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Kind und Job: Väter, ihr seid ne Macht
Corbis

Immer wieder beklagen Männer, sie hätten nicht genug Zeit für ihre Kinder - aber nach wie vor arbeitet nur ein Bruchteil in Teilzeit. Väter müssen mutiger werden.

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TheFrog 07.07.2015, 18:53
80. Ach ja, noch ein Nachtrag...

Ich habe mir jede freie Minute für meine Kinder genommen, war bei der Geburt dabei, habe sie gewickelt, gefüttert, getröstet und mit Ihnen gespielt.

Aber das habe ich A.) gerne und B.) freiwillig gemacht, dafür Urlaub genommen und jede Minute genossen.

Und, überleben mussten wir auch und beide arbeiten. Aber irgendwie hat es auch funktioniert.

Hat das vielleicht etwas mit der Paarbeziehung zu tun ? Das man etwas wirklich "gemeinsam" wuppt. Ich weiss es wirklich nicht, aber rückblickend betrachtet war es eine schwierige Zeit, aber auch sehr schön und daher kann ich diese "Vollalimentierungsmentalität" ganz und gar nicht verstehen.

Entweder ich will Kinder mit allen Konsequenzen oder eben nicht. Der Staat hat damit nichts zu tun und das der Staat Familien wirklich unterstützt.....da kann ich nur sagen, das dies nur Traumtänzer glauben können.

Dem Staat sind Kinder und Familien völlig egal, ausser kurz vor Wahlen.

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Poppins, Mary 07.07.2015, 18:56
81. Elternzeit - emotionale Lehrzeit

Mein Mann ist in Elternzeit, er hat ganz andere Seiten an sich entdeckt; mir ging es damals auch so - ich kann seinen Frust und seine Freude mit den Kindern nachvollziehen. Alleridngs kommt er aus einem Job, wo fast nur Männer sind: Sein Chef hat alles was man falsch machen kann, falsch gemacht. Zum Glück haben wir beide zusammengehalten und uns unsere Ängste offen eingestanden: Das allerdings wäre beim ersten Kind nicht möglich gewesen - auch weil unsere Beziehung sich damals in einer anderen Phase befand. beim ersten Kind waren unsere Rollen klar und konservativ definiert..... Ich rate ebefalls allen Männern: Traut euch und traut euch mit euren Frauen offen zu reden. liebe Grüße

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normalerfamilienvater 07.07.2015, 18:57
82. Unterhalt

Zitat von Wheredoyouwanttogotoday?
im Fall der scheidung entfällt der unterhalt wg. Einkommens der Frau Gattin.
Nein. Die Mutter erhält im Fall der Trennung grundsätzlich das Aufenthaltsbestimmungsrecht, kann damit nur noch halbtags oder gar nicht mehr arbeiten, so daß der Vater spätestens dann per Familienrecht zum Ernährer wird.

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libero777 07.07.2015, 18:59
83. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

So ein schöner Kommentar. Nur Schade, dass Frau nicht gleich mitteilt, woher das Geld kommen soll, das Sie mit vollen Händen ausgibt ("Kinder Kosten halt nunmal Geld").

Die Frauen dieser deutschen Gesellschaft müssen erst einmal lernen, dass Emanzipation mehr ist als nur Gleichberechtigung im Sinne der Frauen und Fordeungen aufzustellen.

Ich kann diese ganze Besserwisserei der Frauen nicht mehr ertragen

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phillyst 07.07.2015, 19:08
84. Da macht es sich jemand einfach

Ja, mei, hätte der Mann nur Eier in der Hose, dann würde er seinem Chef schon klar machen, dass er Teilzeit arbeitet - aber bitte zum gleichen Gehalt, weil die Frau will ja auch in Urlaub und ihren Zweitwagen. Sorry, die Realität sieht anders aus. Die meisten Frauen murren schon rum, wenn sie überhaupt Teilzeit arbeiten sollen oder machen das gerade zum minimalanteil, damit sie nicht als Hausfrau gelten und sagen können "aber ICH arbeite ja auch".

Trotz geringerer Arbeitsbelastung weigern sie sich aber - sie sind ja emanzipiert - mehr als 50% Kindererziehung und Haushalt zu übernehmen.

Die Väter von heute - das kann ich ausnahmslos im Freundes- und Kollegenkreis sehen - sind trotz Vollzeitarbeit inzwischen die besseren Mütter. Sogar die Erzieher im Kindergarten haben das inzwischen festgestellt - die Kinder heute haben zu erstaunlich großem Teil eine stärkere Vater- als Mutterbindung. Die Anzahl der Kinder, die bei einer Scheidung inzwischen den Wunsch äussern, lieber beim Vater leben zu wollen ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen - erkundigt euch mal bei einem Familienrechtsanwalt eurer Wahl.

Sorry, liebe Frauen. Wir lieben Euch und wir respektieren Euch mehr, als ihr in eurer selbstverordneten Opferrolle sehen wollt. Aber es wird Zeit, dass ihr aus der "Emanzipation", die Euch so wichtig ist, nicht nur die Rechte, sondern auch EURE Pflichten ableitet und diese auch zu leben bereit seid.

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Celestine 07.07.2015, 19:14
85.

