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Katalonien-Krise: Katalanen sollen Anweisungen der Regionalbehörden ignorieren
AP

Die spanische Zentralregierung ruft die Katalanen auf, Anweisungen ihrer Regionalbehörden nicht mehr Folge zu leisten. Sollte Regierungschef Carles Puigdemont die Unabhängigkeit ausrufen, droht ihm Haft.

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Tschepalu 22.10.2017, 19:28
20. Puigdemont

hat Recht. Die Bevormundung durch Madrid und die EU in Brüssel ist mittlerweile unerträglich. Ein Europa ohne Bevormundung aus Brüssel brauchen wir..

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pit.duerr 22.10.2017, 19:30
21.

Zitat von Zaunsfeld
Die Würfel sind schon längst gefallen. Tausende Unternehmen verlassen bereits Katalonien, die Katalanen scheinen mittlerweile so langsam zu kapieren dass sie unabhängig NIEMALS Teil der EU oder auch nur der Zollunion sein könnten, sie scheinen langsam zu kapieren dass kein Land der EU und auch sonst kaum ein Land der Welt sie jemals als eigenständigen Staat anerkennen würde. Pudgemont traut sich ja noch nicht mal, sich klar zu äußern, ob er nun die Unabhängigkeit erklärt hat oder nicht. Dafür ist es jetzt auch schon längst zu spät. Madird hält die Zügel in der Hand und die internationale Gemeinschaft, vor allem die EU steht hinter Madrid und nicht hinter Pudgemont. Es hat bisher unter den Katalanen nie eine Mehrheit für eine Unabhängigkeit von Spanien gegeben und wahrscheinlich gibt es sie auch jetzt nicht. Das Ergebnis der Neuwahl wird uns da mehr verraten.
Ihren Beitrag weitergedacht, könnte es wohl, bei einer Abspaltung Kataloniens, Sanktionen hageln, ähnlich Rußland. Und das im demokratischen Westen. Ja so was aber auch !!

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pavel1100 22.10.2017, 19:32
22. Nie wieder Steuern zahlen

Zitat von unzensierbar
Die Katalanen sind zu ängstlich. Jetzt hat man Spanien schon zu viel Zeit gegeben sich vorzubereiten. Hätte man diese Zeit auch damals Franco gegeben wäre der Bürgerkrieg innerhalb weniger Wochen verloren gewesen. Die Katalanische Regierung muss umgehend ihre Unabhängigkeit ausrufen, wenn sie sich selbst und ihren Ruf retten wollen.
Wenn man ein Gesetz bricht kann man alle brechen. Jeder Katalane kann jetzt seine ganz persönliche Unabhängigkeit ausrufen und braucht nie wieder Steuern zu zahlen. Whow.

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nenntmichishmael 22.10.2017, 19:34
23.

Zitat von chickenrun1
Da ist die Zentralregierung in Madrid aber sehr blauäugig. Wem die Katalanen mehrheitlich folgen werden ist wohl klar. Da können Sie noch so viel absetzen wie sie wollen. Im Zweifel folgt der Katalane seinesgleichen, bestimmt aber nicht der aufgezwungenen Obrigkeit aus Madrid. Und das ist auch gut so.
Sie begehen immer wieder den gleichen logischen Fehler, wenn Sie von "den Katalanen" sprechen. Katalonien hat 7,5 Mio. Einwohner. Nicht mal Puigdemont selbst glaubt, dass er die alle auf seiner Seite hat.

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matijas 22.10.2017, 19:34
24. neue Obrigkeit Barcelona

Zitat von chickenrun1
Im Zweifel folgt der Katalane seinesgleichen, bestimmt aber nicht der aufgezwungenen Obrigkeit aus Madrid. Und das ist auch gut so.
Katalonien besteht aus mehreren Provinzen. Was ist im Falle einer Unabhängigkeit Katalaniens, wenn sich eine der Provinzen Kataloniens nach Spanien orientieren will, also abspalten von Katalonien?
Würde die neue "Obrigkeit" (Barcelona) das selbstverständlich akzeptieren?
Oder werden die Abtrünnigen als "Faschisten" beschimpft, wie es jetzt schon diejenigen erdulden müssen, die nichts vom Separatismus halten?

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ssc58 22.10.2017, 19:35
25. seltsames Demokratieverständnis

sicher, in der Demokratie kann man frei reden, sich versammeln, demonstrieren etc. Aber das einige Foristen die Entscheidung der Zentralregierung als Unterdrückung der Demokratie bezeichnen, ist schon mehr als seltsam. In einer Demokratie werden Entscheidungen immer noch mehrheitlich getroffen und die Katalanen sind innerhalb Spaniens in der absoluten Minderheit. Ein Referendum zur Unabhängigkeit hätte nur dann Gültigkeit gehabt, wenn es in ganz Spanien durchgeführt worden wäre. Und nur wenn dann eine Mehrheit für die Unabhängigkeit ist, dann wäre das ganze auch rechtens. So ist es nur eine aufmüpfige Minderheit, die die Mehrheit der Spanier ihren Willen aufzwingen will. Und das hat mit Demokratie absolut gar nichts zu tun.

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Woland 22.10.2017, 19:40
26. Wird Deutschland einen Putsch innerhalb der EU zulassen?

Denn es geht um nichts anders: die Madrider Regierung hat entschieden, eine demokratisch gewählte Regierung und ein demokratisch gewähltes Parlament zu entmachten. Einfach so. Die Massnahmen, die sie in Katalonien anwenden will, sind nicht einmal von ihrer alle-Straftaten-deckenden Verfassung zugelassen. Wird das "Europa der Völker" in ein "Europa der Tyrannen" umgewandelt? Mit ihrer Zustimmung, Frau Doktor Merkel??

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mens 22.10.2017, 19:41
27. @2 Was ist bitte klar?

Permanent werden Dinge einfach behauptet. Nix ist klar. Auch wenn man sie tausendmal ausruft, sich die Gesichter bemalt und rührselige Spots dreht. Schon gar nicht, dass eine Mehrheit die Abspaltung von Spanien will. Das nervt einfach nur noch. Der Spalter soll in den Bau, wenn es die Gesetze vorsehen, und die Katalanen wählen sich dann ALLE eine neue Regionalregierung. DANN können wir „reden“.

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helisara 22.10.2017, 19:43
28. Zweierlei Maß?

Es wäre besser gewesen, wenn Madrid nicht gleich "gemauert", und ein Referendum, das dann nach allen Regeln durchgeführt werden kann ( so wie in Schottland) zugelassen hätte. Hat Spanien eigentlich den unabhängigen Kosovo anerkannt? Warum darf der Kosovo seine Unabhängigkeit verkünden und Katalonien nicht?

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nenntmichishmael 22.10.2017, 19:43
29.

Lieber SPON, die spanische Regierung ruft nicht zu "zivilem Ungehorsam" auf. Aus ihrer Sicht, und das ist die korrekte Sicht, haben die katalanischen Behörden nach der Aktivierung von Art. 155 schlichtweg keine Kompetenz mehr, irgend etwas zu entscheiden, was spanischem Recht und Gesetz widerspricht. Damit ist es kein "ziviler Ungehorsam", sondern die Bürger würden sich schlichtweg an geltende Bestimmungen halten - die ab nächstem Freitag eben im Zweifel aus Madrid kommen.

Solange die katalanischen Behörden allerdings ordnungsgemäß handeln, also z.B. korrekte Bußgeldbescheide für Geschwindigkeitsübertretungen ausstellen, wird Madrid dagegen nicht intervenieren.

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