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Katalonien-Krise: Rajoy bleibt hart
DPA

In Spanien protestierten Zehntausende Bürger für einen Dialog zwischen der Zentralregierung und Katalonien. Doch Premier Rajoy lehnt eine Vermittlung kategorisch ab und droht der Region mit dem Entzug ihres autonomen Status'.

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stefan.martens.75 08.10.2017, 00:54
1. Jeden Tag den er wartet

Blutet Katalonien wirtschaftlich weiter aus und der Rest Spaniens wird gestärkt.
Katalonien hat eine denkbar schlechte Position um irgendwas zu verhandeln.
Weder rechtlich noch wirtschaftlich haben sie auch nur eine spielbare Karte in der Hand.
Im Grunde kann man sie weiter Amok laufen lassen und schlicht warten bis sie zur Vernunft kommen.
Und wenn die 1-2 Jahre wirtschaftlichen Niedergang und Chaos brauchen kann man auch das aushalten.
Das Problem klärt sich von Alleine, wenn der Wirtschaftseinbruch grösser wird als die 8% die sie derzeit an Madrid zahlen.

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Minette 08.10.2017, 00:54
2. Señor Rajoy

Sie haben die Demokratie nicht verstanden und handeln im höchsten Maß verantwortungslos. Ich wünsche Ihnen von Herzen politisches Scheitern. Wie dumm können Politiker sein und unfähig, über den Tellerrand zu schauen.
Ein Armutszeugnis für Sie..

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loquuntursaxa 08.10.2017, 00:55
3. 75% des spanischen Parlament

unterstützt Rajoy in der Verteidigung des Gesetzes. Das wird sich nicht ändern. Der Artikel 155 muss früher oder später in Kraft treten wenn die Separatisten nicht zurücktreten. Das steht auch im Buch des Junqueras denn er sucht die Rolle des Opfers und jetzt verleibt er in sich die soziale Bewegung die er gestartet hat. Und das ist der nächste Kapitel dieser Geschichte, wenn Junqueras vor Gericht kommt und er wird als Held aufgehoben.

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Newspeak 08.10.2017, 01:06
4. ...

Rajoy ist wirklich der falsche Mann am falschen Ort. Kategorische Ablehnung staerkt nur das separatistische Lager. Und er wird konsequent sein muessen. Aber was will er tun, wenn die Katalanen sich fuer unabhaengig erklaeren? Dann muss er ihnen, nach allem was er bisher gesagt hat, die Autonomie entziehen. Und wie will er das umsetzen? Das geht nur, indem er katalanische Beamte, die sich den Forderungen aus Madrid nicht unterwerfen, inhaftieren laesst, bzw. mit Polizeigewalt und Zwang die Umsetzung erwirkt. Und was soll das bringen? Bestenfalls keine Loyalitaet und zivilen Ungehorsam, schlimmstenfalls einen Buergerkrieg. Und das nur, weil ein dummer Mensch kategorisch Gespraeche ablehnt.

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ph.latundan 08.10.2017, 02:22
5.

rein rechtlich gesehen mag der mensch ja recht haben. wobei man sich da wohl auch fragen muss ob die katalanen dieser verfassung zugestimmt haben. ansonsten hat die spanische regierung den "nobelpreis" fuer inkompetenz und diplomatisches versagen verdient. die dinge werden sich nicht zu gunsten spaniens bessern. im gegenteil, je haerter die regierung je mehr wollen die leute die unabhaengigkeit. ist ja auch zu verstehen wenn man so ausgebeutet wird.

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hegauloewe 08.10.2017, 03:03
6. Da ist das Volk

mal wieder viel weiter als manch Holzköpfe unter den Politikern. Rajoy bleibt hart und wem nutzt solche Sturheit - nur den Hardlinern. Aber wahrscheinlich ist Rajoy ja selber ein Hardliner.
Statt mit den Katalanen an einem Tisch Autonomiezugeständnisse zu machen, wird auf Kraftmeierei gepocht. Leider ist Rajoy seiner Aufgabe nicht gewachsen.
Egal wohin man schaut, Politiker wie May, Johnson, Rajoy und seine Stellvertreterin, auch der Katalane, agieren hirnlos und verschärfen die Situation mit ihren Stümpereien noch.

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testuser2 08.10.2017, 05:44
7. Besser friedliche Abspaltung als das mit Gewalt verhindern

Was wäre so schlimm daran, wenn sich die Katalanen unabhängig machen, aber gleichzeitig in der EU verbleiben und zu Spanien dennoch gute nachbarschaftliche und auch wirtschaftliche Verbindungen mit vielen Gemeinsamkeiten haben würden. Gerade dann, wenn man solche Entwicklungen mit Gewalt verhindern will, bauen sich doch viel größere feindschaftliche Gefühle auf, was sich später rächen könnte.
Merkel sagt zur Katalonien-Krise erstmal fast nix. Oder doch - immerhin sagt sie, dass das eine inner-Spanische Angelegenheit ist und daher die EU damit nichts zu tun hat. Deutschland gibt mit seiner wirtschaftlichen Vormachtstellung den Ton innerhalb der EU an und die EU positioniert sich zur Zeit eindeutig gegen alle Abspaltungen - auch mit Drohungen vor wirtschaftlichen Nachteilen in Richtung derjenigen, die sich von der EU abspalten würden. Das ist bei den Briten aber jetzt auch bei den Katalanen der Fall. Sich nicht in einen Konflikt hineinziehen zu lassen ist sicher oft auch der richtige Weg. Doch diese Position der Kanzlerin, als Führungsnation der EU nicht vermitteln zu wollen, finde ich schwach. Und dieses ewige, "dann würden ja alle damit anfangen, sich abspalten zu wollen, z.B. die Bayern von Deutschland" finde ich kein gutes Argument.
Viel besser wäre es, wenn Spanien und die EU den geregelten Weg zur Abspaltung genauso ermöglichen, wie den Beitritt. Das würde meiner Meinung nach die EU nicht schwächen, sondern sogar stärken. Es würden die Regionen und Länder in der EU verbleiben, die es wirklich wollen.

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StonyBrook 08.10.2017, 07:03
8. Ich drohe mal mit

Entzug des Apostrophs des Status. Der hat da nix zu suchen.

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jkbremen 08.10.2017, 07:39
9. Absolut richtig

was die spanische Regierung und Gonzalez sagen. Wo kämen wir in Europa hi, wenn jede verrückte Gruppe machen könnte was sie will und damit Staaten auseinander treiben könnte.

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