Forum: Politik
Kataloniens Premier über den Bruch mit Spanien: "Wir wollen unser Recht"
Getty Images

Die Katalanen wollen raus aus Spanien, sie trotzen der harten Reaktion aus Madrid. Hier spricht der katalanische Ministerpräsident Puigdemont über Ohrfeigen für sein Volk, die Zukunft des FC Barcelona - und den Zorn der EU.

Seite 14 von 26
adal_ 21.09.2017, 16:55
130.

Zitat von nandogo
...Es sind nicht "DIE" Katalanen die raus wollen. Es sind die Separatisten, mit Terroristen in ihren Reihen...
Was denn für Terroristen? Was soll die Fake News?

Beitrag melden
lofeu 21.09.2017, 16:56
131. 1997

war ich von der Universität aus bei einer großen Katalonien Exkursion dabei. und schon damals haben wir mit Katalanen diskutiert, die Katalonien abspalten wollten. Vor zwanzig Jahren schon wurde deutlich, dass der katalanische Nationalstolz dazu verwendet wurde, den katalanischen Egoismus zu übertünchen. Es wird heute nicht anders sein und dir Behauptung, es gehe nicht nur ums Geld ist die reine Heuchelei!

Beitrag melden
dosmundos 21.09.2017, 16:59
132. Unabhängigkeitserklärung - und dann?

"Wir werden die Ergebnisse bekanntgeben und unsere Unabhängigkeit verkünden. Dann wird das Leben normal weitergehen. Wir werden Briefe an die Zentralregierung nach Madrid und nach Brüssel schreiben"

Was passiert eigentlich, wenn der Rest der Welt die Unabhängigkeit schlichtweg ignoriert? Da müssen ja unendliche Gespräche geführt werden, wenn man sich trennen will. Wenn sich da einfach niemand an den Tisch setzt, sieht sich dann Katalonien als ein von spanischer Polizei und Militär besetzter Staat? Und wenn ja, wie soll das dann friedlich bleiben?

Läuft das dann wie bei Kalle Klammroth, dem Reichsbürger, der mal eben seinen eigenen Staat ausruft? Mit dem Unterschied, dass mit Sicherheit eine Mehrheit der Bevölkerung Kataloniens gar kein Bock hat, das Unabhängigkeits-Gedöns jenseits von bloßem Gerede und Abgestimme dann auch wirklich durchzuziehen, wenn man sich seinen eigenen Pass und sein eigenes Nummernschild basteln muss und sich daraus nur Ärger und Scherereien mit den Behörden ergeben...

Beitrag melden
-Jack- 21.09.2017, 17:01
133. An alle die bisher es nicht gecheckt haben

Das Volk in Katalonien ist auf die Straße gegangen, weil die spanische Regierung sich diktatorisch verhält.
1. Es wurden POLITISCHE GEGNER verhaftet.
2. Militärs und Volk stehen sich im Moment gegenüber.
3. Bald wird es Tote geben
Gott helfe uns, dass ich mich irre.

Beitrag melden
Rosmarinus 21.09.2017, 17:04
134.

Zitat von -Jack-
Das Volk in Katalonien ist auf die Straße gegangen, weil die spanische Regierung sich diktatorisch verhält. 1. Es wurden POLITISCHE GEGNER verhaftet. 2. Militärs und Volk stehen sich im Moment gegenüber. 3. Bald wird es Tote geben Gott helfe uns, dass ich mich irre.
Naja, ich glaube eher, Sie können es kaum abwarten.

Beitrag melden
español 21.09.2017, 17:06
135. Die Katalanen?... wohl eher nur ein (mobilisierter) Teil....

Die Art der Berichterstattung ist schon etwas seltsam, wenn fortlaufend auf einen Teil der katalanischen Bevölkerung verwiesen wird, ein anderer Teil aber ignoriert wird....aber dann im Stile "Gesamtheit" gerechnet wird. Und zum interviewten Herrn Puigdemont, kann er ruhig weiter seine "Milchmädchen-Propaganda" verbreiten. Ändert nichts an der Tatsache, daß er sich als Haupt- oder Mitverantwortlicher von Gesetzesbruch wird verantworten müssen. Zum Thema, hat übrigens El Pais ein schönes Editorial zu Herrn Puigdemonts "Ergüssen" (in englisch) auf dessen webseite publiziert. https://elpais.com/elpais/2017/09/20/inenglish/1505917320_788824.html
Ich wäre den Moderatoren dankbar, wenn dieser Beitrag, trotz link, im Namen der Meinungsfreiheit und im Dienste der Information, veröffentlicht wird.

