Forum: Politik
Kandidaten für US-Wahl 2020: Trump-Herausforderer, dringend gesucht
AP (3); REUTERS (2); MICHAEL WYKE/EPA-EFE/REX/SHUTTERSTOCK

Nach dem Erfolg bei den Midterms suchen die US-Demokraten die richtige Strategie und einen passenden Kopf, um Donald Trump bei der Wahl 2020 aus dem Weißen Haus zu vertreiben. Wer traut sich?

Seite 5 von 8
Watschn 14.11.2018, 17:35
40. Als einig. US-Polit-Kenner sind m.E. ..O'Rourke u. Biden zuvorderst...

Biden ist top, wenn er sich gesundheitlich halten kann, zumind. für 1 Amtsperiode...
O'Rourke beinahe als Überraschungssieger im überw. brutalkonservativen gegen Erz-Konservatist u. Evangelikalen (fundamentalen Christ) Cruz, ...könnte DER Mann gegen Donnie werden, wenn er sich noch ein wenig mässigt u. ein paar Schritte mehr in die Mitte geht (Border Control/Gewicht auf legale Einwanderung, good Education/Ausbildungsoffensiven, Fight against crime, gute Gesundheitsversorgung, Schuldenabbau).
Jung, glaubhaft, voller Tatendrang, kommunikativ, nicht abgehoben.

Andere links-orientierte wie Ocasio-Cortez, Booker, Klobuchar, Harris...und auch Sanders, Warren...werden es eher schwer haben. H. ('crooked') Clinton wäre natürlich der absolute Festschmaus für Donnie 'the Dealmaker'..., auf den er nur wartet...
Den entscheidenden 'Rust-Belt' würde sie wieder verlieren, vielleicht noch Minnesota, Virginia, New Hampshire u. Nevada dazu. Es wären definitiv mehr als 306 electoral Votes...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g.eliot 14.11.2018, 17:36
41.

Zitat von bigmitt
Also wird es Hillary werden und Sie wird in die Geschichte eingehen als die Frau die zweimal mal gegen Trump verlor. Das muss man ( Frau) auch erst mal fertig bekommen.
Die Demokraten werden sie nicht noch einmal wählen. Sie ist auch unter denen inzwischen unbeliebt und gilt wohl als so etwas wie eine Pechmarie.

Ich halte Kamala Harris als geeignet, Beto O'Rourke auch. Vielleicht sollte Oprah Winfrey tatsächlich kandidieren.
Außerdem haben ein paar Milliardäre schon mal mit dem Gedanken gespielt.

Noch ist es zu früh. Trump stand auf der Rolltreppe mit Melania im Juni 2015. Der vergleichbare Zeitpunkt wäre also Mitte 2019.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isi-dor 14.11.2018, 17:37
42.

Zitat von g.eliot
Warren hat nie behauptet, dass ein Großelternteil von ihr 100% indianischer Abstammung wäre, denn das wüsste man ja genau. Sie hat nur behauptet, dass sie indianischer Abstammung sei, in welchem Grad, hat sie nie gesagt. Der DNA Test bestätigte, dass ihre Vorfahren vor sechs bis 10 Generationen Indianer gewesen sind. Die Einschätzung 1/1024 wird von Trump verbreitet und ist falsch. Tatsächlich hat sie eben DNA, mit eindeutigen Hinweisen auf ihre Herkunft, welche Vergleichsgruppen eben nicht haben. Sie war mit dem Resultat des DNA Tests zufrieden, denn wenigstens hatte sie nicht gelogen, was der Kinf og Lies ihr immer unterstellte.
Ein DNA-Test sagt überhaupt gar nichts darüber aus, in welcher Generation jemand einen indianischen Vorfahren hatte. Es kann der Vater sein, oder die Urururgroßmutter. Einen genauen Prozentwert gibt es nicht und genau deshalb lügt Trump mal wieder. Ist ja nichts Neues.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neutralfanw 14.11.2018, 17:39
43. Konstruktiv und mit Anstand

