Forum: Politik
Kanzlerin in der Griechenlandkrise: Zeigen Sie Größe, Frau Merkel
AFP

Dies wird der wichtigste Tag der Kanzlerschaft Angela Merkels: Sie verhandelt heute nicht nur über Griechenlands Zukunft; es geht um nichts weniger als die Zukunft der Europäischen Union.

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99luftballons 12.07.2015, 09:24
50. Interessant!

-es geht um nichts weniger als die Zukunft der Europäischen Union.-

Dann kann es nur den grexit geben. Alles andere spaltet die EU weiterhin!


-Angela Merkel trat ihr Amt als Bundeskanzlerin an mit dem Eid, den Artikel 56 unseres Grundgesetzes vorgibt. Sie gelobte, ihre Kraft "dem Wohle des deutschen Volkes" zu widmen, versprach, dass sie "seinen Nutzen mehren" und "Schaden von ihm wenden" werde. Heute, auf dem Treffen der 28 Regierungschefs der Europäischen Union, wird sich zeigen, was ihr dieser Schwur bedeutet.

Es geht nicht darum, ob Angela Merkel ihren Eid ernst nimmt - das tut die Kanzlerin gewiss. Es geht vielmehr um die Frage, wie sie ihn versteht.-

Und:
Wer bis heute nicht verstanden hat, das ein 'Eid' der bei Nichtbeachtung nicht strafrechtlich verfolgt werden kann, nichts wert ist, der hat auch nicht verstanden, das gerade unsere Kanzlerin diesen als 'das sagt man halt so', 'der gehoert halt dazu' (so wahr mir Gott helfe ;-) verstanden hat.
Obwohl das gerade die letzten Jahre Aussitz- und Verwurschtelpolitik deutlich aufgezeigt haben!

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haenner 12.07.2015, 09:25
51. EU-Zukunft = Transferunion?

Dann glaubt der Spiegel also, die EU hat nur noch eine Zukunftschance, wenn Frau Merkel heute einer Transferunion zustimmt und die griechischen Schulden langfristig von den übrigen EU-Staaten beglichen werden? Immer dann, wenn zukünftig mal wieder ein EU-Staat nicht mit seinen Einnahmen haushalten kann, springen die übrigen 27 Staaten ein?
Wenn DAS die Zukunft der EU sein soll (inklusive der baldigen Aufnahme der allesamt wirtschaftlich schwachen Balkanstaaten), dann kann ich auf diese EU sehr gut verzichten!
Man kann nur hoffen, dass zumindest die anderen kritischen Staaten wie Österreich, Niederlande, Finnland und die baltischen Republiken heute standhaft bleiben und Griechenland zumindest befristet aus dem Euro herauskomplimentieren. Von Frankreich kann man leider nichts erwarten, die dortige Regierung hat selber Probleme, die finanzpolitischen Stabilitätsvorgaben der EU einzuhalten und konnte mit Geld auch selten umgehen.

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darumwarum 12.07.2015, 09:25
52. verträge

Dieser artikel hat 2 Sätze von denen ich gar nicht erwartet habe sie im spiegel jemals zu lesen. zum einen "Viel zu lange jedoch wurde die Europäische Union vor allem auf gemeinsames Wirtschaften ausgerichtet, sehr zum Wohle der deutschen Handelsbilanz, doch ihre ursprüngliche Idee verblasste." das man mal die deutsche handelsbilanz anspricht, die seit jahren aus dem ruder gelaufen ist und gegen europäisches recht und vor allem bundesgesetz verstößt wurde bisher erfolgreich verschwiegen. 1967 wurde festgelegt das die bundespolitik folgendes sicher stellen soll: preisstabilität, wachstum, beschäftigung und aussenwirtschaftliches gleichgewicht. bei 3 von 4 punkten fällt sicher jedem auf dass das schon lange nicht mehr eingehalten wird. bei der beschäftigung ist es sicher ein wenig anders. hier wurde ja durch lohndumping die arbeitslosigkeit ins ausland verlagert. insofern ist auch der zweite angesprochene punkt interessant "Angela Merkel trat ihr Amt als Bundeskanzlerin an mit dem Eid, den Artikel 56 unseres Grundgesetzes vorgibt. Sie gelobte, ihre Kraft "dem Wohle des deutschen Volkes" zu widmen, versprach, dass sie "seinen Nutzen mehren "und "Schaden von ihm wenden" werde. als schaden hat sie schon mehr als genug angerichtet mit dem oben genannten punkten. viel wichtiger ist aber nun noch wie sich sich in punkte schuldenerlass und weitere kredite entscheiden wird. was wird teurer -austritt grichenlands oder wieter zahlen? um diese fragen beantworten zu können noch folgendes. deutschlands wachstum beruht darauf, das sich das ausland bei uns verschuldet. wenn man die kommentare aus den foren der letzten tage so zusammenfasst kann man ja fast zu dem schluss kommen wir sind die größten und besten im wirtschaften. dann die frage: warum zwingen wir die anderen denn nicht per gesetz dazu, sich nicht mehr bei uns zu verschulden wie es die bank bei der schwäbischen hausfrau tut wenn sie nicht mehr genug geld hat? dann brauchen wir auch niemanden "retten". hier noch die folgen wenn sich das ausland nicht bei bei uns verschuldet und wir eine ausgeglichene handelsbilanz hätten.
Der bereinigte handelsbilanzüberschuss in deutschland betrug in den letzten 12 monaten 234 millarden euro http://de.statista.com/statistik/daten/studie/185504/umfrage/handelsbilanzsaldo-in-deutschland-nach-monaten-bereinigt/. Die anzahl der erwerbstätigen betrug in den letzten 12 monaten ziemlich konstante 42,7 millionen menschen. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1376/umfrage/anzahl-der-erwerbstaetigen-mit-wohnort-in-deutschland/
Die bruttowertschöpfung lag bei 2611,313 Millarden euro.
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/VGR/Inlandsprodukt/Tabellen/Gesamtwirtschaft.html
Im durschnitt bedeutet das ja, das jeder erwerbstätige in etwa 61155 Euro erwirtschaftet. Bricht nun der handelsbilanzüberschuss weg, da ja keiner mehr bei uns schulden machen darf würde das in etwa 3.826.000 Arbeitslose mehr in deutschland bedeuteten.

