Forum: Politik
Kanzlerin zum Brexit: Merkel spricht von "Einschnitt für Europa"
REUTERS

Angela Merkel rät nach der Brexit-Entscheidung zu Ruhe und Besonnenheit. Das Votum der Briten habe sie "mit Bedauern" zur Kenntnis genommen.

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ben_hurtig 24.06.2016, 14:51
100. Fuchs!

Zitat von pinkflood
denn nachts. Merkel hat das mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Nun legt sie sich wieder hin und wartet ab. Anstatt einzusehen, dass genau sie es ist, die Europas Bürger zum Aufstand bringt. Ihre gegen den Bürger gerichtete Politik, gegen allen Volkswillen macht sie was sie will. Man sollte Merkel endlich das Vertrauen aussprechen und sie endlich in die Wüste schicken, bevor sie noch einen Krieg mit Russland provoziert. Sie ist auf dem besten Wege dazu.
Sie kennen also DEN "Volkswillen"??? Was will "das" Volk denn?

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Golda Meier 24.06.2016, 14:52
101.

Merkel hat geredet und nichts gesagt. Damit hat sie das einzig Richtige getan. Die Reaktion der EU muss unter 27 Mitgliedern abgestimmt werden. Das kann dauern und wird zu endlosen Zankereien führen. Wofür sollte sich die Kanzlerin also jetzt schon aus dem Fenster hängen?

Ruhe und Besonnenheit sind immer gut. Dagegen läßt sich nichts einwenden. Selbst Seehofer versteht das. Und die SPD zählt nicht.

Der Bürger muss das Gefühl haben, daß die EU sein Leben verbessert. Die EU ist stark genug, die richtige Antwort auf alle drängenden Fragen zu finden. Viele unterschiedliche Erwartungen werden an die EU herangetragen. Sehr, sehr gut geredet.

Wie wichtig Besonnenheit gerade jetzt ist, zeigt ein Vergleich des Merkel-Statements mit dem haltlosen Gerede ihres Parteikollegen Elmar Brook. Der würde am liebsten eine Kontinentalsperre über die Briten verhängen. So liest es sich in der englischen Presse. Leider wird da aber die deutsche Autoindustrie nicht mitspielen, und deshalb ist Besonnenheit das Gebot der Stunde.

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jochenErte1 24.06.2016, 14:53
102. Ergebnis nicht gewünscht, aber laut Abstimmung korrekt

1. Wenn aus Brüssel verlautet, es habe keinen Plan B gegeben, spiegelt das die tatsächliche Situation in der EU wortgenau. Die Schwindeleien bei der EU-Erweiterung unter Kohl und Schröder begannen mit dem Abnicken der Stabilitätskriterien, bei Einführung des EURO mit Akzeptanz der Betrügereien von Griechenland zur Erfüllung der EURO-Kriterien.

2. Jahrzehnte lang wurde versäumt, die zwischenzeitlich erkannten Mängel in den Verträgen zu lösen. Das sind Finanzwesen, Grenzsicherung, Einwanderungspolitik, Stimmrecht und Strafen für evtl. Vertragsverletzungen. Statt dessen wurden Sondervereinbarungen im Hinterzimmer gemauschelt, von denen die Bürger der Mitgliedsstaaten nichts erfuhren. Es wurden Sonderprivilegien eingeräumt, die durch die Verträge nicht gedeckt sind.

3. 500 Millionen Bürger der Mitgliedstaaten haben zur Verwaltung, Lenkung der Wirtschaft aktuell und auch unter zukünftigen Erfordernissen oder Eventualitäten,
eine Riege von Fachleuten gewählt. Fachleute, die befähigt sind, die Wirtschaftsmacht EUROPA demokratisch zu führen, immer bewusst, wer ihnen den Lohn zahlt und nur zum Gemeinwohl zu handeln.

4. Und diese Creme de la Creme erhielt nach den letzten Wahlen Namen: Juncker als Häuptling ?, Schultz als Kommissionspräsident ? Döring für EDV, Datentechnik, IT? Die Liste der Kuriositäten ist endlos erweiterbar, ent-sprechend der Vielzahl von Parteien, Verbänden und Lobbyisten. Ein Knall deutete sich an durch die Art, wie mit der Finanzaffäre 2008 umgegangen wurde (Systemrelevanz), wie der Grexit behandelt wurde und wird, und die völlige Inkompetenz in der Flüchtlingskrise.

