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Klimawandel-Proteste ohne Erwachsene: Auch Eltern müssen auf die Straße
DPA

Während ihre Kinder für mehr Klimaschutz demonstrieren, stehen viele Erwachsene teilnahmslos daneben. Unser Autor, 20 Jahre alt, hat das satt.

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quark2@mailinator.com 15.03.2019, 16:54
40.

Ich habe auch was satt, nämlich die einseitige Berichterstattung über die selbstgerechte Forderungsmentalität dieser offensichtlich nicht besonders geschichtskundigen Generation. Hier wird so getan, als wären die Älteren wie die Hottentotten über die Welt hergefallen und hätten diese kaputt gemacht. Dabei wird einfach jeder erklärende Umstand außer acht gelassen. Menschen, die nie gehungert oder gefroren haben, die nie Menschen an Krankheiten sterben sahen, ich könnte hier endlos weiter aufzählen, wie verdammt gut es den Kids heute geht und wie viel sauberer die Umwelt im Vergleich zu den 80ern z.B. ist. Diese Kids scheinen nichts vom ökonomischen Machtkampf der Länder und Firmen untereinander zu verstehen und auch keine Ahnung zu haben, wie kompliziert es ist, internationale Vereinbarungen zu erreichen, die auch eingehalten werden. Einfach irgendwas fordern kann ich auch. Aber wie es in der Praxis erreicht werden soll, das können die Heranwachsenden auch nicht sagen. Ein bischen mehr Respekt für die Leistungen der Älteren wäre mMn. angebracht.

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Neustädter_02 15.03.2019, 16:55
41. Nana...

Zitat von Der Pragmatist
Wahrscheinlich ist das wahre Motif hinter diesen Freitagsprotesten, die Schule zu schwänzen. Wie allgemein bekannt ist, findet am Samstag keine Schule statt und all Betriebe sind geschlossen. Das waere ein idealer Tag, um zu demonstrieren. Die Schüler verhindern eine Eintragung wegen unentschuldigten Fehlen und die Staedte sind gefüllt mit Leuten, die frei haben und die Demo beobachten koennen. Es scheint den Kindern wichtiger zu sein, die Schule zu Schwänzen als gegen Klimawandel zu protestieren.
Sie haben bestimmt auch die Schule geschwänzt. Und nicht zu knapp, wenn ich mir Ihre Rechtschreibung so ansehe!

Zum Inhaltlichen wurde in den beiden anderen Foren zum Thema schon alles gesagt (und zwar von Leuten, die Kinder haben). Einfach mal nachlesen...

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pragmatiker2017 15.03.2019, 16:57
42. Auch hier wieder...

...sind diejenigen, die die Proteste führen oder zumindest jene die hier Gehör bekommen, wie Nick Heubeck, Personen die mit den Fachdisziplinen zum Thema nichts zu tun haben. Das heißt natürlich nicht, dass man das Anliegen ignoriert, aber es zieht sich durch so viele Beiträge, dass keiner der dort zu Wort kommt Fachwissen beisteuern kann. Es sind fast immer Menschen die weder eine Naturwissenschaft noch eine Ingenieurwissenschaft oder Wirtschaftswissenschaft studiert haben (oder Berufe in diese Richtungen). Alle sind aber immer ganz fest von etwas überzeugt, können aber keine Ideen entwickeln die technisch realistisch umsetzbar sind und parallel die Wirtschaft in unserem Land nicht in den Abgrund stürzen. Alternativ kommen auch keine Konzepte die Anreize bieten und nicht Verbote für alles mögliche beinhalten. Und immer daran denken: es gibt selten einfache Antworten auf hochkomplexe Fragen. So schön das manchmal wäre, aber es gibt eben keine einfache Antwort darauf was wir ändern sollten/könnten/ müssten. Was häufig leider auch nicht klappt, dass jeder für sich im Kleinen sein Verhalten ändert oder überdenkt. Gleichwohl meinen aber einige in der Lage zu sein ein ganz großes Rad zu drehen.

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jaques_de_molay 15.03.2019, 16:58
43. Müssen?

"müssen auf die Straße"? Echt? Und wenn nicht?

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mostly_harmless 15.03.2019, 16:59
44.

