Forum: Politik
Klimawandel: Die wahre Diesel-Lüge
DPA

Falsch aufgestellte Messgeräte, frei erfundene Grenzwerte: Je mehr man über den Kampf gegen Dieselabgase liest, desto verrückter wird es. Und jetzt auch noch das: Ausgerechnet die Abkehr vom Diesel fördert die Erderwärmung.

Seite 39 von 53
ardbeg17 06.12.2018, 22:46
380. @Aberlour #373

Sie behaupten, Fleischhauer verbreite lauter Fake News. Bitte konkret benennen, am besten mit links zu anderslautenden seriösen Quellen. Ich bin mir aber sicher, dass sie nichts dazu zu sagen haben, denn ihre Argumente sind schon oft genug entkräftet worden, um sie immer deutlicher als bloßen Anti-Diesel-Agitator dastehen zu lassen.

Beitrag melden
moritz27 06.12.2018, 23:00
381. Aus Umweltschutzgründen

wäre es dringendst nötig, dass die Deutschen, wie immer vorbildlich und zielstrebig, ihr Aussterben organisieren. Keine Kinder mehr in die Welt setzen, Grenzen schließen, Freitod erlauben, Fabriken schließen, Autos verbieten, Strom abschalten, Heizungen aller Art untersagen, Reisen verbieten und keine Im- und Exporte mehr erlauben. Das dauert keine 80 Jahre bis zum vollen Klimaerfolg von der maximalen Beeinflussung von 2% auf unser Weltklima.
Aber das muss es uns doch wert sein.

Beitrag melden
solid_matter 06.12.2018, 23:22
382.

Zitat von 7eggert
Wikipedia: Laut der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe wurde 2010 das weltweit produzierte Palm- und Palmkernöl etwa zu 68 % für Nahrungsmittel (z. B. Margarine, Salat- und Kochöl), etwa 27 % für industrielle Zwecke (z. B. Reinigungsmittel, Kosmetik, Kerzen) und 5 % für die Energiegewinnung verwendet.
5% war der Anteil 2010 ...

"Eine Studie der Fediol, des europäischen Pflanzenölverbandes, hat herausgefunden, dass der Anteil von Palmöl an der Bio-Beimischung zum Diesel von 2010 bis 2014 um das Sechsfache gestiegen ist."

https://www.welt.de/wirtschaft/article155825207/Palmoel-im-Diesel-macht-bio-im-Sprit-zum-Problem.html

Beitrag melden
deepbrain 06.12.2018, 23:28
383.

Klasse Kolumne. Stickoxide (Reizgas für Atemwege) wird mit CO2 (Treibhausgas) in einen Topf geworfen, Pferde mit Kühen, Kohle, Kaminfeuer und Atomkraftwerke auch noch dazu. Als Referenzen/Quellen dienen "ich hab da mal was in der Zeitung gelesen" und "ein Bekannter hat gesagt" und ein paar Halbgarheiten wie die 100.000 km Geschichte und die angeblich ach-so-vielen falschen Messstationen, dies ntürlich alles ganz ohne Quellenangaben. Fertig ist der diffuse Fleischhauer-Mix, der von seinen Fans gefeiert wird. "endlich sagt es mal jemand, endlich mal Analyse" sollte wohl eher heißen "endlich mal einer meiner Meinung, Fakten sind mir dann auch egal".
Stickoxide sind schlecht für die Atemwege. Ohne Hintertür. Insbesondere eh schon Geschwächte trifft das dann natürlich noch mehr. Es gibt auch keine "gute" Konzentration von NOx, die Frage ist vielmehr: Bei welcher Konzentration ist es schlecht, ab wann richtig schlecht. Und darüber kann man steiten. Aber daraus dann zu drehen, dass man doch ruhig mehr in die Luft jagen darf, weil man DEN Grenzwert noch nicht kennt? Abstrus!
Für mich hat diese Diskussion starke Züge der Klimadiskussion. Auch da ist erst mal Reaktanz angesagt: WAS? ICH soll was ändern? Auf keinen Fall, dann stelle ich lieber mit heuchlerischen Argumenten die Wissenschaft oder Gesetze in Frage. Mittlerweile sind ja selbst Leute wie Fleischhauer angekommen, den Klimawandel nicht mehr zu leugnen. Vielleicht passiert das dann in ein paar Jahren auch mit Stickoxiden als gesundheitsschädlich. Hat auch sehr viel von der Diskussion der Amerikaner über ihre Waffen. Auch dort ist doch eigentlich klar: Weniger Waffen, weniger Tote. Aber es gibt genug Leute, die noch irgendetwas Gute an Waffenbesitz finden. Weniger NOx, weniger Gesundheitsschäden? Und jetzt kann jeder selbst die Pro-Waffen-Argumente übertragen.

