Forum: Politik
Katalonien-Krise: Puigdemont-Mitstreiter kehren nach Barcelona zurück
AFP

Wo ist Carles Puigdemont? Die Zeitung "La Vanguardia" hatte berichtet, der ehemalige Regionalpräsident Kataloniens habe Brüssel in Richtung Barcelona verlassen. Dort kamen aber bloß einige seiner Ex-Regierungsmitglieder an.

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Jota.Nu 01.11.2017, 08:54
20. Aufwachen liebe EU!

die EU berappelt sich gerade wieder von der Finanzkrise von vor 10 Jahren und schon rollen seit 2 Jahren Abspaltungsszenarien auf dei EU zu. Als Verschwörungstheoretiker würde ich behaupten, dass die USA uns die Finanzkrise (inkl. den Schwierigkeiten mit GR) eingebrockt haben, die Abspaltungswünsche (Osten der EU, Brexit & Katalonien....) kommen aus Russland.... .
Wenn die "Super-Mächte" der EU so an Bein pinklen, dann müssen sie einen Grund dafür haben: Angst vor einem Erfolgsmodel für Freiheit, Brüderlichkeit und wirtschaftlichem Erfolg, vielleicht?

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Kurt2.1 01.11.2017, 08:58
21. #7

Zitat von Orthoklas
Puigdemont hat es tatsächlich geschafft, sich bei Unabhängigkeitsgegnern wie -befürwortern ins Aus zu schießen. Respekt!
Ich hoffe, Sie haben recht. Es muss verhindert werden, dass dieser durchgeknallte Aufrührer in den Untergrund geht und mit Gesinnungsgenossen Bomben wirft. Schon alleine, um diese Möglichkeit auszuschließen, muss Puigdemont unbedingt eingefangen werden.
Wir alle sind Zeugen dieses unglückseligen Versuchs einer Handvoll Leute, einen Teil eines Staates zu kapern. Nationalismus spielt vielleicht auch eine Rolle. Zuerst einmal ging es um Geld, davon bin ich überzeugt.

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moistvonlipwik 01.11.2017, 09:02
22.

Zitat von buk86
Die Doppelmoral in der EU ist nicht zu übersehen. Im Irak wollen sich die Kurden Abspalten und niemanden interessiert es. Oder damals in Jugoslawien war Deutschland der erste Staat der die Einseitige unabhängigkeit von Slovenien und Kroatien anerkannt hat. Oder auch dass Kosovo was eine Serbische Provinz war wo die gesamt Mehrheit im Land die Serben stellen mit 8millionen zu 1,5 Millionen Albanern, da hat die EU auch sofort die Einseitige unabhängigkeit anerkannt. Warum also sollten die Katalanen nicht dass Recht haben?
Die Bundesrepublik wurde für ihre voreilige Anerkennung Kroatiens und Sloveniens heftig kritisiert, bis hin zum Vorwurf, die alten Allianzen aus dem zweiten Weltkrieg zu reanimieren.
Und der Anerkennung des Kosovo waren lange Zeiten eines Krieges vorausgegangen.

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Karl10 01.11.2017, 09:06
23. Kunststück mit Gewalt

Kunststück! Mit Gewalt hat Spanien auch die Basken erfolgreich genötigt. Überzeugende Argumente, demokratische Mittel gab es auch seinerzeit nicht. So bleibt den Katalanen nur die Zwangsehe mit Spanien und Prügel und die Häme Resteuroas.Frankco hätte seine Freude daran.

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Mallorquinsky 01.11.2017, 09:07
24.

