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Klimawandel: Die wahre Diesel-Lüge
DPA

Falsch aufgestellte Messgeräte, frei erfundene Grenzwerte: Je mehr man über den Kampf gegen Dieselabgase liest, desto verrückter wird es. Und jetzt auch noch das: Ausgerechnet die Abkehr vom Diesel fördert die Erderwärmung.

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mr.pixel 07.12.2018, 10:36
450.

Zitat: - "Jede Form der Fortbewegung, die über das Gehen hinausgeht, belastet die Umwelt, das ist die Krux an der Mobilität." - Ernsthaft? Schon mal was von diesem zweirädrigen Ding Namens "Fahrrad" gehört? Damit fährt jeder durchschnittlich fitte Mensch locker die 10km zur Arbeit. Und wie hoch ist denn die Anzahl der Kamine in Deutschland? Vor allem von der Sorte die unglaublich viel Platz wegnehmen, Menschen durch Unfälle das Leben kosten und Kleinkindern ihren Dreck direkt ins Gesicht blasen? Wenn man schon Vergleiche anstellt, dann bitte umfassend!

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stefanj 07.12.2018, 10:37
451. Halbe Wahrheiten

Wie so oft geht Herr Fleischauer nach der Methode vor: Mische ein paar richtige Dinge (Diesel ist etwas energieeffizienter als Benzin, Holzverbrennung sorgt für die Emission von Feinstaub, die genaue Gesundheitsgefahr von NOx ist schwer einzuschätzen) mit einer Menge Polemik. Ob dann der Anstieg wirklich vor allem von der Umstellung von Diesel auf Benzin kommt, oder ob nicht andere Gründe viel wesentlicher sind, wird lieber weggelassen. Einen solchen Artikel zu schreiben, ohne zu erwähnen, dass die jährliche Zunahme des Autogewichts und insbesondere der wachsende Verkauf von SUWs eine erhebliche Rolle spielt, zeigt, dass es ihm offenbar nicht auf eine objektive Diskussion ankommt. Der steigende Verkauf von SUWs hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass der CO2-Ausstoß plötzlich nicht mehr signifikat sank. Wäre das nicht der Fall, hätte die Umstellung von Diesel auf Benzin ziemlich sicher zu keinem Anstieg geführt. Monokausale Diskussionen bringen der Umwelt wirklich nichts (natürlich gilt das für alle Seiten).

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StefanXX 07.12.2018, 10:40
452. Zweifelhafter Vergleich mit Rauchen

Zitat von solid_matter
Genau so, wie es die Tabakindustrie jahrzehntelang durchgehalten hat, negative gesundheitliche Effekte durchs Rauchen unter den Teppich zu kehren, sind auch diese "Studien" einzuschätzen. Natürlich fällt niemand tot um, weil er NO2 einatmet. An einer Zigarette stirbt auch niemand. Nicht mal an 40 pro Tag. Ob man aber deshalb z.B. einen Säugling dieser Belastung aussetzen möchte, sei ......
Das ist so natürlich nicht richtig. Dass Tabakkonsum in der Dosis von einer Zigarette langfristig schädlich ist, steht schon seit ganz langer Zeit außer Frage und dazu gibt es auch seit ganz langer Zeit zahlreiche seriöse Studien. Dass ausgerechnet eine NO2-Konzentration ab 40 Mikrogramm aber langfristig gesundheitsschädlich sein soll, ist durch nichts, aber auch gar nichts bewiesen, sondern ein völlig willkürlich festgelegter Grenzwert. Zumal dieser Grenzwert ja auch nicht um das 10- oder Hundertfache überschritten wird, sondern lediglich um 10 oder 20 Mikrogramm. Daher ist diese ganze Rechnerei mit den angeblichen Toten auch einfach nur unseriöse Panikmache.

Und ja, in einer rosaroten Welt haben wir keine Kriege, es gibt keine Gewalt, die moderne Technik hat keinerlei schädliche Auswirkungen auf die Umwelt. Ich denke das würde Ihnen fast jeder unterschreiben. Aber die Realität sieht nun mal anders aus und daher brauchen wir Grenzwerte, und dieser hier ist schon mehr als diskussionswürdig.

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misterknowitall2 07.12.2018, 10:41
453. Wie jetzt?

Zitat von Fackus
Endlich ein Beitrag, der aufdeckt, was im Land schief läuft zu dem Thema. Die 'Grünen' vergeigen die Sache aus rein ideologischen Gründen, die .....
Wie haben die Grünen die Sache aus ideologischen Gründen denn vergeigt? Ich habe keinen blassen Schimmer was sie damit andeuten wollen. Können sie bitte in diesem Punkt konkreter werden?

