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Kleiner Parteitag: Suche nach dem grünen Ich
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Die Klatsche bei der Bundestagswahl hat die Grünen schwer getroffen, nun beginnt die Fehleranalyse. Beim kleinen Parteitag in Berlin ist große Verunsicherung zu spüren - auch deshalb ist Schwarz-Grün sehr unwahrscheinlich. Nur einer scheint mit sich im Reinen: Ex-Spitzenkandidat Trittin.

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Miere 29.09.2013, 05:47
80. zum Wohle aller

Ich persönlich wünsche mir Parteien, die an das Allgemeinwohl denken anstatt Klientel-Politik zu machen (zB nur für Gewerkschaften gegen Leiharbeiter, Freiberufler und Firmeninhaber).
Die Grünen haben einen Schritt in diese Richtung gemacht. Weg von reiner Klientel-Politik für Veganer und Windparkbetreiber, hin zu Konzepten für alle. Nur leider glaube ich ihnen nicht, dass das, was sie sich als Steuerkonzept ausgedacht hatten, wirklich die beste Lösung für alle wäre.
Wenn die Einnahmen sprudeln wie nie zuvor läuft es irgendwie dem gesunden Menschenverstand zuwider, dass man dann die Steuern noch erhöhen zu müssen meint. Zumal wenn zugleich Milliarden in unterirdischen Bahnhöfen oder Hauptstadtlufhäfen versickern.

Die Grünen haben Großes geleistet, zB die gleichgeschlechtliche Partnerschaft durchgedrückt.

Nachdem weder Piraten noch FDP bei den Freiheitsrechten punkten konnten, wäre es vielleicht nicht das Schlechteste, wenn die Grünen da wieder mehr übernähmen, nachdem sie ja schon eine tolle Bilanz haben.

Aber man muss immer schauen was machbar ist. Es gibt ehrenwerte Ziele (Atomausstieg, Energiewende, ...) wo man auch mal durchrechnen und dann vielleicht eingestehen muss, dass das nicht so schnell und einfach geht wie man gerne hätte.

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stephan87 29.09.2013, 05:59
81.

Zitat von linkslibero
"Wir haben unsere Wähler überschätzt" Das ist richtig. Die Grünen hatten ein exzellentes Wahlprogramm, an dem sich die andern orientiert hatten. Wenn die Wähler/innen in diesem Land zu blöd sind für ein so intelligentes Programm, dann ist das weder die Schuld der Grünen noch von Trittin im Besonderen. Die Grünen haben im Wahlkampf alles richtig gemacht. Aber eine intelligente Partei paßt eben schlecht in ein weitestgehend verblödetes Land wie die SRD(Sarranazi Republik Deutschland). So einfach ist das.
Sehen Sie, genau das ist der Grund warum die Grünen so einen schlechten Ruf haben :D

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nomadas 29.09.2013, 06:04
82. Konsequenzen spüren

Sie haben ihren Pfad verlassen, sie haben kein Thema mehr und keine charismatische Leitfigur. Wenn sie jetzt weiter zur Mitte huschen, werden sie zur quantité négligable - Joschka, der Super Star, begann schon den Niedergang. Und das AKW-Aus durch Super Angie von der CDU war der Tiefschlag schlechthin. So hoppeln sie denn auf der grünen Wiese umher, wie die Hasen. Sollten sie nun in einer schwarz-grünen Show ihr Heil zur Macht suchen, wären sie die FDP von morgen. Fatal! Ökologie und soziale Gerechtigkeit müssen ihre Leitmerkmale sein, sonst heißt es bald: good bye my love good bye! Eins noch, bitte, Kretsch & Kuhn sind ganz allein schwäbisch, untauglich für den Bund!

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gfh9889d3de 29.09.2013, 06:24
83.

Zitat von sysop
Die Klatsche bei der Bundestagswahl hat die Grünen schwer getroffen, nun beginnt die Fehleranalyse.
Irgendwie typisch für Dosen-Jürgen und Kollegen, daß es bereits zu Beginn einer Fehleranalyse einundvierzig Vorträge über die Ergebnisse gibt, meint ein "Überschätzter".

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so.cheerful 29.09.2013, 06:42
84. Herr Trittin!

1. Sie sind unverschämt!
Mich haben Sie nicht überschätzt. sondern unterschätzt. Ich habe nämlich gemerkt, dass Ihre Partei ökofaschistisch und stramm links geworden ist.
2. Üben Sie Selbstkritik! Das haben Sie doch in Ihrem Kommunistischen Bund eigentlich lernen müssen. Jetzt ist die Gelegenheit, dieses Wissen anzuwenden.

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Stega 29.09.2013, 06:58
85. Anmaßung

Wenn man hier so die meisten Beiträge liest, kann man sich nur noch über die Anmaßung der Leute wundern.

Hier wird den Grünen vorgeworfen, daß sie nicht CSU-Positionen vertreten haben, getreu dem Motto: "Wer nicht für uns ist, muß ja krank sein"

Und übrigens: worum geht es eigentlich in einer Wahl? Geht es darum, möglichst viele "Prozente" zu machen? Oder geht es darum, das zu vertreten, was man für richtig hällt?

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shopkeeper 29.09.2013, 07:46
86. Mit meiner Stimme wähle ich das kleinste aller Übel ...

denn keine Partei bietet mir eine vollständige Deckung meiner Vorstellungen und Ansichten. Obgleich ich für einige ausgesuchte Aspekte der Grünen große Sympathien habe, ist der Rest so ein Riesenhaufen Müll, dass ich diese Partei in der derzeitigen Form wohl never ever wählen würde. Das denken offenbar auch viele andere Menschen im Land.

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zzzzxy 29.09.2013, 08:12
87. Kein demokrat und sebstgerecht

Trittin sagte: schuld war die fehlende einigkeit der partei.
Er hat also nix falsch gemacht, da er ja recht hat. Aber die bösen abweichler...
Der typ ist nicht gut für die grünen und alle anderen. Sollten den palmer nach vorn holen. Der hatte vor dem programm gewarnt...

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pensatore libero 29.09.2013, 08:15
88. Herr Trittin sollte Brecht ...

... lesen, der - als die SED nach dem 17. Juni 1953 dekretierte, das Volk habe das Vertrauen der Partei verspielt - schrieb: "Wäre es da nicht besser, die Partei löste das Volk auf und wählte ein neues?" - Aber Apparatschiks wie die die alten Knaben von der SED oder der alte Knabe Jürgen (früher beim KBW) stecken die Menschen lieber umerziehen als ihre freie Entscheidung zu akzeptieren. - Vielleicht sollte man dem KBW-Jürgen ein bisschen Nachhilfe in Demokratie geben, bevor man ihn nochmals auf die Leute loslässt. Viel besser wäre es natürlich, ihn völlig aus dem Verkehr zu ziehen! Er könnte dann den Rest seines Lebens über die undankbaren Wähler klagen, die ihre einmalige Chance verpasst haben, ihn zum Finanzminister zu machen!

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manzanilla 29.09.2013, 08:37
89. überschätzt?

Die Grünen standen jahrelang für neue gute Ideen in der Umweltpolitik. Hier lag ihre Stärke und sie konnten ein Umdenken bewirken. Über das Stadium altlinker Doktrin sind wir aber schon eine Weile hinaus. Die braucht keiner mehr. Die Probleme Europas und der Welt sind unendlich komplexer geworden. Neue Ideen müssen her.

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