Forum: Politik
Kernpunkte der Grünen: Zehn Gebote statt Verbote
DPA

Kaum jemand begreift noch, wofür die Grünen stehen. Das will die Partei jetzt mit einem "verdichteten" Parteiprogramm ändern. Eine gute Idee - in der Theorie.

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Pof 31.05.2017, 18:35
1. Meine Verbesserungs-Vorschläge an die Grünen ... (Auszüge aus einem Brief)

1. Thema Gentechnik (Informieren / Inszenieren / Warnen / Ernstgenommen werden)

Warum wird das Thema Gentechnik von den Grünen nicht richtig auf den Tisch gepackt ?

Informationen zum Thema sollten gerade von den Grünen gegeben werden um die Bevölkerung über die globalen und nationalen Machenschaften der Gentechnik Lobbyaufzuklären ... Bürgernahe Politik !
Diese Aufklärung könnte dann grünes Bewusstsein schaffen und Wähler gewinnen.

Die Partei könnte sich dann z.B. im Namen aller Christen, Moslems, Naturfreunden, Humanisten & vielen gesellschaftlichen Gruppierungen mehr, als "Hüter der Schöpfung" darstellen, wenn sie endlich das Thema Gentechnik ganz vorne auf den Tisch packt.


2. Thema Energiewende:

Das Thema wurde völlig verschlafen im Wahlkampf.
Habe eben das Video auf der Grünen Webseite gesehen. Es ist schwer, die Leute von etwas zu überzeugen zu wollen, was einem Zwang gleichkommt. (Gesetze für Wärmedämmung, Bestimmungen für Heizungsanlagen, Umweltzone, höhere Strompreise, Veggie Day, usw ...)

Damit die Bevölkerung die Energiewende als positive Entwicklung erleben kann, was wir ja eigentlich alle wünschen, sollte zunächst eine Preisstabilität für Strom, Wasser & Gas beschlossen und garantiert werden. Besser noch Preise billiger machen.Das schafft Akzeptanz ...

Wie aber können Preise stabil gehalten werden, wenn Deutschland in einem unüberwindbaren Energiekartell feststeckt ?
Da ist es an der Zeit Farbe zu bekennen ... Die Forderung derVerstaatlichung der Energiekonzerneist ein Thema bei den Linken und damit graben sie den Grünen das Wasser ab, denn die Linken Packen die Themen am Rumpf an während die Grünen oben auf den Bäumen die Blätter streicheln.

3. Thema mögliche Bier-Kampagne: (Zum Glück nicht mein Getränk :-)

Ein Beispiel: Auf ZDF Online gab es eine Sendung über deutsches Bier:

Fazit ist, es gibt einen allseits bekannten Großkonzern Radeberger Gruppe. Dieser gehört wiederum zum noch größeren Dr.Oetker Konzern.
Dr.Oetkerbesitzt beinahe alle goßen deutschen Bierbrauereien und die bekanntesten Markennamen.
Der Rest gehört anderen Ausländischen Großkonzernen.
In Deutschland schmecken alle Pils Biere mit diesen bekannten Markennamen gleich und sind im Test fast nicht zu unterscheiden. Sie werden unter Bedingungen produziert die nur ein Ziel haben:
Das Bier so billig wie möglich zu produzieren.

An diesem etwas ungewöhnlichen Beispiel könnten Die Grünen eine Kampagne starten, die Bevölkerung Informieren über die befremdlich anmutenden Einheitsprodukte von Konzernen und Kartellen, eine Systemkritik üben und die regionalen Hersteller empfehlen. Grüne Themen generieren ...

Leider aber alles Fehlanzeige ...

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michel357 31.05.2017, 18:37
2. Unglaubwürdig

Die Grünen haben sich in den letzten Jahren aus meiner Sicht zu stark als Verbots-, Genderismus-, Maßregel- und Ideologiepartei dargestellt bzw. dorthin entwickelt, als dass man ihnen es jetzt plötzlich seriös abnehmen kann, sich hier auf einmal ändern zu wollen. Es wirkt nicht glsubwürdig sondern mehr wie altbekannte Wahlkampftaktik, die nach der Wahl wieder komplett weg ist und man wohl wieder in die oben genannten Muster zurückfällt. Dazu haben die Grünen einfach zu viel Porzellan zerschlagen, als dass man es ihnen abnimmt.

Auch haben die Grünen heute praktisch keine eigenen Themen mehr! Mit dem Atomausstieg, der (planlosen) Energiewende, und weiteren Themen hat sich vieles erledigt bzw. Merkel hat sich die Themen einverleibt. Die Grünen waren damals bei ihrer Gründung wichtig, weil sie seitdem viel positives zum Umwelt- und Naturschutz ausgelöst haben (z.B. ssuberer Rhein). Doch je weniger Themen die Grünen noch haben bzw. hatten, desto ideologischer und überzogener wurden ihre Forderungen und ihre Politik (siehe Veggie-Day). So machen sie sich immer mehr obsolet und bringen sich bei der breiten Masse in Ungnade. Und DIE soll jetzt diese angebliche, plötzliche 180 Grad-Wende glauben? Das können die Grünen vergessen!

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peeka(neu) 31.05.2017, 18:52
3. Ich kann mir vorstellen

dass diese zehn Punkte nicht auf grünem Mist gewachsen sind, sondern ein Vorschlag der Werbeagentur sind, mit denen die Grünen aktuell hoffen, erfolgreich zu sein.
Wenn man im populistischen Gewitter als Partei für Intellektuelle aber noch bestehen will, dann sollte man vielleicht auch mal konsequent sein, seine politischen Gegner in etwas diffizileren Punkten angreifen - also zum Beispiel den FDP-Chef Lindner mit seiner MOOMAX-Vergangenheit konfrontieren - und aufhören zu versuchen, populistisches Terrain zu gewinnen.

