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Kampf um EU-Posten: Macron - vom Reformer zum Zerstörer
REUTERS

Mit seinen umjubelten Reden zur Zukunft Europas hat Emmanuel Macron wenig erreicht. Im Poker um die EU-Chefposten setzt der französische Präsident auf pure Machtpolitik.

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mathiasraschke 23.06.2019, 22:59
40. Zu zentralistisch...

...Macrons Ansatz. Und Frankreich hat schon oft die eigenen Interessen für die Europas gahlten. Deutschland teilweise auch. Aber Deutschland ist eher moralische Überheblichkeit vorzuwerfen.

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seppfett 23.06.2019, 23:02
41.

Soweit ich mich an letzte Woche erinnern kann, hat Frau Merkel gesagt: „wenn Weber draußen ist, sind die anderen Beiden auch draußen“.

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brohltaler 23.06.2019, 23:02
42.

Zitat von Korken
ich ziehe meine Hut vor ihm. Er macht den alteingesessenen Dampf unter dem Hintern. Wenn Weber verhindert wird, kann nur besseres kommen. Es muss mehr in Richtung Gesamteuropa getan werden, nicht nur Nationalpolitik, Macron versucht, diese alten Sümpfe trockenzulegen. Ich kann nur hoffen, dass er standhaft bleibt und es schafft. Anscheinend muss die deutsche Regierung nach der Mautkatastrophe erst noch mehr lernen, dass es gemeinsam vorangehen soll und nicht mit dem deutschen Kopf durch die europäische Wand. Ich hoffe sehr, dass es die Dänin Vestager wird. Erfahrung, europäisch - sogar vor Dänemark (will, dass DK die Ausstiegsklausel zum Euro aufgibt), setzt sich gegen große Konzerne für Europa durch. Aber auch Barnier wäre eine gute Alternative. Besser als CSU zuerst Weber (auch wenn anders geworben wird) allemal.
"Es muss mehr in Richtung Gesamteuropa getan werden, nicht nur Nationalpolitik, Macron versucht, diese alten Sümpfe trockenzulegen. Ich kann nur hoffen, dass er standhaft bleibt und es schafft."

Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen? Wie deutlich hätte der Autor es denn noch machen sollen, dass es Macron, nicht anders als sämtlichen franz. Staatschefs vor ihm, nur und ausschließlich um die Interessen der "Grand Nation" geht? Hier spielt einer knallhart das politische Gewichts Frankreichs als nukleare Militärmacht und UN-Vetonation aus. Und "Ober" sticht "Unter". Und der Unter sind wir! Es wird mit Frankreich niemals ein "Europa" geben, dass nicht nach seiner Pfeiffe tanzt. Dann hebelt man eher soeben mal mühsam festgezurrte Vereinbarungen aus, wenn sie einen nicht mehr in den Kram passen. Wäre Weber Franzose würde der junge Herr im Élysée nicht im geringsten nach Qualifikation oder Erfahrung fragen. Franzosen sind nämlich "qua Geburt" europäischen Führungsaufgaben gewachsen.
Bitter macht es sich nun bemerkbar, dass mit Frau Merkel nur noch eine "lame duck" in Berlin das Sagen hat. Macron behandelt sie schon wie Alteisen. Und ich sehe in der Zukunft auch niemanden in Berlin am Ruder, der den Franzosen wirksamen Widerstand entgegen zu setzen hätte. Schon gar nicht einen grünen Kanzlerdarsteller. So einer würde den Franzosen auch noch unsere Steuer-Penunzen persönlich nach Paris überbringen!
"Mein Ziel ist ein zentraler europäischer Bundesstaat mit Durchgriffmöglichkeiten auf die nationen Regierungen." Spitzenkandidatin Ska Keller auf dem grünen Nominierungsparteitag zur Europawahl.
Da bin ich dann den Franzosen wieder dankbar, dass sie solche Vorstellungen konsequent als das ansehen, was sie sind: Spukgeschichten!

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Doma01 23.06.2019, 23:12
43. Hauptsache gegen Macron

Ein weiterer Kommentar von Herrn Blume aus der Sicht einer Gelbweste. Was ist denn in eigentlich politisch falsch an dem Agieren von Macron? Mein irgendjemand, Herr Weber sei der bestmögliche Kandidat als Kommissionspräsident? Hat er eine Mehrheit? Dieser Kommentar fällt wohl wieder der Zensur zum Opfer... wäre dann mein letzter!

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hellmund35 23.06.2019, 23:19
44.

MACRON hat sich als grosser Europäer präsentiert und zeigt jetzt sein wahres Gesicht. Merkel hat die Sache wohl durchschaut und ist nicht mit wehenden Fahnen zu Macron gelaufen. Macron setzt doch nur die alte Politik Frankreichs fort, die keinen Platz für Deutsche in der EU sieht. Leider gibt es keine Gelbwesten in der EU. So, wie sich Macron derzeit verhält, wird er zum Totengräber der EU.