Beitrag melden
ohminus 06.12.2018, 23:30
384.

Zitat von K.Hexemer
auf Trump Niveau agiert, um nicht zu sagen agitiert, dann sind Sie das! Zeigen sie mir nur bitte einen einzigen Fall in dem jemand kurzfristig durch lokale Exposition im Straßenverkehr an Stickoxyden gestorben ist! Die angeblichen Toten sind alles nur Rechenkunststücke mit Annahmen und Wahrscheinlichkeiten, genauso unwissenschaftlich wie die 40 mg Grenzwert zustande gekommen sind. Und das hat nix mit AfD zu tun, lesen sie die Zeit, die wohl der Umtriebe mit der AfD unverdächtig ist!
Es ist schon drollig, wenn jemand, der naturwissenschaftliche Methodik zu "Rechenspielen" degradiert, anderen unwissenschaftliche Argumentation vorwirft.

Die "angeblichen Toten" sind statistisch ermittelt, weil die Folgen chronischer Belastung nun mal so ermittelt werden können. Ihr Verlangen nach Nachweisen von Toten durch kurzfristige Exposition ist eine biowissenschaftliche Bankrotterklärung Ihrerseits. Nur, weil Sie chronische Expositionen und ihre Folgen nicht verstehen, werden diese noch lange nicht zum Hirngespinst.
In diesem Sinne empfehle ich, sich erstmal wissenschaftliche Qualifikationen zu besorgen, bevor man anderen Unwissenschaftlichkeit vorwirft. Wer in diesem Kontext die "Zeit" zitiert, dem fehlt ganz offensichtlich das Werkzeug zu einer seriösen wissenschaftlichen Literaturrecherche.

Beitrag melden
deepbrain 06.12.2018, 23:37
385.

Zitat von lordofaiur
(...) Man kommt gegen Ideologen mit Verstand nicht an, das musste ich erst lernen. (...)
Ganz wichtig dabei ist, sich auch immer ganz fest einzureden, dass die anderen die Ideologen sind und man selbst der Verstand. Nie, niemals werden Sie selbst irgendetwas ideologisch sehen und Fakten ignorieren. Lassen Sie sich das niemals einreden. Die Doofen sind schließlich immer die anderen! Leider sagen das beide Seiten.

Beitrag melden
solid_matter 06.12.2018, 23:39
386.

Zitat von ardbeg17
tja, bei differenzierter Betrachtung wird es mit dem Schaden durch das Verkehrs -NO2 äußerst dünn. Prof. Wichmann listet in seiner Expertise den ganzen Wissensstand auf und erläutert Normen für seriöse wissenschaftliche Arbeiten. Und demnach stehen die ganzen Todesfall-Statistiken etwas blamiert da. Umgekehrt gab es eine umfangreiche europäische Studie MIT Bewertung von Lebens- und Essgewohnheiten, die bezüglich der Mortalität eine lineare Korrelation mit pm 2.5-Feinstaub fand und für NO2 KEINEN signifikanten Einfluss. Studien, die über NO2 in der Aussenluft philosophieren und Feinstaub (und am besten Feinststaub pm0.1) sowie Ess- und Lebensgewohnheiten ignorieren, sind somit mehr Scharlatanerie als Wissenschaft.
Genau so, wie es die Tabakindustrie jahrzehntelang durchgehalten hat, negative gesundheitliche Effekte durchs Rauchen unter den Teppich zu kehren, sind auch diese "Studien" einzuschätzen. Natürlich fällt niemand tot um, weil er NO2 einatmet. An einer Zigarette stirbt auch niemand. Nicht mal an 40 pro Tag. Ob man aber deshalb z.B. einen Säugling dieser Belastung aussetzen möchte, sei dahingestellt.