5. Das Ergebnis der Unzufriedenheit spiegelt der Brexit. Der Kommentar der Kanzlerin passt dazu. Von ihrem Ziehvater Kohl lernte sie, lange Reden zu halten, aber keine Aussage machen. Anführung "moralischer Werte", Aufzählung von Gefahren, Erfordernissen und Planungen, Apelle und bla, bla, bla. Was wurde davon denn in den letzten 12 Jahren angestossen.

6. Wenn die Schwachmaten in Brüssel nicht aufwachen und die Verbliebenen zur Treue überzeugen, wird bei einem Referendum in NL, F, ES,I,Ungarn mit einem Austritt folgendes passieren. Die EZB hat durch Draghi den europäischen Finanzmarkt-Müll angekauft (inzwischen ca. 2 Billionen EUR). Beim Brexit keine Gefahr, die sind an der Rückzahlung nicht beteiligt. Bei den angeführten Staaten sieht es für die Verbleibenden finster aus, dann haften wir zusätzlich. Warum hat die Kanzlerin im heutigen Statement nichts darüber gesagt, ist das systemrelevant. Nein, aber es betrifft die Steuerzahler, und im nächsten Jahr wird gewählt.

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timomaxx 24.06.2016, 14:54
103.

Ganz ehrlich, ich bin froh dass es so gekommen ist. Vielleicht führt das dazu dass die EU sich von Grund auf reformiert und die Menschen bei allen Entscheidungen wieder mehr in den Vordergrund rücken. Wenn nicht, wird es sicherlich dazu kommen dass sich weitere Absetzbewegungen etablieren und das m.E. auch durchaus zu Recht. Dass die Briten aussteigen ist emotional und was die Beziehungen auf menschlicher Ebene angeht definitiv schade, auf der anderen Seite habe ich es noch nie akzeptiert, dass hier permanent Sonderregeln aufgestellt wurden. Dann muss man sich halt mehr bemühen einen für alle akzetablen Kompromiss zu finden, aber die Lösung kann nicht sein dass für einzelne Mitgliedsstaaten erhebliche Sonderrechte gelten.
Lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich bin mir ziemlich dass der Schaden am Ende nicht so groß ist. Und den Finanzmärkten gönne ich es dass die auch mal bluten, es wird dringend Zeit denen Ketten anzulegen und das klappt nun vielleicht besser. Seit 20 Jahren machen die auf Kosten der Staatshaushalte und damit der Bürger sowie der Real-Wirtschaft korrende Gewinne, ohne dass nennenswerte Substand zu finden wäre.

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winello 24.06.2016, 14:55
104. The economy is it - stupid

Mit einem pragmatischen Fokus auf dem wirtschaftlichen Wohl anstelle der politischen Grossmachtsträume wäre es nie soweit gekommen. Eine politische EU die das "Glück" der Menschen in ihrem Sinne organisiert braucht es nicht!

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Moloch2604 24.06.2016, 14:55
105. Was ????

