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Kauder über Bauern-Hilfe: "Wir sollten nicht kleinlich sein"
DPA

Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat Landwirten in Deutschland Unterstützung zugesagt. Er befürwortet aber, die Erntebilanz abzuwarten. Grüne und SPD fordern auch bei den Bauern ein Umdenken.

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Berliner42 01.08.2018, 12:04
210.

Zitat von Pless1
Am Wochenende stellen Sie sich dann wieder an ihren 1.000 Euro Weber-Grill und legen Nackensteaks für 79 ct. drauf, beklagen aber gleichzeitig "Massentierhaltung" und "industrielle Landwirtschaft".
Ein Grund mehr, die Subventionen abzuschaffen. Dann kostet das Nackensteak nämlich keine 79 Cent mehr.

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eurocitizen 01.08.2018, 12:04
211. Essen

Beitrag Landwirtschaft ist nicht nur ein Wirtschaftsbetrieb - da kommt unser Essen her! Ein guter Moment , um einmal in ganz Europa nachzufragen wie es denn mit der Nahrungsmittelproduktion so aussieht für die Zukunft. In meiner Wahlheimat Portugal z.B. senkt sich der Grundwasserpiegel schon seit vielen Jahren. Da ist es keine geeignete Maßnahme das Land exzessiv mit Eukalyptus zu überziehen, weltweit der höchste Anteil in Relation zur Fläche. Ein Baum, der für seinen extremen Wasserbedarf und seinen exzellenten Beitrag zur Verbreitung von Feuern bekannt ist . Selbst nach den verheerenden Bränden letzten Herbst wird noch getrickst und geschummelt um die neuen sehr laschen Gesetze gegen Neuanpflanzungen zu umgehen. Das ist nur ein Beispiel wie sich schwerwiegende Fehler in der Benützung einst fruchtbarer Böden auf unsere zukünftige Nahrungsmittelprodukton auswirken. Sehr beängstigend.

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Pless1 01.08.2018, 12:07
212.

Zitat von Andraax
bei ökologischer Fruchtfolge wird die Humusbildung gefördert im Gegensatz zu Monokulturen. Humus speichert auf Grund der Porenbildung Wasser (und Nährstoffe) besser. natürlcih ist auch dieses System irgendwann überfordert, aber es hält länger durch als Monokulturen. Die Futtersituation ist ein Ablenkungargument von Ihnen.
Nein, ein Ablenkungsargument ist Ihr Humus. Denn eine gute Humusbildung ist keineswegs ein Privileg der ökologischen Landwirtschaft. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

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trex#1 01.08.2018, 12:07
213.

Zitat von Kurt-C. Hose
Unsere Lebensmittelpreise sind viel zu niedrig, davon kann kein Erzeuger existieren. Wie soll man einen Liter Milch profitabel herstellen, der im Supermarkt 49 Cent kostet? Dass 40% der Einkommen in der Landwirtschaft aus Subventionen stammen, ist doch schon krank. ...Deswegen wäre ich für weniger Subventionen, höhere Preise und dann aber auch den Markt regulieren lassen.
Für Millionen Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben, sind die Lebensmittelpreise ziemlich hoch.
Sie verkennen die soziale Umverteilung durch das Subventionssystem. Die Subventionen werden überproportional aus den Steuergeldern der Besserverdienenden finanziert, die Nutznießer sind überproportional die Armen.
Würden die Subventionen abgeschafft, müssten Hartz4 und Niedriglöhne erhöht werden.
Nebenbei werden Subventionen in Brüssel festgelegt, nicht in Berlin

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oldman2016 01.08.2018, 12:07
214. Milliarden für die Bauern oder für die Sozialhifleempfänger

Die Politik und Bürger müssen sichentscheiden was wir eigentlich wollen: Subventionen und staatliche Beihilfe für die Landwirtschaft, damit durch Massenproduktion billige Lebensmittel produziert werden können oder stattdessen kostendeckende Preise für die landwirtschaftlichen Produkte und damit Erhöhung der Sätze für Hartz IV und Sozialhilfe, Kindergeld usw. usw..

