Forum: Politik
Katastrophe im syrischen Ost-Ghuta: Was tun!
AFP

Hunderttausende leiden in Ost-Ghuta. Aber der Westen blickt auf die Verbrechen des Assad-Regimes wie auf eine Naturkatastrophe: Kann man nichts machen. Doch, man kann. Deutschland und Europa müssten nur Mut zeigen.

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m.gu 23.02.2018, 15:09
1. Ich gebe Herrn Sydow in seinem Beitrag Recht. Die Regierungen in

Europa tragen meiner Meinung nach eine große Mitschuld an der jetzigen Lage in Syrien. Nicht nur in Ost-Gutha geschehen diese Kriegsverbrechen, wo bereits in den letzten Jahren 1 000de Zivilisten regelrecht massakriert worden sind. Ein ähnliches Bild bietet heute die Stadt Afrin wo türkische schwerbewaffnete Truppen auch 118 Zivilisten beim Beschuss und Bombenangriffen nachweisbar getötet haben. Nicht nur dort, auch selbst in der Südtürkei kann der Diktator Erdogan 1 000de wehrlose Menschen töten lassen. Siehe Beweis Quelle: "Kurdengebiet Türkei: 80 Prozent der Stadt Sirnak dem Erdboden gleichgemacht." Vor kurzem lebten dort noch ca. 69 000 Zivilisten, heute am 23.02.18 nur noch ca. 4 000. Der große Rest wurde massakriert oder gewaltsam vertrieben. Ob in Syrien oder in der Türkei, beide Diktatoren Assad und Erdogan können in ihren Ländern wüten und die Regierungen auch der EU schauen zu oder weg und kritisieren nur die begangenen Kriegsverbrechen Assad an seinem Volk in Syrien. Doch in beiden Fällen muss reagiert werden oder es werden in den kommenden Monaten weitere 10 000de Menschen ihr Leben lassen müssen.

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plainchampagne 23.02.2018, 15:12
2. Ein zweites Libyen!?

Ich kann Herrn Sydows Argumentation nicht ganz folgen: Ist er wirklich der Meinung, dass die Machtuebernahme durch islamistische Terroristen die bessere Loesung waere? Ein zweites Libyen? Der Konflikt waere schon lange beendet, wenn westliche Regierungen nicht aus rein populistischen Gruenden diese Terroristen unterstützen wuerden. Und um Herrn Assad haette man sich dann im Anschluss kuemmern koennen. Stattdessen jammert man ueber einen Konflikt, den man selbst durch planloses Handeln anheizt!

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kolybri 23.02.2018, 15:14
3. dem Artikel ist nicht mehr hinzuzufügen

Bravo: "All das und noch mehr könnte Deutschland tun. Und gar nicht aus Nächstenliebe sondern aus kühlem Eigeninteresse. Denn so lange Assad sein Volk terrorisiert, werden nur wenige syrische Flüchtlinge aus der Bundesrepublik in ihre Heimat zurückkehren."

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brux 23.02.2018, 15:15
4. Au weia

Schon der erste Satz ist nicht wahr. Wir wissen nicht, wieviel Opposition es gegen Assad in Syrien gibt. Wir wissen auch nicht, wer diese Opposition ist (und wieviele).
Angefangen hat das mit eher bürgerlichen Kreisen, die wirtschaftliche und politische Reformen wollten.
Heute sind die sogenannten Rebellen wohl im wesentlichen Jihadisten und Gruppen, die von der Türkei gesteuert werden.
Mischt man sich dort ein, erzeugt man vor allem Einigkeit gegen die Einmischer. Dann muss man die harte Linie fahren. Und das ist die Garantie dafür, dass die Medien ganz schnell zum Rückzug aufrufen.
Diese Gutmenschen-Schreibtischstrategen-Kommentare sind völlig sinnfrei.

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Reinhold Schramm 23.02.2018, 15:17
5. Dieser Teil der Wahrheit wird ausgeblendet

»Wieder einmal bestätigt sich, wozu dieser Krieg führt, wenn dessen Paten und Protagonisten nicht daran denken, damit aufzuhören, bevor sie ihre Interessen so bedient sehen, wie sie das – gemessen an ihrem Engagement und ihrer Verstrickung – für geboten halten. Den Preis dafür zahlt die Zivilbevölkerung wie in jedem anderen Krieg.

