Forum: Politik
Katalonien-Krise: Puigdemont-Mitstreiter kehren nach Barcelona zurück
AFP

Wo ist Carles Puigdemont? Die Zeitung "La Vanguardia" hatte berichtet, der ehemalige Regionalpräsident Kataloniens habe Brüssel in Richtung Barcelona verlassen. Dort kamen aber bloß einige seiner Ex-Regierungsmitglieder an.

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frenchie3 01.11.2017, 09:31
30. @14 Niemanen interessiert Kurdistan?

Ihnen ist jetzt ernsthaft entgangen daß sich die EU aus dem Kaschperltheater (obwohl Interesse) trotzdem raushält? Was wiederum von Leuten wie Ihnen aufs bitterlichste beklagt wird weil die böse EU sich nicht auf die unheimlich undemokratische spanische Regierung wirft. Ja wattenun?

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maniaci 01.11.2017, 09:33
31. "Wir" verstehen das schon richtig,...

Zitat von claudio_im_osten
...betrifft die sogenannte "Unterschlagung" öffentlicher Gelder die Kosten für die Durchführung der Abstimmung über die Unabhängigkeit durch die gewählte Regionalregierung Kataloniens. Wenn das so ist und Spaniens Regierung sich hierunter Rechtsstaatlichkeit vorstellt, dann sollten wir diese Art Europäer schlicht vergessen - zumal seit Jahren ständig durch die Presse geht, wie sehr die Repräsentanten in Madrid mit eigenen Korruptionsvorwürfen konfrontiert sind. Der absolute Gipfel sind die eingeleiteten Strafverfahren wegen "Rebellion", hier hat offensichtlich ein Herr Rajoy seit der Franco-Ära nicht wirklich was dazu gelernt. Ärgerlich, dass wir den führenden Mitglieder dieses Systems auf Augenhöhe begegnen. Würde Deutschland bei diesen abstrusen Anschuldigungen Asyl gewähren? Nötig wär's...
...Sie offenbar nicht. Der Vorwurf der Unterschlagung öffentlicher Gelder schwebt schon länger im Raum. Ganz böse Zungen behaupten, daß mit der Unabhängigkeit hier eine gewisse "Entlastung" der Provinzfürsten Kataloniens herbeigeführt werden sollte. Die im Artikel zitierte Kaution bezieht sich auf den Zirkus, Pardon, das illegale Referendum, daß durch die genannten "Volkshelden" veranstaltet wurde. Und noch was: Dieses ständige Zitieren der "Franco-Diktatur" ist ziemlich öde und auch einfältig. Etwa so, wie große Teile der Unabhängigkeitsbefürworter es (ganz offensichtlich) sind.

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frenchie3 01.11.2017, 09:36
32. @15 Zitat "max. 50 km/h in Ortschaften"

Freiheit für Katalonien! Das deutsche Äquivalelent zur Interpretation dieser Gesetzeslage wäre hier "freie Fahrt für freie Bürger"

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w.diverso 01.11.2017, 09:38
33. Weiss jetzt nicht wie das zu verstehen ist.

Zitat von claudio_im_osten
Wenn wir das hier richtig verstehen......betrifft die sogenannte "Unterschlagung" öffentlicher Gelder die Kosten für die Durchführung der Abstimmung über die Unabhängigkeit durch die gewählte Regionalregierung Kataloniens. Wenn das so ist und Spaniens Regierung sich hierunter Rechtsstaatlichkeit vorstellt, dann sollten wir diese Art Europäer schlicht vergessen - zumal seit Jahren ständig durch die Presse geht, wie sehr die Repräsentanten in Madrid mit eigenen Korruptionsvorwürfen konfrontiert sind. Der absolute Gipfel sind die eingeleiteten Strafverfahren wegen "Rebellion", hier hat offensichtlich ein Herr Rajoy seit der Franco-Ära nicht wirklich was dazu gelernt. Ärgerlich, dass wir den führenden Mitglieder dieses Systems auf Augenhöhe begegnen. Würde Deutschland bei diesen abstrusen Anschuldigungen Asyl gewähren? Nötig wär's...
Dass gerade ein Deutscher über die Vergangenheit eines anderen Landes sich Gedanken macht, ist schon etwas eigenartig. Außerdem kann der spanische Staat schon auch darauf schauen, dass in den Regionalparlamenten nicht das Geld aller Bürger für sinnlose und ungesetzliche Vorhaben verschwendet wird. Und auch klar, das die Separatisten eine, zugegebenermaßen ohne Waffengewalt, Revolution vor hatten, soll man nicht vergessen. Normale Demokratie war das aber auf keinen Fall.

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frenchie3 01.11.2017, 09:40
34. @18 Von einem Gehirngewaschenen:

Bitte, bitte, bitte, bringen Sie doch nur EIN EINZIGES Beispiel für Knechtung und Unterdrückung. Ich will nicht mal Beweise so verzweifelt bin ich schon. Nur Filme mit Blutschminke gelten nicht.

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maniaci 01.11.2017, 09:40
35. Satire?

