Forum: Politik
Klimawandel: Die wahre Diesel-Lüge
DPA

Falsch aufgestellte Messgeräte, frei erfundene Grenzwerte: Je mehr man über den Kampf gegen Dieselabgase liest, desto verrückter wird es. Und jetzt auch noch das: Ausgerechnet die Abkehr vom Diesel fördert die Erderwärmung.

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solid_matter 06.12.2018, 23:56
390.

Zitat von K.Hexemer
genauso unwissenschaftlich wie die 40 mg Grenzwert zustande gekommen sind
Das wird hier sauber und stichhaltig erklärt, woher dieser Wert stammt, siehe Abschnitt: Wie kam es zu den derzeitig gültigen Grenzwerten für NO2?

https://www.umweltbundesamt.de/themen/stickstoffdioxid-belastung-hintergrund-zu-eu

Und um die obligatorische MAK-Argumentation vorwegzunehmen:

Unterschied zwischen Außenluft- und Arbeitsplatzgrenzwert für NO2

https://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft

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deepbrain 07.12.2018, 00:07
391.

Zitat von waddehaddeduddeda
Die Luft in verkehrsnahen Bereichen enthält heute weniger NO2 als in den 90ern auf dem flachen Land. Wie haben wir das damals nur überlebt. https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/daten-karten/entwicklung-der-luftqualitaet#textpart-1
Viele haben es vielleicht nicht überlebt. ;) Es scheint zumindest so, dass damals die Häufigkeit von Asthma deutlich höher waren... (https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/asthma-bronchiale/haeufigkeit/)

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christiang36 07.12.2018, 00:41
392. trau dich, lieber jan

zunächst an alle die das ernst nehmen: es handelt sich hier um eine kolumne (meint meinungsbeitrag). da muss weder sauber recherchiert werden noch muss man irgendwas geistreich belegen. deswegen antworte ich mit einer: achtung! satire: meiner meinung nach sollte das affenexperiment von vw mit den dieselabgasen wiederholt werden, aber diesmal nicht mit affen sondern... (ps die haben übrigens alle überlebt! und eventuell schreiben sich ja hinterher die kolumnen noch schmissiger)

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Julian Reichelt 07.12.2018, 00:43
393. Ganz großes Tennis, Jan!

Ich bin stolz auf dich, Jan! Sehr gut! Du bist auf einem guten Wege dieses Praktikum als Clickbaittroll bei Spon als Karrierespungbrett in mein Unternehmen zu nutzen!

Hier meine Rzension des heutigen Artikels:
Gleich ein sehr guter Einstieg! Man hätte ja annehmen können, dass du die gesamten Kohlendioxid-Emissionen des Pkw-Verkehrs [1] meinst, aber die sind ja leider trotz steigender Emmissionseffizienz leider eher gestiegen als gesunken, weil einfach viel mehr Auto gefahren wird... Jahr für Jahr [2].

Und dann gleich noch so ein Brett: "Weniger Stickoxid im Autoverkehr geht mit mehr CO2 einher und umgekehrt." Das wird man ja nochmal sagen dürfen. Das wäre ja auch noch schöner wenn jetzt da jemand kommt und sagt, dass son Q5 TDI mehr CO2 produziert als nen A4 TFSI, trotz schlechterer Fahrleistung. Was für ein Diesel fährst du noch gleich?

Diesen E-Auto Unsinn auch gleich sehr gut beendet, Klein- und Kompaktwagen fährt ja eh niemand und schon gar nicht mit Ökostrom. Das man bei Hyundai Ioniq mit Ökostrom schon nach 21.000 Kilometern eine besser CO2-Bilanz als ein Golf hat [3]. Falls jetzt die Akkus noch mit regenerativer Energie hergestellt würden...

[1]: https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/emissionen-des-verkehrs#textpart-2
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/fahrleistungen-verkehrsaufwand-modal-split#textpart-1
[3]: https://www.auto-motor-und-sport.de/news/elektroauto-diesel-co2-bilanz-emissionen-klimaschutz/

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wolfgang_rz 07.12.2018, 01:14
394. Autolobby

Das mit der Bilanz des höheren CO2 Ausstoßes von E-Autos gegenüber Dieselfahrzeugen und 100000 km Wert ab dann das E-Mobil bessere Werte aufweist, naja woher kommt denn das? Die E-Autos hergestellt und betrieben in Frankreich mit Atomstrom oder von Tesla mit Solarstrom weisen wohl kaum den selben CO2 Wert bei der Herstellung auf wie Deutschlands fortschrittlichen Kohlekraftwerken. solche Zahlen gehen von Batterien aus, die es schon lange nicht mehr in neuen E-Autos gibt. Die Batterieentwicklung macht so große Fortschritte, dass in Kürze die Feststoffbatterie im Einsatz kommen wird. Dann sind bei den CO2-Werten von Dieselautos nicht die Herstellung des Diesels, Transport mit Schiffen, Pumpstationen und Tankwagen, der Personalaufwand und Werkstattservice einkalkuliert. Die Autolobby hat ganze Arbeit geleistet. Aber sie kommt nicht um das E- Auto herum. Sonst kann sie in China, USA und Europa einpacken. Außer in Deutschland da verzögert man immer noch den Ausbau von Ladestationen und die Stromerzeugung mit Kohle verpestet immer noch die Luft.

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wolfgangselig 07.12.2018, 01:20
395. WArum bleibt der Spiegel so passiv?

Und warum bleibt der Spiegel dann so passiv? Im aktuellen Heft ist die Klimaerwärmung der Aufmacher. Warum werden denn dann die kontraproduktiven Dieselfahrverbote, der neue Benzinerboom, die NOX-Lüge und die DUH nicht massiv kritisiert? Inkonsequenz vom Feinsten. Herr Fleischhauer gilt als der berühmte Prophet im eigenen Land offenbar nicht viel.

