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Katja Kipping: Linken-Chefin will Rot-Rot-Grün im Bund
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Katja Kipping will eigenen Angaben zufolge die aktuelle "Krise des Konservatismus" nutzen - und einen "Regierungswechsel von links" erreichen. Die Linken-Chefin setzt auf eine Zusammenarbeit mit SPD und Grünen.

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RobGCB 05.10.2018, 03:37
1.

Kipping scheint den machpolitischen Ausgleich ein wenig (sehr) über politische Positionen und Inhalte zu stellen. Während die Idee von R2G kein schlechter Ansatz ist, wirkt die Begründung etwas fadenscheinig.
Der Kipping-Flügel der Linke macht nie Politik für links, sondern immer gegen rechts. Und in meinen Augen geht dabei einiges an Überzeugung und Glaubwürdigkeit verloren.
Wagenknecht dabei als Spalterin darzustellen, ist mehr als lächerlich. Aufstehen ist keine Partei und hatte auch nie den Anspruch eine zu werden. Der Sinn dahinter ist mMn die enttäuschten, linksorientierten Wähler (hauptsächlich von der SPD) zusammenzuraufen um diese mit wirklich linker Politik in Berührung zu bringen, was natürlich auch der Linke letztendlich zu Gute kommt.
Rot-Rot-Grün sehe ich generell als Option, besonders wenn man sich ansieht, dass die Alternativen dazu langsam aber sicher ausgehen.

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cato. 05.10.2018, 04:24
2.

Jedes mal, wenn in Westdeutschland RRG eine echte politische Option wurde, bedingt durch Aussagen der Akteure und in Umfragen als realistisches Szenario bestätigt, schmierte die SPD bei den folgenden Wahlen ab. So geschehen in NRW, Saarland von den Bundestagswahlen ganz zu schweigen. Und zwar völlig zu Recht. Die Linkspartei ist keine demokratische Partei, sondern eine Fortsetzung der SED, was die Partei nicht zurecht vor Gericht bestätigen ließ.

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Fritz.A.Brause 05.10.2018, 04:31
3. Ich finde es überraschend,...

...wie konsequent Frau Kipping an der Realität vorbei denken kann. Sie sieht eine, sicherlich vorhandene, Krise des Konservatismus. Wie sie allerdings daraus schlussfolgert, dass Ihre Partei, die bei der BT Wahl zum fünften Rad am Wagen gewählt wurde, mit müden Sozialdemokraten und den Grünen, dem vermeintlichen Wunsch der deutschen Wählerschaft nach Regierungsbildung nachkommen sollte, ist schon abenteuerlich. Zumal sich die Linke samt Chefin jetzt auch nicht eben in toller Verfassung präsentiert nach dem öffentlichen Gezanke mit Frau Wagenknecht. Oder wenn man sich die tolle Performance von RRG in Berlin anschaut.
Anders ausgedrückt: Es nützt nicht, Frau Kipping, wenn Sie ihr Wunschdenken auf den Wähler projizieren. Das was Sie hier "analysieren" will ganz gewiss niemand.

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schnulli602 05.10.2018, 04:57
4. Das ist wohl kaum

...was die Mehrheit der Bürger möchte. Leider sehen wir gerade in Berlin ja auch, wohin das führt: Die linke Regierung hat die meisten Staatssekretäre aller Landesregierungen und bekommt nichts auf die Reihe. Berlin ist mittlerweile ein Failed-State innerhalb Deutschlands. Die aktuellen Massnahmen machen aus bisher vorhandenen Strassen sog. Begegnungsstätten. Rückbau der Strassen zugunsten von Radwegen, 30 km/h nun auch auf vielen Hauptstraßen. Leider hat man immer noch nicht begriffen, dass die individuelle Mobilität der Motor unserer Wirtschaft ist. Aber das war Links noch nie wichtig. Geld ist eben (nicht) da. Meistens das, der Anderen. Und wird eben ausgegeben. Wie es generiert wird, über solche Nebensächlichkeiten macht man sich keinen Kopf. Abgesehen von vielen anderen Themen, wie der Migration, dem Benzinpreis usw. Dann wäre es wirklich Zeit, sich nach Alternativen zum Leben in Europa oder der Welt umzugucken

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pansenhans75 05.10.2018, 05:24
5. Linke Mehrheiten

So bitter es ist, aber ich glaube die Zeiten linker Mehrheiten sind auf Bundesebene erst mal vorbei. Solange die SPD bereit ist, ihr letztes bisschen Profil in der Groko zu verspielen und die Grünen offensichtlich nur danach geifern der nächste Juniorpartner zu werden stellt sich R2G für die Wähler nicht als Alternative da. Auch die natofreundliche Haltung der Linken Spitze macht die Partei leider kaum noch wählbar

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herbert 05.10.2018, 06:07
6. Die Kipping leidet an irrer Selbstüberschätzung !

