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Kleinkrieg in AfD: Euro-Gegner außer Kontrolle
DPA

Krude Thesen im Internet, Streit über akademische Titel, interne Anfeindungen: Die Euro-Gegner von der AfD verzetteln sich in Querelen. Parteichef Lucke muss sich immer wieder einschalten - mit überschaubarem Erfolg.

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kenterziege 28.12.2013, 11:16
130. Und wenn es die entsprechenden...

Zitat von makuzei
Die ständig wiederholte Verwendung dieses Fotos,das in einem völlig anderen Zusammenhang entstanden ist,stellt eigentlich eine Falschdarstellung dar.- Dem Leser wird suggeriert,dass es als Reaktion auf interne Streiterei entstanden ist.- Das ist üblich- und dies zeigt,wie ausserhalb jeder Wahrheitspflicht sich unsere Medien generell bewegen.- Solche Grimassen lassen sich bei jedem Politiker finden.Sie sind für Lucke eher untypisch.
....Grimassen oder Physiognomien nicht gibt, dann werden sie angefertigt. Als ich 1967/68 nachts bei Springer gearbeitet habe, um mein Studium zu finanzieren, hat mir ein Bild-Redakteur vertraulich berichtet, dass man ein Bild von Dutschke manipuliert hat, in dem man es in der Symmetrie-Linie geteilt und dann eine halben Millimeter versetzt wieder zusammengebaut hat. Er sah dann aus, wie von Bild "gewünscht"!

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Faceoff 28.12.2013, 11:17
131. Tschüss AfD

Zitat von sysop
Krude Thesen im Internet, Streit über akademische Titel, interne Anfeindungen: Die Euro-Gegner von der AfD verzetteln sich in Querelen. Parteichef Lucke muss sich immer wieder einschalten - mit überschaubarem Erfolg.
Herrlich! Oliver Kalkofe hat die AfD in seiner Satire-Show als "Arschkarte für Doofe" bezeichnet. Dieser etwas grobschlächtigen Einschätzung kann ich mich nach dem Lesen des Artikels sowie einiger Kommentare nicht mehr vollkommen verschließen.

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hdwinkel 28.12.2013, 11:20
132. Was will die AfD

Zitat von rüdiger68
Wer das Merkel-Totschlagargument "Deutschland profitiert -über den Export- vom Euro am meisten" mal gesamtwirtschaftlich betrachtet und der Frage nachgeht, wo das Geld für diese Exportgüter herkommt, merkt sofort, dass etwas nicht stimmen kann (Target II und so..). Im Endeffekt haben wir Güter produziert und bezahlt, gleichzeitig stehen die Güter an anderer Stelle und wir haben eine Forderung.. - was daran gut sein soll, verstehe ich nicht. Bitte erkläre es doch irgendjemand mal für mich, da ich es auch nicht verstehe.
Sie haben nicht ganz unrecht - wir produzieren, finanziert durch unser Steuergeld.
Nur will, bzw. wie will die AfD das ändern?
Es wird immer das Argument gemeinsamer Euro-Raum und damit die fehlende Möglichkeit zur Währungsabwertung ins Feld geführt.
Das führt aber am Kernproblem vorbei - In hochproduktiven Volkswirtschaften sollten so hohe Löhne gezahlt werden, damit die hergestellten Produkte auch gekauft werden können.
Das gilt im und außerhalb des Euro-Raums. Die Verschuldung der großen Volkswirtschaften ist kein europäisches Phänomen, sondern international, und hat dieselben Ursachen - Wachstum mittels Steuern.
Aber genau daran will die AfD nun wirklich nichts ändern:
"Aber dafür muss die Sozialpolitik von Lohnersatzleistungen zu Lohnzuschüssen wechseln. Das deutsche System der Lohnersatzleistungen von der Sozialhilfe über das Arbeitslosengeld bis zur subventionierten Frührente erzeugt Lohnansprüche, die der Markt
nicht mehr befriedigen kann."
(aus Hamburger Appell, Mitunterzeichner der Herr Lucke)

http://www.wiso.uni-hamburg.de/filea...per/appell.pdf

Wer profitiert von dieser Art zu wirtschaften? Es sind die Aktionäre hierzulande, denn die Gewinne werden ja mitbezahlt.
Schauen Sie sich die Protagonisten der AfD mal genauer an. Sie werden feststellen - neoliberal bis ins Mark. Eine für mich annehmbare Alternative sieht anders aus.