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christiang36 07.12.2018, 01:25
396. Satire II

Wenn ich nach schwerem Tagwerk als Autor konservativer Schmähschriften, am Abend im behaglichen Münchner-Vorort-Eigenheim etwas zu lange in den tropenholzbefeuerten (garantiert nicht nachhaltig!) Kamin gestarrt und dabei eine Flasche Südtiroler trocken geleert habe, um anschließend taumelnd noch eben im schönsten Zimmer des Hauses (der Garage) dem mattglänzenden SUV über die strammen Flanken zu streicheln (die Frau ist beim Yoga und die Kinder im WWW) und hernach noch kurz benommen am Tankstutzen zu schnüffeln...dann, ja dann würde ich auch eine solche Kolumne zustande bringen.

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manfredkaese 07.12.2018, 02:05
397. Dasläuft doch mit allem so

Irgendwer produziert breitereRegenrinnen und hat die entsprechende Lobby in Brüssel? -schwupp,werden die Grenzwerte angepasst, egal ob sinnvoll oder nicht. Die Autoindustrie hat das halt hier vermutlich sogar gefördert, im sicheren Bewusstsein, eh nicht erwischt zu werden..WIRKLICH förderlich wäre, dem ganzen alobbyunsinn entgegenzuwirken, aber das ist t, wie gegen Schwerkraft sein.

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matbhmx 07.12.2018, 02:05
398. Das, was in der Zeit veröffentlicht ...

... wurde wie auch den Umstand, dass der Grenzwert völlig willkürlich ist, es keine einzige Untersuchung gibt, die einem Wert von 40 mcg irgendwelche gesundheitlichen Folgen zuzuordnen vermag, pinsele ich seit Aufkommen der ersten Fahrverbotsdiskussionen fleißig in diverse Foren. Und man kann es nicht häufig genug sagen: Unstreitig gilt an bestimmten deutschen Industriearbeitsplätzen ein Wert von 950 mcg. Die Begründung, die Arbeitnehmer an solchen Arbeitsplätzen seien gesunde Männer, ist geradezu grotesk. Bei der Einstellung für solche Arbeitsplätze sind dann also lauter junge, gestählte, kerngesunde, blonde, blauäugige (ups, jetzt bewegen wir uns in gefährlichen Fahrwassern) Recken, die genauso frisch auch noch mit 50, 60, 65 sind? Völlig grotesk! Und die so umweltaffinen USA, die immerhin den Dieselskandal überhaupt erst aufgedeckt und nur VW mit 20 Mrd. abgesahnt haben, hat auf öffentlichen Straßen einen Grenzwert von 106 mcg! Und an Schweizer Arbeitsplätzen gilt ein Grenzwert von gar 6.000 mcg!!! Das ist das 150-fache des im Jahresmittel auf europäischen Straßen zugelassenen Wertes. Wahrscheinlich müssen in der Schweiz alle zwei Jahre die Arbeitnehmer an solchen Industriearbeitsplätzen ausgetauscht werden!?! Schon den zweiten VW-Skandal im Zusammenhang mit dem Dieselskandal vergessen: Dort hat man statt gesunder Bergluft junge Studenten (gut, die sind natürlich besonders hart im Nehmen) kräftig Stickoxid inhalieren lassen - und haben lebend die Labore verlassen! Der ökologische Schaden, der dadurch entsteht, dass junge Fahrzeuge entsorgt werden und mit viel Energie und unter Freisetzung vieler Schadstoffe in der Produktion neue Autos hergestellt und verkauft werden müssen, interessiert den Ökofanatiker nicht. Das wegen dieses Irrsinns demnächst diejenigen, die sich in der nahegelegenen Großstadt die Wohnungen nicht leisten können, aber nur dort einen Arbeitsplatz finden, und für die Fahrten zum Arbeitsplatz sich irgendeinen gebrauchten Diesel für 3.000,- bis 5.000,- € vom Munde abgespart haben, demnächst nicht mehr wissen, wie sie zur Arbeit kommen sollen - wen interessiert's! Und die Kanzlerin und ihre Entourage: Dämmern wie üblich vor sich hin. Setzt endlich den Grenzwert für die nächsten zehn Jahre auf 85 bis 100 mcg und das Problem ist gelöst. Innerhalb des Zeitraums findet ein natürlicher Austausch der Fahrzeuge statt, der dann mit einer deutlichen Luftverbesserung vor allem auch bei den gefährlich Schadstoffen, zu denen Stickoxid nicht gehört, führen wird. Und was das E-Auto angeht: Es wundert mich, dass sich noch nicht die Elektrosmogleidenden zu Worte gemeldet und mit Klagen gedroht haben.

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nixblicker00 07.12.2018, 02:17
399. Noch naiver gehts kaum noch

OK, ein Dieselauto stößt im Vergleich zu einem etwa ähnlichen Benzinauto ca. 10% weniger CO2 aus. Damit retten Sie das Klima nicht. Klar ist doch, dass wir möglichst schnell 100% weniger CO2-Ausstoß brauchen.

Es gibt kein umwelt- und/oder klimafreundliches Autofahren. Die deutlich niedrigere Besteuerung von Dieseltreibstoff führt zur verzerrten Wahrnehmung. Dem künstlich niedrigeren Preis steht ein höherer CO2-Ausstoß je verbranntem Liter gegenüber.

Diesel und Otto sind - beide - altes Eisen. Die Zukunft sieht ganz sicher anders aus. Egal was wer heute so von sich gibt und egal wie träge die politischen Vorgaben sind. In 10 Jahren kann man sowas am Markt nicht mehr verkaufen. Alle Konsequenzen inklusive.

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