offensichtliche zu beschreiben sollte man fragen, was z.B. Putin und Assad verbindet. Hier wird über ein Pipeline-Projekt aus der Golf-Region nach Europa spekuliert, das durch Syrien gehen müsste und gegen das sich Assad wehren soll. Für Gazprom wäre das natürlich nützlich und würde erklären, warum Putin Assad stützt - und sich Russland auf die primären Assad-Gegner konzentriert. Aber wie belastbar ist dieses Szenario?

Das NATO-Mitglied Türkei zieht einen Nutzen daraus, dass IS/Daesh die Kurden schwächt - und macht daher offenbar Öl-Deals mit den Terroristen. Da aber die EU mit den syrischen Flüchtlingen erpressbar ist, gewähren die EU und auch NATO der Türkei Narrenfreiheit bei der Unterstützung des IS/Daesh.

Die Russen sagen nun offenbar, dass sie Belege für den Öl-Transport des IS/Daesh in Richtung Türkei gehabt hätte und der abgeschossene Flieger diese Transporte hätte dokumentieren können.

Hier könnte die Öffentlichkeit doch bitte mal von unseren hoch gezüchteten Nachrichtendiensten erfahren, was aus deren Sicht wahr und was falsch ist. Wir finanzieren die doch nicht nur, damit die uns bis auf die Knochen bespitzlen! Auch wenn die im Rektum der five eyes sitzen wäre es mal an der Zeit, dass wir von denen belastbares Material bekommen um uns ein qualifiziertes Bild machen zu können ..

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kuac 26.11.2015, 10:37
114.

Zitat von osmanian
Die EU freut sich mehr als İS, weil Sie selber keine Eier hat den Russen eine Ohrfeige zu geben
Haben Sie mit "die EU" gesprochen? Wo und wann war das?

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kuac 26.11.2015, 12:21
115.

Zitat von johann.doov
.........Ein US-Präsident hat die Sache mal auf den Punkt gebracht: Der kubanische Diktator Batista sein "ein Schweinehund. Aber er ist UNSER Schweinehund!". Kuba hat damals nicht interessiert, der Zucker, der dort gedeiht, aber schon.........
Sie liegen falsch.
"Er sei „ein Schweinehund“, hat US-Präsident Franklin D. Roosevelt einmal über den nicaraguanischen Diktator Anastasio Somoza Garcia gesagt. „Aber er ist unser Schweinehund.“ 1938 war das. Das blutige Regime der Familie Somoza währte danach noch 41 Jahre lang. Als ihr letzter Spross Anastasio Somoza Debayle 1979 um Asyl in den Vereinigten Staaten nachsuchte, verweigerte Präsident Jimmy Carter 1979 ihm die Einreise. Die Zeiten hatten sich geändert.

http://www.fr-online.de/leitartikel/ahmet-mansur-nicht--unser-schweinehund-,29607566,31015058.html

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adal_ 26.11.2015, 12:54
116. Mehr Chaos geht immer

Zitat von kuac
Mehr Chaos und Vernichtung kann man nicht anrichten als der Westen bisher in AFG, Irak, Libyen und Syrien angerichtet hat. Unsere Freunde Saudis sind dabei so etwas auch in Jemen anzurichten. Es war nicht der Iran, der den Saddam beseitigt hatte, sondern der Westen. Danach hat der Westen versagt, dort fur Frieden zu sorgen. Von Demokratie rede ich ja gar nicht. In Syrien soll genau nach der selben Muster gehandelt werden. Nein, Danke.
Doch "man" kann noch mehr Chaos und Vernichtung anrichten. Erinnern Sie sich nur mal an den ersten Irakkrieg - den ersten großen sunnitisch-schiitischen Krieg - der mehr als 1 Million Tote gekostet hat.

Ja, der 3. Irakkrieg des W. Bush war ein Fehler. Nur was versprechen Sie sich davon, die alte Leier ewig herunterzubeten?