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Kurt-C. Hose 07.12.2018, 10:44
454.

Zitat von Julian Reichelt
Ich bin stolz auf dich, Jan! Sehr gut! Du bist auf einem guten Wege dieses Praktikum als Clickbaittroll bei Spon als Karrierespungbrett in mein Unternehmen zu nutzen! Hier meine Rzension des.....
Dafür, dass Sie so forsch Herrn Fleischhauer ein Praktikum bei sich selber nahelegen, schreiben Sie ziemlichen Unsinn. Die Stickoxidwerte liegen in den Innenstädten heute um ca. 60% (!) niedriger, als in den Neunziger Jahren - trotz größer gewordener PkW-Flotte, trotz schwerer gewordener und leistungsfähigerer PkW.

Im Übrigen "weiß" keine der Messtationen woher die Stickoxide eigentlich kommen, die sie misst. Die Hintergrundbelastung aus Hausbrand und sonstigen Quellen (in HH z.B. Schiffsverkehr, der für etwa 40% der Nox-Belastung sorgt). Dieer Umstand führt dann dazu, dass die Messtationen in Oldenburg Werte für Dieselfahrverbote auswarfen, obwohl an dem Tag wegen des Stadtmarathons gar keine Autos fuhren.
Die EU-Richtlinie geht im Übrigen von Messungen 10-15m von der Quelle entfernt aus - In Stuttgar steht das Ding an einer Tunnelwand, im Hamburg stehen die Messtationen unmittelbar neben der Fahrbahn. Dabei kommen dann selbstverständlich Messwerte raus, die noch oberhalb der ohnehin unsinnigen Grenzwerte liegen.

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TedDerPage 07.12.2018, 10:45
455. Transparente Aufklärung tut Not

Sehr geehrter Herr Fleischhauer,

herzlichen Dank für Ihren wohltuenden Artikel.
Ich muss allerdings sagen, dass am Schüren der Panik neben Politikern und gewissen Umweltverbänden die Presse auch einen großen Anteil trägt.
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass CO2, Feinstaub und Stickoxide ursächlich grundverschieden sind. In heutigen Dieseln werden Partikelfilter eingesetzt, die zu einer starken Verminderung der Feinstaubemissionen führen. In Benzinern ist dies (noch) nicht der Fall, was zu einer deutlich höheren Feinstaubbelastung durch Benziner führt. Im CO2 Ausstoß ist der Diesel dem Benziner ebenfalls weit überlegen. Die NOx Belastung schließlich kann über eine wirksame selektive katalytische Reaktion mittels Harnstoff (AdBlue) massiv verringert werden. Dies führt in der Konsequenz aber dazu, dass Harnstoff in entsprechender Menge den Abgasen beigemischt wird und man öfter AdBlue nachfüllen muss. Viele Verbraucher sträuben sich hiergegen aber nach wie vor. Eine entsprechende Infrastruktur an den Tankstellen vorausgesetzt könnte man hier aber effektiv entgegenwirken.
Stattdessen sollen wir Elektroautos kaufen, bei denen durch den Akku viele hindert Kilo Masse chauffiert werden müssen und bei denen das Thema „Aufladen“ noch lange nicht geklärt ist. Ferner spricht erstaunlicherweise niemand über die Umweltbelastung beim Bau und bei der Entsorgung von Akkus. Und schließlich gehen wir alle davon aus, dass der Strom, der geladen werden muss, bei der Erzeugung keinen „Dreck“ macht. Mir erschließt sich die Logik dahinter nicht. Vielleicht aber ist der Diesel doch keine so schlechte technische Lösung, wie viele es uns glauben machen wollen. Zumindest solange, bis eine echte Alternative zur Verfügung steht.

Eine transparente, umfassende Informationspolitik wäre dringend angeraten. Dies vermisse ich aber auch bei Ihrem Magazin seit einiger Zeit, weshalb ich mein Print-Abo vor einigen Monaten gekündigt habe. Ich würde mich freuen, wenn der SPIEGEL hier wieder eine Vorreiterrolle einnehmen würde. Und meine Entscheidung bzgl. des Abos sähe dann auch wieder anders aus.