Wenn man dies verdammt und verurteilt, sollte aber der Wahrheit die Ehre gegeben werden. Derzeit jedoch wird in der medialen Reflexion der Umstand ausgeblendet, dass von Anti-Assad-Kräften islamistischen Zuschnitts beherrschte Städte und Stadtteile behauptet werden, indem die dort lebende Zivilbevölkerung als Faustpfand missbraucht wird.« -

»Soeben ließ Kanzlerin Merkel dem Assad-Regime durch ihren Regierungssprecher Seibert ausrichten, dass es mit der Offensive in Ost-Ghuta „keinen Kampf gegen Terroristen“, sondern einen „Feldzug gegen die eigene Bevölkerung" führe. Vergleichbare Appelle Merkels an den irakischen Premier al-Abadi, dem der Vormarsch beim Kampf um Mossul nicht genug schnell ging, und der deshalb zu einem härteren Vorgehen aufforderte, was die vorwiegend sunnitische, teils mit dem IS sympathisierende Bevölkerung nicht schonte, sind nicht überliefert.«

Vgl. Ost-Aleppo, Mossul, Ost-Ghuta
Syrien Erneut werden Zivilisten zum Faustpfand islamistischer Hardliner, die in aussichtsloser Lage nicht aufgeben wollen. Dieser Teil der Wahrheit wird ausgeblendet.
Von Lutz Herden
www.freitag.de/autoren/lutz-herden/ost-aleppo-mossul-ost-ghuta

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DieHappy 23.02.2018, 15:18
6.

Diesem Artikel ist an Analyse und Vorschlägen kaum noch etwas hinzuzufügen. Bravo!
Und gleich werden wieder die Russland und Assad Freunde kommen, wie kann man diesen Schlächter samt starken Mann im Kreml eigentlich in Schutz nehmen ohne dass einem der Spiegel zerspringt,
und uns ihre angeblichen "Wahrheiten" penetrant in Übermacht ins Forum ätzen.

Es gäbe für die militärische Supermacht Russland da unten so viel andere Möglichkeiten den Konflikt zu lösen, ohne quasi ganze Gebiete von Zivilisten und Kinder auszurotten.
Es wäre schön, wenn Russland erst gar nicht im UN Sicherheitsrat sitzen, bzw. jahrelang blockieren würde. Deswegen wären die genannten Schritte samt WM genau richtig. Shame on you Mr. Putin. Die Geschichtsbücher werden sich an sie erinnern.

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fettikottletti 23.02.2018, 15:19
7. Nö, da kann man gar nix machen

Leider können wir da gar nix machen! Jegliche Einmischung würde das Ganze nur noch schlimmer machen.
Schreiben Sie doch an die Rebellen und Islamisten sie sollen sich ergeben und aufhören die Zivilbevölkerung als Geisel und Schutzschild zu missbrauchen! Aber die werden ihnen sagen dass das gegen ihre Überzeugung wäre und den Sponsoren der Rebellion gar nicht gefallen würde.

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atipic 23.02.2018, 15:19
8. was tun?

dasgleiche was die Bundesregierung im Fall von Bombardierung von Kurden im Nosrdost-Syrien tut!
es ist aber interessant, dass alle Medien nur über das was Assad tut berichten, abwr nicht über den Krieg den die Türkei führt. Was aber wenn Syrien kontert und die Türkei den Bündnisfall ausruft? Muss D. auch in Krieg ziehen?

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Stephan Fleig 23.02.2018, 15:21
9. Was der SPIEGEL bei seiner Berichterstattung zu diesem Thema ..

nicht erwähnt ist dass die hauptsächlich Ost-Ghuta aktive Terrorgruppe Jabhat Fateh al-Sham ist. Früher bekannt als Al-Nusra Front und letztlich nichts anderes als al-Qaeda in Syrien. Diese unterdrückt und foltert die örtliche Bevölkerung bereits seit Jahren und nutzt nun die Bevölkerung als Schutzschild in ihrem Kampf gegen die Syrische Regierung. Schon mal gefragt warum die Bevölkerung nicht geflohen ist obwohl sich die Kämpfe bereits seit geraumer Zeit ankündigt haben? Der SPIEGEL verteidigt hier, im Rahmen des üblichen Russlandbashings, die Vorgehensweise einer skrupellosen Terrorgruppe die in keinster Weise mit üblicher Kriegsführung erklärbar ist.

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