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Kanzlerin in der Griechenlandkrise: Zeigen Sie Größe, Frau Merkel
AFP

Dies wird der wichtigste Tag der Kanzlerschaft Angela Merkels: Sie verhandelt heute nicht nur über Griechenlands Zukunft; es geht um nichts weniger als die Zukunft der Europäischen Union.

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jan07 12.07.2015, 11:29
360.

Zitat von enfield
Genau deswegen verweist ja auch der Autor darauf, dass es entscheidend ist, WIE die Kanzlerin diesen Schwur interpretiert. Ich hoffe, dass sie ihn ebenso wie ich interpretiert....dass das "deutsche Volk" ein Teil des europäischen Volkes ist und dass dem Wohl des deutschen Volkes entsprochen wird, in dem es in die Stabilität von und Solidarität zu den Schwestervölkern investiert und somit verantwortungsvoller Teil einer Familie bleibt. Wohl und Wohlstand sind nicht zufällig verschiedene Wörter.....
Das genau ist Ihr Gedankenfehler. Es gibt kein europäisches Volk, genauso wenig wie es eine europäische Sprache gibt. Wir wollen doch immer so gerne 'bunt' sein. Hier kann man das beweisen. Die Stärke Europas ist die Vielfalt seiner Völker, Sprachen, Kulturen und Nationen. Ein europäischer Einheitsstaat passt nicht dazu.

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QuoVadis sociedad 12.07.2015, 11:29
361. guter Artikel

ich denke bloß dass selbst wenn Merkel Griechenland im Euro hält wird sie mit ihrem gefolge - aufgrund ihres defizitären Europa Verständnisses- zur weiteren Spaltung beitragen
ein Europa ist nur ohne dieses neoliberale und naiv arrogante (!!!) Deutschland möglich, haben wir echt keine Sozialdemokraten mehr im Land die dieses Defizit beheben könnten?

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teilnehmer9 12.07.2015, 11:29
362. Symptom Griechen-Krise und deren Grundlagen

Was für eine beschränkte Stellungnahme des Journalisten Stefan Kuzmany, zu dem hier schon genug geschrieben worden ist! - Ja, um Europa geht es, aber vor allem in einem ganz bestimmten Sinne: Das von Frankreich anfangs miteingeschleppte Italien wäre nach Grexit als Nächstes im Visier (der internation. Finanzmärkte) hins. unsolider Haushaltsführung und dann Frankreich selbst - das will man "vermeiden", Ursachen verleugnen, umverlagern ("Transfer..."). Überhaupt muss man doch feststellen, dass Frankreich mit seinem Deutschland-Komplex gern in 3er-Konstellationen DIE Position einnimmt, aus der für Deutschland ein Nachteil erwächst (und verdeckt entsprechend ein relativer Vorteil für La France). Mitterrands Manöver, von dem Kohl sich bluffen ließ: "Wiedervereinigung nur bei gemeinsamer Währung", reicht nicht mehr aus, um Frankreich mit z. B. den unendlichen, völlig unverhältnismäßigen Milliarden für die Bauern etc. etc. genug Vorteile aus dem "gemeinsamen" Topf zu verschaffen. DAS ist der Hintergrund der an der Oberfläche immer weiter schwärenden "Griechen-Krise" und deren Förderung bisher. Und jetzt - typisch - hintergeht Hollande per Absprachen mit Tsipras (!) die Achse mit Deutschland, das z. Z. nicht mehr ganz so europabesoffen erscheint. Schon immer: "Der Euro, der die Europäer verbinden sollte", wie es so schön heißt, sollte und soll in Wahrheit Frankreich GEGENÜBER DEUTSCHLAND Vorteile verschaffen. Siehe auch die winkelzügigen Machenschaften um Höchst und Airbus etc. - Ob Merkel sich wieder "beküssen" läßt?

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Eduschu 12.07.2015, 11:29
363. Eigenwillig

Eine recht eigenwillige Interpretation des Eides. Mit der gleichen Begründung könnte man finanziellen deutschen Einsatz überall auf der Welt einfordern. Und überhaupt, auch in diesem Kommentar zeigt sich die maßlose Überschätzung deutschen Einflusses in der EU oder der Eurozone. Es reicht nicht, wenn die Kanzlerin einem dritten Hilfspaket zustimmt (also "einige" Milliarden zusätzlich für Griechenland locker macht - der Kommentator sollte übrigens mal "einige", also so viele Treppenstufen wie Milliarden runterspringen, dann wird er nicht mehr leichtfertig von "einigen" sprechen), 17 weitere Regierungschefs der Eurozone müssen ebenfalls zustimmen.