Zitat von goldkind
Da sieht man, was Volksbefragungen so anrichten können. Kein Wunder, dass der Herr Seehofer nun auch mehr davon für Deutschland fordert. Es ist schon richtig und vernünftig, dass die Eliten die Geschicke der Politik bestimmen sollten. Leider haben viele Menschen heute den Eindruck, dass sich diese Eliten nur noch für die eigene Tasche interessieren. (Kann man im Internet ja alles genau nachlesen ??) Auch wenn das teilweise sicherlich zutrifft, ist die Mehrheit der politisch Akteure tatsächlich noch am Wohl des Volkes interessiert. Nun, die dummen Kälber wählen ihren Schlachter selber. Und wenn es so weiter geht, wird es noch das ein oder andere Schlachtfest geben. Ich hoffe nur, dass die Mehrheit in Deutschland nach wie vor begreift, dass nationaler Egoismus bisher immer ins verderben geführt hat. Man kann die Globalisierung ebenso wie die Erdrotation nicht aufhalten.
Nationalismus hat immer und als einziges Mittel ein Land stark gemacht. Unabhänig und beweglich. So wie es sein sollte.
Ein Staatenbund wie die EU hat noch nie funktioniert. Und ja, die Globalisierung ist nichts, daß man als Gemeinschaft schaffen kann - es sei den ALLE geben ALLES auf und ordnen sich widerspruchlos unter.
Kein Mensch auf der Welt kann das wollen. Man nennt sowas Obrigkeitshörigkeit - schlimme Vorstellung.
Werden die Wähler nicht in politische Entscheidungen die ihr Leben beeinflussen einbezogen - nennt man sowas Diktatur.
Nationaler Egoismus wie hier erwähnt ist die einzige Überlebenschance für Europa. Die EU ist nicht Europa - nur eine Verwaltungs,- und Wirtschaftsunion. Zu 100% kein Unterschied zu TTIP o.Ä. gegen das die ganzen "Informierten" protestieren.
Regeln, die Rechte zentralisieren und verwalten - mehr nicht. Nur extrem bildungsferne Menschen können in einer gleichgeschalteten Welt leben wollen. Hitler und Stalin haben das Gleiche versucht - und sind gescheitert. Ein totalitäres System wie es der EU vorschwebt ist menschenverachtend und eine gefährliche Form der Diktatur.

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jeger866 24.06.2016, 14:56
106. Der Gemischtwarenladen EU erodiert.

Zu Teilen ( Kubicki, FDP, liegt richtig) hat die Kanzlerin durch ihre Flüchglingspolitik Schuld am Brexit: Erst Welcome/Grenzen auf, dann Türkendeal/Stay away. "Tiefer Einschnitt" - sagt sie zum Brexit. Wie gewohnt sehr tiefschürfend.

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AlfredVail 24.06.2016, 14:56
107. genau das...

"Sie (die EU) ist unser Garant für Frieden, Wohlstand und Stabilität"

... genau das nehmen ihr die Menschen nicht mehr ab. Um Wohlstand und Stabilität zu garantieren ist eine völlig überstürzte "Bauch gesteuerte" Politik denkbar ungeeignet. Wobei Merkel mit Ihrer Weigerung die Grenzen Deutschlands zu kontrollieren sicher den abschreckensten Beitrag geleistet hat. Daher empfinde ich die Worte oben aus Ihrem Munde als besonders unaufrichtig.

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citizen01 24.06.2016, 14:57
108. Die Kanzlerin sollte aus ihrer EU-Welt auf die Erde herabsteigen!

Zitat: "Die EU sei eine "einzigartige Solidar- und Wertegemeinschaft. Sie ist unser Garant für Frieden, Wohlstand und Stabilität", betonte die Kanzlerin." Nichts davon trifft zu und die Kanzlerin zeigt ihre Realitätsferne, die sich im ewiggleichen Duktus der Kommuniqués nach Gipfeltreffen und Rettungsaktionen in ihrer Wahrnehmung festgesetzt hat.

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kado18 24.06.2016, 14:57
109. Das will man aber nicht

Zitat von bimmer
...den SIE entscheidend mit verursacht hat! Merkel hat das Fass zum Überlaufen gebracht, das ist Fakt. Ohne die Migrationskrise, welche von ihr allein ausgelöst wurde, wäre GB jetzt noch in der EU. Die Briten haben bei ihrer Brexit-Entscheidung bewusst wirtschaftliche Einbußen in Kauf genommen, ihnen war nationale Selbstbestimmung und Identität wichtiger. Die EU muss jetzt radikal auf ein Mindestmaß an Bürokratie zurückgefahren werden. Es sollte einzig und allein nur noch um wirtschaftliche Zusammenarbeit und kulturellen Austausch gehen. Alles andere, insbesondere jegliche Gesetzgebung und Verordnungen, müssen SOFORT wieder in nationale Zuständigkeiten zurückgeführt werden!
man hat eine EU-UdSSR vor, noch mehr aus der EU eine Diktatur des Geldes über Lobbypolitiker machen, Geheimverhandlungen TTIP,... sagen doch alles.
In ihren Ländern oft Abgewählte bekommen EU-Pöstchen zugeschoben und machen das, was die Mehrheit nicht will.
Jetzt will man sogar unsere Einlagensicherung auf EU-Pleiteländer erweitern, die gerade so in D für wenige Banken reicht.

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