Vor dem Referendum hat sich Puigdemont und seine Clique ja taktisch relativ geschickt verhalten. Natürlich wurden den Anhängern Halbwahrheiten erzählt und blühende Landschaften versprochen, aber sie haben es klug verpackt. In den letzten Wochen scheint mir aber das die Separatisten total planlos agieren, was zum einem daran liegt, daß es ein Minderheiten Bündnis von Parteien extrem unterschiedlicher Prägung ist, die nur den Separatismus als gemeinsamen Nenner haben. Das muss natürlich in die Hose gehen. Das Ergebnis sehen wir aktuell. Gut auch das Belgien klar gemacht hat, daß die Puigdemont Truppe wenig willkommen ist, ausser als normale Touristen. Die Tatsache dass Puigdemont & Co auf der einen Seite eine anti EU Politik betreiben aber versuchen sich dann nach Brüssel abzusetzten zeigt wie verwirrt die Herren sind.

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frenchie3 01.11.2017, 09:13
25. @3 Wenn man eine illegale "Unternehmung"

mit dem Geld für andere, legale, Zwecke verbrät und einem das Geld nicht gehört sondern nur treuhänderisch übergeben wurde ist keine Unterschlagung? OK, kann man auch als Crowdfunding von beduppten Bürgern nennen. Gibt's nicht im Gesetzbuch und schon ist es straffrei. So ungefähr richtig?

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Msc 01.11.2017, 09:17
26.

Zitat von Karl10
Kunststück! Mit Gewalt hat Spanien auch die Basken erfolgreich genötigt. Überzeugende Argumente, demokratische Mittel gab es auch seinerzeit nicht. So bleibt den Katalanen nur die Zwangsehe mit Spanien und Prügel und die Häme Resteuroas.Frankco hätte seine Freude daran.
Katalonien hat damals für ein demokratisches Spanien gekämpft. Das Einzige woran Franco Freude hätte, wäre, wenn Katalonien dieses demokratische Spanien jetzt zerstört.

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frenchie3 01.11.2017, 09:20
27. @5 Die Forderung nach einem fairen Prozeß

ist gar nicht so unberechtigt. Da man in Katalonien ja noch heute durch Franco und seine unsägliche Verfassung unterdrückt wird kann man nicht ausschließen daß die spanische Regierung Methoden aus der Inquisition zur Befragung (und Erreichung der gewünschten Ergebnisse) einsetzt. :-))

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garfield53 01.11.2017, 09:24
28. mmm

Wann begreift die rechts-konservative Regierung, das Spanien in seiner derzeitigen Struktur nicht mehr zu "befrieden" ist.
Das Basken-Problem, unterdrückt und ungelöst, bei Neuwahlen im Dezember, ohne Manipulationen der Zentralregierung, stimmen noch mehr Katalanen für eine, zumindest, erweiterte Autonomität als bei der letzten Wahl und die spanischen Inseln?
Wir deutschen Urlauber erfahren es jedes Mal, das sie zuerst Kanarios und Balearis sind und dann Spanier.
Die Nachwirkungen des Faschismus grummeln immer noch im Land und alle Nach-Franco-Regierungen haben sich nie mit der umfassenden gesellschaftlichen Versöhnung und geschichtlichen Aufarbeitung befasst.
Im Gegenteil, die Politik Francos und dessen Repressionen gegenüber den "Provinzen" wurden fortgesetzt, auch wenn als "Alibi" machtlose Regionalverwaltungen zugelassen wurden.
Diese Machtlosigkeit gegenüber der "Zentralregierung" hat letztendlich den Widerstand nur noch mehr angefacht, obwohl anfangs von einer Unabhängigkeit und Loslösung von Spanien nie die Rede war.
Der aktuellen Zentralregierung spielen diese ungelösten Probleme in die Hände, man kann so schön von den durch sie verursachten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Versagen ablenken.
Nur zu welchen Preis?

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etischler 01.11.2017, 09:30
29. Gipfel der Dreistigkeit

Der Gipfel der Dreistigkeit wäre wohl gewesen, wenn Puigdemont in Europa politisches Asyl beantragt und bekommen hätte. Der Mann hat massiv gegen die spanische Verfassung verstoßen und gehört bestraft. Ich hoffe noch auf ein Auslieferungsverfahren an Spanien, wie es Rechtsstaaten untereinander haben.

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