ich will nicht falsch verstanden und bin auch dafür das grichenland dringend reformen braucht und sicher schon einige hätten umgesetzt werden können aber bitte die richtigen.

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Baumsäge 12.07.2015, 09:25
53.

In erster Linie hat es um die Interessen von D zu gehen. Irgendwelchen halbgaren Idealen wie Europa hinterher zu laufen und dafür heute Geld zu verbrennen ist pure Dummheit.

Es ist nicht erklärbar, dass man uns erzählt man hätte kein Geld für soziales, Bildung uind so weiter und Milluiarden davon in ein anderes Land schickt. Erst kommen wir, dann noch mal wir und wenn dann noch was über ist kann man weiter sehen. Dann könnte man Griechenland in Erwägung ziehen.

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hans-rai 12.07.2015, 09:26
54. Zu diesem Thema...

..ist doch längst alles gesagt. Es geht jetzt um einen Schnitt, denn nochmals und nochmals mehr Geld für Griechenland ist doch keine Option in die Einigkeit in Europa. Dann würden zu Recht die Länder ausscheren, die die schmerzlichen Maßnahmen in der Vergangenheit umgesetzt haben, wieder Land sehen und nun für den unwilligen Kandidaten Griechenland zahlen sollen - ohne Aussicht auf Erfolg. Es ist nicht nur Deutschland, das hier das letzte Wort hat. Und auch nicht Frau Merkel, wie so oft in den Berichten beschworen wird.

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olli0816 12.07.2015, 09:26
55. Ich finde diesen Kommentator schwierig

Die gestrige sehr lange Debatte hat gezeigt, dass alle europäischen Länder es sich nicht einfach machen mit Griechenland. Es wurde angesprochen, was die Stolpersteine sind: Keine Vertrauenswürdigkeit Griechenlands bei den Verhandlungen der letzten Monate. Soll man also wirklich ein Land im EURO halten, das nicht gewillt ist, sich an irgendwelche Regeln zu halten? Das die EU als Geldkuh sieht und als Einbahnstraße, wo man nur bekommt aber nichts gibt? Was ist Europa mit dieser Einstellung noch wert?

Der Autor mahnt den europäischen Gedanken an. Das ist schön und gut, aber dabei sollte sich zumindest die Mehrheit wohlfühlen. Diese endlosen Debatten zeigen aber, dass dies mit Griechenland nicht mehr der Fall ist. Zum anderen werden jetzt für dieses kleine Land seit Monaten sehr viele wichtige Leute blockiert, die sich gewinnbringender mit anderen Themen beschäftigen könnten. Griechenland ist - mit Verlaub - nicht wichtig genug, um die Mitglieder die nächsten fünf Jahre weiter erpressen und belügen zu können und das dies auch noch zu von den anderen toleriert wird. Das ist in meinen Augen kein europäischer Gedanke Griechenlands. Das ärmere Staaten für dieses Land Schulden übernehmen soll, finde ich auch nicht solidarisch. Der Ärger liegt nicht nur bei Schäuble oder Merkel.

