Forum: Politik
Katastrophe von Aleppo: Obamas Niederlage
REUTERS

Der Sieg Assads und Putins dokumentiert die zauderhafte Politik der Weltmacht USA. Die Bilder von Aleppo zeigen das Versagen ihres Präsidenten Barack Obama.

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h0wkeye 15.12.2016, 19:19
1. Wollen und können....

"Obama hatte auf eine diplomatische, keine militärische Lösung gesetzt. [...]
Das war ehrbar und nachvollziehbar, machte ihn beliebt, in den USA und auch hierzulande. Aber war es auch richtig?"

Den richtigen Weg falsch zu gehen bedeutet nicht, dass der Weg falsch ist.

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stuff 15.12.2016, 19:20
2. Quatsch.

Wenn Russland seine Interessen in einem Land auf der (von Amerika gesehen) anderen Seite des Globus vertritt, in einem Krieg, den die Türken missbrauchen, um die Kurden zu bekämpfen, in einem Land, das keine Demokratie ist, aber von multiplen islamistischen Gruppen bekämpft wird, dann ist das nicht nur nicht Obamas Schuld, sondern es wäre wahnsinnig, dort einzugreifen.

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citi2010 15.12.2016, 19:24
3.

Das sehe ich nicht so: die USA hätten in Syrien ein weiteres Fiasko ohne Ende erlebt, wären sie aktiver geworden. Sie haben sich leider von den Saudis vor den Karren spannen lassen aus Gründen, die verständlich aber nicht verzeihbar sind.

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Tostan 15.12.2016, 19:24
4.

Meine Meinung: Obama hat nicht Versagt, die Welt hat versagt. Und die Welt hat nicht jetzt in Syrien versagt, die Welt hat in den 90ern versagt. Nach Jugoslawien und Ruanda und in der Euphorie nach dem Ende des kalten Krieges hätte es ein Umdenken geben müssen. Internationale Vereinbarungen zum Umgang mit Bürgerkriegen, eine UN-Armee zum Schutz der Zivilisten und zum Stabilisieren von Bürgerkriegsländern. Aber damals wollte die Welt nicht, und vor allem die überlebende Supermacht USA wollte nicht. Da war von einem Präsidenten Obama noch keine Rede, und somit haben wir immer noch den alten Status Quo.... Zur Erinnerung: Es ist immer noch Völkergewohnheitsrecht, dass (rein formell) man in einem Bürgerkrieg maximal einem Hilfeersuchen der international anerkannten Regierung folgen darf, aber auf keinen Fall Rebellen. Und damit ist Putins Eingreifen in Syrien formell richtig, Alles was über fie reine Flugverbotszone in Libyen hinausging, war gegen das Völkerrecht. Ist halt so, denn die entsprechenden Regelungen aus dem Völkerrecht sind älter als 40 Jahre, und niemand ändert das mal.

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GustavNeufeld 15.12.2016, 19:26
5.

Ist es wirklich eine Niederlage für Obama, dass die al-Qaida in Aleppo verloren hat? Ich zumindest bezweifle, dass Obama einen Sieg der Dschihadisten für sich persönlich als Sieg verbucht hätte.

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a.kopp 15.12.2016, 19:29
6. Falsche Überschrift.

Putins (menschliche) Niederlage.

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kuac 15.12.2016, 19:29
7.

Ich glaube nicht, dass nach Erfahrungen in Irak Obama sich für militärisches Eingreifen entscheiden konnte. Hätte er militärisch eingegriffen und einen Regime change eingeleitet, hätte womöglich der IS alle Waffen erbeutet und ganz freie Hand für eigene Gestaltung eines IS gehabt. Die moderaten und Studenten hätten keine Chance gegen die primitive IS Mörderbande.
In Irak wird auch Gebiete befreit. Aber, dort gibt es keine solche humanitäre Katastrophe, wie in Syrein. Assad und seine Schutzmacht Putin betreiben eine Politik der verbrannten Erde. Da kann Obama nichts machen, ohne einen Krieg gegen Russland zu riskieren.
Daher, Sanktionen gegen Russland müssen so weit verstärkt werden, dass es richtig weh tut.

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ah53173 15.12.2016, 19:30
8. Europa trägt ebenfalls Schuld

Von der Auffassung, dass es alleine Aufgabe der Amerikaner sei, die Kohlen aus dem Feuer zu holen und das Leben ihrer Soldaten zu riskieren, kann ich nicht nachvollziehen. Syrien liegt geografisch viel näher an Europa als an den Vereinigten Staaten. Syrien und Aleppo gehen uns nicht nur aus diesem Grund mindestens genau viel an wie die USA. Von daher trägt Europa und Deutschland eine erhebliche Mitschuld an dem humanitären Desaster in Syrien. Immerhin übernimmt Deutschland ein Stück Verantwortung durch die massenhafte Aufnahme syrischer Flüchtlinge. Vom restlichen Europa kann man das leider nicht behaupten.

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allesamt 15.12.2016, 19:30
9. Abwägen

Inwiefern ist das für den Westen eine Niederlage? Wäre es denn besser, den Schurken Assad durch eine islamistische Regierung mit Scharia abzulösen. Assad ist zwar ein Schurke, aber die Alawiten stehen unserer westlichen Kultur tausendmal näher als der Steinzeitislam der verschiedensten islamistischen Grüppchen. Die uns geneigten demokratischen "Rebellen" wären in einer bedeutungslosen Minderheit und hätten nichts zu sagen. Setzte man das Assad-Regime nicht so unter Druck, wäre auch ein Rücktritt Assads auf Druck Moskaus möglich. Aber so? Und was den "Schlächter" Assad angeht: Erstmal ist das ein Propagandabegriff ala Bild und Co. Zweitens darf man in einem Krieg nicht alles glauben, was uns nur die eine Seite erzählt (Kriegspropaganda auf beiden Seiten). Drittens werden in solch einem Krieg Verbrechen auf beiden Seiten begangen. Warum wurde nie etwas von den Verbrechen der "Rebellen" berichtet. Warum wohl. (Propaganda?)

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