Das tun Sie doch nur, um sich sich vor der praktischen Frage zu drücken, was die von Russland und dem Iran angestrebte politische Lösung für Syrien bedeutet. Eine Befriedung jedenfalls nicht. 80% der syrischen Bevölkerung, die Sunniten, werden sich dem Alawitenregime niemals beugen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Ebenso klar ist es, dass es die selbsternannten Schutzmächte der Sunniten, nämlich die Golfstaaten und die Türkei nicht einfach hinnehmen werden, wenn der iranische Hegemon - assistiert von Russland - nunmehr 2 arabische Staaten unter seiner Fuchtel hat. Im Jemen findet ja bereits ein solcher Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran statt.

Der Westen sitzt sozusagen zwischen den Stühlen der o.g. Akteure. Seine Priorität ist die Bekämpfung des IS. Für Russland, Iran und die sunnitischen Schutzmächte ist die Bekämpfung des IS sekundär.

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jhea 26.11.2015, 13:34
117. Kinnas... der laden da unten heisst nicht IS sondern DAESH

IS legitimiert die Bande als 'Staat' - Daesh hingegen ist schon ein Akronym aus dem arabischen und steht für Unterdrücker. (einfach mal Googlen)

Der Witz ist, dass die Daesh Leutchen, den Namen Daesh gar nicht toll finden. Also tun wir denen doch den Gefallen und veralbern sie noch mit der Bezeichnung DAESH (das hat übrigens noch viel mehr Bewandnis als Unterdrücker, ich empfehle das mal zu googlen, das ist sehr erleuchtend ^^)

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johann.doov 27.11.2015, 19:46
118. Erklären Sie das mal genauer

Zitat von jhea
IS legitimiert die Bande als 'Staat' - Daesh hingegen ist schon ein Akronym aus dem arabischen und steht für Unterdrücker. (einfach mal Googlen) Der Witz ist, dass die Daesh Leutchen, den Namen Daesh gar nicht toll finden. Also tun wir denen doch den Gefallen und veralbern sie noch mit der Bezeichnung DAESH (das hat übrigens noch viel mehr Bewandnis als Unterdrücker, ich empfehle das mal zu googlen, das ist sehr erleuchtend ^^)
und erzählen uns bei der Gelegenheit, woher Sie Ihre Arabisch-Kenntnisse haben...

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johann.doov 27.11.2015, 19:47
119. Mag sein

Zitat von kuac
Sie liegen falsch. "Er sei „ein Schweinehund“, hat US-Präsident Franklin D. Roosevelt einmal über den nicaraguanischen Diktator Anastasio Somoza Garcia gesagt. „Aber er ist unser Schweinehund.“ 1938 war das. Das blutige Regime der Familie Somoza währte danach noch 41 Jahre lang. Als ihr letzter Spross Anastasio Somoza Debayle 1979 um Asyl in den Vereinigten Staaten nachsuchte, verweigerte Präsident Jimmy Carter 1979 ihm die Einreise. Die Zeiten hatten sich geändert. http://www.fr-online.de/leitartikel/ahmet-mansur-nicht--unser-schweinehund-,29607566,31015058.html
dass Roosevelt dies über einen Somoza sagte. Ändert aber nichts an der Richtigkeit meines Beispieles. Batista war auch ein "Schweinehund" der USA, letztendlich.
Dass Anastasio Somoza kein Asyl in den USA erhielt, war wohl darauf zurückzuführen, dass die nikaraguanische Revolution weltweit große Sympathien genoss (Auch und gerade in Deutschland). Damals hätte die Aufnahme Somozas den US-Interessen geschadet. Und so sehr haben sich die Zeiten in USA nicht verändert: wäre Reagan da schon Präsi gewesen...
Nebenbei: wahrscheinlich wird in Moskau auch nicht so viel anders gedacht. Dass Assad junior kein "nice guy" ist und mit den Idealen der Baath-Bewegung nichts mehr gemein hat, wissen dort nicht nur der Herr Putin.

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