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driftwood1973 28.12.2013, 11:22
133. Zu viele verbohrte

Die Partei hat leider zu viele Schlaumaier , die alles besser wissen. Wie soll in so einer Partei Konsens und politisch kluges Handeln entstehen? Kommt dann noch das typische Alter dieser Männer zu Vorschein erkennt man schnell welch Minenfeld die AFD zu sein scheint: Eine Partei der verkrusteten unzufriedenen Professoren in der Midlife-Krise

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blasphemiker 28.12.2013, 11:25
134.

Zitat von sysop
Der heutige Sozialismus, der sich Demokratie schimpft, muss das gleiche Schicksal wie der Ostblock vor mehr als 20 Jahren erleiden. Nur so können wir die satanistischen Elemente der Finanz-Oligopole von den westlichen Völkern wieder abschütteln, die wie die Zecken das Blut der Völker aussaugen und die Körper mit tödlichen Bakterien verseuchen.
Das ist der Duktus des christlich-faschistischen Milieus der Steigbürgerhalter.
Ich habe durchaus ein paar Sympathien für einige Thesen der AfD und mir ist es auch bewußt, dass ein junge Partei eine gewissen Anzahl von "Freaks and Fuckers" hat (Im Falle der Grünen sogar, wenn die Partei Älter geworden ist), aber ich hoffe wirklich das die AfD es schafft diese Spinner aus ihren Reihen zu entfernen, ansonsten ist sie bald, zumindestens für mich, Geschichte.

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fd53 28.12.2013, 11:30
135. man sollte wirkliche Ahnung haben

Zitat von David67
Die Machtlosigkeit einzelner Regierungen sieht man gut, wie wirtschaftlich erfolglos allein agierenden Länder wieSchweiz, Norwegen, Singapur, Südlorea, Thailand sind.
Sie haben nicht mal ansatzweise Kenntnisse, wie die Wirtschaftspolitik in diesen Ländern funktioniert und wie extrem gerade diese Länder von der Globalisierung abhängig sind.
Singapur (als Beispiel) hatte über 15 Jahre keine Arbeitslosen und musste in der Asienkrise 1998 lernen, wie man damit umgeht. Und ohne staatliches Beschäftigungsprogramm hätte Singapur längst mehr als 6% Arbeitslosigkeit. Auch die sozialen Unterschiede werden in Singapur immer extremer. Nicht umsonst hat 2002 der damalige Regierungschef erklärt "es ist uns als einzelnes Land nicht mehr länger möglich, uns gegen globale Entwicklungen und ihre Folgen abzuschotten und zu stemmen". Ihr Pech: ich bin seit Jahren Mitglied der PAP. Und meine Ende 2004 tödlich verunglückte asiatische Lebensgefährtin war ganz weit oben in der globalen Finanz- und Wirtschaftswelt aktiv. Norwegen lebt noch von Öl und Gas. Noch, man verkauft Rohstoffe - wie Rußland. Thailand steht vor einer Explosion, die Schweiz ist globaler vernetzt als sich viele das vorstellen können. Und so weiter.

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hdwinkel 28.12.2013, 11:31
136. NS Ausrichtung

Zitat von Champagnerschorle
Ein wenig bedrückend ist es schon, wie viele immer noch an die NSAfD glauben. Habe auf weniger Pro-Posts gehofft. Naja, Holger Apfels Jünger brauchen auch einen Tummelplatz.
Fairerweise sollte man sagen, daß die Parteiführung nicht die Macht hat, sich die Mitglieder und Unterstützer auszusuchen. Wenn die AfD also von vielen Rechtsaußen als Projektionsplattform gesehen wird, dann ist das nicht unbedingt der Wille der Partei(führung) der AfD.
Ein Problem hat die Partei aber trotzdem - wenn sie von rechtaußen 'gekapert' wird, dann ist sie recht bald auch rechtsaußen.
Die Parteiführung der AfD sollte sich mal tunlichst Gedanken machen, warum sie so attraktiv auf rechtsaußen wirkt, und ob das nicht vielleicht doch etwas mit wenigstens partiell gemeinsamen Zielen zu tun hat.