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gangnamstyle 07.12.2018, 10:46
456. Verharmlosung

Sorry, aber ich bin anderer Meinung. Wenn Sie argumentieren, dass Diesel weniger CO2 ausstößt, dann müsste man auch Tempolimit einführen und Kraftstoffe deutlich höher besteuern - auch Kerosin!
Das wird natürlich nicht passieren, denn genau wie man den US-Amerikanern ihre Waffen wegnehmen kann, kann man den Deutschen nicht ihren Autospaß nicht wegnehmen.
Dass NOx reizende Gase sind und viele Städtbewohnern Reizhusten verursacht, dürfte auch Ihnen nicht egal sein. Studieren Sie doch mal, wie viele Menschen in Deutschland unter Astma leiden. Die Grenzwerte sind deswegen so streng, weil nicht nur gesunde Erwachsene in den Städten leben, sondern auch kranke junge oder alte Menschen.
Es ist typisch, wie Sie argumentieren. Wenn Ihnen die Argumente ausgehen, dann versuchen Sie zwei Themen gegeneinader aufzuspielen. Wir müssen nicht nur die Luft in den Städten sauberer machen (d.h. weniger NOx und weniger Feinstaub), sondern müssen gleichzeitig CO2-Emission reduzieren. Deswegen müssen wir langfrstig weg von Verbrennern (auch Diesel) und weg von Kohle. Was Kernenergie angeht - tja, vielleicht verfolgen Sie auch mal die Entwicklung der Energieproduktioonskosten. Die regnerativen unterbieten inzwischen in vielen Regionen der Welt bereits die billigsten Kohlemeiler. Warum also auf veraltete teuere Energieerzeugung setzen, wenn sie noch große Nachteile haben (z.B. Ewigkeitskosten wegen radioaktive Abfälle)?

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Fumitu 07.12.2018, 10:48
457.

Herr Fleischhauer, wenn sie AfD Politikern nur mal zugehört hätten, hätten Sie auch schon früher mehr über diesen unsinnigen "Dieselgate" erfahren.
es wird bei der Produktion von Benzin übrigens immer Diesel / Heizöl anfallen. Wohin damit?

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UweGroßberndt 07.12.2018, 10:51
458. Frage

Zitat von Promethium
Diesel laufen wunderbar CO2 neutral mit Pflanzenöl. Das Problem ist nicht der Motor sondern der Treibstoff! Übrigens lief schon der Dieselmotor der auf der Pariser Weltausstellung 1900 Furore machte CO2 neutral mit Pflanzenöl! Vor 118 Jahren!
Lassen Sie uns mal gemeinsam ausrechnen wieviel Diesel Motoren es in Deutschland gibt. Bitte Busse, Bahn, LKW, Binnenschiffe und Baumaschinen nicht auslassen.
Und nun lassen Sie uns überlegen wieviel Raps oder Sonnenblumen angebaut werden müssen um diese Menge zu erzeugen. Nun betrachten wir die zur Verfügung stehende Fläche in der BRD, davon ziehen wir die Fläche ab, die erforderlich ist um die Bevölkerung vegan ( Nach dem Willen der Grünen) zu ernähren. Bitte ziehen Sie auch die Gefahren für die Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz in Betracht, denn es darf nicht mehr gespritzt werden und es gibt weder chemischen Dünger (weil verboten), noch natürlichen Dünger, )weil Nutztierhaltung verboten).
Aber natürlich können pflanzliche Öle auch aus Südamerika oder Südost Asien bezogen werden.

Bitte schön.
Ich kann ihnen und Ihrer Familie eine nette Höhle in der Eifel empfehlen.

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gekls 07.12.2018, 10:55
459. Alles völlig nutzlos!

Sehen Sie es mir bitte nach, Herr Fleischhauer, wenn ich das Wichtigste in Ihrem Kommentar vermisse: den Hinweis auf das Hauptproblem: das ungebremste Wachstum der Erdbevölkerung!
Jährliche Steigerung um 100 Mill. Menschen, im Jahrzehnt um 1 Milliarde, 2050 werden mindestens 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben ein Drittel mehr als heute.
Da damit der Energieverbrauch in allen Bereichen steigt, ist es unwichtig, welche Grenzwerte erlassen werden - und vor allem, was wir hier in Deutschland umsetzen wollen bzw. können.
Schon heute wird der naturbelassene Lebensraum in riesigem Maßstab vernichtet, nicht nur im Amazonasgebiet, wo allein im letzten Jahr die Größe von 1.000.000 Fußballfelder gerodet wurden, sondern auch bei uns, wo neue Wohngebiete entstehen - müssen - bzw. nachverdichtet wird...

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