Ich fand schon die vorherigen Kommentare des Herrn Kuzmanny grenzwertig. Jeder mag seine eigene Meinung haben. Aber dieses rückgratslose Geschreibe ist kaum zu ertragen. Es geht gerade jetzt um Entscheidungen, die für Europa immens wichtig ist. Dazu gehört auch, wenn sich ein Mitglied komplett daneben benimmt, wie die Staatengemeinschaft darauf reagiert. Und ein drittes Hilfspaket mit 70 oder 100 Milliarden möchten die wenigsten in Europa an ein Land verschwenden, das sich an nichts hält und den anderen aufbürdet, dieses später zu bezahlen. Das hat mit europäischem Gedanken nichts zu tun.

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fördeanwohner 12.07.2015, 09:26
56. -

Was mir bei dieser Betrachtung fehlt, ist der Blick auf eine andere mögliche Kettenreaktion.
Es ist schön und gut eine Solidargemeinschaft, in der die Stärkeren für die Schwächeren einspringen, zu haben. Jedoch müssen es sich die Schwächeren dann auch gefallen lassen, dass man sie daran misst, ob/wie sie sich an Regeln halten, die den Fortbestand dieser Gemeinschaft sichern sollen, und sich bemühen, ihre jeweiligen Schwierigkeiten zu überwinden.
Dass die Regeln nicht perfekt sind, ist wohl normal, Umstände ändern sich eben. Nichtsdestoweniger kann man nicht permanent Regeln für ein Mitglied einer solchen Gemeinschaft aussetzen, während andere Mitglieder in ähnlicher Situation in die Röhre gucken.
Griechenland jetzt wieder so durchkommenzulassen, kann eine Kettenrreaktion auslösen, die vom Autor des Kommentars nicht angesprochen wird: Alle Mitglieder fordern die gleiche Behandlung. Sie haben ja ein Recht darauf. Wie soll man denn in Zukunft mit Krisenstaaten umgehen? Und wie rechtfertigt man sich gegenüber denjenigen Euro-Ländern, die harte Maßnahmen durchgezogen haben?
Ich sehe es eher pragmatisch: Wenn ein Staat einer Gemeinschaft, der er sich freiwillig angeschlossen hat, auf Dauer solche Probleme bereitet, dass dadurch die Gemeinschaft gefährdet wird, dann sollte er aus dieser ausgeschlossen werden.
Hilfe und Unterstützung kann dieser Staat m.M.n. trotzdem erhalten.

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HAJ 12.07.2015, 09:26
57. Investition in Korruption, Klientilismus, staatliche Rückständigkeit?

Weitere Investitionen in einen korrupten, rückständigen Staat sollen eine Investition in die Zukunft Europas sein? Wenn Sie das glauben, dann verstehen sie nur nicht, an welchen Stellen ihres Gedankengebäudes Sie sich irren!

Geld ist nur ein Teil der Wirklichkeit. Dass Geld an der Realität der griechischen Gesellschaft nichts ändert, sollte nach über 30 Jahren der Subventionierung Griechenlands mit unermesslichen Summen, als bewiesen gelten.

Haben Sie andere konkrete Vorschläge? Ich sehe keine. Die griechische Gesellschaft muss sich selbst reformieren wollen. Die EU einschliesslich Merkel müssen sich auf das machbare und sinnvolle beschränken, sonst sind beide gescheitert.

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dtrhnrch 12.07.2015, 09:26
58. So einfach?

Zwei Riesenprobleme überspringen Sie elegant:
(1) so oder so sind Kettenreaktionen zu erwarten, die Frage ist nur, welche schädlicher sein werden.
(2) eine Transferunion ist finanziell und politisch nur tragbar, wenn a l l e Mitglieder ernsthaft und nachhaltig daran arbeiten, ihre landeseigenen Verhältnisse in Richtung EU-Standards zu entwickeln.

Beides zusammen gesehen, würde bedeuten, in G ein drakonisches Entwicklungsregime zu etablieren und wenigstens 10 Jahre durchzuziehen. Das ist Aufgabe der G selbst!

Sehen Sie nach all dem, was in den vergangenen 10 Jahren trotz erklärter Absichten n i c h t gelaufen ist, einen vertrauenswürdigen Ansatz?

Die Alternativen sind
EURO-Moratorium und Entwicklungsregime für G
oder geordneter Rückbau der EU zur vormaligen EWG.

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David M 12.07.2015, 09:27
59. Grexit Now

Seit Jahren prophezeien manche selbsternannte Propheten den Untergang wenn Griechenland ausscheidet, ohne daß es dafür die geringsten Anzeichen gibt. Die einzigen Länder die Griechenland noch unterstützen wollen sind linke Regierungen die ihren Genossen aus politischen Gründen wider jede Vernunft unterstützen oder/und linke Loser wie Hollande die selbst ihr eigenes Land ruinieren. Euro und Dax haben sich denkbar unbeeindruckt von dem Geschehen gezeigt. Der richtige Zeitpunkt ist jetzt, bevor mit Podemos in Spanien und anderen der nächste auf Tsipras macht und sich für unverzichtbar hält.

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