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Kapitalismuskritik und Internet: Wie böse ist Amazon?

Der Buch-Versender Amazon will sich den Markt unterwerfen. Widerspenstigen Verlagen und Autoren drohen Handelsboykotte. Wer lesen will, sollte öfter mal wieder zum Buchhändler an der Ecke gehen.

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frank-bhv 09.08.2014, 13:09
240. Schön

Dass es hier immer wieder in den Kommentaren darum geht, dass wer billig einkauft auch nichts anderes verdient hat. Leider ist das bei Büchern nicht der Fall. Den. Hier haben die Verlage ein legales Kartell namens Buchpreisbindung, das den Markt mindestens ebenso kaputt macht.

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LotharDombrowski 09.08.2014, 13:10
241.

Zitat von Untertan 2.0
Amazon fällt ja nicht zum ersten mal negativ auf. Ironischerweise kaufe ich dort schon länger keine Bücher mehr (dafür gibt es genug Alternativen), aber jede Menge andere Dinge, die ich nicht so ohne weiteres sonstwoher bekomme.
In den ersten paar Beiträgen kommen alle Punkte sofort an den Tisch, weil genau das das Problem ist. Gehen Sie doch mal ins "Fachgeschäft" und verlangen Sie irgendwas bestimmtes.

"Guten Tag, ich hätte gerne den und den Film auf Blu Ray Disc."
"Gucken Sie mal da vorne."
"Da ist er aber nicht."
"Dann haben wir den auch nicht."
"Können Sie den bestellen?"
"Wir bestellen nixx, die Ware kommt automatisch."

So rennt der doofe Kunde von Laden zu Laden (hat vorher schon in der Innenstadt saftige Parkgebühren bezahlt) , kriegt seinen Wunschartikel (vielleicht!) nach einem halben Tag und wenn er sich das dann in einer halben Minute per Mausklick im Internet bestellt, geht die Jaulerei los.

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LotharDombrowski 09.08.2014, 13:12
242.

Zitat von nachtmacher
Amazon bedient halt die Faulheit der Menschen. Und die eigene Bequemlichkeit geht für die Meisten halt auch über sowas wie Moral, faire Arbeitsplätze etc.
Sind die Arbeitsbedingungen im Zwischenbuchhandel besser als bei Amazon? Haben Sie da Informationen?

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hachon 09.08.2014, 14:34
243. I love Amazon

Hab gestern gerade wieder für 200€ bei Amazon eingekauft. Solange Amazon Lichtjahre besser (unendliches Angebot, ultra einfache Bestellung, blitzschnelle Lieferung) ist als die gesamte Konkurrenz, gilt für mich die ethisch-moralische Kritik gar nicht.

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Uban 09.08.2014, 14:39
244. Ich kaufe seit Jahren ...

... nichts mehr bei Amazon und werde es auch in der Zukunft nie wieder tun. Ich verstehe auch Leute nicht, die wie besessen sich auf jeden promoted Kramm bei denen stürzen. Bisschen Anstand tut bitter Not...

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hermannheester 09.08.2014, 15:34
245. Nicht amazon ist "böse"!

Zitat von sysop
Der Buch-Versender Amazon will sich den Markt unterwerfen. Widerspenstigen Verlagen und Autoren drohen Handelsboykotte. Wer lesen will, sollte öfter mal wieder zum Buchhändler an der Ecke gehen.
Das Böse ist der von der Natur dazu vorgesehene Widerpart des angeblich "Guten". Also dürfte man beim Bösen von einer Naturerscheinung reden.

Die allerdings findet sich, wenn man so will, nicht bei amazon sondern bei den Leuten, bei den Kräften, die in Politik und Wirtschaft solchen Gebilden wie amazon die MÖGLICHKEIT geben, sich so zu verhalten wie sie sich verhalten.

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Eliza 09.08.2014, 16:10
246.

Zitat von anna cotty
Wir haben auch schon Buecher, die wir doppelt hatten, ueber Marketplace verkauft.
Das ist mir interessant. Ich habe schon einmal selber über marketplace ein Buch verkaufen wollen und mir dazu all die Vertragstexte ausgedruckt, die amazon von seinen marketplace-Nutzern bzw-Verkäufern akzeptiert haben will.

Bin nie dazu gekommen, diese Texte alle durchzustudieren, habe dort also nichts verkauft.

