Forum: Politik
Klitschko in Kiew: "Ein Drittel liebt ihn, ein Drittel hasst ihn"
REUTERS

Keine zwei Jahre nach der Maidan-Revolution muss Vitali Klitschko als Bürgermeister von Kiew wieder in den Wahlkampf. Das Heldenimage des Ex-Boxers hat Kratzer bekommen: Klitschko hat sich in undurchsichtige Seilschaften verstrickt.

Seite 2 von 4
KapArkona 24.10.2015, 19:47
10. ehm, Moment mal

Waren es nicht die Medien bei uns die Klitschko über den grünen Klee als Garant für Demokratie lobten? Die ganze Maidan-Bewegung ist mißbraucht worden wenn es eine solche Landesweit überhaupt gab. In Kiew sah es da schon anders aus und die rechten "Revolutionäre" haben es sich gut eingerichtet dank Poroschenko. Der Mann hat sich sowas von lächerlich gemacht mit seinen Lügen gegenüber Russland. Die Ukraine ist nur Überlebensfähig in einer Föderation mit Russland ansonsten Staatsbankrott. Ob Russland den verschuldeten Brocken überhaupt will steht auf einem anderen Blatt. Sie wollen nur, dass die Nato ihre gierigen Griffel im Zaum hält. Scheint zu funktionieren denn aller Hoffnungen Poroschenko zum Trotz will die Nato doch keinen 3. WK vom Zaun brechen. Man muss der getobt haben!
Dieses mal Herr Bidder haben Sie sich um eine ausgewogene Berichterstattung bemüht. Kann nur sagen, weiter so.
MfG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fortelkas 24.10.2015, 20:03
11. Klitschko

Tja, Preisboxer sollten eben besser nicht in die Politik gehen. Was ist denn aus dem Maidan geworden? Wo sind die angeblichen Freiheitshelden, die damals der Außenminister Westerwelle persönlich besucht und ermutigt hatte. Jetzt sind die milliardenschweren Eliten da, die dem Volk vorlügen, mit ihnen käme die Demokratie und die Freiheit. Julia Timoschenko taucht auch wieder auf, die das Volk mit ihren undurchsichtigen Gerschäften, für die sie zu recht verurteilt worden war, schon einmal betrogen hat. Wladimir Putin muss gar nicht intervenieren, er kann sich dieses pseudodemokratische Spiel in aller Ruhe aus Moskau ansehen.
Erwin Fortelka

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lutzhunger 24.10.2015, 20:10
12. Kleiner Schritt

Es ist schon erstaunlich, das aus der Feder von Herrn Bidder kommt, das die auch so erfolgreiche Ukraine (ja Kiew und nicht Sinferopol am Rande des Bankrotts dahin schlittert. Natürlich steht nicht, das man alles versucht die so wichtigen Handelsbeziehungen zu kappen und so sich die Probleme durch die Politik selbst verschärfen. Logisch steht auch nichts, das die Kohle zum Heizen verdammt knapp ist und kein Geld dafür da ist. Die sicher Versorgung mit Gas ist möglich aber nicht sicher. Bis zu den Wahlen hat wohl alles gereicht.
Das das ZDF gerade berichtet hat, das die Wahlen wohl wieder manipuliert werden und die Oligarschen kräftig mitmischen, wird nur zaghaft angedeutet als Bauunternehmer.
Es spricht vieles dafür, das in der EU paar kleine unbedeutende finanzielle Risiken in Lösung sind, wie zusätzliche Kosten für Griechenland und Flüchtlinge negatives Wirtschaftswachstum in weiten Teilen der EU. Da muss man Finanzströme umleiten muss, sind wohl leichte Kürzungen notwendig.
Nun ja wenn Poroschenko über den Jordan geht, sind die finanziellen Risiken für Europa schwer zu kalkulieren, kennen wir ja: Streichung von Geldern für Flüchtlinge rings um Syrien z.B.
Nunja trotz aller Manipulation wird man doch einen Anschein erhalten, wie die Stimmung in der Ukraine wirklich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000082513 24.10.2015, 20:11
13. Sprichtwort aus Kyiv...

"...früher wurden wir von Ganoven regiert. Seit dem Maidan sind es nun immerhin patriotische Ganoven."