Ich glaube, der Autor versteht die Natur des Problems einfach nicht. Die Ursache der Tatenlosigkeit der Politik ist nicht Gleichgültigkeit o-ä.
Die Ursache liegt an einer völlig anderen Stelle: Es gibt seit einem Vierteljahrhundert eine gigantische, von Teilen der Erdöl-, Stahl- und Kohlindustrie (Exxon, Koch Industries etc.) finanzierte Lügenkampagne, deren einziger Zweck es ist, Maßnahmen gegen den anthropogenen Teil des Klmawandels zu verhindern. Dafür werden von vorgenannten Firmen jedes Jahr Milliarden aufgewendet.
Als Vorlage für diese Kampagne dient die (wesentlich kleinere) Kampagne gegen die Schädlichkeit des Tabakrauches. Und es sind vielfach die gleichen Leute und Institutionen involviert. Das Heartland Inhstitute und Herr Lindzen beispielweise waren bzw. sind beide "Player" in beiden Kampagnen.
Diese Kampagne war und ist äusserst erfolgreich. Und die "Player" in der Kampagne sind fähig, Maßnahmen zu verhindern, die den Bilanzen o.g. Industrien schaden könnten.
Oder anders gesagt: Die Demonstranten addressieren falsch. Sie sollten gegen die Lügenkampagne, ihre Finziers und Profiteure demonstrieren. Letztere gibt es - soviel ist mal sicher - auch in Deutschland. Fragen Sie mal die Herren Maxeiner und Miersch um nur 2 von vielen zu nennen.

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MatthiasPetersbach 15.03.2019, 16:59
45. Wenn es hilft....

...gerne.

Wenn es die jungen Leute schaffen - auch gerne. Lieber heute wie morgen - und ein Leben mit nem bescheidenen Aufwand wie in den 70ern fände ich viel spannender und weiterbringender.

Aber Klimaschutz hat wenig mit Autoabgasen, Rauchen, Holzkohlegrill und ähnlichem Plakativen zu tun. Sondern mit unserer allgemeinen Lebensweise.

Schon jetzt sind Internet und Daten ein großer Faktor in der Energiebilanz (und damit in der Umweltschädigung). Und wer Umwelt will, der kann auch nicht die Milchschnitte und das Überangebot von allem und von überall im Supermarkt akzeptieren. Auch netflix und anderes Gedöns ist da nicht drin.

Umwelt schützen heißt niedrig Temperatur in der Wohnung, selbst kicken statt Bayern München, Skat statt Snowboard, Klamotten auftragen statt Mode - und altes Auto statt neuem. Und KEIN Stromverbrauch.

Ziemlich einfach.

Ich habe nichts dagegen, wenn die jungen Leute das Handy und das Internet abzuschaffen, indem sie das nutzen. Wir haben auch die Flugblätter gegen die AKWs mit Strom gedruckt/kopiert.

Aber das Ziel solte klar sein. So ehrlich muß man sein.

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wolle0601 15.03.2019, 16:59
46. Liebe Kinder,

ich wär ja gerne gekommen...leider muss ich tagsüber und manchmal auch abends arbeiten, um eure iPhones, Klamotten und Urlaubsreisen zu finanzieren, die Unis, die Windräder, und Solardächer, deren Energieproduktion grossteils nixht gespeichert werden kann, so dass immer noch Grundlastkraftwerke gebrauxht werden. Sorry daß wir Erwachsenen immer noch so viele von euch in die Welt gesetzt haben. Wird nicht wieder vorkommen. Aber wenn ihr noch ein paar Ideen braucht, wofür ihr demonstrieren könnt: Entwicklung von Speichertechnologien für regenerative Energien, bevor man die Produktion hochfährt, Zölle, die unterschiedliche Sozial- und Umweltstandards ausgleichen, und weltweite Ein-Kind-Politik.

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vox veritas 15.03.2019, 16:59
47.

Sorry, grundsätzlich muß man gar nichts. Das sollte man als Student eigentlich wissen. Man darf aber gerne darum bitten, daß sich andere Menschen anschließend. Dafür braucht man besser Argumente, als die, die zur Zeit geliefert werden. 40% den deutsch Strombedarf werden nämlich aus Kohle gewonnen. Die sofort und ersatzlos zu streichen dürfte nämlich zu unschönen Situationen führen.

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quark2@mailinator.com 15.03.2019, 16:59
48.

Zitat von weltverbesserer75
Die älteren Menschen haben der jungen Generation die Klimakatastrophe hinterlassen. Dennoch, und da gebe ich dem Autor recht, muss sie, als größte Wählergruppe, eingebunden werden. Jedoch keinesfalls an der Spitze der Protestbewegung. Wir junge Leute dürfen nicht zulassen, dass Ältere das Problem wieder verschleppen. Teilnehmen dürfen sie gerne. Entscheiden sollen sie aber nicht mehr. Sie hatten ihre Chance. Nun liegt es an uns jungen Leuten, die nötigen Änderungen herbeizuführen.
Schon mal was von Demokratie gehört ? Entscheiden dürfen sie nicht mehr ? Sorry, aber hier gilt eine Stimme pro Person und Ihre werte Meinung läuft auf Alters-Diskriminierung hinaus. Wer dann was entscheidet, werden wir jeweils nach den Wahlen sehen.

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wasfüreinunsinn 15.03.2019, 17:00
49. @ Der Pragmatist

Die Schüler fehlen eben nicht entschuldigt, sondern es gilt als Schwänzen. Sie entscheiden sich eben dafür, sich eher um die Zukunft des Planeten Gedanken zu machen als um ihr Zeugnis

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