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Kehrtwende: FDP-Chef Lindner will in die Regierung
DPA

Das Jamaika-Bündnis im Bund ließ Christian Lindner platzen. Ein Jahr später zeigt sich der FDP-Chef nun bereit für eine möglichst rasche Regierungsbeteiligung der FDP - ohne Kanzlerin Merkel.

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spmc-12355639674612 14.11.2018, 21:47
40. Überzeugungen und die Grünen

Zitat von stone_cold
.... Der merkt, dass der Mann für seine Überzeugungen wirklich brennt und meines Erachtens zu dem vergreisten, auf Selbsterhalt bedachten schwarzen Brei die wirklich wählbare einzige Alternative ist. Richtige Ideen, zweckorientiert, liberal und vor allem mit Rückgrat. Er geniesst bei mir heute noch höchsten Respekt davor Jamaika verneint zu haben! Ich habe es damals schon gesagt, dass diese Entscheidung für die Zukunft der FDP gefällt worden ist, denn die zwangsläufig folgende GroKo kann kein normal denkender Mensch mehr ertragen. Genau das haben wir heute. Die Grünen - zumindest auf Bundesebene- repräsentieren für mich den politischen und wirtschaftlichen Untergang durch Inkompetenz (Hofreiter voran!) und Fantasterei die am Ende der Bürger noch mehr bezahlt. Ich ertrage es ebenfalls nicht mehr, nur noch von Migration zu hören anstatt den arbeitenden Bürger durch richtige (nicht halbherzige mit Haken hintenrum) wirtschaftliche Entscheidungen wieder mehr zu entlasten und somit wieder mehr Spielraum zu geben!
Ich persönlich ziehe den promovierten Biologen Hofreiter dem Magister der Politikwissenschaften und Möchtegernunternehmer Lindner vor. Die Grünen sind ursprünglich die Partei gewordene Überzeugung - zuerst in Bezug auf Kernenergie und Ablehnung von Kriegen als Mittel der Politik, inzwischen auf allen Gebieten, die unsere Umwelt betreffen. Viele erfolgreiche Firmen zeigen uns inzwischen, dass man mit Umwelttechnologien Geld verdienen kann.
Wenn ich dann wieder das Gerede höre, dass es nötig sei, die "Bürger durch richtige (nicht halbherzige mit Haken hintenrum) wirtschaftliche Entscheidungen wieder mehr zu entlasten", frage ich mich, ob wirklich alle Bürger ihre Denkmodelle bis zum Ende durchrechnen. Ich persönlich brauche keine Entlastung und habe den nötigen Spielraum. Ich kann mir die Grünen also durchaus leisten. Meine Kinder brauchen aber auch für ihre Kinder noch saubere Luft, eine gesunde Umwelt und möglichst keine Erderwärmung um 5°C, deren einzig positiver Nebeneffekt vielleicht die geringeren Heizkosten sein werden. Das ist möglicherweise der Grund, warum besonders viele junge Leute den Grünen ihre Stimme geben.

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Siebengestirn 14.11.2018, 22:07
41. "Rechtsstaat der Glaubwürdigkeit"

Zitat von prologo
Merkel ist schon Geschichte. Die Grünen sind ein alternatives, mit Umweltschutz und Humanität, gutes Zugpferd, dahinter kann man sich gut verstecken, und mit einem guten Gewissen einschlafen. Woher das Geld dafür kommen soll, und wer das bezahlen soll, das sagen die Grünen nicht. Aber das Land steht damit heute schon total gespalten da, und die innere Sicherheit wurde mit humanitären, total unkontrollierten Handeln dafür an den Rand eines Rechtsstaates gebracht. Die heutige Regierung ist dafür verantwortlich. Deshalb braucht das Land einen Politiker der auch Ahnung von Wirtschaft hat, der den Staat wieder zu einem Rechtsstaat der Glaubwürdigkeit machen will. Und keine alternativlosen Träumer. Auch einen, der eben genau diese Träumereien abstellt, und Politik für das Land und seine Zukunft ausrichtet. Dazu passen nur Politiker, wie Lindner und Merz. prologo
Was ist das denn? Offenbar ein solcher, der Ihre Vorstellungen von einem Rechtsstaat so erfüllt, dass Sie an ihm Gefallen finden können? Wir haben zu unser aller Glück einen Rechtsstaat mit glasklaren Elementen, die bis heute beachtet und geschützt werden. Auch in der Migrationsfrage, selbst wenn Sie das nicht glauben wollen. Ja, ja Ahnung von Wirtschaft ist schon wichtig. Aber eine soziale Marktwirtschaft, nicht aber eine einseitige Förderung derjenigen, die den Hals nicht voll genug bekommen können und mit dem Schlachtruf antreten: Privat vor Staat, hoch lebe die Mieterhöhung und eine Vermögens- oder gar eine Finanztransaktionssteuer z.B. ist nicht erforderlich. Die Bundesrepublik braucht diese FDP und diesen Herrn Lindner genau so dringend wie einen Kropf. Mal sehen, ob Ihre Träumereien zu den Herren Merz und Lindner realistisch sind. Die von Ihnen abgelehnten Grünen werden sich aller Voraussicht nach nicht für Ihre Wunschformation ohne erhebliche Zugeständnisse für deren Zielsetzungen gewinnen lassen. Ihnen wäre dann wohl die AfD ein angenehmer Koalitionspartner?

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ruhuviko 14.11.2018, 22:15
42. Bei Neuwahlen werden auch bei der CSU die Karten neu gemischt.

