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Kanzlerin zu möglichen Koalitionen: Merkel will auch mit SPD sprechen
DPA

Die SPD will in die Opposition - trotzdem möchte Angela Merkel auch mit den Sozialdemokraten über eine Koalition sprechen. Zum Umgang mit der AfD sagt sie, es habe keine Fehler gegeben.

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rockham 25.09.2017, 14:39
20. Koalitionsfalle

sie wird Probleme bekommen einen Regierungspartner zu finden. Diese Juniorpartnerschaften mit der CDU sind eher schädlich für den jeweiligen Partner, Profilierungsmöglichkeiten gibt es bestenfalls in der Opposition, zumal auch Merkels Stern sinkt. Sich jetzt gegen sie aufzustellen erscheint für die nächsten Wahlen vielversprechend.
Man sag es bereits gestern...wirklich begeistert scheint da niemand. Merkel selbst wäre wohl die SPD am liebsten, nur die würden dann früher oder später die 20% reissen im Bund.

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paula_f 25.09.2017, 14:39
21. es ist der Merkelsche Realitätssinn

bei einem Gespräch mit der SPD müsste dann aber noch der Geltungsdrang von Gabriel und Nahles die Oberhand gewinnen.

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fottesfott 25.09.2017, 14:42
22. Ich glaube nicht,

dass Frau Merkel von der SPD verlangen kann, politischen Selbstmord zu begehen.
Aber sollten die Koalitionsverhandlungen in Sachen Jamaika scheitern, dann ist jetzt schon klar, wem der "Schwarze Peter" dafür zugeschoben werden soll.
"Sondierungsgespräche" zwischen CDU und SPD mag es vielleicht geben, aber sicher keine Koalitionsverhandlungen.

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thermo_pyle 25.09.2017, 14:44
23. @7, rolantik

Eine sehr einseitige Berachtung, wie ich finde. Schulz und die SPD ziehen endlich (!) die Konsequenz aus 4 Jahren GroKo, die Bezeichnung Merkels als "Ideenstaubsauger" (Elefantenrunde) trifft es eigentlich sehr gut. Die SPD wurde durch Merkel abgewirtschaftet, die Entscheidung, in die Opposition zu gehen sollte (demokratisch) respektiert werden statt hier vom "Schmollwinkel" zu sprechen. Merkel hat ein Problem: ZWEI Koalitionspartner statt einem... aber wer der Meinung ist, in Bezug auf die AfD keinen Fehler begangen zu haben hat ein viel größeres Problem ;-)

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Spiegelleserin57 25.09.2017, 14:47
25. wie verzweifelt muss jemand sein ...

dass er trotz Ablehnung im Gespräch sein will. Sie wird es auch bleiben ABER mit SPD in der Opposition. Das wird noch eine spannende Zeit!

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j.w.pepper 25.09.2017, 14:49
26. Recht hat sie.

"Einen Fehler im Umgang mit der AfD wollte Merkel einen Tag nach der Wahl aber nicht feststellen." Mit der AfD kann man nur so umgehen, wie fast alle anderen Parteien mit ihr umgegangen sind.
Positionen zu übernehmen, die irgendwo zwischen verfassungswidrig, unmoralisch, unmenschlich und insgesamt widerwärtig einzustufen sind, nur um Wählerstimmen von einer rechtsextremen Partei abzuziehen, kann von einer demokratischen Partei (und damit meine ich alle anderen im Bundestag) niemand verlangen. Allenfalls die CSU hat mit ihrem Obergrenzen-Getöse der AfD-Fremdenfeindlichkeit so etwas wie Scheinlegitimität verliehen. Genützt hat es auch nichts - verglichen mit der Methode der CDU sogar ganz im Gegenteil.

Dass über andere Leistungen der GroKo unterschiedliche Meinungen herrschen können, was sich auch zugunsten von FDP, Grünen und Linken niedergeschlagen hat, steht auf einem anderen Blatt. Bei der AfD abzukupfern, um die angeblich besorgten Bürger abzuwerben, wird sich aber auch in den nächsten vier Jahren verbieten.

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MtSchiara 25.09.2017, 14:50
27. Ambitionen auf das Kanzleramt

Zitat von ollifast
Was ist denn bitte an dem Wort "nein" so schwer zu verstehen ? Und warum wird hier schon wieder der Versuch unternommen, den Wählerwillen zu missachten ? Die GroKo ist abgewählt, ob es der Königin passt oder nicht.
Die GroKo - wenn man sie denn noch so bezeichnen will - hat die absolute Mehrheit und wurde somit nicht abgewählt. Über die Frage der gewünschten Koalitionen wurden die Wähler nicht befragt. Schulz und SPD haben den Auftrag, möglichst viele politische Ansichten ihrer Wähler umzusetzen. Ob dies in oder außerhalb der Regierung besser möglich ist, können nur Verhandlungen klären. Somit hat die SPD den Auftrag vom Wähler, in Verhandlungen mit der CDU zu treten und dabei zu versuchen, so viel SPD-Wählerwillen wie möglich umzusetzen. Ob dies aus der Opposition besser möglich ist, kann sie ohne Verhandlung nicht feststellen. Somit lautet der klare erste Wählerauftrag: verhandeln

Für Schulz persönlich allerdings kann es tatsächlich geschickter sein, in die Opposition zu gehen, denn er hat klare Ambitionen auf das Kanzleramt, und es könnte gegebenenfalls in vier Jahren aus der Opposition heraus leichter sein, dieses zu erringen, als aus einer Regierung Merkel. Schwierig wird es aber für Schulz allemal.

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florafauna 25.09.2017, 14:50
28.

Zitat von peter.di
Außerdem gibt der Vorsitzende der SPD Merkel die Schuld daran, dass der SPD die Wähler weggeblieben sind. Mit dem interessanten Argument, dass die SPD so viele von ihren Positionen in der GroKo hat durchsetzen können (weil Merkel so wenig eigene Positionen hat. ) Ich glaube, die SPD kann man erst einmal vergessen.
Was hat das mit Schmollen zu tun? Die Entscheidung der SPD in die Opposition zu gehen, finde ich gut.
Wer mit der CDU/CSU koalliert - verliert. Merkel ging es immer nur um eine 4. Amtszeit. Das war gestern eindeutig festzustellen.
Die große Koalition wurde faktisch abgewählt. Was sollen sie sonst machen? Weiter so, noch mal 4 Jahre? Am Ende steht die AfD noch besser da.

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Xperienced 25.09.2017, 14:50
29.

Zitat von ollifast
Was ist denn bitte an dem Wort "nein" so schwer zu verstehen ? Und warum wird hier schon wieder der Versuch unternommen, den Wählerwillen zu missachten ? Die GroKo ist abgewählt, ob es der Königin passt oder nicht.
Woher kommt denn Schulz' wirrer Gedanke, sie sei "abgewählt"?
Die GroKo wurde noch nie "gewählt", sie ist entstanden. Auf meinem Wahlzettel stand jedenfalls noch nie "GroKo". Sie hat zusammen noch immer eine eindeutige Mehrheit, wenn auch mit großen Verlusten. Wenn Sie so wollen, ist das der "Wählerwille". "Abgewählt" wäre sie zumindest rechnerisch, wenn es zur Mehrheit nicht mehr reichte.

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