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hjdiesner 12.07.2015, 11:29
364. Griechenland

Ist es nicht tröstlich zu wissen, dass es sich bei unserem gemeinsamen Wohnhaus "Europa" um ein ganz normales Haus handelt bei dem die Türen zu beiden Seiten aufgemacht werden können. Ist es nicht noch tröstlicher zu wissen, dass aus diesem Hause Gäste die sich nicht zu benehmen wissen auch rausgeworfen bzw. vor die Tür gesetzt werden können ??!!!
Bitte lassen Sie dieses manipulative Gerede von der Gefahr die da angeblich für Europa im Falle eines "Grexits" besteht. Ich glaube dass es für viele Menschen ausgesprochen positiv ist zu sehen, dass "Europa" kein Selbstbedienungsladen ist sondern das wir Europäer in der Lage sind unsere Heimat "Europa" zu beschützen. "Europa" wird auch in der Zukunft noch viele Gefahren zu bestehen haben. Wir alle wissen schon seit Jahren, dass das geborgte Geld zu unseren Lebzeiten nie von Griechenland zurueckgezahlt werden wird.

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MarkusW77 12.07.2015, 11:30
365.

Immer dieses friedensding als Argument. Bin ich zu naiv oder kann sich irgendjemand hier in Europa untereinander noch Krieg vorstellen? Ich nicht! Und ich mach auch nicht mit.

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pecaracas 12.07.2015, 11:30
366. Eine Frage,

an alle Wirtschaftsweisen, Nobelpreistraeger, finanziell abgesicherte Artikelschreiber, gut ernaehrte Politiker mit linker oder kommunistischer Gesinnung klaeren sie mich auf, wie die zukuenftige Zeche bezahlt werden soll? Erlaesst man GR die Schulden, sie werden sie ja doch nicht zurueck zahlen und gibt ihnen weitere Milliarden mit halbherzigen Auflagen, niemand weiss wieviel, warum sollen dann die Spanier, Italiener, Portugiesen es tun, wenn sie nach solch einer Wahlhilfe dann demokratisch gewaehlt werden und die gleichen Bedingungen wollen und die Gemeinschaft erpressen, wie es GR gemacht hat.

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tomasl 12.07.2015, 11:31
367. Grösse zeigen mit dem Scheckbuch

Genscher war ganz gross darin. Eine ziemlich billige Methode. Die Griechenland aber nicht retten wird

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michfisch00 12.07.2015, 11:32
368. Natürlich hat Merkel einen Kompass

Den sollten Sie nach so vielen Jahren Merkel Herrschaft eigentlich kennen: Sie möchte Kanzlerin sein/bleiben. Wie und warum, ist dabei egal.

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Torfkopf 12.07.2015, 11:33
369. Bitte keine Suggestivfeststellung

Der Kommentar enthält eine Suggestivfeststellung dergestalt, dass Frau Merkel pro Euro für Griechenland votieren sollte, andernfalls würde Europa zerbrechen.
Das ist 1. falsch und 2. die Meinung des Autors.
Natürlich zerbricht Europa nicht wegen des Austritts Griechenlands aus dem Euro.
Mein Hauptkritikpunkt aber ist die auch vom Autor hervorgehobene Stellung Deutschlands, die es innerhalb der EU so nicht gibt.
Die Stellung Frankreichs wie auch Englands innerhalb der EU ist wesentlich machtvoller wie die Stellung unseres wirtschaftlichen Elefanten auf politisch tönern Füßen.


Dies hat einen einfachen Grund, beide Staaten sind Atommächte und außerdem haben sie einen ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat.

Wir, die Deutschen sind nur die tumben Toren, die den Geldbeutel zücken dürfen, damit das kranke Europa am Leben bleibt oder wir entziehen uns Verpflichtungen durch eine Scheckbuchdiplomatie, siehe Kuwaitkrieg.

Hätte Frau Merkel die Macht, die ihr der Autor zutraut,
hätte Griechenland längst die Drachme eingeführt nach der schon abgehakten Staatspleite.

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