Die alte SED Partei und jetzt die Linken braucht niemand in diesem Land.
Unbegrenzte Zuwanderung und alles aufnehmen, die Unternehmen mit Steuern erschlagen und große soziale Taten für das Volk die niemand bezahlen kann.
Eine linke Regierung würde eine Unternehmerflucht auslösen in Deutschland denn welche Firma ist denn so daneben und lässt sich von dieser alten SED Denke schikanieren?

Die Kipping sollte mal ihre radikalen Linken, die in Hamburg ganze Strassenzüge in Schutt gelegt haben, therapieren.

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Phil2302 05.10.2018, 06:10
7. Wo läuft es?

" Die rot-rot-grünen Landesregierung in Berlin und Thüringen würden zeigen, "dass es geht"." Abgesehen davon, dass da LandesregierungEN stehen muss, frage ich mich doch, wie man sich zu so einer Aussage hinreißen lassen kann. Ich finde, an Berlin sieht man eher das Gegenteil. Ich will zumindest in meiner Stadt keine 20 arabische Großclans haben, die das gesamte Leben "auf der Straße" beherrschen.

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R.W.Schramm 05.10.2018, 06:13
8. Ausgeblichene Farben sind keine linke sozialpolitische Alternative!

Dafür muss eine politische Linke, die es ernst meint mit der Interessenvertretung der großen Mehrheit der Erwerbsbevölkerung, das bürgerliche Parteienkartell schon verlassen. Außerhalb des bürgerlichen Parlaments- und Regierungsbetriebs muss sich eine sozial- und gesellschaftspolitische Linke mit der progressiven Basis der Gesellschaft neu formieren.

Die SPD und auch die Bündnisgrünen sind kapital-konforme bürgerliche Parteien. Deren Parteiführungen und Mehrheit der Mitgliedschaft beabsichtigt nicht die Überwindung der bestehenden kapitalistischen Gesellschaftsformation, allenfalls kosmetische Korrekturen, ohne die tatsächlichen Eigentums-, Macht- und Herrschaftsverhältnisse der kapitalistischen Gesellschaftsordnung anzutasten.

In den großen Fragen der Finanz-, Banken-, Rüstungs-, Wirtschafts- und Handelspolitik, der gesellschaftlichen Sozialpolitik und Befürwortung der NATO-Spannungs-, Krisen und Kriegspolitik, stehen SPD und Bündnisgrün an der Seite der deutschen Wirtschafts- und Monopolverbände. Weder beabsichtigt die SPD und die Grünen eine Umverteilung der Eigentums-, Wertschöpfungs- und Vermögensverhältnisse, noch eine tiefgreifende Änderung der (falschen) Umweltpolitik, Verkehrs- und Automobilität.

Außer Lippenbekenntnissen, zur notwendigen Umkehr der bisherigen einseitigen Wirtschafts- und Handelspolitik, im Verhältnis zu den wirtschaftlichen Verbindungen und Beziehungen zu den sog. Schwellen- und Entwicklungsländern, beabsichtigen die SPD-Spezialdemokraten und Oliv-Bündnisgrünen keine Änderung der anhaltenden Praxis von deren materiellen Benachteiligung in den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen.

Beide bürgerliche Parteien setzen auf die Entwicklungshilfe in den Wirtschaftsbeziehungen, durch die Schwellen- und Entwicklungsländer, für die Europäische Union und hier insbesondere für die Bundesrepublik Deutschland. Zudem erneut verstärkt auf die Anwerbung von billigen und willigen Fachkräften und Pflegekräfte aus sog. Schwellenländern für die deutsche Wirtschaft und Sozialsysteme. Dabei benötigen die Schwellen- und Entwicklungsländer und die heutigen Krisen- und Armutsregionen selbst, ihre qualifizierten Fachkräfte und Pflegekräfte für den Wiederaufbau der Wirtschaft und für die Sicherung der sozialen Existenzgrundlagen ihrer Bevölkerungen.

Sollte die Linkspartei, unter Missachtung der tatsächlichen Rolle von SPD und Bündnisgrün in der Gesellschafts- und Außenpolitik, tatsächlich ein nachhaltiges Parteienbündnis mit diesen (rechten) bürgerlichen Parlamentsparteien anstreben, dann hat auch sie ihre (vorgebliche) politische Farbe und vorgeblich linke sozial- und gesellschaftspolitische Position verlassen.

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paulpuma 05.10.2018, 06:39
9. nett, aber naiv

Der Zug ist abgefahren. Doe Neue Linke um Frau Wagenknecht wird aber bald gemeinsam mit der Neuen Rechten wie in Griechenland und in Italien das alte Establishment wegfegen können. Beiden Ländern hat es nicht geschadet.

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