Forum: Politik
Kein Heftverkauf im Laden: Aufregung um "Charlie Hebdo"-Ausgabe in Israel
AFP

Die größte israelische Buchhandelskette macht einen Rückzieher - und verkauft die jüngste Ausgabe der des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" nicht in ihren Läden. Auch eine geplante Veranstaltung wurde abgesagt.

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Waldpinguie 25.01.2015, 14:21
1. Meinungsfreiheit?

Abbildungen des Propheten verletzen die religiösen Gefühle der Muslime. Das ist eine Tatsache.
Nun muss man sich fragen ob, nur weil die Meinungsfreiheit ein Grundrecht ist, die religiösen Gefühle verletzt werden sollten nur weil man das Recht dazu hat.
Steimatzky, hat meiner Meinung nach, die richtige Entscheidung getroffen.

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leser008 25.01.2015, 14:25
2. Was soll denn das ?

Steimatzky tut sich und Israel damit keinen Gefallen. Islamische Radikale werden das als Zeichen eklatanter Schwäche werten und um so radikaler drohen und morden. Mit der Einstellung behält man im Nahen Osten nicht lange den Kopf über Wasser, da ist schon mehr Standfestigkeit gefragt.

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uberallesreder 25.01.2015, 14:30
3. Bei wieviel Millionen ist die Auflage mittlerweile?

Ich frage mich langsam wirklich, worum es mit diesem Heft letztlich geht.
Wenn es nur um Trauer, Satire und deren Veroeffentlichung ginge, haette die Ausgabe auch ab 100.000, oder in allen anderen Sprachen, als franzoesisch, als freier download online gestellt werden koennen.
Da wird jetzt die 'Gunst der Stunde' genutzt, um Geld zu machen und etwas zu zuendeln.
Israel, als 'Frontstaat', ist gut beraten worden, nicht noch fremdes Oel ins eigen gelegte Feuer zu schuetten!

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hinterfragenistgold 25.01.2015, 14:34
4. Meinungsfreiheit??

Das ist keine Meinungsfreiheit, sich über andere Religionen lustig zu machen. Charlie Hebdo soll mal eine Karikatur über einen Juden veröffentlichen, mal schauen, ob es dann immer noch Meinungsfreiheit heißt und nicht Antisemitismus!!!!

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Steve70 25.01.2015, 14:37
5. Meinungs- und Pressefreiheit auch in I.

Da muss ich Liebermann mal uneingeschränkt Recht geben. Die Meinungs- und Pressefreiheit gilt auch in Israel. Wer sich betroffen fühlt, muss das Heft ja nicht kaufen. Und dass der größte Buchhandel das Heft online verkauft und nicht im Laden, ist auch eine kluge Entscheidung. Wie wäre es mal mit einem arabischen Satiremagazin in Israel. Wo sind die gemäßigten, säkularen Araber in I. Das wäre doch mal ein Versuch zur Annäherung zwischen J. tum und Islam wert....auf witzige Weise... S.H.

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adal_ 25.01.2015, 14:42
6.

Zitat von Waldpinguie
...Nun muss man sich fragen ob, nur weil die Meinungsfreiheit ein Grundrecht ist, die religiösen Gefühle verletzt werden sollten nur weil man das Recht dazu hat.
Selbstverständlich. Denn Grundrechte sind nicht verhandelbar, sonst wären es keine.

Es gibt so gut wie keine Meinungsäußerung, geschweige denn Satire, von der sich nicht irgendeiner beleidigt und verletzt fühlt. Sonderrechte für beleidigte Muslime sind mit dem Gleichheitsgrundsatz nicht vereinbar.

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new_eagle 25.01.2015, 14:46
7. Muslime, Christen und Juden müssen jetzt stark sein

Der Knesset-Abgeordnete Masud Ganaim irrt wenn er sagt: "Dabei gehe es nicht um Pressefreiheit, sondern um einen Angriff auf das Allerheiligste der Muslime." Er irrt sich, weil es in Wahrheit gar keinen Gott und damit auch keine religiösen Heiligtümer oder Propheten, gibt. Deshalb müssen alle Muslime, Christen und Juden jetzt stark sein und endlich mal einsehen, dass Religion nichts anderes als ein Märchen für Erwachsene ist und nichts was beleidigt, oder gar "angegriffen" werden könnte. Wir leben im 21 Jahrhundert und wissen dass die Erde und das Leben auf dieser nichts mit einer "göttlichen Schöpfung" zu tun hat sondern mit dem Urknall und der Evolution. Wer behauptet man könne seinen "Gott" oder dessen "Propheten" beleidigen soll doch erstmal einen wissenschaftlich belegbaren Beweis für die Existenz eben dieser vorlegen, bevor hier irgendwelche Forderungen nach besonderem Schutz oder Rücksichtnahme gestellt werden.

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abrweber 25.01.2015, 14:48
8. Charlie Hebdo

ist und bleibt ein drittklassiges Sartireblättchen. Sartire darf nach meiner Meinung eben nicht alles.Die Entscheidung der israelischen Buchhandelskette ist völlig richtig. Die Menschen sind empfindsam wenn es gegen Juden,oder das Judentum geht,insofern ist die Entscheidung sehr respektabel.

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tinosaurus 25.01.2015, 14:52
9. falsche Entscheidung

Zitat von Waldpinguie
Abbildungen des Propheten verletzen die religiösen Gefühle der Muslime. Das ist eine Tatsache. Nun muss man sich fragen ob, nur weil die Meinungsfreiheit ein Grundrecht ist, die religiösen Gefühle verletzt werden sollten nur weil man das Recht dazu hat. Steimatzky, hat meiner Meinung nach, die richtige Entscheidung getroffen.
Hier geht es nebenbei nicht nur um Meinungsfreiheit, sondern auch um ein Zeichen, dass man sich solidarisch erklärt. Und somit bin ich von dem israelischen Blatt enttäuscht. Die haben ja auch ihre orthodoxen Gläubigen, die ebenfalls total fanatisch sind und für viel Unheil sorgen.

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