Mit konstruktiven Vorschlägen und Gesetzesvorlagen könnten die Demokraten bei den Wähler mit Sicherheit punkten. Trump wird weiter wüten und große Sprüche machen. Er hat immer noch nicht erkannt, dass er für die Wahlniederlage verantwortlich ist. Er wird immer einsamer. Siehe Paris am 2. November-Wochenende. Etwas mehr als 2 Jahre muss die Welt ihn noch ertragen. Seine selbst ernannte Freunde (Kim, Macron, Putin, etc.) führen ihn gerade am Nasenring durch die Manege.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Actionscript 14.11.2018, 17:41
44. Das Problem ist das Wahlsystem in den USA.

Zitat von aheightynine
Nein, eben nicht. Die Demokraten sollten keinen Konsens Kandidaten aufstellen, der alle Wählergruppen irgendwie bedienen kann, sondern einen, der die demokratische Basis vermag zu motivieren am Wahltag zur Wahlurne zu gehen. Die Demokraten müssen es endlich schaffen ihre eigenen Klientel zu mobiliseren. Und das geht am besten mit progressiv-linken grassroots Kandidaten. Trump hat auch nicht gewonnen, weil er so viele Wählergruppen angesprochen hat, sondern weil die eigene Basis Feuer und Flamme für ihn war. Mit Hillary Clinton hatte er natürlich eine dankbare Kontrahentin, die weder die Progressiven noch die Swing Voter wirklich angesprochen hat, der Republikanischen Basis aber gleichzeitig als gutes Feindbild diente.
Wären die Gesamtstimmen entscheidend, so hätte Clinton schon die Wahl gewonnen. Wegen des electoral Wahlsystems muss ein Kandidat aber in vielen eben auch sehr konservativen bzw Schwingstaaten erfolgreich sein. Mit einem linken Kandidaten werden die Demokraten nur in Staaten wie Kalifornien oder New Jersey punkten aber nicht in Kentucky oder Arizona oder Ohio.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 14.11.2018, 17:42
45.

Zitat von thorgur
Ein wesentlicher (wenn nicht sogar der wesentliche) Anteil an Trumps Sieg bei den Wahlen geht auf Ihr Konto. Wenn die Demokraten sie nochmal aufstellen kann man Ihnen wirklich nicht mehr helfen. Die Demokraten müssten jemanden finden der für "alle" US Amerkikaner wählbar ist. Viele der vorgeschlagenen Kandidaten sind aber zu weit links, als dass sie für republikanische Wähler auch nur ansatzweise wählbar sind. Der Riss in der US Gesellschaft geht zu tief und ich halte es nicht für ausgeschlossen das Trump nochmal 4 Jahre bekommt. Die Lager sind längst soweit voneinander getrennt, da braucht es einen Kandidaten oder Kandidatin, welcher das überbrücken kann. Und rationalen Argumenten zugänglich sind scheinbar auch nur noch die wenigsten.
Linke Kandidaten sind unter den US-Demokraten praktisch nicht vorhanden. Das was in den USA als links gilt würde in 99% aller Fälle in Kanada oder Europa oder anderen westlichen Demokratien als Mitte, bestenfalls Mitte-Links gelten.
Und das Jemand zu weit links sei... Trump ist zu weit rechts, aber das scheint auch kaum Jemanden gestört zu haben.

Und was Hillary angeht... ich weiß, dass sie ein umstrittener Kandidat war, aber die bloße Menge an Hass die ihr entgegengeschlagen ist, ist damit schon nicht mehr erklärbar. Ich fürcht,e jeder Kandidat auf den die Dems sich einigen könnten würde von den Trumpisten und dem Reichsporpagandaministrium (aka Fox News) dermaßen verrissen werden - neue Skandale erfunden, alte Skandale aufgebläht, Verschwörungstheorien bis zum Erbrechen - bis selbst die Unterstützer Zweifel an ihnen hätten.

