Forum: Politik
Kanzlerin versus AfD: Merkels Bauchpolitik
DPA

Wenn die Kanzlerin keine neue Strategie im Kampf gegen die AfD findet, wird sie zur Belastung für die CDU.

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Onsom2000 05.09.2016, 11:41
70. Der Fehler ist gemacht, aber...

Frau Merkel hätte den Fehler eingestehen müssen. Das Frau Merkel die Führung in der Krise an Österreicht abgegeben hat und sich mit einem zweifelhaften Verbündeten von Bosperus vorführen lässt, sind alles Konsequenzen aus dem nicht eingestehen eines Fehlers.

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Der Viertelvorzwölfte 05.09.2016, 11:42
71. Kaputtwerben

Zitat von unixv
Genau, gegen die AFD, gegen die Bürger, gegen Deutschland! gegen die EU! Wie wäre es denn mal MIT ... mit? Dann wäre sogar die AFD in 2017 kein Problem mehr!
Eine Firma, die damit wirbt, dass sie die Produkte der Mitbewerber schlecht macht, wird nicht alt.
Und das ist in der Politik nicht anders:
der AfD wird vorgeworfen, "einfache Lösungen" anzubieten; aber gibt es etwas "einfacheres" als "Wir schaffen das"?

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Flotto 05.09.2016, 11:42
72. Das eigentliche Dilemma...

...ist dass Frau Merkel vor der Wahl steht, entweder ihrem christlichen Gewissen zu folgen, dem dumpfen rechtsnationalen Druck der AfD Mitläufer nachzugeben oder die egozentrisch-opportunistischen Seehofer Parolen zu übernehmen. Sie wird diese Widersprüche, so ist zu befürchten, nicht lösen können. Wie vor ihr Kohl und Schröder droht sie den richtigen Zeitpunkt für einen Rücktritt in Würde zu verpassen. Schade. Sie hat grosses für Deutschland geleistet.

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oceang 05.09.2016, 11:42
73. Es ist sogar viel einfacher

Es gibt viele Gründe, Merkel abzulehnen.
Wahlen bei uns sind personalisiert.
Wer nun aber Merkel kategorisch ablehnt, hat de facto nur noch die Möglichkeit mit seinem Kreuz bei der AfD etwas zu bewirken bzw. Merkel zu verhindern oder abzustrafen, egal ob sie oder er inhaltlich hinter der AfD steht. Dies wird auch bei der Bundestagswahl so sein. Merkel selbst ist also das Problem, das die AfD stark macht (machen wird).

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allesbanane1 05.09.2016, 11:43
74.

Ja, wenn Sie denn eingestehen würde, daß es ein Fehler war - okay.
Merkels letzten Äußerungen aber waren, daß sie es genau so nochmal machen würde. D.h. wenn Österreich, Ungarn, usw. die Grenzen nicht geschlossen hätten, dann hätten wir mittlerweile eine weitere Million Flüchtlinge, und eine Revolution, oder die Bundeswehr hätte geputscht. Sie kann sich bei den obengenannten Staaten bedanken, daß sie noch im Amt ist.

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wekru 05.09.2016, 11:43
75. alles gut

Frau Merkel ist unverändert eine der besten Politiker(innen) weltweit. Ihr tief in christlichen Werten wurzelnder Humanismus ist wohl für einige Mitbürger eine Zumutung, doch am lautesten schreien doch die, die selber ständig die Solidarität anderer einfordern. Klar gibt es auch Überforderung, aber verglichen mit anderen Ländern und deren Belastungen ist es geradezu lächerlich, womit Deutschland 2015/16 nicht klar kommt und herum jammert. Man stelle sich einmal vor, wir hätten echte Probleme, was dann erst los wäre.
Also, bitte alle mal ganz locker bleiben und die Probleme als Herausforderung betrachten, als Fitnessprogramm und Ansporn gegen Trägheit und Verfettung.
Merkel beweist Rückgrat wie keine zweite Zweite in diesem Land indem sie wissend um die Engstirnigkeit und dem latenten Rassissmus im Land ihre humanitären Werte nicht opportunistisch aufgibt. Dies verschafft Deutschland im Ausland mehr Ansehen als alle Faschisten je zustande brachten. Bei der Bundestagswahl sind die Leute immer klüger als im Land, wo es um nichts geht. Einen Rückzug Merkels würde ich sehr bedauern, selbst wenn es andere geben mag die irgendwann in ihre Schuhe passen. Unter denen, die über Merkel lästern, findet sich aber sicher keiner. Wie sagt man doch in Syrien so schön: "Merkels alte Schuhe sind mehr Wert als alle Führer der arabischen Welt." Das kann man auch auf manch anderen übertragen dem die Fähigkeit zur Mitmenschlichkeit verloren gegangen ist.

