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Kapitalismuskritik und Internet: Wie böse ist Amazon?

Der Buch-Versender Amazon will sich den Markt unterwerfen. Widerspenstigen Verlagen und Autoren drohen Handelsboykotte. Wer lesen will, sollte öfter mal wieder zum Buchhändler an der Ecke gehen.

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katera 05.08.2014, 18:12
80. So einfach ist es...

... abmelden... Ich habe mich von Amazon abgemeldet, als das Unternehmen vom Sozialstaat schmarotzte und habe es nie bereut. Das meiste kaufe ich nun wieder persönlich mit Beratung, ist eh viel netter... Amazon kann mich mal, die paar Euros mehr ist es mir wert... :-)

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silesian 05.08.2014, 18:12
81. Jeder hat die Wahl

Seit Amazon das "Schwarzbuch WWF" aus dem Sortiment genommen hat, habe ich kein Buch mehr dort bestellt. Meine Alternative? Der örtliche Buchhändler bietet die gleiche Bestellmöglichkeit, die Bücher hole ich dann bei nächster Gelegenheit ab.
Auch wenn Amazon es nicht glauben mag, es geht auch ohne. Sogar ganz gut.

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BenediktGleich 05.08.2014, 18:15
83. Es gibt Alternativen für den sozialen Buchkauf

Monopole und marktbeherrschende Stellungen einzelner Konzerne führen immer zu Problemen. Wer hier etwas ändern will, kann sein nächstes Buch beim lokalen Buchhandel kaufen, es sich von dort schicken lassen oder eine der sozialen Alternativen im Netz, z.B. buch7.de nutzen. Dort werden sogar 75% des Gewinns in soziale, kulturelle und ökologische Projekte investiert - durch die Buchpreisbindung ist das ohne Mehrkosten für die Kunden möglich. Es kann also jeder seinen Beitrag leisten - nur einen Klick entfernt!

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Tolotos 05.08.2014, 18:17
84. Eigentlich ist das Problem ganz leicht zu verstehen: Gelegenheit macht Sklavenhalter!

Vor EU, Globalisierung etc. waren Staaten noch souverän und konnten vorschreiben, nach welchen Regeln auf ihrem Territorium miteinander umgegangen wurde. Das konnten sie nutzen, um soziale Mindeststandards zu setzen.

Heute können sich die großen Unternehmen aussuchen, von welchen Staaten sie sich die Regeln vorschreiben lassen. Aus Staaten, die nicht kuschen, wird die Produktion, und damit die produktiven Arbeitsplätze abgezogen. Die Politik reagiert darauf mit dem Verzicht auf das Setzen von Sozialstandards und fordert statt dessen vom Verbraucher die Rolle der Politik zu übernehmen.

Dabei gibt es aber leider ein Problem! Es ist zwar richtig, dass ein Billigproduzent dies nicht wird, indem er teure Sozialstandards einhält. Aber viele Beispiele zeigen auch, dass hohe Preise keinerlei Garantie dafür bieten, dass die Produzenten die höheren Einnahmen für die Einhaltung von höheren Sozialstandards verwenden!

Sollten sich zu billige Produkte tatsächlich nicht mehr verkaufen lassen, dann würden die Produzenten vermutlich einfach die Preise anheben und einen Teil der höheren Einnahmen in andere Formen von Absatzförderung fließen lassen.

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OskarVernon 05.08.2014, 18:17
85.

Zitat von alangasi
leider sagen das es für Fertigprodukte wie Bücher oder Kopfhörer oder sonst was gleichgültig ist wo man sie kauft.
Nicht ganz: Bücher unterliegen ohnehin der Preisbindung - und vieles andere hab ich vor dem Kauf gerne mal, begleitet von fachkundiger Beratung, in der Hand gehabt, an- oder ausprobiert. Das reduziert nämlich das Risiko, einen Artikel zurückgeben oder umtauschen zu müssen, auf echte Gewährleistungsfälle - dann aber bin ich genauso schnell beim Fachhändler wie mit einem Retourenpaket auf der Post, kann aber in aller Regel gleich ein neues Gerät mitnehmen statt tage- oder gar wochenlang darauf warten und womöglich nochmal zur Post zu müssen. Zudem entfallen beim lokalen Händler sämtliche Versandrisiken vom Abholenmüssen über Beschädigung bis zum Totalverlust: Für mich alles in allem Grund genug, solche in den allermeisten Fällen vorzuziehen :-)

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white.house 05.08.2014, 18:21
86. ja ja ..Amazon ist böse !

Wer nicht will kann ja woanders kaufen. Wer hier dem Einzelhandel nachtrauert hat wohl die letzten 10 Jahre nicht in De gelebt. Unfreundliches Personal, armseliges Sortiment und überhöhte Preise. Heisst nicht umsonst Servicewüste Deutschland. Amazon ist schon ganz gut. Heute bestellt und meistens in 2 bis dre iTagen geliefert.
Und als Unternehmen steht es mir doch frei was für Produkte ich verkaufe. Deutschland Ist doch angeblich ein freies Land. Und um den Buchhandel tut es mir schon gar nicht leid. Da muss man bloss an die total antiquierte Buchpreisbindung denken.

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boeseHelene 05.08.2014, 18:27
87.

Zitat von sysop
Der Buch-Versender Amazon will sich den Markt unterwerfen. Widerspenstigen Verlagen und Autoren drohen Handelsboykotte. Wer lesen will, sollte öfter mal wieder zum Buchhändler an der Ecke gehen.
Ich kaufe gerne bei Amazon und werde es auch weiterhin tun, der Buchhandel hat die Zeit verschlafen und sich zu lange auf den unnützen Börsenverein verlassen. Hinzu kam noch Personal das Buchkäufer die eben nicht Grass, Böll oder Kafka kaufen wollten sondern zum Beispiel sowas neumodisches wie Manga behandelt hat als ob diese Kunden Kunden III. Klasse wären. So erlebt in meiner mittelgroßen schwäbischen Heimatstadt, irgendwann kam dann Amazon und ich habe nur noch dort bestellt und musste mir dieses angewiderte Gesicht beim abholen meiner Bestellung nicht mehr anschauen. Seitdem bestelle ich sobald die Verlagsprogramme online verfügbar sind meine Bücher vor und bekomme sie sobald das Buch erschienen ist. Beratung brauche ich keine keine. Auch andere Sachen habe ich schon bei Amazon bestellt und war immer sehr zufrieden mit dem Service auch bei Rücksendungen.

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boeseHelene 05.08.2014, 18:29
88.

Zitat von Onzlow
Und EPUB ist eh besser als AZW.
Ich kaufe noch Bücher, ich liebe Geruch von Büchern, das Geräusch wenn man die Seiten umblättert. Ich bin ansonsten sehr für Digitalisierung aber bei meinen Büchern bin ich konservativ und bestehe auf die gedruckte Form.

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Kommentarschreiber 05.08.2014, 18:31
89. Das böse Amazon..

..bezahlt ungelernten Lagerarbeitern zwischen 1.600 und 1.800€ pro Monat. Ich weiss nicht, wo (zumindest in Deutschland) das Sklavenhalterimage herkommt. Aber 1.800€ fürs Artikel-zusammen-sammeln finde ich eine mehr als ordentliche Bezahlung..

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