Ich glaube, das sinnvollste wäre eine bekannte Größe. Joe Biden zum Beispiel, äußerlich ein alter weißer mann, aber eben nicht im Kopf. Dem stellt man dann noch einen (relativ) jungen Vize zur Seite, z.B. Corey Booker... und dann konzentriert man sich auf Themen die die Amerikaner wirklich bewegen. Krankenversicherung war eines der großen Themen in den Midterms und es darf doch arg bezweifelt werden, dass Trump in den nächsten zwei Jahren eine Lösung findet die eine mehrheit der Leute zufriedenstellen wird.
Natürlich, das setzt voraus dass es noch eine Wahl gibt. 52% der Republikaner haben bereits gesagt dass sie nichts gegen eine Aufschiebung der Wahl 2020 hätten wenn z.B. Verdacht auf Wahlbetrug oder fremde Beeinflussung besteht. Und wie Republikaner diese Dinge definieren, wissen wir ja.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isi-dor 14.11.2018, 17:43
46.

Zitat von widower+2
Aber weil sie ihre angebliche indianische Herkunft vor sich her getragen und zu ihrem Markenkern gemacht hat. 1/1024 ist bei einem solchen Test gar nichts. Obwohl mir nichts dergleichen bekannt ist, wäre die Chance mehr als 50 Prozent, dass ich (oder auch Sie) schwarzafrikanische oder auch indianische Gene in diesem Verhältnis in uns tragen. Ich würde mich freuen, wenn es so wäre, würde mich als Politiker aber lächerlich machen, wenn ich mich auf dieser Basis selbst zum Afrikaner erklärte.
Die Angabe von 1/1024 ist ein Fake. Bei einem DNA-Test kommt kein solcher Wert heraus, nicht mal bei der Mitochondrien-DNA. Fest steht, dass sie indianische Vorfahren hat und mit "Markenkern" hat das nicht zu tun. Im rassistischen Trumpland dürfte das eher ein Makel sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FocusTurnier 14.11.2018, 17:50
47. Cortez....

Zitat von remixbeb
Für mich (und mir ist bewusst, dass ich kein Amerikaner bin und sicherlich nicht das Gespür dafür habe, was für sie wählbar ist) wären Alexandria Ocasio-Cortez und Beto O'Rourke die passenden Kandidaten.
...ist zu jung (Bj. 89). Sie hätte 2020 nicht das Mindestalter von 35 Jahren,um als Präsidentin zu kandidieren. Mal abgesehen davon wird sie nur die Menschen links außen ansprechen, eine Kandidatin der Mitte ist sie nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Geopolitik 14.11.2018, 17:54
48.

Die Kommentare der Foristen sind einmal wieder vom Feinsten. Ein Genuss! Die wenigsten haben eine Ahnung, und die allerwenigsten scheinen es zu vermögen eine Analyse hinzulegen, warum Trump gewonnen hat und letzte Woche nicht verloren: aus einer Koalition der Minderheiten werden die Demokraten noch einige Wahlen hin keine Mehrheit mehr schustern können. Jemand aus der Mitte, der oder die alle einbindet - auch weisse Männer mittleren Alters - wie es von den im Artikel genannten Personen vielleicht am ehesten Senatorin Amy Klobuchar vermag könnte Trump wahrscheinlich schlagen. Bernie Sanders mit Gegenmodell zu Trump hätte es vielleicht schon vor zwei Jahren geschafft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g.eliot 14.11.2018, 17:57
49.

Zitat von magic88wand
... aber wahrscheinlich verbocken es die Demokraten und entscheiden sich für jemand wie Sanders oder Warren, die die Mitte der Gesellschaft nicht erreichen.
Ja, sie ist toll, aber ich halte sie in ihrer Art für zu zurückhaltend. Sie ist eine Frau der leisen Töne, was sehr sympathisch ist, aber in einem Wahlkampf gegen Trump würde sie untergehen, leider. Der Kandidat/die Kandidatin sollte schlagfertig und selbstbewusst sein, eine starke Persönlichkeit, die sich von Trump nicht beleidigen und herumschubsen lässt.

In einem halben Jahr kann viel geschehen. Vielleicht wird Trump gar nicht der Kandidat der Republikaner. :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 8