Beitrag melden
Bondurant 21.09.2017, 17:09
136. Ein

Zitat von M. Schäfer
Ich würde mal die Frage aufwerfen, wer überhaupt über eine Veränderung des spanischen Staatsgebildes abstimmen sollte - nur die Katalanen oder alle Spanier? Der Ausgang des Referendums wäre sicherlich nicht derselbe.
sehr guter Punkt.

Beitrag melden
herwescher 21.09.2017, 17:18
137. Im Prinzip greift der linksliberale Beißreflex noch immer:

Das Streben nach immer größeren Einheiten!

Größere Schulen, größere Gemeinden (man erinnert sich noch mit Grausen, als die Sozis in Hessen die zwei alterwürdigen Städte Wetzlar und Gießen gegen den Willen der Bürger zur "Lahn-Stadt" vereinigten), den Föderalismus in Deutschland sieht man mit Entsetzen usw.

Zwischenziel ist, dass alle europäischen Nationalstatten in der EU verschwinden.Dann alle Völker der Erde in einem globalen Einheitsstaat.

Da sollte es natürlich kein "Selbstbestimmungsrecht der Völker" geben, weil man das Wort "Völker" wegen "völkisch" an sich nicht mag..

Andererseits steht man gerne an der Seite von "unterdrückten Minderheiten" und dem "Volk", wenn es protestiert.

Deswegen auch das Rumgeeiere in den MSM: Sonst immer schnell dabei, einen Bösewicht auszumachen und mit den Unterdrückten zu solidarisieren, ist man unschlüssig und bleibt ausnahmsweise ungefähr neutral ...

Beitrag melden
adal_ 21.09.2017, 17:18
138.

Zitat von -Jack-
...1. Es wurden POLITISCHE GEGNER verhaftet...
Ich würde sagen, mutmaßliche Rechtsbrecher wurden verhaftet.

ZITAT: 2. Militärs und Volk stehen sich im Moment gegenüber.

Die Guardia Civil ist kein Militär.

Beitrag melden
From7000islands 21.09.2017, 17:19
139.

Zitat von dweird
Dass Herr Puigdemont die Abtrennung Kataloniens mit der Wiedervereinigung Deutschlands vergleicht, ist ja wohl ein schlechter Witz. Bei der einen ging es um die Vereinigung eines Volkes, das seit dem Krieg getrennt war, und ein Teil 40 Jahre unter einer Diktatur litt. Bei Katalonien scheint es sich jedoch um eine Verirrung von Nationalstolz und landsmannschaftlichem Egoismus zu handeln. So, als würde Bayern, das zweifellos einige ärmere Bundesländer mit durchpäppelt, sich vom Rest Deutschlands abspalten (was vielleicht der eine oder andere als gar nicht so schlimm empfände...). Dieser national "Wir zuerst"-Egoismus, der nicht erst seit Trump immer mehr um sich greift, ist wirklich zum Kotzen und ein Rückschritt in die dunklere Vergangenheit. Man sollte meinen, die Menschheit wäre inzwischen klüger geworden. Und genauso wie die politischen Irrlichter Michael Farage & Co., die mit wahnwitzigen Behauptungen den Brexit vorangetrieben haben und damit ein ganzes Land in die Krise gestürzt haben, will sich Herr Puigdemont nach der Abstimmung aus der Verantwortung verabschieden. My job is done, now it's your turn. Ihr wolltet es so haben - nun seht zu, wir ihr damit klar kommt. Das Schlimme ist nicht Katalonien (who cares about Catalanes?) - das Schlimme ist, dass dieser neue Separatismus als nationaler Selbstfindungstrip weitere Kandidaten beflügeln könnte und die EU so erneut in die Krise stürzen könnte.
Was sind die Parallelgesellschaften anderes als abgespaltene Teile eines Staates? Die EU will auf Biegen und Brechen >Multikulti. Dazu passt nicht , dass unterschiedliche Volksteile autonom werden möchten. Nicht etwa, weil man eine Abspaltung Bayerns von Deutschland, Korsika von Frankreich und Padanien von Ialien fürchtet, sondern weil dann islamische Volksgruppen einen islamischen Staat in der EU gründen könnten mit der Schariah als Rechtsform, wie es schon in den islamischen Parallelgesellschaften Frankreichs, Englands und Deutschlands passiert.

Beitrag melden
Seite 14 von 26
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!