Sowas in der Art hört man öfters Mal. Die aktuelle Regierung ist ein Anfang - mehr nicht. Ein großer Teil des Landes steht mittlerweile geschlossen zum prowestlichen Kurs - trotz vieler Opfer, die gebracht wurden. Für die prowestlichen Politiker selbst gilt das jedoch nicht notwendigerweise - und das ist auch gut so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
batmanmk 24.10.2015, 20:20
14. Bumerang-Effekt

Klitschko ist ein schlauer Mann:

"Bildet Bürgerwehren in jedem Hof, in jedem Bezirk, in jedem Haus"

http://www.huffingtonpost.de/2014/02/02/klitschko-buergerwehren_n_4712693.html

Gut, dass die Bürger in der Ostukraine auf ihn gehört haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jowitt 24.10.2015, 23:45
15. @martinweilheim

Zitat von martinweilheim
Vitali Klitschko gehört vor Gericht. Er war es doch, der ohne Not maßgeblich die Unruhen ausgelöst hat, nur, weil er nicht bis zum regulären Präsidentschaftswahltermin wenige Monate später warten wollte. Jede Kamera, die erreichbar war, nutzte er, um sich zu profilieren. Als dann die Sache den Bach runter ging, war er plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Zusammen mit den aktuellen Vorwürfen kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass es sich hier um einen verlogenen, selbstverliebten und machtbesessenen Populisten handelt.
Ist das icht eher Sache der Ukrainer selbst? Sie sollten denen die Bewertung und ggf. die Ahndung von Verbrechen nach IHREN Gesetzen überlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jowitt 24.10.2015, 23:50
16. @batmanmk

Zitat von batmanmk
Klitschko ist ein schlauer Mann: "Bildet Bürgerwehren in jedem Hof, in jedem Bezirk, in jedem Haus" http://www.huffingtonpost.de/2014/02/02/klitschko-buergerwehren_n_4712693.html Gut, dass die Bürger in der Ostukraine auf ihn gehört haben.
In den von Separatisten besetzten Bezirken der Ost-Ukraine haben nicht die Bürger, sondern erfahrene Kämpfer aus dem Tschetschenien-Krieg die gewählten Bürgermeister mit Waffengewalt abgesetzt. das ist hinlänglich belegt. Ich weiß nicht, was Sie da schreiben.

Einige dieser Kämpfer aus Russland haben das stolz verkündet. Sie erzählten, dass, nachdem die "Arbeit" auf der Krim erledigt war, sie weiterzogen, in die Ostukraine.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pb-sonntag 25.10.2015, 08:52
17.

Ich bekenne mich zum fehlenden Drittel: mir ist dieser Mann völlig egal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dumme Fragen 25.10.2015, 11:16
18. Sehr vernünftig, wenn auch nervig!

Die machen nicht den gleichen Fehler wie die Amis im Irak - sondern machen es wie die Deutschen nach dem 2. Weltkrieg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ulrich-lr. 25.10.2015, 18:20
19. Karawane zieht (nicht) weiter

Zitat von jowitt
In den von Separatisten besetzten Bezirken der Ost-Ukraine haben nicht die Bürger, sondern erfahrene Kämpfer aus dem Tschetschenien-Krieg die gewählten Bürgermeister mit Waffengewalt abgesetzt. das ist hinlänglich belegt. Ich weiß nicht, was Sie da schreiben. [...]sie weiterzogen,[...]
Leider ziehen die Klitschko-Leute nicht weiter.
Klitschko und seine damalige UDAR-Partei sind ein Produkt der Konrad-Adenauer-Stiftung. Weiß inzwischen jeder.
Ohne Stiftung und ihre intensive Beratung (oder wie man das nennt) wäre da nichts gelaufen. Klitschko hat allerdings das ganze System komplett an Poroschenko verkauft - für seinen Bürgermeisterposten.

Nun gibt es keine UDAR-Partei mehr. Und alle Macht haben die Oligarchen. Und wir im Westen wundern uns (nicht).

Klitschko zieht nicht weiter, denn noch geht's der Ukraine nur schlechter als vor dem Maidan. Noch ist etwas Spielraum nach unten. Noch ist sie nur pleite, aber sie zuckt eben noch.

Gut, dass sich die CDU-nahe Organisation und viele andere NGOs in der Ukraine so toll eingebracht haben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 4