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Kataloniens Premier über den Bruch mit Spanien: "Wir wollen unser Recht"
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Die Katalanen wollen raus aus Spanien, sie trotzen der harten Reaktion aus Madrid. Hier spricht der katalanische Ministerpräsident Puigdemont über Ohrfeigen für sein Volk, die Zukunft des FC Barcelona - und den Zorn der EU.

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Piantao 21.09.2017, 14:08
1. Welches Recht ?

In der spanischen Verfassung findet man kein "Recht" für eine Abspaltung einer spanischen Provinz.
72 von 135 Abgeordneten pro Abspaltung. Das ist zwar die Mehrheit aber nicht gerade überzeugend. Außerdem sollen es die Bürger Kataloniens entscheiden und dazu gibt es Statistiken die eher circa
60% gegen die Abspaltung zeigen.
Faszit: Puigdemont ist ein Träumer. Er allein weiß auch das der FC Barcelona wohl in der spanischen Liga verbleiben wird. Da müsste er zumindest auch die "andere Seite" sich anhören. Die sind eher geneigt Barca nicht in der spanischen Liga aufzunehmen.
Bessere Lösung für Barca wäre die französiche Liga. Da spielt ja auch Monaco als nicht französischer Verein.

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argonaut-10 21.09.2017, 14:10
2. Wie dumm

von der Zentralregierung, einen ausgehandelten Kompromiss zu kippen, ohne eine Nachfolgevereinbarung ausgehandelt zu haben. Dennoch... wir brauchen mehr Miteinander, als Separatismus.

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karit 21.09.2017, 14:10
3. Das alles macht wirklich keinen Sinn!!

Wenn jeder nur nach sich schaut, sieht Europa bald aus wie Deutschland im Mittelalter. Wer kann das wollen? Wie soll dann jedes kleine Popelland mit hunderten Verträgen mit allen anderen Popelländern Handel treiben und eine gemeinsame Linie finden? Europa ist wirklich von vorgestern, schaut was die Chinesen machen! Das ist auch nicht supertoll, aber besser als dieser weit verbreitete Kleingeist und Egoismus. Und das Verfassungsgericht hat Teile des Vertrages mit Katalonien kassiert. An das OBERSTE gmGericht sollte man sich doch eigentlich halten können oder?

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smaturin 21.09.2017, 14:11
4. Bei allem...

... Verständniss für die Probleme der Katalanen mit den Spaniern und auch mal die rechtlichen Punkte mal aussen vor gelassen. Verzwergstaaterei sollte nicht im Interesse keiner Seite sein. Da können all enur verlieren und Putin, Erdogan, Trump, Xi Jinping und Co. lachen sich ins Fäustchen, da es für sie nichts Schöneres gibt, als ein zersplittertes uneines Europa gibt. Das sollte doch langsam alle begriffen haben... Ich hoffe Spanier und Katalanen finden noch einen "gemeinsame" Lösung...

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dmex 21.09.2017, 14:11
5. "Aber dafür ist Politik da: um Probleme zu lösen."

Merkwürdig nur, warum er nicht vorher auf die Idee kommt, diesen Konflikt aanstatt mit Konfrontation mit Politik zu lösen. Erstmal das ganze Land ins Chaos stürtzen, um dann die Probleme zu lösen, die er selbst verursacht hat. Seltsame Logik.

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yellowsnake 21.09.2017, 14:12
6. solange derartiger Seperatismus ...

... so vernünftig wie hier von der katalanlischen Regierung angegangen wird, haben die meine volle Sympathie. Es ist nichts gegen derartige Seperatismen einzuwenden, solange sie von der Mehrheit des Volkes gestützt wird und vernünftig und europäisch bleibt. Und ich würde sagen, sie haben nicht nur realistische Chancen, unabhängig zu werden, so wie Rajoy gegen diese Bewegung angeht, stärkt er gerade den Rücken der Katalanen, wie kein anderer.

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freddygrant 21.09.2017, 14:12
7. Warum betreibt ...

... die Zentralregierung in Madrid nicht seit
Jahrzehnten eine Infrastrukturpolitik, die den
Leistungen (und Wirtschaft) sowie der Selbst-
bestimmung der Katalanen entspricht? Spanien
wird nun an einer Teilautonomie der Region
Katalonien nicht mehr vorbei kommen. Frage
bleibt aktuell, ob dies friedlich ver- bze. behandelt
wird oder mit weiteren Protesten und inneren
Auseinandersetzungen erfolgen wird.

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reinhard_becker 21.09.2017, 14:16
8. "Die Katalanen wollen raus aus Spanien"

"Die Katalanen wollen raus aus Spanien" ist eine Behauptung, die ohne jede Tatsachengrundlage in den Raum gestellt wird. Selbst wenn es in einer Befragung eine Mehrheit für so etwas gäbe, wären das nicht "die Katalanen". Klingt griffig, ist aber undifferenziert und irreführend.

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dweird 21.09.2017, 14:16
9. Vereinen statt spalten!

Dass Herr Puigdemont die Abtrennung Kataloniens mit der Wiedervereinigung Deutschlands vergleicht, ist ja wohl ein schlechter Witz. Bei der einen ging es um die Vereinigung eines Volkes, das seit dem Krieg getrennt war, und ein Teil 40 Jahre unter einer Diktatur litt. Bei Katalonien scheint es sich jedoch um eine Verirrung von Nationalstolz und landsmannschaftlichem Egoismus zu handeln. So, als würde Bayern, das zweifellos einige ärmere Bundesländer mit durchpäppelt, sich vom Rest Deutschlands abspalten (was vielleicht der eine oder andere als gar nicht so schlimm empfände...). Dieser national "Wir zuerst"-Egoismus, der nicht erst seit Trump immer mehr um sich greift, ist wirklich zum Kotzen und ein Rückschritt in die dunklere Vergangenheit. Man sollte meinen, die Menschheit wäre inzwischen klüger geworden.
Und genauso wie die politischen Irrlichter Michael Farage & Co., die mit wahnwitzigen Behauptungen den Brexit vorangetrieben haben und damit ein ganzes Land in die Krise gestürzt haben, will sich Herr Puigdemont nach der Abstimmung aus der Verantwortung verabschieden. My job is done, now it's your turn. Ihr wolltet es so haben - nun seht zu, wir ihr damit klar kommt.
Das Schlimme ist nicht Katalonien (who cares about Catalanes?) - das Schlimme ist, dass dieser neue Separatismus als nationaler Selbstfindungstrip weitere Kandidaten beflügeln könnte und die EU so erneut in die Krise stürzen könnte.

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