Wie haben Sie es angestellt?

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Ulrike E. 09.08.2014, 17:43
247. Ehrlichkeit

Wie ehrlich ist man selbst?

Gut, ich kaufe z.B. gerne bei Amazon ein, nutze aber auch die Angebote meines örtlichen Buchhändlers.

Es hängt oft davon ab, was man kaufen möchte.

Bsp: Es wird eine kostenlose E-Book-App für Endgeräte angeboten, in dem man den Kindle-Shop nutzen kann, *ohne* ein teures Endgerät zu kaufen.

Will man jetzt mokieren, dass man nur Kindle-Ebooks damit lesen kann?

Zudem verkaufe und kaufe ich auch gerne über Marketplace - weil ich dabei *sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Käuferschutz: Solange der Käufer den Versand seines Produktes *nicht bestätigt* erhält er nämlich den Betrag nicht, der ihm zustünde. Zudem hat der Kunde die Möglichkeit sich direkt an Amazon zu wenden, falls der Verkäufer nicht reagiert.

Es wird eine klare Gebühr erhoben: Anders gesagt: Produkt A wird mit Preis X angeboten und es wird sofort in einer Tabelle ausgewiesen, wie hoch der Nettoerlös ist, den man als Käufer erhält.

Was will man den Amazon alles vorwerfen? Dass sie Verdi nicht als Gewerkschaft haben wollen?

Tja, es gibt *keine Verpflichtung*, dass man jede Gewerkschaft akzeptieren muss. Ob dies den betroffenen gefällt ist eine andere Frage.

Es geht doch oft darum, ob man einen fairen Preis bezahlen möchte oder nicht. Wenn der Preis eines PC-Spieles, 1-2 Jahre nach Erscheinen, deutlich gefallen ist, aber im Laden vor Ort immer noch so teuer ist, als beim Erscheinen. Wo würde man ihn sich dann besorgen?

Die Entscheidung, wo man einkaufen will, sollte man reiflich abwägen. Aber, man muss deshalb nicht alles schlecht machen, nur weil man ggü. einer Firma Anthipathien hegt.

Denkt einmal in Ruhe darüber nach!

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Eliza 11.08.2014, 17:48
248. Verkaufs-Bedingungen bei amazon

Zitat von Ulrike E.
Will man jetzt mokieren, dass man nur Kindle-Ebooks damit lesen kann?
Meinten Sie "beanstanden"?


Zitat von Ulrike E.
Zudem verkaufe und kaufe ich auch gerne über Marketplace - weil ich dabei *sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Käuferschutz: Solange der Käufer den Versand seines Produktes *nicht bestätigt* erhält er nämlich den Betrag nicht, der ihm zustünde. Zudem hat der Kunde die Möglichkeit sich direkt an Amazon zu wenden, falls der Verkäufer nicht reagiert.
WER erhält den Betrag? Bzw erhält ihn nicht? Wer versendet da was, der Käufer oder der Verkäufer? Und wer muss das bestätigen?

Zitat von Ulrike E.
Es wird eine klare Gebühr erhoben: Anders gesagt: Produkt A wird mit Preis X angeboten und es wird sofort in einer Tabelle ausgewiesen, wie hoch der Nettoerlös ist, den man als Käufer erhält.
Wie hoch ist diese Gebühr? In Prozenten? Und inwiefern erhält der Käufer einen Erlös? Sie meinen vielleicht eher "als Verkäufer"?

Wenn Sie auch als Verkäufer über amazon gegangen sind. sich somit durch die ganzen amazon-Vertragsbedingungen hindurchgeackert haben, wieviel Zeit haben Sie da investiert?

NB: Amazon macht einen Riesen-Umsatz, derzeit aber keinen Gewinn. Es könnte sein, dass das etwas Besonderes zu bedeuten hat...

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Maro2 12.08.2014, 14:11
249. Warum

Zitat von Eliza
Das ist mir interessant. Ich habe schon einmal selber über marketplace ein Buch verkaufen wollen und mir dazu all die Vertragstexte ausgedruckt, die amazon von seinen marketplace-Nutzern bzw-Verkäufern akzeptiert haben will. Bin nie dazu gekommen, diese Texte alle durchzustudieren, habe dort also nichts verkauft. Wie haben Sie es angestellt?
lesen Sie nicht einfach das durch was Sie ausgedruckt haben?

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