Forum: Politik
Katrin Göring-Eckardt: Sie hat Heimat gesagt
DPA

Die Grünen streiten über "Heimat". Das ist lächerlich aber lehrreich: Es geht um alte deutsche Neurosen und neue grüne Unsicherheiten. Denn die Deutschen sind kein normales Volk. Und die Grünen suchen den Weg nach Rechts.

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oortsche_wolke 09.10.2017, 15:32
50. Parteienbashing

Nach der vorletzten Wahl haben‘s die Liberalen von den wohlfeilen Kommentatoren abbekommen, jetzt sind die Grünen dran und werden (auch) mal eben totgesagt. Alles Quatsch, für beide Parteien gibt es erhebliche Daseinsgründe in der hiesigen Demokratie. Und der Markenkern der Grünen ist „grün“ und nicht „sozial“, für Letzteres beanspruchen zwei andere Parteien in Deutschland den Vertretungsanspruch.

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DadaSiggi 09.10.2017, 15:34
51. Materie und Antimaterie

Wenn die Grünen von Heimat sprechen, hat das was von Materie und Antimaterie. Das wird nie passen – vor allem wird man es ihnen nicht glauben oder abnehmen, dass sie es ernst meinen könnten.
Aber vielleicht hilft es der ganzen Diskussion, wenn dir Grünen auch darüber anfangen zu sprechen, dann hat die AfD ja schon etwas bewirkt und es wird helfen, der verklemmten Haltung der Deutschen (die hier schon länger lebenden) zu ihrer Heimat zu überdenken. Nicht nur die Ehe hat als überholtes Model langsam ausgedient, sondern auch die ewige Schuldfrage einer Nation. Es wird Zeit sich der Lebenswirklichkeit zu stellen und in den Bund der Nationen zurückzukehren und sich von seiner Sonderrolle verabschieden.

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TLB 09.10.2017, 15:37
52.

Zitat von shalom-71
... das war auch in der DDR immer positiv besetzt. Wer es nicht glaubt, mag bei Youtube dem wunderschönen Pionierllied lauschen: Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer, Unsere Heimat sind auch all die Bäume im Wald. Unsere Heimat ist das Gras auf der Wiese, das Korn auf dem Feld, Und die Vögel in der Luft und die Tiere der Erde Und die Fische im Fluß sind die Heimat. Und wir lieben die Heimat, die schöne ...
Es war ein nicht von allen positiv besetzter Begriff.
Zum Ende der DDR sang Angelika Weitz diesen Text im Anschluss an das Pionierlied: Was ist denn von alledem geblieben,
Wo die schöne Heimat, die wir lieben,
Was soll denn geschehen,
Wenn uns die Träume vergehen, in dem Land der Paläste,
Wo wir jedes Jahr ein Stück von dem, was uns heilig war, verderben sehen,
Und was sollen wir unseren Kindern sagen,
Wenn sie uns nach ihrer Heimat fragen,
Ein jedes Volk schützt seine Welt,
Die ihm gehört, bis sie in Scherben fällt.

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Boone 09.10.2017, 15:38
53. Normales Volk?

Welches Volk ist denn die Norm auf der Erde? Nur damit wir wissen, woran wir uns orientieren können.

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eduard2 09.10.2017, 15:39
54. Heimat

Mir ist der Begriff egal, ich kann damit nichts anfangen. Ich fühle mich hier, wie auch anderswo wohl oder auch nicht. Sauerkraut bevorzuge ich in der französischen Variante - mit Meeresfrüchten. Zu den Grünen enpfehle ich die nicht mehr ganz neuen, aber lesenswerten Büchervon Jutta Ditfurth. Ich habe schon länger, nicht erst seit Frau Göring-E. oder Herrn Kretschmann, von dieser Hoffnung Abschied genommen; das passierte schon zu Zeiten von Joseph "Joschka" Fischer. Richtig, Opposition ist "Mist". Es fragt sich aber, wie weit man sich für eine Schwampel (was hat das eigentlich mit Jamaica zu tun) oder andere Hampeleien (Westerwelle) politisch verbiegen möchte. Nur für Fahrradstraßen (Die "Welt" am Samstag) den Rest mitmachen? Andere Themen -Rente, bezahlbare Wohnungen, Bürgerversicherung, gerechtere Besteuerung etc.- fände ich da weitaus interessanter, als "Heimat". Bin gespannt, mehr oder weniger, wie sich die Grünen verhalten werden.

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jogola 09.10.2017, 15:40
55. Lesen Sie einfach

Zitat von skeptikerjörg
Ich glaube nicht, dass jemand an einen Staat, an Deutschland als Ganzes denkt, wenn er von Heimat spricht. Heimat ist etwas viel intimeres, kleineres, heimeliges. Heimat ist lokal, regional, familiär, nicht Antipode zu global und Globalisierung. Schreiben und schrieben die sogenannten Heimatdichter über Deutschland? Die Hermann Löns, Theodor Storm, Theodor Fontane,.....
den Beitrag vor Ihrem in dem sich der Forist darüber beklagt, dass unser Land als Ganzes nicht Heimat sein dürfe.

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fdb 09.10.2017, 15:40
56. Volltreffer

Das Zitat der israelischen Soziologin beinhaltet alle relevanten Kernpunkte. Nur die deutschen Berufspolitiker haben dies immer noch nicht begriffen.

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karabas 09.10.2017, 15:44
57. ich frage mich

was ist realer - Grüne oder Heimat? Wenn die Grünen es weiter so treiben, dann werden sie nach dem stark angesetzten Realitätsverlust auch die politische Realität ganz hinter sich lassen.

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cabeza_cuadrada 09.10.2017, 15:46
58. nicht nötig

Zitat von mostly_harmless
Ich vermute stark, dass 99% der von Ihnen genannten 90% die "grüne Ideologie" (-> das Parteiprogramm) gar nicht kennen. Und das Sie selbst zu diesen 99% gehören.
die öffentlichen Aussagen grüner Politiker (KGE, Roth, Künast, Hofreiter usw.) der letzten 2 Jahre reichen mir völlig aus um deren Ideologie komplett abzulehnen. Ein Palmer und zu Teilen auch Özdemir kann das niemals kompensieren. Vor den jungen Grünen gruselt es mich ebenso. Da brauche ich kein Parteiprogramm zu lesen. Das gilt auch für die AfD. Wozu braucht es ein Parteiprogramm wenn ich mir deren Gesinnung regelmäßig in den Medien erleben kann?

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bausa 09.10.2017, 15:47
59. Heimat

ist da,wo man geboren wird oder dort wo man sich wohlfühlt.Wo ist jetzt das Problem bei den Grünen?

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