Ich bin ja auch gegen Fahrverbote, weil ich den Nutzen unterm Strich für gering halte. Vielmehr sollte man das ganze Fiasko als Anlass nehmen, eine grundsätzliche Orientierungsrichtung für die Zukunft daraus abnzuleiten. Man sollte langsam mal Frieden schließen und auch der DUH sagen: Ok, wir haben den Schuss gehört und verstanden, wir handeln jetzt.

Eine Gesellschaft, die sich gerne selbst zu den fortschrittlichsten und reichsten der Welt zählt, sollte meiner Meinung nach solch peinlichen Klimbim wie "Luftschadstoff-Messtationen" überhaupt nicht nötig haben (es gibt bundesweit wohl an die 1.000!). Das ist die Denkrichtung, die zukunftsweisend ist. Und nicht, wie weit die Dinger vom Straßenrand wegstehen. Den Schlüssel unter der Laterne suchen und sich in blödsinnigen Grenzwert-Diskussionen zu ergehen, halte ich für Zeitverschwendung.

Beitrag melden
Hagbard_Celine235 06.12.2018, 23:47
387. Die Titanic bringt es auf den punkt

Aus der Rubrik „Briefe an die Leser“:
Wir erlauben uns, das mal zusammenzufassen: Die deutschen Automanager hätten überhaupt nicht dreist betrügen müssen, Opfer der emissionsnahen Messung wie Audi-Chef Stadler hätten nicht in den Knast gemusst, und VW-Boss Winterkorn bräuchte jetzt nicht den Verlust seines ergaunerten Milliardenvermögens zu befürchten. Statt dessen hätte es die Politik sein sollen, die einen einheitlichen und grenzenlosen Schwindel durch ergebnisorientierte Messung des Schadstoffausstoßes anordnet – am besten im Leerlauf.

Beitrag melden
deepbrain 06.12.2018, 23:50
388.

Zitat von k70-ingo
(...) An Empörtheiten wie Ihre mußte ich vorhin denken, als ich beim Halt am Altglascontainer meinen noch kalten Diesel-PKW laufen ließ. Die Überlegung "Na, wieviele asthmakranke Kinder hast du jetzt wieder auf dem Gewissen?" zauberte ein fröhliches Kichern in meine Seele und ließ mich beschwingt weiterfahren.
Sie bringen ihr Glas zum Altglascontainer? Ich hätte gedacht, Sie schmeißen das Glas in die nächste Böschung oder wenigstens in den Restmüll und kichern dabei über die Umwelt, die Sie auf dem Gewissen haben.

Beitrag melden
solid_matter 06.12.2018, 23:51
389.

Zitat von ardbeg17
tolle Argumentation. Im selben Wikipedia-Artikel, aus dem die verheerende Wirkung des NO2 zitieren, steht wenige Zeilen später, bei welchen Konzentrationen diese Wirkungen auftreten: Bei 50 ppm. 1ppm=1900 Mikrogramm/m^3. Wussten sie das nicht, oder wollen sie die Leser hier vera.....n?
Ich habe nicht geschrieben, dass jemand mit akuten Vergiftungserscheinungen zu rechnen hat, wenn er sich am Straßenrand aufhält. Es ging mir um die grundsätzliche Darstellung der toxikologischen Einordnung von NO2, weil es hier anscheinend Nachholbedarf bei einigen Foristen gibt.

btw, ein typischer Diesel mit < Euro5 emittiert bereits 600 - 1.000 mg/km. Täglich fahren davon 34.000 durch Berlin. Es ist davon auszugehen, dass bei typischen Stundenwerten von ca. 180 µg zumindest kurzzeitige Hotspots mit Überschreitung des MAK-Werts auftreten. Wäre das Zeug nicht weitgehend unsichtbar, sondern würde es sich dabei um, sagen wir, vgl. toxikologisch harmlose Hundescheiße handeln, möchte ich den Volksaufstand gerne mal sehen ... ;-)

Beitrag melden
Seite 39 von 53
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!