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Klimaschutz: Umweltministerin Schulze legt erste Pläne für CO2-Steuer vor
DPA

Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, schlägt Umweltministerin Svenja Schulze im SPIEGEL eine Abgabe auf den CO2-Ausstoß vor. Betroffen wären vor allem Menschen mit höheren Einkommen.

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kanyamazane 20.04.2019, 08:17
80. Auswandern

Bei solchen Politikern muss man Deutschland schnellstmöglich verlassen. Der normalverdienende Bürger hat immer weniger Geld zur Verfügung. Durch Parkplatzwegfall (danke rot/grün) muss man horrende Mieten für Tiefgaragen zahlen. Eine CO2 Steuer trifft jeden hart, der nicht reich ist. Eine Flugreise für eine Familie wird kaum bezahlbar. E Autos sind noch zu teuer! Wer baut endlich ein eAuto für den Kleinverdiener und seine Familie für 10.000 Euro?? Und über Kreuzfahrtschiffe, die wahren Umweltkatastrophen, spricht wieder keiner. Die würden weiterhin Deutschland (Hamburg) anfahren, aber natürlich keine Steuern zahlen, da sie in anderen Ländern angemeldet sind.
Erst wenn e.Autos nicht mehr teurer sind, Bus und Bahn fast nichts kosten, Parkplätze (die braucht man auch für ein eAuto, liebe Politiker!) weiter eingeplant werden, Kreutfahrtschiffe in Deutschland beim Anlegen eine saftige Co2 Abgabe entrichten müssen...dann kann man über eine Co2 Steuer sprechen, wenn alle EU Länder mitziehen. Denn wenn die es nicht tun, stirbt die Umwelt langfristig verpestet und der deutsche Bürger hat als einziger kein Geld übrig für das alltägliche Leben. Tatsächlich bleibt sonst nur noch Auswandern in einen EU Staat.

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svalley 20.04.2019, 08:28
81.

Ich wiege 80 kg und emittiere im „Leerlauf“ (Grundumsatz) etwa 168 Tonnen CO2 jährlich. Das ist das Problem dieses Planeten. Zu viele Menschen. Also hört auf, Kinder zu bekommen. Wenn also eine solche Steuer eingeführt würde, wird spätestens die übernächste Generation Steuern nach Körpergewicht zahlen müssen.

Der“Klimawandel“ wird anhand von Modellen errechnet, die willkürlich ausgewählte Kriterien berücksichtigen - etwa 12-15 von 300 bekannten! Die Wichtigste wird aber nicht berücksichtigt. Es ist die Neigung der Erdachse, die sich innerhalb 25000 Jahre hin und her verschiebt (Präzession). Oder wie glauben sie, sind Mammuts nach Sibirien gekommen?

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Wütender_Bürger? 20.04.2019, 08:38
82. Deutscher Neidreflex

...denn sie können es sich leisten...
Was ist das denn für eine Logik! Ich bin auch für diese Steuer und auch dafür, ihren Erlös aus Akzeptanzgründen zurückzugeben. Aber das muss mit der Gießkanne geschehen und nicht so, dass der Steuereffekt in der Breite neutralisiert wird. Und dabei muss einfach mal der deutsche Neid stecken leiben. Sollen doch die Millionäre meinetwegen weiter ihre Spritschlucker fahren können, weil sie es sich weiter leisten können. Das ist nun einmal das Wesen des Kapitalismus. Es ist die MASSE, die ihr Verhalten ändern muss. Sorry, dass sagt einer, der kein Auto besitzt aber gerne das Klima für seine Kinder retten möchte.

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JürgenLanz 20.04.2019, 09:18
83. Neue Steuern

Herrlich: die Bürger würden die Preiserhöhung bei Benzin und Diesel gar nicht merken, weil sie nur den täglichen Schwankungen an den Zapfsäulen entspräche. Die Mehrwertsteuer hat auch einmal bei 10% angefangen. Ist die Steuer erst einmal da, kann man sie nach und nach - natürlich "sozial verträglich" - erhöhen.

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jjcamera 20.04.2019, 09:22
84. Ding

Aufgrund unseres Fortschrittglaubens fällt es uns schwer, zu akzeptieren, dass es Dinge gibt, die weder Wissenschaft noch Politik oder Gesellschaft beeinflussen können. Der Klimawandel ist so ein "Ding". Aber wir geben uns gerne Mühe, leider vergeblich.
Der Mensch ist wie jede andere Tierart erdgeschichtlich betrachtet (Erde: 4,5 Milliarden Jahre) eine verhältnismäßig kurze Episode (Homo sapiens 300.000 Jahre).