Zitat von frenchie3
ist gar nicht so unberechtigt. Da man in Katalonien ja noch heute durch Franco und seine unsägliche Verfassung unterdrückt wird kann man nicht ausschließen daß die spanische Regierung Methoden aus der Inquisition zur Befragung (und Erreichung der gewünschten Ergebnisse) einsetzt. :-))
Hoffentlich ja! Denn Sie unterstellen indirekt, daß die Katalanen mit breiter Mehrheit dieser "Franco-Verfassung" und damit ihrer eigenen Unterdrückung zugestimmt haben. Es ist wirklich nicht zu fassen, was hier teilweise für ein Geschwurbel verbreitet wird.

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proratio 01.11.2017, 09:44
36. So ist es aber nicht

Zitat von claudio_im_osten
...betrifft die sogenannte "Unterschlagung" öffentlicher Gelder die Kosten für die Durchführung der Abstimmung über die Unabhängigkeit durch die gewählte Regionalregierung Kataloniens. Wenn das so ist und Spaniens Regierung sich hierunter Rechtsstaatlichkeit vorstellt, dann sollten .......
Die Durchführung des Referendums trotz der vom Verfassungsgericht festgestellten Rechtswidrigkeit ist natürlich Unterschlagung öffentlicher Gelder. Das wäre bei uns vermutlich nicht anders. Korruptionsvorwürfe gibt es sowohl gegen die Zentralregierung als auch gegen die katalonische Regionalregierung, und zwar seit vielen Jahren. Und schließlich: Nicht Herr Rajoy hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, sondern die Staatsanwaltschaft, denn auch in Spanien gilt die Gewaltenteilung.

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bikejockel 01.11.2017, 09:45
37. Spanien ist Mitglied der EU

@buk86

1. Katalonien ist eine Provinz oder Region, die zu einem föderalen Staat (Spanien) gehört. Dieser Staat verfolgt keine Minderheiten, lässt sie ihre Sprache sprechen und ist Vollmitglied in der EU.
2. Die Staaten und Regionen, die sie als Beipiel aufzählen, gehören in den weiteren Einflussbereich von Russland oder einem Unrechtsstaat (Iran).

Erkennen sie diese Unterschiede?

Warum will dieser Kasper und Rattenfänger eine Unabhängigkeit seiner Region? Vermutlich will er die Kontrolle des spanischen Staates abschütteln, um sich richtig und nur wenig kontrolliert die Taschen zu füllen. Weil es die stolzen Katalanen mit noch mehr Stolz erfüllt, dass sich nun einer der Ihren selbst bedient? Warum sollte es nötig sein eine Abstimmung als Legitimation heranzuziehen, die nur von einer Minderheit unkontrolliert durchgeführt wurde?

Nationalismus ist von vorgestern und dient nur wenigen.

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Mallorquinsky 01.11.2017, 09:57
38.

Zitat von maniaci
Dieses ständige Zitieren der "Franco-Diktatur" ist ziemlich öde und auch einfältig.
Die Argumentation einiger Foristen und Separationsanhänger sit in der Tat mehr als dürftig. Es wird immer die Schuld bei Franco und Madrid gesucht. Im Zweifelsfalle wird dann noch das Geschichtsbuch umgedeutet in dem man vor 300 Jahren ein Königreich Katalonien erfindet, was nur ein Fürstentum war. Fürstetümer gab es auch in Deutschland zu hauf und niemand kommt auf die Idee sich wegen Sachen die hunderte Jahre zurückliegen abzuspalten. Und was die angebliche Unterdrückung durch den Spanischen Staat angeht ist es doch genau umgekehrt. Die Katalanische Regierung unterdrückt seit Jahren das Sprechen der spanischen Sprache. Wenn mir die Tochter unserer Freunde erzählt, daß obwohl in ihrer Schule die Mehrheit der Kinder Spanisch stämmig sind sie im Unterricht mit dem Spanisch stämmingen Lehrer nur auf Katalan reden muss, dann geht mir die Hutschnur hoch. Nur auf dem Schulhof dürfen Sie Spanisch reden. Es waren ja genug Berichte auch hier auf SPON, daß Separationsgegner mit Repressionen und Mobbing rechnen müssen und deshalb gerne still und anonym bleiben und sich nur in der Masse wohlfühlen, wenn Sie Ihre politische Gesinnung kundtun. Da muss man sich doch fragen wer hier faschistoid ist.

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mm0 01.11.2017, 09:59
39. Rechtsradikale organisieren sich

Zitat von nenntmichishmael
Also doch kein Jubel für die heimgekehrten Unabhängigkeitshelden bei der Ankunft am Flughafen. Hoffentlich ein gutes Zeichen, dass die klarer denkenden Katalanen merken, was für Scharlatanen eine große Bevölkerungsgruppe aufgesessen ist. Der Hauptgrund für die Brüssel-Exkursion Puigdemonts scheint übrigens vor allem eines gewesen zu sein: nicht mit europäischen Politikern wollte man sprechen (da hat man offensichtlich sowieso keinen Termin bekommen), sondern die gesamteuropäische Presse wollte man erreichen. Das zeigt erneut: Im Stimmungmachen sind die Separatisten clever und effektiv. In praktischer Politik hingegen plump und tapsig.
Ist doch erstaunlich wie die Dinge hier verdreht werden. Rechtsradikale aus der Unionistengruppe haben ohne Politiker am Flughafen angepöbelt und physisch angegriffen. Übrigens ohne Widerstand de Polizeigewalt. Da sind wir doch wieder sehr nahe bei alten Ideologien und Einschüchterung der Bevölkerung.

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