Forum: Politik
Kanzlerin in der Griechenlandkrise: Zeigen Sie Größe, Frau Merkel
AFP

Dies wird der wichtigste Tag der Kanzlerschaft Angela Merkels: Sie verhandelt heute nicht nur über Griechenlands Zukunft; es geht um nichts weniger als die Zukunft der Europäischen Union.

Seite 2 von 64
hschmitter 12.07.2015, 09:08
10.

Ich glaube, es geht wie immer nicht um die Europäische Union, sondern um Macht. Und da hat Frankreich ja gerade wieder bewiesen, daß es Mutti als Alleinherrscherin Europas, die ihr Modell des Sozialabbaus in alle Länder, die gerade schwächeln oder schwächelten, tragen wollte, nicht zuläßt.

Beitrag melden
doc1234 12.07.2015, 09:08
11. Lasst Sie doch gehen.

Irgendwie habe ich im Hinterkopf das Griechenland einen Schuldenschnitt nach dem 2. WK zugestimmt hat. Gebt Ihnen das doch einfach, hochgrerchnet auf Euro heute wieder und raus aus dem Euro. Solange bis die Griechen ein funktionierendes Kataster- und Steuerwesen haben, Ihre Löhne, Pensionen und so weiter auf das Niveau der eigenen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit angepasst haben. Aber das wichtigste, alle Besteuern, auch die Reichen und wenn EU-Gelder fließen nachsehen wohin und wofür das Geld geht. Einmal zweckentfremdet und es gibt nichts mehr. Und wenn es funktioniert dann können Sie ja wieder am Euro anklopfen. Aber wie man Frau Merkel kennt wird der Schaden für Deutschland immer größer, soweit unsere Politiker.

Beitrag melden
freespeech1 12.07.2015, 09:09
12.

Bitte nicht so dick auftragen!!! Es geht keineswegs um Europa. Die EU, besonders die Eurozone, befindet sich in einer Dauerkrise. Dies ist gegenwärtig nur eine Episode. Die Krise wird weitergehen.

Sie ist die Folge einer Fehlentwicklung, nämlich der Politisierung ökonomischer Entscheidungen. Der Euro wurde nicht geschaffen, um ökonomische Ziele zu erreichen und unter diesem Gesichtspunkt optimiert, sondern missbraucht, um politische Ziele zu erreichen. Das konnte nicht funktionieren. Jetzt ist der Schaden groß.

Eine Politik, die "Augen zu und durch" postuliert, wird den Schaden nur vergrößern.

Und nein, wir Deutschen sind nicht der Nabel der Welt. Das Schicksal Europas liegt zur Zeit weniger in der Hand Berlins als in der Hand Athens. Dort hat eine Handvoll Dilettanten das Land tief in den Abgrund geschickt.

Beitrag melden
schaeff5 12.07.2015, 09:11
13. Falsch Herr Kuzmany!

Wenn Merkel heute nachgibt , dann hat sie Europa gewaltig beschädigt. In Deutschland , aber auch anderen ländern ist längst die Europaskepsis am wachsen. Und wenn mal wieder ein in den Augen fast aller Deutschen, fauler Kompromiss eingegangen wird, dann beschädigt das das Bild Europas erheblich.

Hier ist der Scheideweg tzwischen einer funktionierenden Wirtschafts- und Währungsunion und einer reinen Transferunion, für die wir natürlich fleißig zahlen dürfen, uferlos!
Ausserdem: Sie unterstellen, das es keine Alternative zu einer politischen Union gibt. Wieso denn nicht? Bisher hat sich die EU doch immer zusammenraufen können. Aber, immer die offizielle Frage an ihre Bevölkerung vermieden, ob die denn +überhaupt einen europäiischen Superstaat will. Über diese Frage muss! es eine Volksabstimmung geben und nich , wie bisher in Deutschland immer, das Volk vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Beitrag melden
Kurt2.1 12.07.2015, 09:11
14. .