Zitat von inver
Ich werde meiner Tochter jedenfalls raten, auf Kinder zu verzichten, denn dies ist in der heutigen Gesellschaft viel zu riskant!
Es gibt z.B. in Finnland seit vielen Jahren keine Versorgungsehe im deutschen Sinne mehr. Es gibt dort keinerlei gesetzliche Verpflichtung nach der Scheidung, für das weitere Auskommen des anderen Ehepartners aufzukommen, außer in einer Notlage. Selbst ein wohlhabender Mann muss nach Jahrzehnten Ehe nur das Existenzminimum der ex Frau finanzieren, falls sie kein eigenes Einkommen hat. Aber solche Fälle sind inzwischen eine Seltenheit. Frauen können das nicht riskieren, und so ist eine volle Berufstätigkeit die Regel und keine Ausnahme.

Ich kenne einen Fall, in der die Ehefrau, eine Lehrerin, ihren Beruf aufgegeben hatte, weil sie ihrem Mann als Diplomatengattin um die Welt folgte. Nach vier Kindern und 30 Jahren Ehe ließ er sie wegen einer jungen Frau sitzen, sie lebte danach wie eine Hartz-IV Empfängerin, er mit seiner blutjungen Frau dagegen im Luxus. In den Beruf wieder einzusteigen wäre in ihrem Alter damals unmöglich gewesen.

Tja, entweder gar keine Kinder oder ein Leben nach dem skandinavischen Muster. Leider sind die Rahmenbedingungen in DE dafür noch nicht wirklich gegeben.

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dinus1982 07.07.2015, 19:15
86. @boomerang

Oh Mann, sie müssen ja n ganz toller sein. Warum es Ihre Frau nur die Karriere kostet und sie gleich den Job verstehe ich nicht. Jobs kann man(n) wechseln, eine Karriere dauert mitunter länger und ist als etwas ganzheitliches zu betrachten. Ich denke, sie sind nur froh, dass Ihre Frau sich so rum entschieden. Würde mein Mann so denken, dass es bei ihm um mehr ginge als bei mir, würde er morgen wegen unmännlichem Getue vor der Tür sitzen.

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SasX 07.07.2015, 19:19
87.

Zitat von xehris
Vermutlich hat dieser Zeugungsstreik der heutigen jungen Männer mit den Zuständen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu tun: teilweise extrem niedrige Löhne im Hochpreisland in unzähligen Branchen, prekäre unsichere Beschäftigungen ohne Planungssicherheit, vom Arbeitnehmer immer mehr verlangte Produktivität mit entsprechendem Stress usw.
Weniger. Umfragen zeigen eher immer das gleiche Bild. Mittlerweile kennt jeder junge Mann in seinem Umfeld (oder aus der eigenen Familie) genug geschiedene Männer, die ihre Kinder kaum sehen, dafür aber umso mehr zahlen dürfen. Das kuriert.

Als Mann sollte man die Idee, dass die Frau mehr arbeiten geht und der Mann zu Hause bleibt, meiner Ansicht nach wieder vergessen. Denn diese Forderung von Frauen, dass Männer mehr zu Hause bleiben, passt leider nicht zu ihrer Sozialbiologie. Ein wesentlicher Aspekt von Frauen bei der Partnersuche ist der Status. Ein Hausmann hat keinen guten Status. Bei Ehen mit Hausmann reichen in der Folge Frauen doppelt so häufig die Scheidung ein, wie bei "klassischen" Ehen. Diese biologische Verankerung kann auch nicht einfach überwunden werden.

Meine Exfrau kam damals auch auf die Idee, sie könnte ja zu Hause bleiben. Ich schlug dann vor, dass wir beide einfach gleichermaßen weniger Arbeiten. Das wollte sie dann partout nicht. Also haben wir beide weiter gearbeitet.

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SasX 07.07.2015, 19:33
88.

Zitat von Wheredoyouwanttogotoday?
Was die Frauen tun? Sie verzichten auf ALLES, was das Leben schön macht (Unabhängigkeit, Sicherheit, Freiheit), haben das Damoklesschwert der Trennung und dann Hartz IV und Altersarmut.
Frauen verzichten mitnichten auf "ALLES", da sie in der Regel das Kind haben. Das Damoklesschwert ist zu großen Teilen selbst gewählt, da erstens Scheidungen zu 2/3 von Frauen eingereicht werden und diese meistens aus eigenem Interesse die Kinder haben möchten.

Das größere Damoklesschwert schwebt über dem Mann. Er sucht sich die Trennung nur in 1/3 der Fälle aus und fast immer bedeutet die Trennung auch der weitgehende oder völlige Verlust der Kinder.

Und den meisten Männern geht es nach der Trennung finanziell auch nicht gut. Eine kleine Anfrage der SPD brachte da mal das Ergebnis, dass die meisten Unterhaltszahler den Unterhalt nur in geringerer Höhe oder gar nicht zahlen, weil sie das finanziell gar nicht leisten können und schon am Selbstbehalt sind.

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delta058 07.07.2015, 20:02
89.

Wieso ließt und hört man immer nur nu was Väter und männer machen oder nicht machen sollen? Wären nach 40 jahren nicht auch mal die Fraune dran?

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