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Kinderpornografie: Rechtsexperten kritisieren Maas' Verbotspläne
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Justizminister Maas will den gewerbsmäßigen Handel mit Nacktfotos von Kindern unter Strafe stellen. Experten halten nichts von diesen Plänen: Sie empfehlen einen anderen Ansatz - und fordern, das Sexualstrafrecht zu entrümpeln.

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WhereIsMyMoney 24.02.2014, 19:32
1.

Um diesen Job ist wohl keiner zu beneiden. Wie man's macht, macht man's falsch. Speziell wenn es um so ein Thema geht.

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kritikus_49 24.02.2014, 19:43
2. Genau das wäre das Richtig ..aber

aber solche sinnvollen und richtigen Lösungen, die auf eine effektive Verfolgung von Persönlichkeitsrechten abstellen, ermöglichen keine billige Effekthascherei zur "Profilierung angeblich doch nur im Interesse der Kinder und des Volkes tätiger Politfrofilierer. Die (viel zu viele jedenfalls) haben es nur auf ihre Interess auf die Stimme des Volksviehs abgesehen. Vox populi vox Rindvieh, Hauptsache die Wahlstimme wird kassiert und die Ernte derselben. Die Posten und Pöstchen zur eigenen Versorgung und zur Versorgung der eigenen Sippe. Es gibt Ausnahmen. Aber zahlreich (wie in den 50er und 60er Jahren) mit Interesse an Gestaltung der "res publica" die sind wohl ausgestorben bzw. in den Parteimaschinerien verhackstückt worden. Wir haben jetzt die "Talk-Show-Republik" und das Wichtigste scheint dort sitzen und seine Unkenntnis populistisch verbreiten zu dürfen ..

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Steuerzahler0815 24.02.2014, 19:45
3.

Das ist doch Schwachsinn

Wenn man das ganze über das Persönlichkeitsrecht regelt gibt es vmtl in der Regel höchstens Bewährungsstrafen und das ist ZU WENIG!
Mit dem Vorschlag von Herr Maas könnte man diese Leute vermutlich einfacher ins Gefängnis bringen

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stimmtdas 24.02.2014, 19:45
4. wieso

muss immer nur einer Recht haben. Dann soll halt beides strafbar sein. Uns warum sollte es Deutschland weniger gut machen nur weil andere im Strafrecht nicht weit genug gehen. Was für Experten da alles mitmischen ist erschreckend. Passt den Maas mal machen.

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spon_1804815 24.02.2014, 19:56
5. ganz einfach verbieten

Niemand braucht von einem unbekleideten Infant Bilder aufnehmen. Das ist obsolet. Solcherlei Neigungen deuten darauf hin, dass der Handelnde selbst in einem infantilen Stadium fixiert bleibt. Andere werden depressiv. Rechtlich sollte es keine Grauzone geben. Daher verbieten, sammt der Facebook Bilder von Kleinkindern aus Profilfotos. Ich fände es auch gut, die offenbar seit Jahren gesammelten Spuren der sog. Bildchenanklicker offenzulegen. Nur so kann es zu einem Umdenken in der Gesellschaft kommen. Nur soziale Kontrolle und Kommunikation kann diesem Phänomen wirkungsvoll begegnen. Manch einer wäre vielleicht sogar erleichtert, wenn es endlich ans Tageslicht kommt. Der Staat muss hier aber entschieden einschreiten. Daher nochmal: Verbieten!

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dadanchali 24.02.2014, 20:02
6. nee

Zitat von sysop
Justizminister Maas will den gewerbsmäßigen Handel mit Nacktfotos von Kindern unter Strafe stellen. Experten halten nichts von diesen Plänen: Sie empfehlen einen anderen Ansatz - und fordern, das Sexualstrafrecht zu entrümpeln.
Einfach mal von populistischen Schnellschüssen für die Kopf-ab-Schwanz-ab Fraktion weg hin zum Nachdenken vor dem Handeln.
Niemand wird ernsthaft wollen, dass Kinder bloßgestellt werden und/oder als Onaniervorlage dienen dürfen. Diese Haurucknummer ist allerdings absurd. Die Reformvorschläge im Text halte ich für sehr gut!