Die Eurozone wäre zu keinem Zeitpunkt gefährdet, verließe GR sie. Das ist eine Mär.
Es ist schon richtig, dass niemand weiß, wie die Märkte reagieren, das darf aber nicht das Primäre sein bei einer solchen Entscheidung.
Eine Zustimmung zu weiteren Krediten und ein Verbleib des Landes in der Eurozone würde den Weg in die Transferunion endgültig besiegeln, sehr zur Freude F's und I's. Natürlich sind die dafür.
Wie aus GB schon gesagt: Versailles war ein laues Lüftchen gegen das, was hier auf die deutschen Steuerzahler wartet.

Nur ein klares und sehr deutliches NEIN ist im Sinne des Eides der Kanzlerin.

Beitrag melden
w50 12.07.2015, 09:11
15. Wie sieht denn ihre Lösung aus, denn

Sie schlagen letztendlich ein weiter so mit der Konsequenz der Abschreibung aller Zahlungen vor. Das endet ebenfalls in einer Katatrophe eines europäischen Zentralstaates, der seine inneren Widersprüche dann nur mit Gewalt unterdrücken kann und zwangsläufig an diesen Widersprüchen ökonomisch zerbrechen wird. Wir müssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass ein Europa der Vaterländer mit mehr Eigenverantwortung nur die Lösung sein kann. Das ist (noch) undenkbar. Z.z. sind jedoch grundsätzliche Änderungen offensichtlich nicht umsetzbar, da das GR-Problem alle paralysiert und die USA im Hintergrund ihr eigenes Geostrategiespiel mit dem "neuen" Europa spielen.

Beitrag melden
Europa! 12.07.2015, 09:11
16. Beide Seiten sehen

Herr Kuzmany tut so, als wüsste er, welches die politisch richtige Lösung ist. Das ist nicht korrekt. Der angebliche Widerspruch von Wirtschaft und Politik ist ein Scheinwiderspruch. Die französische Regierung ist bereit, GR entgegenzukommen, weil es (eine gewisse) politische Nähe zu Syriza gibt, aber vor allem, weil die französischen Banken immer noch zu viele griechische Staatsanleihen besitzen. Die wirtschaftliche Rosinenpickerei Griechendlands (oder Englands) hat mit den hehren politischen Grundsätzen Europas nur wenig zu tun. Wenn Merkel neuen Verhandlungen zustimmt, könnte sie der Europabegeisterung gerade in den Ländern schaden, die sich an Vereinbarungen halten. Allenfalls der Erhalt der deutsch-französischen Freundschaft würde das rechtfertigen.

Beitrag melden
michibln 12.07.2015, 09:12
17. Europa stark machen

heißt vielleicht auch Erpressungsversuche zurückzuweisen. Wenn morgen die nächsten 80 Milliarden durchgewunken sind und allen klar ist, dass dadurch nichts besser wird. Wie steht dann Europa nach innen und außen da?

Beitrag melden
wwwind 12.07.2015, 09:12
18. Geschwätz, Herr Kuzmany!

Jede Gemeinschaft besteht nur auf der Basis von Respekt vor den Anderen und von Regeln im Umgang miteinander.
Diese Basis hat Griechenland jahrelang - und zuletzt äußerst massiv - missachtet und verletzt.
Wenn die Griechen eine andere Wertvorstellung haben, dann müssen sie sie die woanders ausleben. Nicht im Euro, nicht auf Kosten der Euroländer.
Ihre Meinung, Herr Kuzmany, säht Zwietracht unter den restlichen Euroländern

Beitrag melden
leidenfeuer 12.07.2015, 09:13
19. Merkel hat einen Eid geleistet.

Wahre Größe wäre es, im beschworenen Interesse des
deutschen Volks zu handeln, und noch keiner hat behauptet, dass der griechische Staat zu Deutschland
gehört, nicht einmal irgendein Bundespräsident. Ein
Grexit ist unvermeidlich, um den Euro-Währungsverbund
überhaupt noch längerfristig aufrechterhalten zu können.

Beitrag melden
Seite 2 von 64
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!