Forum: Politik
Kampf um EU-Posten: Macron - vom Reformer zum Zerstörer
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Mit seinen umjubelten Reden zur Zukunft Europas hat Emmanuel Macron wenig erreicht. Im Poker um die EU-Chefposten setzt der französische Präsident auf pure Machtpolitik.

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Immanuel K. 23.06.2019, 20:59
1. Was soll denn...

...die Aussage: "Der französische Präsident Emmanuel Macron bekommt DERZEIT wenig Applaus in Europa und schon gar nicht in Berlin." Er hat den Applaus auch vorher nicht bekommen, als er als Einziger eine Vision für Europa formuliert hatte - schon gar nicht aus Berlin. Sondern er wurde machtpolitisch aus Berlin am langen Arm verhungern gelassen... Wahrscheinlich sagt er sich, wenn ihr das Spiel so spielen wollt, das kann ich auch...

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Korken 23.06.2019, 20:59
2. Macron macht es super

ich ziehe meine Hut vor ihm. Er macht den alteingesessenen Dampf unter dem Hintern. Wenn Weber verhindert wird, kann nur besseres kommen. Es muss mehr in Richtung Gesamteuropa getan werden, nicht nur Nationalpolitik, Macron versucht, diese alten Sümpfe trockenzulegen. Ich kann nur hoffen, dass er standhaft bleibt und es schafft. Anscheinend muss die deutsche Regierung nach der Mautkatastrophe erst noch mehr lernen, dass es gemeinsam vorangehen soll und nicht mit dem deutschen Kopf durch die europäische Wand. Ich hoffe sehr, dass es die Dänin Vestager wird. Erfahrung, europäisch - sogar vor Dänemark (will, dass DK die Ausstiegsklausel zum Euro aufgibt), setzt sich gegen große Konzerne für Europa durch. Aber auch Barnier wäre eine gute Alternative. Besser als CSU zuerst Weber (auch wenn anders geworben wird) allemal.

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Joachim Kr. 23.06.2019, 21:00
3. Weber nur Mittelmaß, das stimmt

Macron hatte und hat Recht. Mittelmäßige Politiker haben an der EU Spitze in Brüssel nichts verloren.
Frau Vestager und die EZB Chefin Lagarde haben eher das Format

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funnukem 23.06.2019, 21:01
4. Im Westen nichts neues

Wie schon gleich nach der bejubelten Wahl von Macron gesagt: Er ist ein Heuschreckenbanker. So was legt man niemals wieder ab. Nun langsam erkennt die ganze Welt sein wahres Gesicht...

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marc.koch 23.06.2019, 21:02
5. Wundert das irgendjemanden?

Nachdem man Macron jahrelang hat auflaufen lassen? Durch das pure Nichtstun? Ich war nie ein Kohl-Fan, aber der Mann muß im Grab rotieren, angesichts dessen, was unsere Verwaltung - Regierung trifft es nicht so - durch Ignorieren der Realitäten zugelassen hat. Die deutsch-französische Zusammenarbeit ist wichtig für die Stabilität Europas und der EU. Statt das aber durch Macrons Vorschläge weiterzuentwickeln senkte sich wieder das große Schweigen über alles. Es wundert daher nicht, daß die Saarländerin sich Europa-kritisch geriert, obwohl ihr klar sein dürfte, daß Deutschland am meisten profitiert hat. Macrons Idee heißt En Marche, der selbe wird unseren Schweigern und Bremsern bei den nächsten Wahlen geblasen werden. Und das werden auch keine Europa-Freunde sein.

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Neapolitaner 23.06.2019, 21:04
6. Macron hat recht

klar handelt es sich um französische Machtpolitik, aber "Spitzenkandidat" in einem Land und dann plötzlich der gesamten EVP vorstehend , das macht den "Spitzenkandidaten" zu einer fragwürdigen Figur. Diese Diskussion gab es bei der Wahl 2014 auch schon, damals jedoch waren es Schweden und NL , welche Merkel klar gemacht hatten, dass ein für den deutschen Wahlkampf aufgestellter Spitzenkandidat keine Bindewirkung für andere Länder haben kann. Man wird sehen, wie andere europäische Länder einen potenziellen Gewinner Barnier sehen; Deutschland sollte sich da zurückhalten, denn eine "Achse Berlin - Paris" wird zunehmend argwöhnisch betrachtet.

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maxi_stulz 23.06.2019, 21:06
7. Ein Reformer ist er nie gewesen

Wer das geglaubt hat, versteht nicht viel vom Thema. Macron ist ein Machtmensch, dem es um seinen eigenen Willen und Vorteil geht und nicht um die europäische Gemeinschaft oder gar den Bürger (wenn überhaupt vielleicht um seine eigenen Leute und damit letztendlich um sich selbst). Ich schreibe es immer wieder: In der EU geht es nicht um die Bürger, sondern um Lobbyisten, eigene Macht und sehr gut bezahlte Posten mit für uns alle teure Altersversorgungen. Dieses System ist von Grund auf verrottet und bedarf einer gründlichen Änderung. Aber wenn man das sagt ist man ja angeblich gegen Europa. Dabei verstehen viele nicht einmal den Unterschied zwischen EU und Europa. Es ist wirklich ermüdend sich auf Diskussionen dazu einzulassen.

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nixproblem 23.06.2019, 21:08
8. Alte französische Tradition

Der Hype um Macron war irrational und ist deshalb zum Glück am Abflauen. Macron steht - nicht nur als ENA-Absolvent - in einer langen Reihe von französischen Politikern, für die schon lange vor Trump das Motto gilt: Das eigene Land zuerst. Nur beherrschen die Franzosen die politischen Ränkespiele weitaus besser als Trump.

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nixproblem 23.06.2019, 21:09
9. Alte französische Tradition

Der Hype um Macron war irrational und ist deshalb zum Glück am Abflauen. Macron steht - nicht nur als ENA-Absolvent - in einer langen Reihe von französischen Politikern, für die schon lange vor Trump das Motto gilt: Das eigene Land zuerst. Nur beherrschen die Franzosen die politischen Ränkespiele weitaus besser als Trump.

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