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ludwig49 31.05.2017, 18:52
4. Das Programm der Grünen...

...gleicht einem billigen Ausverkauf im Versandhandel. Zehn Artikel noch vorhanden. Schließt man aus, was die Leute zwar interessiert, aber nicht unmittelbar benötigen, dann bleibt die Familie und soziale Sicherheit. Das gehört ohnehin zu jedem Parteiprogramm, geliefert wurde allerdings selten. Vergessen haben die Grünen in der Hektik die Bildung.

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klausi_maiermüller 31.05.2017, 19:00
5. Grüne als Teil gravierender Probleme

Erst wenn sich die Grünen bei den drängenden gesellschaftspolitischen Themen wieder zu Lösungen Beitragen, werden sie wieder wählbar. Bisher sind sie Teil des Problems: innere Sicherheit, Intergration nach Hartz4-Motto "Fördern und Fordern", Sprachintegration, Kampf gegen No-Go-Areas, Moschee-Predigten in deutsch.

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TomDietl 31.05.2017, 19:02
6. Sie stehen...

Sie stehen exemplarisch für das was aus einer anfangs frischen Idee und Vision wird, wenn sie im Laufe der Zeit zum Selbstzweck wird um irgendwelchen Leuten als Pfründe zu dienen.
Etwas Erstarrtes und Vergammeltes.

Was in den 60ern und 70ern legitim war, ist jetzt Teil des Establishments geworden, eine Entwicklung die sie übrigens mit der Linken teilen.
Man hat eigentlich keine echte Vision mehr, auch keinen Plan, Mut und keine Empathie um soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Auch umweltpolitisch versagt man völlig wenn man sich das Artensterben anschaut.
Man stopselt sich einen Synkretismus aus hirnverbrannter Verehrung von angeblicher "Buntheit", entkerntem Christentum und Gender-Blabla zusammen. Dafür kann man sich komischwereise aber richtig aufregen und die ganze Welt zurecht weisen. Überflüssig, nein sogar schädlich.

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John.Moredread 31.05.2017, 19:08
7.

Zitat von Pof
1. Thema Gentechnik (Informieren / Inszenieren / Warnen / Ernstgenommen werden) Warum wird das Thema Gentechnik von den Grünen nicht richtig auf den Tisch gepackt ? Informationen zum Thema sollten gerade von den Grünen gegeben werden um die Bevölkerung über die globalen und nationalen Machenschaften der Gentechnik Lobby*aufzuklären ... Bürgernahe Politik ! Diese Aufklärung könnte dann grünes Bewusstsein schaffen und Wähler gewinnen. Die Partei könnte sich dann z.B. im Namen aller Christen, Moslems, Naturfreunden, Humanisten & vielen gesellschaftlichen Gruppierungen mehr, als "Hüter der Schöpfung" darstellen, *wenn sie endlich das Thema Gentechnik ganz vorne auf den Tisch packt.
Was genau schwebt Ihnen denn da vor? Wollen sie vor den Folgen der Gentechnik warnen? Da werden sie auf taube Ohren stoßen. Es gibt kein genetisch nicht manipuliertes Essen mehr. Würden wir anfangen, so etwas zu produzieren, ginge das nur zu dem Preis, das anderswo Leute hungern. Gentechnik hat bspw. dazu geführt, das man im Vergleich zu den vierziger Jahren auf einem Quadratmeter den siebenfachen Ertrag hat. Drehen wir das Rad zurück, benötigen wir also die siebenfache Anbaufläche. Die existiert aber schlicht nicht; solche Anbauflächen sind nämlich global gesehen mittlerweile selten unbenutzt zu finden.

Das Problem ist, das viele der grünen Wähler aus dem Naturwissenschaftlichen Bereich kommt. Ich kenne viele Biologen, und viele von denen wählen grün. Ich kenne aber nicht einen einzigen Biologen persönlich, der gegen Gentechnik ist. Schlicht, weil es kein Argument dagegen gibt, das naturwissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Die Panikmache vor Gentechnik ist so etwas wie die moderne Version der Hexenverbrennungen.

Sollte es ihnen um die Patentrechtssituation auf dem Markt gehen, stimme ich ihnen allerdings zu.

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post.scriptum 31.05.2017, 19:10
8. Die 10 Punkte, allesamt aus der grünen Mottenkiste gekramt, belegen

... eindrucksvoll, dass die Grünen nicht mehr gebraucht werden. Das, was die Menschen umtreibt, ist die innere Sicherheit, womit die Grünen nix am Hut haben und so in NRW vom Wähler brutal abgestraft wurden. Eine grüne Blockadepartei im Bundesrat kann sich Deutschland angesichts der gewaltigen Probleme nicht mehr leisten. Bezeichnend ist auch, dass die Grünen mangels Durchschlagskraft ihres Führungsduos nun ihren Altveteranen Trittin noch mal vor den Karren spannen und der die Punkte brav mitträgt. Diese werden im Übrigen wieder umgehend eingemottet, sollten sich die Grünen nach den Wahlen mit ihrem zu erwartenden schlappen Ergebnis in Koalitionsgesprächen wiederfinden.

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UhuWillason 31.05.2017, 19:12
9. Was fehlt?

Alles schön, aber keine grüne Position zur Flüchtlingspolitik, keine zur sozialen Gerechtigkeit, keine zu den grossen wirtschaftlichen Fragen und keine zur EU. Keine zu den grossen Fragen der Zeit also und daran hapert es ...

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