Zitat von thobie2
... Zerbricht die Koalition, so wird es Neuwahlen geben. Danach ist Jamaika denkbar. Mit zwei starken und möglicherweise eine kleine Partei mit untergeordneter Bedeutung. Da kann die FDP deutlich weniger durchsetzen, als bei den letzten Verhandlungen. Wie heißt es so schön: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Dann sind es zwei gleich starke und zwei "kleine Parteien mit untergeordneter Bedeutung", die die Regierung stellen könnten. Dann wird nicht nur die FDP weniger durchsetzen können als bei den vorigen Verhandlungen, sondern auch die CSU wird deutlich als Regionalpartei dastehen. Vielleicht aber schafft es die FDP trotzdem, innerhalb der Regierung die Ausgabenseite der Bundesfinanzen deutlicher im Blick zu halten als es derzeit mit der SPD möglich ist.

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ruhuviko 14.11.2018, 22:15
43. Bei Neuwahlen werden auch bei der CSU die Karten neu gemischt.

Dann sind es zwei gleich starke und zwei "kleine Parteien mit untergeordneter Bedeutung", die die Regierung stellen könnten. Dann wird nicht nur die FDP weniger durchsetzen können als bei den vorigen Verhandlungen, sondern auch die CSU wird deutlich als Regionalpartei dastehen. Vielleicht aber schafft es die FDP trotzdem, innerhalb der Regierung die Ausgabenseite der Bundesfinanzen deutlicher im Blick zu halten als es derzeit mit der SPD möglich ist.

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saaman 14.11.2018, 22:16
44. Lindner ist nicht berechenbar

Solche Leute sind keine gute Wahl für die Regierungsbank. Ich würde mit ihm keine Koalition eingehen. Da ist mir zu wenig Berechenbarkeit, zu viel Willkür.

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skeptikerjörg 14.11.2018, 22:23
45.

Zitat von niska
Ich finde es sehr traurig, dass selbst viele Generationen nach dem autoritären Kollaps. Weltkrieg, Shoah, dem Deutschen noch immer kein liberales Denken beigebracht werden konnte. Man hat aus der Vergangenheit absolut nichts gelernt. Immer noch derselbe Rechtslinksschmuh. Ohne Gegner ist der Deutsche in der Selbstwahrnehmung scheinbar nichts. Bis es wieder zum Krieg kommt. An dem man dann aber wieder selbstverständlich nicht schuld sein will.
Ich verstehe jetzt nicht so ganz, was was der Smart Boy Lindner nun mit autoritären Kollaps. Weltkrieg, Shoah zu haben soll. Und als Kriegsverhinderer wird er auch nicht gebraucht - Deutschland ist strukturell nicht angriffsfähig. Und Sie halten die FDP für eine liberale Partei? Das wäre noch der einzige Sinn, den ich in Ihrer Replik erkennen könnte. Ist sie nicht! War sie mal, als die Freiburger Thesen noch was bedeuteten, waren Thomas Dehler, Scheel, Hamm-Bücher, Gerhard, evtl. noch Genscher. Spätestens seit Möllemann ist sie nur noch Neo-Liberal/Wirtschaftsliberal und seit Westerwelles "spätrömischer Dekadenz" hat sie sich als anti-sozial geoutet. Das Unterhemd-Modell ist nun nur noch Lindner und sein eigenes Programm.

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Matze38 14.11.2018, 22:26
46.

Da kann dann Habeck von den Grünen zusammen mit CDU und FDP Hartz4 abschaffen hehe
Aber ich vermute, das fällt wie bei der letzten Jamaika Verhandlung zu erst weg, da spielten soziale Fragen nämlich keine Rolle und waren auch nicht Grund für den ausstieg Lindners.

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ted.striker 14.11.2018, 22:28
47. Ach, da ist er ja wieder...

..ich werde nicht auf dem herumtrampeln, wofür die FDP steht. Das können andere gerne tun, ich halte die Partei für wichtig.
Aber Herr Lindner? Den mag ich nicht, für mich persönlich hat er kein politisches Format. Sein Feldzug gegen Frau Merkel wirkt aus der Distanz wie der Versuch, die Sympathien derer zu erwerben, die gerne mal "Merkel muss weg" brüllen.
Ich kann ja verstehen, dass er sich Herrn Merz stärker verbunden fühlt, aber die Liberalen hatten ihre Chance, sie wollten nicht, also schön bis 2021 warten. Dank Groko wird es für den Wiedereinzug reichen

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Matze38 14.11.2018, 22:38
48.

Lindner hat die Grünen eigentlich erst stark gemacht. Wären die Grünen in der Jamaika Koalition gelandet, wo sie bereits in den Sondierungen zu viel aufgegeben haben, dann würden die heute um die Existenz kämpfen und nicht die SPD. Lindner ist damals in die Opposition, weil er wusste, das Regierungsbeteiligungen den kleinen Parteien immer schadet, deswegen war das auch gut für die Grünen.

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ratz1967 14.11.2018, 22:38
49. Jamaika hat er verweigert...

.... weil SPD nicht zulassen wollte, dass AFD stärkste Oppositionspartei wird. Heute haben wir eine Regierung, die sich nur noch intern selbst zerfleischt. Jamaika wäre ein Ausweg gewesen, Christian hats vergeigt, weil er demonstrieren wollte, dass er nein sagen kann, wenn alle anderen ja sagen.
Das wird auch bei neuen Wahlen nicht anders sein. Egoismus zahlt sich nicht aus.

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