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e.schuermann 20.04.2019, 09:22
85. Fürchtet Euch nicht. Ich meine es nur gut mit Euch.

„Fürchtet Euch nicht.“ Das ist wirklich Volksverdummung. Schulze will abkassieren und die Bevölkerung dadurch zwingen, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen.
Dadurch kann sie der SPD den Rest geben. Wer hat die Frau bloß zur Umweltministerin gemacht?

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jjcamera 20.04.2019, 09:27
86.

Zitat von drstrolch
Wieso soll diese Abgabe zur Finanzierung sozialer Wohltaten verwendet werden und nicht zur Folgenbewältigung eines Klimawandels? Dafür gehört dieses Geld eingesetzt.
...weil es immer Leute geben wird, die jede vernünftige und sinnvolle Debatte automatisch mit der Neiddebatte verknüpfen, egal ob sie etwas damit zu tun hat.

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Sandlöscher 20.04.2019, 09:35
87. So, so

für die SPD sind alle Hausbesitzer verkappte Millioäre, die eine C02-Abgabe locker stemmen können. Ja, mit üppiger Diät, Dienstwagen und Pensionsansprüchen kann solche kruden Thesen Sinngedicht von sich geben. Kollege Scholz will ja den Arbeitnehmern auch wieder in die Tasche greifen und Gutscheine etc. besteuern. Auf die Genossen ist halt Verlass, wenn es um das Schröpfen der Arbeitnehmer geht. Ich befürchte, dass mit dieser Abgabe Energie einfach nur massiv verteuert wird und das wird wieder mittlere Einkommen und Arme treffen. Schon jetzt können über 500.000 Menschen in D ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen. Alles in den Augen der Klimaretter Kolkateralschäden, damit D im Alleingang den Planeten retten kann. Bisher konnte mir kein Politiker glaubhaft vorrechnen, woher der Strom für die angepeilten Millionen von Elektroautos kommen soll, wenn D aus allen fossilen Energieträgern aussteigen wird. Dann werden wir wohl im Winter Atomstrom aus F oder Tchechien importieren. Ich bin definitiv auch für den energetischen Wandel aber bitte unaufgeregt und ideologiefrei. Ich lebe hier in ländlicher Idylle und ohne Auto ist man hier quasi handlungsunfähig. Als damals die Ökosteuer eingeführt wurde, hat man weder in den öPNV investieren sondern das Geld für die Rente verwendet. Vielleicht bringt die SPD mal den Mut auf, an die Dienstwagenregelungen zu gehen. Dort wird im Zuge der 1 Prozent-Regel Spitzenverdienern alle 2-3 Jahre ein neues Auto gesponsert oder Gewerbetreibende Pappen einen Aufkleber auf das SUV und nutzen das Ding vornehmlich als Privateagen, setzen aber alle Kosten von der Steuer ab. D wird wohl weiterhin auf die leidensfähig seiner Bevölkerung setzen und das den Menschen als alternativlos verkaufen.

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rainercom 20.04.2019, 09:55
88. AHA das ist ja wie Ablasshandel im Mittelalter

wenn ich zahle wurden mir die Sünden bis zum Mord vergeben,wenn ich jetzt zahle wird der CO2 Ausstoß weniger.
Tolle Idee.

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Gerd@Bundestag.de 20.04.2019, 10:27
89. super Beitrag!

Nur mit der Information klappt es nicht ganz. Was soll konkret besteuert werden? Sollen nur lokale Quellen besteuert werden, oder der verbrauchsorientierte tatsächliche CO2 Ausstoß?
Der Unterschied zwischen den beiden Alternativen liegt in der unterschiedlichen Bewertung von Importen. Wenn Mann nur lokale Quellen besteuert, sollte man sich nicht wundern, wenn zukünftig mehr Waren importiert werden, die z.B. mit polnischen oder chinesischen Kohlestrom erzeugt wurden, und im Falle Chinas auch noch über tausende von Kilometern heran geflogen werden. So exportiert Deutschland seinen CO2 Ausstoß, nicht wesentlich mehr.
Wenn man den CO2 Ausstoß verbrauchsabhängig besteuert, ist für jedes Produkt, das auf den deutschen (europäischen?) Markt kommt, eine LCA nötig, die den CO2 Ausstoß während der Produktion und dem Transport ermittelt. Das ist zwar aufwändiger, aber damit exportieren wir den Klimaschutz und nicht unseren CO2 Ausstoß.

Wie immer ist es eine Frage, was wichtiger ist: Effektivität im Alltag, oder Effizienz in der Verwaltung.

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