Forum: Politik
Kandidaten für US-Wahl 2020: Trump-Herausforderer, dringend gesucht
AP (3); REUTERS (2); MICHAEL WYKE/EPA-EFE/REX/SHUTTERSTOCK

Nach dem Erfolg bei den Midterms suchen die US-Demokraten die richtige Strategie und einen passenden Kopf, um Donald Trump bei der Wahl 2020 aus dem Weißen Haus zu vertreiben. Wer traut sich?

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FocusTurnier 14.11.2018, 18:40
60. Weiße Männer

Zitat von Geopolitik
. Jemand aus der Mitte, der oder die alle einbindet - auch weisse Männer mittleren Alters - wie es von den im Artikel genannten Personen vielleicht am ehesten Senatorin Amy Klobuchar vermag könnte Trump wahrscheinlich schlagen.
Das wird sehr schwierig für die Dems. Die haben sich nun mal in den letzten zehn Jahren auf den weißen Mann eingeschossen, ohne den Kampf gegen den WHM können die auch das progressive urbane Milljö nicht für sich gewinnen. Die Dems haben nur noch eine glaubwürdige Option: Noch mehr Identitätspolitik. Ein identitätspolitischer U-Turn (zB Wegfall der "positiven" Diskriminierung gegen weiße Junge Männer an US-Unis) wäre in Hinsicht auf die Glaubwürdigkeit der Partei fatal, er würde nichts nützen sondern eher schaden. Die Dems sind da, wo sie sein wollten und weiter werden sie nicht kommen.

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F_Green 14.11.2018, 18:42
61. Da fehlen einige potentielle Kandidaten...

Es fehlen einige in der Liste, die bereits angedeutet haben zu kandidieren... zum Beispiel Michael Bloomberg oder Sherrod Brown (Ohio). Amy Klobuchar wuerde ich es zutrauen, auch wenn sie nicht so viele Leute kennen. Bitte nicht wieder Clinton oder Sanders.
Es ist uebrigens auch gar nicht garantiert dass Drumpf der einizge republikanische Kandidat sein wird - Flake, Kasich und andere haben ja bereits gesagt dass sie evtl. kandidieren werden.

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StefanXX 14.11.2018, 18:48
62. Alle sind sich also einig ...

Zitat von BäckerGeselle42
Alle sind sich einig, dass Trump furchtbar ist. Aber um ihn wirklich loszuwerden ist die Wahl des Gegenkandidaten entscheidend. Sanders, Biden? Zu alt. Warren? Gefällt mir gut, kommt aber in den "swing votern" sicherlich als "zu" Intellektuell rüber. O'Rourke ... wenn er vor 6 Jahren in Texas Senator geworden wäre, und in der Zwischenzeit auf der großen Bühne Erfolge gefeiert hätte ... Wird auf jeden Fall spannend. Ich wünsche den Demokraten (und eigentlich uns allen), dass sie sich schnell auf einen Kandidaten/in einigen können, die sowohl große Teile der eigenen Partei hinter sich hat, als auch genügend ANDERE Bevölkerungsgruppen ansprechen kann. Denn so gern ich das auch hätte: aber mit linken Inhalten alleine kann man eine nationale Wahl in den USA eben nicht gewinnen.
Soso alle sind sich also einig, dass Trump furchtbar ist. Wer bitte ist bei Ihnen denn "alle"? Sie? Die Deutsche Medienlandschaft? Nur dummerweise wählen den US-Präsidenten nicht sie oder unsere Medien, sondern der einfach amerikanische Bürger auf dem Land. Und da wirken so überhebliche Aussagen wie die Ihre eher kontraproduktiv. Denn da sind sich wohl eher alle einig, dass Trump einen super Job macht.

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altais 14.11.2018, 18:53
63.

Es ist mir so etwas von egal, wen die Demokraten in USA in die nächste Rally schicken. Nur, bitte, sorgt dafür, dass die ganzen trumpschen Schreckschrauben von D wie Donald bis J, wie Kushner zusammen mit Melania, wieder dahin verschwinden, woher sie gekommen sind, in ihre güldenen Gemächer und Tower. Und vor allem, raus aus der Öffentlichkeit.