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muellerthomas 24.02.2014, 20:03
7.

Zitat von spon_1804815
Niemand braucht von einem unbekleideten Infant Bilder aufnehmen.
Sie haben nie Ihre eigenen Kinder in der Badewanne oder spielend im Sand fotografiert?



Zitat von
Rechtlich sollte es keine Grauzone geben.
Wie sollte das Gesetz denn Ihrer Meinung nach formuliert sein, dass es keine Grauzone gibt?

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Creedo! 24.02.2014, 20:04
8. ???

Zitat von sysop
Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung, hält einen solchen "Schutz vor Bloßstellung" auch deshalb für besser, weil die von Maas geplante Strafbarkeit des Verkaufs von Bildern nackter Kinder "zu absurden Konsequenzen" führen würde: Dann, so Graupner, "könnte man viele Werke der Kunstgeschichte mit einem Schlag nicht mehr verkaufen", denn die Darstellungen von Putten und anderen knabenhaften Figuren seien zumeist ja "anatomisch korrekt".
Ach so, wenn Kinderpornographie historisch ist, dann kann man das akzeptieren. Ist der gezeigte Kinderschniedel 500 Jahre alt, dann passt das schon? Das nenne ich mal absurd.
Zitat von
Vor allem die Strafbarkeit der sogenannten fiktiven Kinderpornografie müsse überdacht werden, so die Experten. Denn realistische Zeichnungen, Computergrafiken oder auch fiktionale Texte fallen hierzulande nach dem Gesetz ebenfalls unter Kinderpornografie. Damit nimmt Deutschland schon jetzt eine Sonderstellung ein: In den europäischen Vorgaben wird das gar nicht verlangt, die meisten Länder verzichten deshalb darauf. Und der amerikanische Supreme Court hat 2001 die Bestrafung solch einer virtuellen Darstellung als Verstoß gegen die "freedom of speech" - die Redefreiheit - gewertet.
Klar, wenn doch nur gemalt ist, dann tuts ja auch nicht weh. Ob der Typ schon mal Hentais gesehen hat? Das ist fern jeder Sitte und Moral. Klar, es ist nicht real, aber die bewußte Assoziation verstößt gegen jede Form der Ethik.
Und weil Deutschland schärfere Gesetze hat als es die EU verlangt, ist das schlecht? Ist die EU neuerdings letzte Moralinstanz? Hat da wieder eine Kommission getagt und mal eben über Kinderpornographie, zwischen Glühlampen- und Zimtschneckenverbot, entschieden?
Und die USA soll als leuchtendes Beispiel für Rechtsstaatlichkeit dienen? Also zurück zur Todesstrafe? Vielleicht als Strafe für Kinderpornographie?

Klingt für mich ehere so, als ob da einer Angst um seine Bildersammlung hat. Denn es hieße dann ja "ab mit dem Rubens" und gelöscht die Festplatte mit den Mangas. Schade um die schönen Sammlungen.

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MephistoX 24.02.2014, 20:06
9. Ich gebe ...

... den Rechtsexperten ausdrücklich recht, populistischer Verbots-Aktionismus ist nicht zielführend, sondern schafft nur noch mehr Grauzonen.

Bei fiktiver Kunst, sei es in der Malerei oder Literatur, sehe ich erst recht keinen Sinn in solchen Verboten, denn durch Zeichnungen oder Romane wird kein einziges Kind real geschädigt oder ausgebeutet. Alles zu zensieren, nur weil sich jemand daran "unmoralisch" ergötzen könnte, geht eindeutig zu weit und würde dem Schema "entarteter Kunst" unserer leidvollen faschistischen Historie folgen. Oder will man jetzt etwa auch z.B., Thomas Mann auf den Index setzen ??

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