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saaman 23.06.2019, 23:22
45. Ich teile die Auffassung

dass Weber nur ein „mittelmäßiger Kandidat“ ist. Er wirkt blass. Ihm fehlt nötige Erfahrung. Seine Vision - wenn man es überhaupt auf das Niveau heben will - ist hausbacken. Er tritt im Vergleich zu einem EU-Politiker des Format Frans Timmermans (NL) provinziell auf.

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thomas haupenthal 23.06.2019, 23:23
46. Aber...

wenn schon gepokert wird, so können die Deutschen doch noch das Beste aus der Situation machen, wozu der Lärm? Sie tauschen den nicht mehr durchsetzbaren Anspruch auf die Kommissionspräsidentschaft gegen den Vorsitz der Europäischen Zentralbank. Weidmann statt Weber, in Frankfurt spielt nämlich die Musik.Sollen sie jetzt beweisen, nach all dem Gemecker, dass sie es besser können als Draghi, nur zu! Und das Weberlein wird auch nicht leer ausgehen, irgendwas findet sich bestimmt....

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rurei 23.06.2019, 23:23
47. Macron

konnte in Frankreich nach den Protesten der Gelbwesten Steuren nicht erhöhen und Ausgaben nicht kürzen. Die Wirtschaft bleibt ein Problem. Macron ist in der Schuldenfalle. Er forderte einen europäischen Finanzminister und einen Haushalt für die Eurozone, der auf längere Sicht mit Steuereinnahmen finanziert werden könnte. Er bekämpft Subsidiarität und somit Eigenverantwortung. So will Macron eine europäische Steuer für seine Defizite. Macrons europäische CO2 Steuer geht nicht mehr, wenn es Deutschland schon national macht. Schaun wir, was ihm einfällt, da kommt noch was und es wird die europäische und vor allem die deutsche wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in diesen umkämpften Zeiten zum Niedergang führen.
Zur deutschen Wirtschaft im Vergleich:
Die deutsche Wirtschaft stagniert seit Jahren (DAX Kurs-Index wie es alle Indexe machen, nicht der nur für den DAX übliche,falsche Performance-Index !!!): https://www.ariva.de/dax_kurs-index/chart?volume=1&volume=0&events=None&idstring=x&typ e=Close&avgType1=None&grid=1&grid=0&resolution=aut o&go=Ok&band=None&savg=0&start=&indicator=None&sav e_presets=0&antiAlias=1&antiAlias=0&ISSC=&resoluti onInfo=86400&displayHighLow=0&avgVal1=0&scale=pro& typ=ind&boerse_id=12&secu=298&compare=None&t=3year s&end=&recall=1&compare=4325

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m.yopinion 23.06.2019, 23:26
48. France en premier

Man mag von Herrn Weber halten, was man will. Macron‘s Argument ist jedoch äußerst schwach. Manfred Weber war Spitzenkandidat der EVP, der bekanntlich Abgeordnete aus allen EU-Mitgliedstaaten angehören. Insofern war ein europäischer und kein deutscher Kandidat. Wäre von der EVP ein Franzose nominiert worden, hätte Macron sicherlich kein Problem mit der Unterstützung des Spitzenkandidaten gehabt. Es geht ihm ausschließlich um französische Interesse und nicht um den besten Kandidaten. Im Übrigen kann ich die Kritik an Weber nicht nachvollziehen. Immerhin hat er die EVP davon überzeugen können, ihn als Spitzenkandidaten zu nominieren. Anfangs war auch ich skeptisch, doch im Laufe des Wahlkampfes habe ich mir immer mehr vorstellen können, dass er Juncker nachfolgt. Mich hat nicht nur seine Kompetenz sondern auch seine sehr angenehme Art beeindruckt, die nach meinem Empfinden auf eine zusammenführende und nicht spaltende Politik setzt. Solche Politiker braucht Europa.

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chickenrun1 23.06.2019, 23:28
49. Macron der Wolf im Schafspelz

Genau aus diesem Grund geht es mit der EU sichtlich bergab. Macrons Visionen zielen darauf ab, dass Deutschland den Zahlmeister gibt. Dieses Postengeschachere ist einfach widerlich, genauso wie die Französische Machtpolitik. Mit welchem Recht nimmt sich das Land etwa heraus den Sitz des Europaparlaments zu haben. Die aberwitzigen Millionen, die für die monatlichen Umzüge von Brüssel nach Straßburg drauf gehen dürfen aber natürlich die Nettogeberländer stemmen. Das Franzosen bereits mit 60 in Rente gehen, sei den Franzosen vielleicht gegönnt, dass wir Steueridioten in Deutschland aber bis 67 malochen um noch mehr nach Brüssel überweisen können ist aber nicht einzusehen. Und jetzt torpediert der Oberfranzose auch noch den deutschen Kandidaten. Auf solche Freunde kann ich gerne verzichten.

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