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rainbow-warrior999 14.11.2018, 18:56
64. Sehe es zwar ähnlich wie @aheightynine

Aber warum nicht auch eine "gemixte Doppelspitze" aus bürgerlich/linksalternativ ?!
Beispielsweise Beto O´Rourke und Kamala Harris bzw. Amy Klobuchar. Die decken ein breites Spektrum ab. Ich stimme @Atheist_Crusader in diesem Punkt zu: "...und dann konzentriert man sich auf Themen die die Amerikaner wirklich bewegen. Krankenversicherung war eines der großen Themen in den Midterms "
Wenn die DEMs klug sind , dann fahren sie so eine Kampagne...Bei Bernie ist das Alter in der Tat ein Problem, obwohl ich schon 2016 große Sympathien für ihn hatte. Biden scheidet für mich aus, weil er als Teil des Establishments wahrgenommen wird und die REPs das auch entsprechend ausnutzen würden. Entsetzt war ich, das Wallstreet-Hillary wieder mit dem Gedanken spielt, erneut anzutreten. Das wäre das Worst-Case-Szenario und der Super Gau. Seid klug, Demokraten...!
obwohl ich schon
Bei Bernie ist in der Tat das Alter ein Problem, obwohl ich grosse Sympathien für ihn habe.
Biden scheidet aus, weil er mit Sicherheit Teil des "Establishments" ist-aus Sicht der REPs.

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DorianH 14.11.2018, 19:06
65.

Zitat von julian0922
haben eine Chance gegen Trump. Wenn Hillary antritt wird Trump eine zweite Amtszeit garantiert! Sanders/O'Rourke waeren meine Favoriten, aber da es ja auch um viel viel Geld geht kann ich mir schon vorstellen das Hillary auch antreten wird. Dann wird es so ausgehen wie 2016! Hillary ist in den USA so beliebt wie ein Kropf im Hals, selbst unter Demokraten, ich waehle lieber ueberhaupt nicht als fuer die und kenne eine Menge Leute die genauso denken. Dann bekommt die Welt halt was sie verdient, einen Trump! Hillary is persoenlich dafuer verantwortlich das Trump im white House sitzt, Sanders haette die Wahl gewonnen....
Warum hat Onkel Donald die Garantie auf eine zweite Amtszeit, wenn Hillary antritt?
Antreten kann sie ja - in den Vorwahlen -, aber ob sie da durchkommt, darf doch sehr stark bezweifelt werden.
Ihre Zeit ist vorbei, genauso wie bei Biden und Sanders.
Alle drei sind einfach zu alt, jetzt schon.
Und das wird in zwei Jahren ja nicht besser.

Auch wenn mir die anderen Namen so gut wie nichts sagen, hätte ich aufgrund des Artikels bei O'Rourke/Harris das beste Gefühl.

Jung, aber nicht zu jung, und unverbraucht.

Für die drei oben Genannten gilt dasselbe wie für die SPD: Mit der alten Garde wird das nix.

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kajoter 14.11.2018, 19:07
66. Schwierige Frage

Vorab: Wer auch immer KandidatIn wird, hat gegenüber Frau Clinton den großen Vorteil, zu wissen, was für eine Ungeheuerlichkeit auf sie oder ihn zukommt. 2016 befand sich jeder halbwegs intelligente Mensch in einer Art Schockstarre und wusste nicht, wie man auf dieses Etwas reagieren sollte. Es war in etwa so, als würde ein Schach-Experte mit einem blutigen Anfänger spielen, der blindwütig alle Figuren schlägt, denen er habhaft werden kann. Jeder gute Schachspieler tut sich mit diesen Barbaren schwer, weil er sie nicht ausrechnen kann.

Wenn man es genauer betrachtet, gibt es 2 Haupt-Anforderungen:
Ein/e Kandidat/in sollte fachlich bei weitem qualifizierter sein als Trump und dieses ihm gegenübe auch ausspielen können. Bei der fachlichen Qualifikation gibt es natürlich keine Probleme, wohl aber bei der Wirksamkeit der Argumente, bei der Robustheit des Auftretens und bei der Schlagfertigkeit gegenüber seiner grobschlächtigen Rhetorik und seinen Lügen. Man muss fachlich über den Dingen stehen, darf sich von seiner primitiven Art nicht anstecken lassen und man muss ihn zugleich wirksam in die Schranken weisen können.