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markniss 01.08.2018, 12:11
215. Die Grünen mal wieder...

"Das Prinzip, Lebensmittel zu Dumpingpreisen in Massen zu produzieren, hat ausgedient."

Mir ist schon klar, dass die Grünen zumeist ohne jede Logik operieren und genau genommen einfach Umwelt-Populismus betreuen, das heißt sie hauen einfach irgendwelche Parolen raus, die gut klingen, aber jeder Logik entbehren. Trotzdem sollte man mal genauer hinhören und vor allem auch mal nachdenken:

Laut den Grünen betreiben wir in Deutschland also Massenproduktion zu Dumpingpreisen und das ist schlimm. OK, das nehme ich mal hin, aber ich denke es auch zu Ende. Wenn wir also bei uns, sagen wir mal gleich in der ganzen EU, die Massenproduktion zu günstigen Preisen aufgeben, was passiert dann eigentlich? Die Antwort ist recht einfach: Das Angebot aus europäischer Produktion sinkt und die Preise steigen gewaltig. Die Nachfrage wird aber nicht sinken. Also werden Lebensmittel von außerhalb der EU importiert. Deren Preise steigen dann natürlich. Leider werden aber beispielsweise die Afrikanischen Produzenten davon nur sehr wenig profitieren, weil Produkte aus Nord- und Südamerika oder Australien in viel größeren Mengen und deshalb zu viel günstigeren Preisen hergestellt werden können. Was bleibt also? Weniger Jobs in Europa, mehr Jobs in den anderen Ländern mit Massenproduktion und keine Änderung in Afrika. Und was haben wir davon? Nichts, im Gegenteil, wir verlieren nur. Exakt das ist Grüner Populismus bei der Arbeit.

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CrocodileDandy 01.08.2018, 12:11
216. Bei Monokulturen

und Focus auf ein Saatgut erhöhe ich das Risiko auf 100% Ausfall. Auch den Böden gönnt man kaum noch Pause.
Bauern kriegen Subventionen, fahren Gewinne ein, wenn es läuft, wenn's mal hakt, soll der Steuerzahler eingreifen. Und später auch noch teurer bezahlen.
Streng genommen sollten für jeden Euro Steuergeld auch Anteile an den Steuerzahler/Staat fließen. Eventuelle Dividende könnte dann später wieder abgeschöpft werden.

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ggkl 01.08.2018, 12:12
217. BAUER ist nicht gleich BAUER

Unterstützung für kleinbäuerliche Haupterwerbsfamilienbetriebe die zu wenig Reserven besitzen um massive Ernteausfälle zu kompensieren -ja. Unterstützung für industrielle Grosserzeuger-nein.

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rennflosse 01.08.2018, 12:13
218. Symptome

Zitat von bitte.was
Da muss ich den Grünen ausnahmsweise mal Recht geben. Es bringt nichts Symptome zu bekämpfen und danach so weiter zu machen wie davor. Dass das Konzept der auf vielen Ebenen äußerst umweltschädlichen "modernen" Landwirtschaft überholt ist sollte, sollte eigentlich mittlerweile jedem klar sein
Ich bin kein Landwirtschaftsexperte, aber die Regelungen werden doch zum größten Teil von der EU vorgegeben. Kein Landwirt kann machen was er will, vielmehr ist er in ein Regelwerk eingezwängt und von Quoten umgeben, die er zu erfüllen hat.
Das ist dann aber ein verdammt großes Brett, das da gebohrt werden müßte, weil in der EU sehr unterschiedliche Interessen herrschen.

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tommycologne 01.08.2018, 12:14
219. Rettet die Bauern...

Zahlt ihnen noch mehr Subventionen aus unseren Steuergeldern. Immerhin erhalten mehr als die Hälfte der Rentner in diesem Land die 45 und mehr jahre gearbeitet haben mit knapp 800 Eur Rente mehr Geld als zum Verhungern notwendig wäre. Die gebens gern. Und ebenso gern zahlt die alleinstehende Mutter mit 490 Eur Hartz IV das doppelte fürs brot. Denn in diesem land kann jeder der sich kein brot leisten kann ja Kuchen essen.

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