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hiwhatsup 28.12.2013, 11:36
137. AfD-Diktatur: Nur Parteischiedsgerichte dürfen Ordnungsmassnahmen beschliessen!

Auch wenn es rechte Äusserungen gab - Ordnungsmassnahmen dürfen nur von Parteischiedsgerichten verhängt werden.

Im Parteiengesetz ist eine Gewaltenteilung festgeschrieben.

Das Parteiengesetz möchte diktatorische Führerparteien verhindern, wo ein übermächtiger Parteiführer demokratisch gewählte Vertreter in den Subordnungen einfach absetzen kann.

Nun muss ich bei Spiegel online lesen:
"Lucke reagierte - und mit Billigung des hessischen Landesvorstands wurde Ziemann vom Bundesvorstand seines Postens enthoben."
- ohne das der Journalist auf die rechtlichen Konflickt mit dem Parteiengesetz hinweist.

Die rechten Zitate sind doch nur ein Vorwand, mit dem Lucke seine parteiinternen Gegner beseitigt. Dabei ist Lucke auch kein Heiliger, hat selbst rechte Äusserungen getätigt - zeigt jetzt aber mit dem Finger auf andere.

Tatsächlich erleben wir gerade die Gleichschaltung einer rechten Kaderparteie. Wer dem Parteiführer Lucke nicht folgt - fliegt raus.

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hiwhatsup 28.12.2013, 11:50
138. Parteiaustritt: Ex-Staatssekretär Thurmann emfindet die AfD als undemokratisch

Parteiaustritt und Rücktrittsforderung an Lucke – Ulrich Thurmann

Wenn selbst politisch sehr erfahrene nicht mehr von innerparteilicher Demokratie sprechen - dann sollte die Presse auch einmal das demokratische Verständnis der AfD Führung hinterfragen.

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spotmakesmyday 28.12.2013, 11:55
139. ehrlich gesagt

Zitat von peterpahn
Wer einen solch verunglückten Schnappschuss auswählt, will der noch neutral berichten? Das gepostete Bild geistert durchs Internet, warum also nicht auch das dämmlichste Bild auswählen, was man überhaupt kriegen kann? .
...das ist das ERSTE Bild, auf dem mir Herr Lucke menschlich, sympathisch und nach etwas Sinn für Selbstironie aussieht und nicht nur wie ein langweiliger abgehobener Wirtschaftsfuzzi. Sage ich als jemand, der nicht derade begeistert von ihm ist. Oder von seiner Partei. Und meine negative Meinung kommt auch nicht von "fieser Berichterstattung". Viel schlimmer sind die AfD-Netz-Stormtroopers UNTER den Artikeln. Da projeziert jeder, was er sich gerade wünscht, auf die neue Partei. Und WAS die Anhänger da propagieren (ich meine nicht Sie persönlich, das Luckebild mag gefallen oder auch nicht), ui, also aus so einem Haufen halte ich mich raus. Die einen sind afd-fans, weil sie "antikapitalistisch gegen die banken sind", die anderen, weil sie "gegen den ausufernden sozialismus sind", die nächsten teilen in "gute=finanziell verwertbare menschen/ausländer" und "böse=finanziell nicht verwertbare menschen/ausländer", dann gibt's die d-mark-fanatiker, die aus welchen gründen auch immer glauben, die d-mark käme mit der afd zurück undundund... so viel Müll kann die Presse gar nicht schreiben, um die AfD zu "diffamieren", das erledigen 80% der anhänger ganz gut selbst.___________ Und nochmal: ICH find das Bild nett =)

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