Das Momentum liegt eindeutig bei jüngeren und weiblichen Wählern. Außerdem stünde es der USA gut an, eine weibliche Päsidentin zu bekommen.

All das deutet auf Kamala Harris, so leid es mir um Bernie Sanders und Elisabeth Warren tut.

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g.eliot 14.11.2018, 19:08
67.

Zitat von Darwins Affe
1) Der Erfolg der Demokraten bei den Midterms war (im Vergleich zur Opposition in vergangenen Zwischenwahlen) nicht gerade überwältigend: Die Republikaner konnten sogar die Sitze im Senat erhöhen. 2) Kein Wunder, dass es bei der derzeitigen wirtschaftlichen Hochkonjunktur in den USA keine Blue Wave gab. 3) Das Ergebnis der nächsten US-Präsidentschaftswahl hängt wesentlich von der wirtschaftlichen Situation in 2 Jahren aus. Wie meinte schon Billy Clinton: »It's the economy, stupid«.
1) s. meinen Post 18.30 Uhr.
2) Der Erfolg kommt beim kleinen Mann nicht an. Sie spekulieren nicht mit Aktien, bekommen keinen Bonus. Die Mehrheit der Wähler, die befragt wurden, ob sie von den Steuererleichterungen profitierten, haben das verneint.

Außerdem ist Geld und wirtschaftlicher Erfolg nicht das wichtigste im Leben. Manche Menschen, die in den besten finanziellen Verhältnissen leben, sind trotzdem unzufrieden und unglücklich.

Trump ist unberechenbar. Das wird im Großen wie im Kleinen verspürt. Zwei Frauen: eine Bürgermeisterin und eine Afroamerikanerin, die sich um drogengefährdete Jugendliche kümmert, äußerten sich unabhängig voneinander, dass sie in ständiger Angst und Unsicherheit lebten, weil sie nicht wüssten, was ihrem Präsidenten als Nächstes einfallen würde. Das würden sie als belastend und beängstigend empfinden. Dies würden sie im amerikanischen Fernsehen in der Offenheit vermutlich gar nicht äußern.

Trumps Politik nutzt ihn selbst und seinesgleichen, nicht den kleinen Mann. Ein schwer reiche amerikanische Erbin erklärt anschaulich, wie:
https://www.youtube.com/watch?v=WH1NihRN5cU

Was nützt es dem kleinen Mann, wenn die Reichen unter Trump noch reicher werden, sie selbst aber in ständiger Angst leben.

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Howeynous 14.11.2018, 19:51
68. Tulsi Gabbard

Wieder einmal wird meine heimliche Favoritin nicht erwähnt^^ Tulsi Gabbard ist, mit einigem Abstand, außenpolitisch die beste Kandidatin, die die USA derzeit haben. Sie wird allerdings nicht gegen Sanders antreten, also wird es auf einen von den beiden hinauslaufen. Aber ein Sanders/Gabbard oder Gabbard/Ojeda-Ticket und dahinter dann in ein paar Jahren eine Ocasio-Cortez als Mehrheitsführerin im Repräsentantenhaus aufbauen lässt zugegebenermaßen schon das linke Herz ein bisschen höher schlagen^^ genug Spekulation jetzt, go to work!

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bigmitt 14.11.2018, 20:23
69. @ kajoter # 66

Die Clinton Kampagne wusste sehr wohl was mit Trump auf Sie zukommt, ja die wollten Trump ( Nachdem Rubio raus war) Das Team Clinton schlug sogar intern vor die sogenannten "Rattenfänger " Kandidaten a la Trump medial zu pushen um die moderaten Kandidaten wie Rubio oder Jeb Bush weiter nach Rechts rücken zu lassen. Clinton, hat einfach versagt und sich zu sicher gefühlt. Bernie hätte eine echte Chance gehabt Trump zu verhindern ( zumindest hatten das die Umfragen im direkten Duell ergeben) wurde aber seiner Nominierung beraubt. Für Bernie 2020 ist es jetzt wohl leider zu spät.

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