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pan-orama 05.09.2016, 11:43
76.

Zitat von BorisBombastic
es geht nicht darum eine Politik gegen die AFD zu machen, es geht darum wieder eine glaubwürdige Politik für Deutschland zu machen. Die Bundeskanzlerin und die CDU haben den Kontakt zum Wähler verloren.
Die CDU ist Frau Merkel; die ADF ist primär der Stimmbottich einer Anti- Merkel Partei. Will sie zum Wohl der CDU gegensteuern, muss sie sich zeitnah nach einem Nachfolger oder Nachfolgerin umsehen. Tut sie das, wird die ADF wieder wegschrumpfen.
Nur...., woher nehmen? Die besten sind ihr weggelaufen.

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nele12 05.09.2016, 11:43
77. Ich finde es vollkommen falsch...,

... dass jetzt alle Frau Merkel für dieses Debakel verantwortlich machen. Die SPD, die sich ja nach einem Wahlerfolg wie Heilsbringer feiern, viele Politker von der CDU und die Medien tragen Schuld daran, dass es soweit kommen konnte. Den Fehler, den Frau Merkel machte war, nicht zurückzurudern und einzugestehen, dass ihre Absicht gut war, sie jedoch nicht mit diesen Auswirkungen gerechnet habe. Damit hätte sie das Vertrauen der Bürger nicht verspielt und ich glaube nicht, dass sie es schafft dieses wieder zu erlangen.

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cum infamia 05.09.2016, 11:43
78. Gratulation !!

Zitat von portlana
Also erstmal zu dem Bundesland. Ein land was die NPD mit 65 in landtag hatte ist für mich wie Sachsen eh sorry ein 40 jahre zurückgebliebenes land was immer noch aus alter zeit in Mauern denkt wo .....
Ihre Rechtschreibe- und Grammatikschwäche ist so gravierend, daß ich Ihnen nur für Ihren Mut gratulieren kann, trotzdem einen Beitrag in diesem Forum zu formulieren...

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fottesfott 05.09.2016, 11:44
79. Das Schlimme ist eigentlich

das politische Vakuum, dort wo die AfD in Parlamenten Sitze okkupiert. Ein Programm oder eine Vision für die Gesellschaft haben sie nicht, das Programm besteht im Wesentlichen aus einem Punkt den sie nicht wollen.
Die wollen nichts gestalten. Das Problem ist aber, dass durch die reine Existenz entsprechend großer AfD-Fraktionen Regierungsbildung nur noch über Große oder Ganz Große Koalitionen möglich ist.
Und das führt zu ganz massiver Politik- und Demokratieverdrossenheit in der Wahlbevölkerung, viel schlimmer als die Parolen der AfD.
Wir brauchen dringend wieder konkurrierende Politikentwürfe wie in den 70er-Jahren oder zumindest wie in den 90er Rot-Grün vs. Schwarz-Gelb.
Eine dritte Groko in unmittelbarer Folge im Bund führt m.E. zur Verzwergung der ehemaligen Volksparteien und zur Abschaffung der parlamentarischen Demokratie wie wir sie kennen. D.h. die implizite Wirkung der AfD ist das Problem, ansonsten muss man sie nicht wirklich ernst nehmen.

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